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Die Erfindung betrifft einen Verbinder zur mechanischen Verbindung von Rahmenprofilen mit Pfosten- oder Sprossenprofilen im Fenster- und Türenbau, wobei der Verbinder in Längsrichtung in eine Kammer des Pfosten- oder Sprossenprofils einführbar und darin festlegbar und mittels eines Spannelementes gegen das Rahmenprofil spannbar ist.
Aus der DE 196 15 378 ist ein gattungsgemässer Verbinder zum Herstellen einer stumpfen Verbindung zwischen einem Pfostenprofil und einem Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür bekannt.
Der Verbinder weist einen Stützkörper auf, der in seiner Längsrichtung in das stirnseitig offene Pfostenprofil eingeführt und im Pfostenprofil mittels einer Spannhülse fixiert wird. Die Spannhülse durchgreift das Pfostenprofil und den Stützkörper des Verbinders quer zu dessen Längsrichtung. Neben der hierfür erforderlichen Querbohrung weist der Stützkörper eine Längsbohrung auf.
Zum Verbinden von Pfosten- und Rahmenprofil wird das Pfostenprofil mit dem darin fixierten Verbinder stumpf auf das Rahmenprofil aufgesetzt und mittels einer das Rahmenprofil durchgreifenden Spannschraube, die in die Längsbohrung des Stützkörpers eingreift, zum Rahmenprofi! hin gespannt. Zum Herstellen der Verbindung zwischen
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dem Pfosten- und dem Rahmenprofil sind daher wenigstens zwei Spann- bzw. Fixierelemente erforderlich, nämlich das eine zum Herstellen der Verbindung zwischen dem Pfostenprofil und dem Verbinder und das andere zum Herstellen der Verbindung zwischen dem Rahmenprofil und dem am Pfostenprofil fixierten Verbinder.
Die Verbindung zwischen dem Rahmenprofil und dem Sprossenprofil muss somit in zwei nacheinander folgenden Arbeitsgängen hergestellt werden Aus der DE 297 22 127 Ulist ein weiterer gattungsgemässer Verbinder bekannt.
Dieser mechanische Verbinder weist einen Stützkörper auf, der in seiner Längsrichtung in eine Kammer des Pfostenprofils einführbar, dann festlegbar und mittels eines Spannmittels gegen das Rahmenprofil spannbar ist.
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Dieser soll das Verbinden bzw. die Herstellung eines Anschlusses von einem Pfosten- und einem Rahmenprofil erleichtern.
Dies soll dadurch erreicht werden, dass der Stützkörper sich beim Spannen in Längsrichtung gleichzeitig quer zu seiner Längsrichtung verbreitert, um im eingebauten Zustand die Ver- bindung von Pfostenprofil und Rahmenprofil herzustellen. Der Stützkörper des Verbinders weist zwei Stützkörperelemente auf, die beim Spannen des Stützkörpers aufeinanderzu verschoben werden und dabei gleichzeitig den Stützkörper verbreitern.
Die Verbindung zwischen dem Pfostenprofil und dem Rahmenprofil erfolgt somit durch einen Verbinder in einem Arbeitsgang mit einem Spannmittel.
Nachteilig bei diesem gattungsgemässen Verbinder ist jedoch, neben dem schwierigen Ein- führen des Stützkörpers in die Kammer des Pfostenprofils aufgrund der zwei Stützkörper- elemente, die Tatsache, dass die Positionierung eines Verbinders auf dem Rahmenprofil sich schwierig gestaltet und dass bei bestimmten mechanischen Belastungen sich dieser in axiale Richtung verschieben kann und damit die Abschersicherheit des Sprossenprofils stark reduziert ist.
Hier setzt die Erfindung ein, die sich die Aufgabe gestellt hat, die Nachteile des bekannten Standes der Technik zu vermeiden und einen Verbinder aufzuzeigen, der wirtschaftlich und kostengünstig herstellbar ist, dessen Verschiebung in axiale Richtung verhinderbar ist und der die Abschersicherheit des Sprossenprofils erhöht.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch gelöst, dass die dem Rahmenprofil zugewandte Seite des Verbinders wenigstens eine von dieser abragende Erhebung aufweist.
Dadurch kann vorteilhaft erreicht werden, dass bei der Herstellung der Verbindung zwischen dem Pfostenprofil und dem Rahmenprofil sich diese Erhebungen bedingt durch die über das Spannelement aufgebrachten Kräfte in das Rahmenprofil eindrücken und somit zur eigent- lichen Flächenverbindung eine gezielte formschlüssige Verbindung erreicht ist.
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Der erfindungsgemässe Verbinder zeichnet sich weiterhin vorteilhaft dadurch aus, dass die Erhebung einstückig an der dem Rahmenprofil zugewandten Seite angeformt ist. Hierdurch ist eine wirtschaftliche und kostengünstige Herstellungsmöglichkeit des erfindungsgemässen Verbinders gegeben, da keine zusätzlichen Arbeitsgänge zur Herstellung des Endproduktes notwendig sind.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass an die dem Rahmenprofil zugewandte Seite des Verbinders nachträglich derartige Erhebungen aufgebracht werden. Dies erfolgt beispielsweise durch Kleben an der Oberfläche oder Einbringen eines zusätzlichen Elementes in die Oberfläche der dem Rahmenprofil zugewandten Seite des Verbinders, welches diese entsprechend überragt. So kann der Verbinder vorteilhafterweise an seiner dem Rahmenprofil zugewandten Seite eine stark aufgeraute bzw strukturierte Oberfläche aufweisen, was ebenfalls die axiale Verschiebung verhindert und somit im Rahmen der Erfindung liegt.
