<Desc/Clms Page number 1>
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bohren, insbesondere Schlag-oder Drehschlagbohren, von Bohrlöchern, umfassend eine Bohrkrone mit einer Bohr- bzw. Abbaufläche, ein Bohrgestänge zum Einbringen einer Dreh-und/oder Schlagbeanspruchung und zum Einbringen eines Spül-bzw. Kühlfluids in die Bohrkrone und ein Hüllrohr, welches einen Hohlraum zwischen dem Bohrgestänge und dem Inneren des Hüllrohrs definiert und an dem Bohrgestänge abgestützt bzw. mit der Bohrkrone verbindbar ist.
Derartige Vorrichtungen zum Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren von Bohrlöchern sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt, wobei in jedem Fall für einen Abtransport des abgebauten Materials bzw. des Bohrkleins zu sorgen ist. Es sind Ausführungsformen derartiger Bohrvorrichtungen bekannt, bei welchen in Abwandlung der eingangs genannten Ausführungsform kein Hüllrohr bzw. Mantelrohr verwendet wird, so dass in einfacher Weise ein Abtransport des abgebauten Materials in einem Freiraum um das Bohrgestänge vorgenommen werden kann, da das Bohrgestänge üblicherweise geringere Aussenabmessungen als die das Bohrloch defi- lerende bzw. ausbildende Bohrkrone aufweist.
Bei einer Ausführungsform der eingangs genannten Art, bei welcher zusätzlich ein Hüllrohr bzw. Mantelrohr verwendet wird, kann ein Abtransport des abgebauten Materials bzw. des Bohrkleins ausserhalb des Hüllrohrs vorgenommen werden, falls dieses einen entsprechend verringerten Aussendurchmesser gegenüber der Bohrkrone aufweist, wobei jedoch üblicherweise hiebei nur vergleichsweise kleine Freiräume entstehen, so dass nur relativ kleinstückiges, abgebautes Material in diesem Bereich abtransportiert werden kann.
Da bei Einrichtungen der eingangs genannten Art üblicherweise Hüllrohre Verwendung finden, deren Aussenabmessungen sich lediglich geringfügig von den Aussenabmessungen der Bohrkrone unterscheiden, da das Hüllrohr eine wenigstens teilweise Abstützung bzw. provisorische Auskleidung des Bohrlochs, insbesondere bei brüchigem Gestein, vornehmen soll, findet bei derartigen Vorrichtungen, bei welchen ein vergleichsweise grosser Durchtrittsraum zwischen dem
<Desc/Clms Page number 2>
Bohrgestänge und dem Innenraum des Hüllrohrs definiert wird, ein Abtransport von abgebautem Material bzw. Bohrklein durch diesen Freiraum bzw. Hohlraum oder Ringraum zwischen dem Bohrgestänge und dem Inneren des Hüllrohrs statt, wobei in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die AT-B 390 303, die EP-B 0 670 950 oder die WO 98/20229 verwiesen wird.
Bei diesen bekannten Ausführungsformen muss jedoch neben üblicherweise bekannten Durchtrittsöffnungen für ein Spül-bzw. Kühlfluid, welche sich am vordersten Abschnitt bzw. an der Abbaufläche der Bohrkrone befinden, üblicherweise wenigstens eine weitere Durchtrittsöffnung entweder ebenfalls an der Abbaufläche der Bohrkrone oder in einem seitlichen Abschnitt derselben vorgesehen sein, um ein Einbringen des abzutransportierenden, abgebauten Materials bzw. Bohrkleins in den durch das Bohrgestänge und das Innere des Hüllrohrs definierten Freiraum bzw.
Hohlraum zu ermöglichen und in weiterer Folge ein Ausbringen des abgebauten Materials durch diesen Hohlraum zur Verfügung zu stellen. Es ist unmittelbar einsichtig, dass derart nur sehr kleinstückiges Material abtransportiert werden kann, da lediglich vergleichsweise kleine Durchtrittsöffnungen im Bereich der Bohrkrone bzw. in einem Anschlussbereich zwischen der Bohrkrone und dem Hüllrohr vorgesehen sein können, um ein Einbringen von abgebautem Material in den Hohlraum zwischen dem Bohrgestänge und dem Hüllrohr zu ermöglichen.
