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Einrichtung zur Regelung der normalen oder zur Erzeugung künstlicher Atmung.
Es sind bereits Einrichtungen zur Regelung der normalen oder zur Erzeugung künstlicher Atmung bekannt, welche aus zwei von einer gemeinsamen Antriebskurbel betätigten Pumpen bestehen, welche abwechselnd durch entsprechend selbsttätig sich schliessende Leitungen Luft in den Mund des Patienten blasen bzw. die verbrauchte Atmungluft ansaugen.
Den Gegenstand der Erfindung bilden nun besondere Einrichtungen, um bei solchen Apparaten die Luftmengen den individuellen Verhältnissen anzupassen sowie um eine stossweise, rythmische Ein-und Ausatmung zu erzielen.
In Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist ein im Sinne der Erfindung konstruierter Apparat in partiell geschnittener Vorderansicht und Seitenansicht gezeigt, während Fig. 3 eine elektromagnetische Unterbrechungsvorrichtung zeigt.
Die Einrichtung besteht im Wesen aus einer Zweizylinderpumpe, deren Zylinder p, q an ihrer Oberseite mit der Aussenluft in Verbindung stehen, während die Unterseite mit je einer Saug-und einer Druckklappe (20, 21 bzw. 22, 23) oder einem Saug-und Druck- ventile ausgestattet sind.
Das Saugventil 21 des Zylinders p und das Druckventil 22 des Zylinders q münden ins Freie, während sich an die beiden Ventile 20 und 2. ? der beiden Zylinder p. q starre
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stutzen m, n eines Mundstückes o verbunden sind. In dem Stutzen w ist eine gegen die Mundstückhöhlung sich öffnende auglappe s, im zweiten Stutzen n eine gegen die Mund- stitckhöh1ung sich schliessende Druckklappe ;/ungeordnet.
Die Verbindung dieses Mundsttlekes o mit der Pumpe erfolgt sohin in der Weise. dass die Druckleitung 3,2 des Zylinders p mit dem die Saugklappe s enthaltenden Anschlussstutzen ni, die Saugleitung 5.., I des Zylinders q mit dem das Druckventil d enthaltenden Anschlussstutzen n des Mundstückes o verbunden ist.
Wird das Mundstück o an die Mundöffnung gebracht und die Kolben der Zylinder p. f/ den Atmungsphasen entsprechend gehoben und gesenkt, so wird beim Niedergange der Kolben v, w die Luft, welche beim früheren Hube durch die Klappe 21 in den Zylinder p eingesaugt worden ist, durch die Leitung 3, 2 in das Mundstück bzw. in die Mundhöhle ausgeblasen, während die im zweiten Zylinder q enthaltene Luft durch die Klappe 22 ausgeblasen wird ; beim Aufwärtsgange der beiden Kolben s, wird der Zylinder p durch die Klappe 21 mit Frischluft gefüllt, während der zweite Zylinder q die Luft aus dem Mundstück o bzw. der Mundhöhle absaugt.
Durch die regelmässige Bewegung der Kolben p, q wird sohin abwechselnd Luft in die Mundhöhle eingedrückt und aus derselben ahgesogen.
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Stellung festgeklemmt werden ; um bei solchen Veränderungen der Hubhöhe die untere Hubwechselstellung der Kolben v, w stets wieder an die unteren Zylinderenden verlegen zu können, ist die Pleuelstange a auf verschiedene Längen einstellbar. zon diesem Zwecke besteht dieselbe ans zwei sich überscbleifenden Teilen, die in ihrer jeweiligen Stellung
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durch zwei, in einem der Teile sitzenden Mutterschrauben 10, 10 gehalten werden) die durch einen Längssc 1i1z 12 des- zweiten Teiles greifen.
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ist die Einrichtung, getroffen, dass der Antrieb "der Pumpe von dem mit konstanter Tourenzahl laufenden Motor r unter Vermittlung zweier Konusscheiben f, g erfolgt, welche alle Übersetzungsverhältnisse ermöglichen, die durch die minimale und maximale Zahl der Atmungen bedingt werden.
Um den Atmungsprozess bzw. das Einblasen und Absaugen der Luft intermittierend oder stossweise zu gestalten, sind in einer oder in beide Leitungen 3, 5 Abschlussorgane eingebaut, die während des Ganges der Pumpen abwechselnd geöffnet und geschlossen werden ; hiezu können insbesondere rotierende oder um ihre Achse schwingende Hähne, Klappen oder Ventile verwendet werden, welche während des Atmungsprozesses durch den Gang der Pumpe oder durch besondere Vorrichtungen in entsprechender Bewegung erhalten werden.
Bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiele wird das Unterbrechen der Luftzufuhrung und Absaúgung durch rotierende Hähne i, i'erzielt welche in die Leitungen 3,5 eingebaut und unter Zwischenschaltung geeigneter Übersetzungen 7, 6, 6 von einer Zahnstange b in schwingender Bewegung erhalten werden, die an der Traverse M der beiden Kolbenstangen befestigt ist. Um rasch folgende Unterbrechungen zu erzielen, können, wie in Fig. 3 gezeigt, die Abschlusshäbne i vom Anker 13 eines Elektromagneten 14 gesteuert werden, dessen Stromkreis durch die Bewegung des Ankers 13 in bekannter Weise unterbrochen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus zwei von einer einzigen Antriebskurbel betätigten, abwechselnd blasend und saugend wirkenden Pumpen bestehende Einrichtung zur Regelung der normalen oder zur Erzeugung künstlicher Atmung, dadurch gekennzeichnet, dass behufs individueller Anpassung der ausgeblasonen und angesogenen Luftmenge die Hubhöhe der Kolben durch Änderung der Kurhe1exzeotrizität geändert werden kann.