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Messvorrichtung für Wärmeverbrauch.
Es gibt bereits Vorrichtungen, um den Verbrauch und damit die Kosten zu ermitteln, die die Beheizung (z. B. von einer Zentralheizung aus) erwärmter einzelner, gegebenen Falles vermieteter Räume verursachen. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine besonders einfache Ausführungsform einer solchen Vorrichtung.
Die Wärmevorrichtung wird unmittelbar hinter dem Heizkörperventil (bei Dampfheizungen) oder hinter dem Regulierhahn (bei Warmwasserheizungen) eingebaut, kann jedoch auch für ganze Heizkörpergruppen Anwendung finden, indem dieselbe in dem Zuleitungsstrang eingeschaltet wird.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Wärmemessvorrichtung in einem Längsschnitte, während Fig. 2 einen Grundriss der Fig. 1 darstellt.
Dieselbe besteht aus einem länglichen Zylinder a aus durchsichtigem Material (z. B. Glas), dessen unteres analog einem Flaschenhalse ausgebildetes Ende durch eine Armatur mit einem Metallrohre b verbunden ist. Ein in dem so gebildeten Körper eingesetzter und in der Armatur abgedichteter hohler Zinkstab c ruht mit seinem unteren
Ende auf einem in das Rohr b eingesetzten Querbolzen d auf, während sein oberes Ende an einem Ventil e anliegt, das in dem den Glaszylinder a abschliessenden Deckel f eingesetzt und von einer Feder 9 auf seinem Sitze gehalten wird.
Auf dem Glaszylinder oder einer denselben einschliessenden Hülse, welche einen den
Zylinder teilweise sichtbar machenden Längsschlitz besitzt, ist eine empirisch festgesetzte
Skala angebracht.
Der beschriebene Apparat wird mit dem unteren Rohrende b'hinter dem Heiz- körperventil bzw. Hahn in den Heizkörper eingeschraubt, so dass das Heizmedium in das Rohr eindringen kann, während sein Eintritt in den Zylinder a gehindert ist.
Der letztere wird sodann bis zu einer bestimmten Marke mit destilliertem Wasser gefüllt.
Sobald das Heizkörperventil (bei Dampfheizungen) bzw. der Regulierbahn (bei Warm- wasserheizungen) geöffnet wird, füllt sich das Rohr b mit dem Heizmedium, welches den Zmlu, tab c erwärmt und seine Ausdehnung herbeiführt. Dadurch erwärmt der letztere das im Zylinder a befindliche Wasser und öffnet gleichzeitig das Ventil e, durch welches Luft eintritt, so dass eine Verdunstung des Wassers im Zylinder a herbeigeführt wird.
Je höher die Temperatur des Heizkörpers ist und je länger dieser Wärme liefert, desto mehr Wasser verdunstet.
Der Wasserverlust im Glaszylinder a erfolgt demnach entsprechend dem Wärme- verbrauch und kann der letztere jederzeit an der Skala abgelesen werden.
Die beschriebene Vorrichtung kann auch zum Messen der Wärmemengen bei anderen
Apparaten, z. B. mit Heizschlange versehenen Badewannen, benutzt werden.
Es muss selbstredend die verbrauchte Wärmemenge immer festgestellt werden, bevor alles Wasser im Zylinder a verdunstet ist und kann die beschriebene Vorrichtung mit einem Signalapparat verbunden werden, der einen bestimmten Tiefstand des destillierten
Wassers im Zylinder a rechtzeitig anzeigt.
Zum Nachfüllen des destillierten Wassers ist am oberen Zylinderverschluss ein
Propfen i angebracht, welcher mittels eines Schlüssels geöffnet werden kann, so dass eine Auffüllung durch Unberufene und somit eine Störung des Zählganges ausgeschlossen wird.
Zur Entlüftung des Eisenrohres b, namentlich bei Inbetriebsetzung der Heizung, ist am oberen Ende des ersteren eine Luftschraube h eingesetzt.
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