Weiters besteht eine grosse Gefahr von Verstopfungen derartiger Durchtrittsöffnungen, so dass insbesondere bei grobstückigem bzw. körnigem, abgebautem Material Probleme beim Abtransport desselben zu erwarten sind bzw. eine weitere Zerkleinerung des bereits abgebauten Materials vorgenommen werden muss, um ein Einbringen und Durchleiten durch die Durchtrittsöffnungen im Bereich der Bohrkrone für ein Ausbringen zu ermöglichen, wobei unmittelbar einsichtig ist, dass eine derartige zusätzlich von der Bohrkrone zu leistende Zerkleinerungsarbeit den gesamten Bohrfortschritt verringert.
Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art eine Vorrichtung zum
<Desc/Clms Page number 3>
Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, von Bohrlöchern zur Verfügung zu stellen, mit welcher ein an sich bekannter Abtransport von abgebautem Material bzw. Bohrklein durch einen durch das Bohrgestänge und das Innere des Hüllrohrs definierten Hohlraum bzw. Ringraum einfacher durchführbar ist und mit welcher insbesondere auch grössere Abmessungen aufweisendes, abgebautes Material ohne weiters in diesen Hohlraum bzw. Ringraum eingebracht bzw. durch diesen ausgebracht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgaben ist die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren von Bohrlöchern, im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass in einer Bohrposition das Hüllrohr in Abstand von der von der Abbaufläche abgewandten Rückseite der Bohrkrone angeordnet ist und dass die Bohrkrone in einer Spülposition für den Hohlraum zwischen dem Hüllrohr und dem Bohrgestänge mit ihrer Rückseite in Anlage an das zur Bohrkrone gewandte Vorderende des Hüllrohrs bringbar bzw. mit dem Vorderende des Hüllrohrs verbindbar ist.
Dadurch, dass erfindungsgemäss in einer Bohrposition das Hüllrohr in Abstand von der Bohrkrone angeordnet ist, wird hinter der Bohrkrone, von der Abbaufläche der Bohrkrone gesehen, ein Freiraum zur Verfügung gestellt, welcher eine entsprechend grosse Durchtrittsöffnung für ein Einbringen des abgebauten Materials bzw. Bohrkleins in den Hohlraum bzw. Ringraum zwischen dem Bohrgestänge und dem Hüllrohr freigibt, so dass auf die Abmessungen dieses Hüllrohrs abgestimmtes, vergleichsweise grobes Material ohne weiteres in den Hohlraum eingebracht und durch diesen abtransportiert werden kann.
Es sind somit bei der erfindungsgemässen Vorrichtung, im Gegensatz zu dem eingangs erläuterten, bekannten Stand der Technik, keine zusätzlichen Durchtrittsöffnungen im Bereich der Abbaufläche der Bohrkrone bzw. in einem seitlichen Bereich derselben erforderlich, um ein Einbringen des abgebauten Materials hinter die Bohrkrone und in den zwischen dem Bohrgestänge und dem Innenraum des Hüllrohrs definierten Hohlraum zu ermöglichen, so dass eine Schwächung der Bohrkrone vermieden werden kann und insbesondere die bei den
<Desc/Clms Page number 4>
bekannten Ausführungsformen auftretenden Verstopfungen bzw. Blockierungen dieser Abtransportöffnungen nicht befürchtet werden müssen.
Es kann somit im Bereich der Abbaufläche mit den be- kannten, üblicherweise in einer vergleichsweise geringen Anzahl vorgesehenen und einen vergleichsweise geringen Durchtrittsquerschnitt aufweisenden Durchtrittsöffnungen für das Kühl- bzw. Spülfluid das Auslangen gefunden werden. Für den Fall eines Spülens bzw. gezielten Ausbringens des im Ringraum bzw. Hohlraum zwischen dem Bohrgestänge und dem Inneren des Hüllrohrs abzutransportierenden Materials ist erfindungsgemäss weiters vorgesehen, dass in einer derartigen Spülposition die Rückseite der Bohrkrone in Anlage an das zur Bohrkrone gewandte Vorderende des Hüllrohrs bringbar ist bzw. mit dem Vorderende des Hüllrohrs verbindbar ist, so dass durch Einbringen des Kühl- bzw. Spülfluids auch in diesen Ringraum bzw.