Es hat sich überraschend herausgestellt, dass das Verhältnis der Wandstärke des Rahmen- profils zur Höhe der Erhebung an der dem Rahmenprofil zugewandten Seite des Verbinders wenigstens vier beträgt, da hierdurch die optimalen Werte für die Abschersicherheit des Sprossenprofils erreichbar sind.
Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, dass der Querschnitt und die Anzahl der Erhebungen nach dem Material des Rahmenprofils und der geforderten Abschersicherheit dimensionierbar ist, wobei die Erhebungen kreisförmige oder mehreckige Querschnitte aufweisen.
Weiterhin vorteilhaft weist der erfindungsgemässe Verbinder einen Werkstoff grösserer Harte auf als der Werkstoff des Rahmenprofils, so dass jederzeit eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Rahmenprofil und dem am erfindungsgemässen Verbinder fixierten Sprossen- profil gewährleistet ist.
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Die Erfindung soll nun anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher beschrieben werden.
Es zeigen:
Figur 1: Explosionsdarstellung eines Anschlusses zwischen einem Rahmenprofil und einem Sprossenprofil mit dem erfindungsgemässen Verbinder.
Figur 2 : von unten eines erfindungsgemässen Verbinders
Figur 3: Schnittdarstellung eines erfindungsgemässen Verbinders In Figur 1 sind die zum Herstellen einer Verbindung zwischen einem Pfostenprofil 1 und einem Rahmenprofil 2 erforderlichen Komponenten in ihrer Lage zueinander so dargestellt, dass ihr Zusammenwirken deutlich erkennbar ist. Das Herstellen der Verbindung zwischen dem Pfostenprofil 1 und dem Rahmenprofil 2 erfolgt derart, dass der mechanische Verbinder 4 in eine offene Hohlkammer 11des Pfostenprofils 1 von unten eingeführt wird. Das Pfosten- profil 1 mit dem darin befindlichen Verbinder 4 wird anschliessend auf das Rahmenprofil 2 aufgesetzt, wobei das Rahmenprofil 2 eine durchgängige Öffnung 21 aufweist, welche ebenso in dem in der Hohlkammer 25 befindlichen Armierungsprofil 22 eingebracht ist.
Das Spannelement 3 wird gegenüber dem Sprossenprofil 1 durch die Öffnung 21 hindurchgeführt und greift zum Spannen in eine im Verbinder 4 in dessen Längsrichtung verlaufende Bohrung 46 ein. Durch diesen Eingriff, welcher vorzugsweise über das Gewinde des Spannelements 3 in Form einer Spannschraube erfolgt, wird der Verbinder 4 gegen das Rahmenprofil 2 gezogen bzw gepresst.
In diesem Ausführungsbeispiel weist der Verbinder 4 einen Grundkörper 43 auf, an dessen oberen freien Ende eine Dichtung 42 angebracht ist, welche durch das Oberteil 41 abgedeckt wird. Im Oberteil 41 ist die durchgängige Bohrung 46 für den Eingriff des Spannelements 3 erkennbar.
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Am unteren freien Ende des Grundkörpers 43 sind Rastelemente 45 angebracht, welche in die Nut 23 des Rahmenprofils 2 eingreifen. Gegenüber den Rastelementen 45 weist der Grundkörper 43 Abstützelemente 44 auf, welche sich an der der Nut 23 gegenüberliegenden Wand 24 des Rahmenprofils 2 abstützen.
In Figur 2 ist der erfindungsgemässe Verbinder 4 in der Ansicht von unten dargestellt. Diese dem Rahmenprofil 2 zugewandte Seite 48 des Verbinders 4 weist die Erhebungen 5,6,7 auf.
Die Erhebungen 5,6,7 sind in diesem Ausführungsbeispiel in gleichem Abstand von der Durchgangsbohrung 46 des Verbinders 4 angeordnet.
Die Position der Erhebungen 5,6,7 kann jedoch beliebig nach den Anforderungen der zu verbindenden Rahmenprofile 2 mit den Sprossenprofilen 1 gewählt werden. In diesem Aus- führungsbeispiel weist die Erhebung 5,6 einen kegelförmigen Querschnitt und die Erhebung 7 einen mehreckigen Querschnitt in Form eines eingebrachten Metallstiftes auf.
In Figur 3 ist eine Schnittdarstellung des erfindungsgemässen Verbinders 4 dargestellt, wobei der Schnitt entlang der Mittellinie der Durchgangsbohrung 46 erfolgt.
An der Unterseite 48 des Verbinders 4 sind die Erhebungen 5,7 erkennbar, welche von der Seite 48 des Verbinders 4 abragen. Die Erhebung 5 weist einen kegelförmigen Querschnitt auf und ist zwischen der Durchgangsbohrung 46 und den Halteelementen 45 positioniert. Die Erhebung 7 weist einen mehreckigen Querschnitt auf und ist zwischen der Durchgangs- bohrung 46 und den Abstützelementen 44 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Verhältnis der Wandstärke des Rahmenprofils 2 zur Höhe der Erhebung 5,7 acht. Durch den Einsatz der Erhebung 7 in Form eines Metallstiftes, der sich in die der Unterseite 48 des Verbinders 4 gegenüberliegenden Seite des Rahmenprofils 2 durch das Verspannen des Verbinders 4 mit dem Spannelement 3 einpresst, ist eine hohe Abschersicherheit des am Verbinder 4 befestigten Sprossenprofils 1 gegeben.
Weiterhin ist durch den Einsatz eines Werkstoffes für den Grundkörper 43 des Verbinders 4 mit einer grösseren Härte als der Werkstoff des Rahmenprofils 2 ebenfalls eine formschlüssige Verbindung über die Erhebung 5 realisierbar.