Hohlraum unmittelbar eine gezielte und definierte Spülung dieses Hohl- bzw. Ringraums erzielbar ist.
Um ein im wesentlichen dichtendes Abschliessen zwischen der Bohrkrone, insbesondere der von der Abbaufläche abgewandten Rückseite derselben, und dem zur Bohrkrone gewandten Vorderende des Hüllrohrs zu ermöglichen, ist gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das Hüllrohr an seinem zur Bohrkrone gewandten Vorderende einen Freiraum zwischen dem Bohrgestänge und seinem Inneren für ein wenigstens teilweises Übergreifen des von der Abbaufläche abgewandten Endes der Bohrkrone definiert, so dass in einer derartigen Position ein weiteres Eindringen von abgebautem Material in diesen Anschlussbereich zwischen der Bohrkrone und dem Rohr sicher vermieden wird und derart keine Blockierungen für den weiteren Einsatz der Bohrkrone zu befürchten sind.
Um bei überaus grobkörnigem bzw. -stückigem, abgebautem Material ein Verlegen der einen vergleichsweise grossen Durchtritts- querschnitt aufweisenden Eintrittsöffnung des zwischen dem Bohrgestänge und dem Inneren des Hüllrohrs definierten Hohlraums bzw.
Ringraums zu vermeiden, ist gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass am Aussenumfang des Bohrgestänges
<Desc/Clms Page number 5>
und/oder des Hüllrohrs ein Muffenelement zur Begrenzung des freien Durchtrittsquerschnitts am Vorderende des Hüllrohres vorgesehen ist. Ein derartiges Muffenelement lässt sich auf gegebenenfalls im Inneren des Hüllrohrs vorzusehende Beschränkungen bzw. Verengungen des Durchtrittsquerschnitts, welche beispielsweise im Bereich von Verbindungsstücken zwischen den Einzelteilen des Bohrgestänges und/oder des Hüllrohrs auftreten können, abstimmen, so dass jeweils sichergestellt ist, dass selbst bei vergleichsweise grosser Ein- trittsöffnung in den Hohlraum zwischen dem Bohrgestänge und dem Hüllrohr ein Blockieren bzw.
Verkeilen von grösseren, abgebauten Materialstücken im Inneren des Hüllrohrs sicher vermieden wird.
Wie oben bereits angedeutet, ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Ausbringen des Spül- bzw. Kühlflulds lediglich eine vergleichsweise geringe Anzahl von Durchtrittsöffnungen an der Abbaufläche der Bohrkrone erforderlich, wobei für ein einfaches Spülen des Hüllrohrs zwischen dem Bohrgestänge und dem Hüllrohr gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgesehen ist, dass die Bohrkrone in an sich bekannter Weise jeweils wenigstens eine Durchtrittsöffnung zum Ausbringen des Spülfluids im Bereich der Abbaufläche und eine Durchtrittsöffnung aufweist, welche im Bereich der Rückseite der Bohrkrone mündet.
Durch eine derartige zusätzliche, im Bereich der Rückseite der Bohrkrone mündende Durchtrittsöffnung wird in der Spülposition, in welcher sich die Bohrkrone in Anlage an dem Vorderende des Hüllrohrs befindet bzw. mit diesem verbunden ist, ein gezieltes und sicheres Einbringen des Spül f 1 ulds ln das Innere des Hohlraums erzielt, wodurch die angestrebte Reinigungs- bzw. Spülwirkung zuverlässig und bei vergleichsweise geringer Fluidmenge erhalten werden kann.
Um bei Vorsehen von wenigstens einer zusätzlichen, im Bereich der Rückseite der Bohrkrone befindlichen Durchtrittsöffnung sicherzustellen, dass diese nur in der Spülposition der erfindungsgemässen Vorrichtung beaufschlagbar ist bzw. in der Spülposition ein Ausbringen eines Spül- bzw. Kühlfluids ermöglicht, wird weiters vorgeschlagen, dass im Inneren der Bohrkrone ein Verschluss-
<Desc/Clms Page number 6>
element vorgesehen ist, welches in der Bohrposition die wenigstens eine an der Abbaufläche mündende Durchtrittsöffnung und in der Spülposition die wenigstens eine zur Rückseite mündende Durchtrittsöffnung zum Ausbringen des Spülfluids freigibt, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht.
Für eine besonders kleinbauende und sicher zu betätigende Ausführungsform ist in diesem Zusammenhang bevorzugt vorgesehen, dass das Verschlusselement von einem im Inneren der Bohrkrone geführten, eine im wesentlichen zentral in der Bohrkrone verlaufenden Zufuhrleitung für das Spülfluid umgebenden Hülse gebildet ist, welche entgegen einer Federkraft durch ein von der Abbaufläche vorragendes Stift- bzw. Bolzenelement in der Bohrposition im Inneren der Bohrkrone in Längsrichtung derselben verschiebbar ist. Ein derartiges hülsenförmiges Verschlusselement kann entsprechend robust und kleinbauend ausgebildet sein, so dass eine zuverlässige Arbeitsweise auch unter den rauhen Einsatzbedingungen in einem Bohrloch über grosse Zeiträume sichergestellt wird.
Welters lässt sich durch das von der Abbau- bzw. Bohrfläche vorragende Stift- bzw. Bolzenelement ein selbsttätiges Versperren und Freigeben der jeweils gewünschten Durchtrittsöffnung bzw. Durchtrittsöffnungen im Bereich der Abbaufläche der Bohrkrone oder im Bereich der Rückseite in der Spülposition erzielen, da bei einem Zurückziehen der Bohrkrone in Anlage an das Hüllrohr zur Einnahme der Spülposition die Abbaufläche der Bohrkrone ausser Kontakt mit der abgebauten Stirnfläche des Bohrlochs gelangt und somit entgegen der Federkraft ein selbsttätiges Verschieben des hülsenförmigen Verschlusselements zur Freigabe lediglich der Durchtrittsöffnung bzw. Durchtrittsöffnungen an der Rückseite der Bohrkrone erzielbar ist.
Entsprechend dem Einsatzzweck und dem abzubauenden Material ist für die erfindungsgemässe Vorrichtung darüber hinaus bevorzugt vorgesehen, dass in an sich bekannter Weise das Spülfluid von Druckluft oder einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, unter Druck gebildet ist.
<Desc/Clms Page number 7>
Eine besonders einfache Kupplung einer Bohrkrone mit einem das Bohrgestänge umgebenden Hüllrohr lässt sich darüber hinaus dadurch erzielen, dass die Bohrkrone in an sich bekannter Weise in einen zentralen Innenteil und einen insbesondere lösbar damit gekoppelten, den Innenteil ringförmig umgebenden Aussenteil unterteilt ist, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen : Fig. 1 einen schematischen, teilweisen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung in der Bohrposition ; und Fig. 2 in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung ebenfalls einen teilweisen, schematischen Schnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung in der Spülposition.
In den Fig. 1 und 2 ist allgemein mit 1 eine Vorrichtung zum Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, eines schematisch mit 2 bezeichneten Bohrlochs bezeichnet, wobei die Vorrichtung 1 eine allgemein mit 3 bezeichnete Bohrkrone, ein Bohrgestänge 4 und ein das Bohrgestänge umgebendes Hüllrohr 5 umfasst, wobei zwischen dem Bohrgestänge 4 und dem Inneren des Hüllrohrs 5 ein Hohlraum bzw. Ringraum 6 definiert ist. Wie in der Zeichnung ersichtlich, erfolgt durch den zwischen dem Aussenumfang des Bohrgestänges 4 und dem Innendurchmesser bzw. dem Inneren des Hüllrohrs 5 definierten Ringraum bzw. Hohlraum 6 ein Abtransport von abgebautem, stückigem Material bzw. Bohrklein 7.
In der in Fig. 1 dargestellten Bohrposition ist gezeigt, dass in der Bohrposition das zur Bohrkrone 3 gewandte Vorderende 8 des Hüllrohrs 5 in Abstand von der Rückseite der Bohrkrone 3 liegt, so dass ein grosser Freiraum für das neben der Bohrkrone 3 vorbeigeführt, abgebaute Material für ein Einbringen in den zwischen dem Bohrgestänge 4 und dem Hüllrohr 5 definierten Hohlraum 6 zur Verfügung steht. Es ist aus Fig. 1 ersichtlich, dass somit auch vergleichsweise grob-
<Desc/Clms Page number 8>
stückiges Material 7 in diesen Ringraum bzw. Hohlraum 6 eingebracht werden kann.
In den Fig. 1 und 2 ist weiters im Bereich des Bohrgestänges 4 ein Verbindungsbereich mit 9 angedeutet, bei welchem ersichtlich ist, dass dieser Verbindungsbereich 9, beispielsweise von einzelnen Abschnitten des Bohrgestänges, einen gegenüber dem Rest des Bohrgestänges 4 vergrösserten Aussendurchmesser aufweist, wobei in diesen Bereichen eine zusätzliche Abstützung des üblicherweise eine vergleichsweise geringe Dicke aufweisenden Hüllrohrs 5 mit 10 angedeutet ist. Um insbesondere in einem derartigen Teilbereich 9 ein Blockieren bei Einbringen von sehr grossen Materialstücken 7 zu vermeiden, ist in Fig. 1 schematisch mit 11 ein Muffenelement angedeutet, welches anschliessend an die Rückseite der Bohrkrone 3 den freien Eintrittsspalt bzw.
Eintrittsquerschnitt in den Hohlraum 6 verengt, so dass nur entsprechend kleinere Materialteilchen 7 in diesen Hohlraum 6 eintreten können, so dass ein Verkeilen bzw. Blockieren derselben im Inneren des Hohlraums 6, beispielsweise im Bereich der Verbindungselemente 9, mit Sicherheit vermieden wird.
Es ist unmittelbar einsichtig, dass durch entsprechende Bemassung der Muffe 11 eine Abstimmung auf gegebenenfalls unterschiedliche Abmessungen von Verbindungsstücken 9 erzielbar ist.
EMI8.1
der Bohrkrone 3 eingebrachtes Spül- bzw. Kühlfluld über schematisch mit 12 und 13 bezeichnete Durchtrittsöffnungen an der Bohrbzw. Abbaufläche 14 der Bohrkrone 3 ausgebracht, wodurch einerseits ein Spülen und Kühlen der Abbaufläche 14 erfolgt und andererseits entsprechend den Pfeilen 15 durch ein Rückführen des üblicherweise unter Druck eingebrachten Spül- bzw. Kühlfluids, welches von Druckluft oder beispielsweise Wasser unter Druck gebildet sein kann, neben der Bohrkrone 3 ein Beaufschlagen bzw.
Mitreissen von abgebautem Material 7 in den Hohlraum 6 erfolgt, so dass ein gerichtetes und durch das Spülfluid unterstütztes Aus-
<Desc/Clms Page number 9>
bringen des abgebauten Materials bzw. Bohrkleins 7 durch den Hohlraum 6 erfolgt.
Falls ein Spülen des Hohlraums 6 bzw. ein vollständiges Ausbringen des darin enthaltenen, abgebauten Materials bzw. Bohrkleins 7 erfolgen soll, kann in einfacher Weise die Bohrkrone 7 in die in Fig. 2 dargestellte Spülposition in das Hüllrohr 5 bzw. in Anlage an dasselbe zurückgezogen werden, so dass die zur Bohrkrone 3 gewandte Vorderseite 8 des Hüllrohrs in Anlage an die Rückseite der Bohrkrone gelangt bzw. ein rückwärtiger Teil 16 der Bohrkrone 3 von dem Vorderende 8 des Hüllrohrs 5 übergriffen wird. Zu diesem Zweck ist im Bereich des Vorderendes 8 des Hüllrohrs 4 ein entsprechender Freiraum vorgesehen.
Weiters ist in Fig. 2 ersichtlich, dass anstelle eines Ausbringens des durch das Bohrgestänge 4 in die Bohrkrone 3 eingebrachten Spül- bzw. Kühlfluids durch die an der Abbaufläche 14 mündenden Durchtrittsöffnungen 12 und 13 an der Rückseite 16 der Bohrkrone wenigstens eine weitere Durchtrittsöffnung 17 vorgesehen ist, über welche entsprechend dem Pfeil 18 unmittelbar ein Ausbringen des Spül- bzw. Kühlflulds ln den Hohlraum 6 zwischen dem Bohrgestänge 4 und dem Inneren des Hüllrohrs 5 erfolgt.
In der in Fig. 2 dargestellten Position ist dabei der freie Fluiddurchtritt zu den Durchtrittsöffnungen 12 und 13 durch ein hülsenförmiges Verschlusselement 19 blockiert, welches in der Längsrichtung 20 der Bohrvorrichtung 1 entgegen der Kraft einer Feder 21 verschiebbar ist, so dass in der in Fig. 2 dargestellten Spülposition unmittelbar aus einer im wesentlichen zentral verlaufenden Zufuhrbohrung im Bohrgestänge 4 das Spül- bzw. Kühlfluid in die wenigstens eine zur Rückseite der Bohrkrone 3 gewandte Durchtrittsöffnung 17 eintritt. Das hülsenförmige Verschlusselement 19 ist weiters mit einem Stift- bzw.
Bolzenelement 22 gekoppelt, welches in der in Fig. 2 dargestellten Spülposition über die Abbaufläche 14 vorragt, während es in der in Fig. 1 dargestellten Bohrposition in Anlage an das abzubauende Material 23 gelangt und derart das hülsenförmige Verschlusselement 19 entgegen der Kraft der Feder 21 in die in Fig.
<Desc/Clms Page number 10>
1 dargestellte Position verschiebt, in welcher die Durchtritts- öffnung 17 durch das Verschlusselement 19 abgeschlossen ist und wiederum ein Ausbringen des Kühlfluids lediglich durch die zur Abbaufläche 14 gewandten Durchtrittsöffnungen 12 und 13 möglich ist.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist weiters ersichtlich, dass die Bohrkrone 3 im wesentlichen in einen zentralen Mittelteil 24 und einen diesen umgebenden, ringförmigen Aussenteil 25 unterteilt ist, wobei beispielsweise von stiftartigen Hartmaterialeinsätzen gebildete Abbauwerkzeuge bzw. -elemente jeweils mit 26 angedeutet sind.
Es lässt sich mit der dargestellten Vorrichtung 1 somit ein sicherer Abtransport auch von grobstückigem Material bzw. Bohrklein 7 in Anpassung an einen einen vergleichsweise grossen Durchtrittsquerschnitt ergebenden Hohlraum 6 zwischen dem Bohrgestänge 4 und dem Hüllrohr 5 erzielen, wobei zusätzliche Durchtrittsöffnungen in der Bohrkrone 3, welche eine Rückführung von Material ermöglichen, wie dies im Stand der Technik vorgesehen war, nicht notwendig sind. Weiters lässt sich durch die Möglichkeit des Abtransports von grobstückigem Material bzw. Bohrklein 7 auch die durch das Bohrgestänge 4 eingebrachte Schlag- bzw.
Abbauenergie vollständig zur Herstellung des Bohrlochs 2 einsetzen und muss nicht, wie dies beim Stand der Technik erforderlich war, für eine weitere Zerkleinerung des abgebauten Materials herangezogen werden, um einen Abtransport desselben durch Durchtrittsöffnungen in der Bohrkrone 3 zu erlauben.