AT55994B - Waschverfahren für Rohfeinkohle. - Google Patents

Waschverfahren für Rohfeinkohle.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Waschverfahren für Rohfeinkohle. 



   Bisher hat man aus der Rohfeinkohle von 0 bis 10 mm schon Staub von verschiedener Korngrösse ausgeschieden, zum Zwecke, einmal einen vorgeschriebenen geringen Aschegehalt der Feinkohle zu erreichen und weiterhin um eine bessere Trocknung der gewaschenen Feinkohle zu ermöglichen, da für den Verkokungsprozess nur ein bestimmter Wassergehalt von etwa   120/0 zulässig   ist. 



   Das Wesen des neuen Verfahrens besteht nun darin, neben diesen beiden Zwecken noch den Vorteil zu erzielen, dass bei einer bestimmten Art der Abtrennung des Staubes eine unter Umstanden wesentliche Vergrösserung der Ausbeute an Feinkohle von einem bestimmten Aschegehalt erzielt wird. 



   Diese vorteilhafte Ausbeute ist darauf zurückzuführen, dass in jeder Rohfeinkohle ein bestimmter Prozentsatz von Allerfeinstem vorhanden ist, der nicht durch den Waschprozess verbesserungsfähig ist ; wenn der Aschegehalt dieses allerfeinsten Gutes verhältnismässig hoch ist (15 bis   30%), so   ist es von grosser Bedeutung und vorteilhaft, nur dieses Allerfeinste ganz oder teilweise auszuscheiden und das Restgut zu waschen. Es ist dann zur besten Ausbeute nicht nötig, dieses Restgut so scharf wie bisher zu waschen. 



   Vergleicht man andererseits das neue Verfahren mit dem bisher geübten, also mit den bisherigen   Staubabscheidungen   vor der Wäsche, so ist zu beachten, dass bisher wesentlich zwei Arten von   Staubabscheidungen   bei Wäschen in Anwendung waren,   nämlich  
1. die Staubabscheidung durch Ventilatoren oder dgl. derart, dass die Feinkohle von 0 bis 12   Mm.   im freien Fall einem durch einen Ventilator erzeugten Luftstrom ausgesetzt wurde, der das Feinste herausziehen sollte, und
2. jene durch Siebe bzw. Schlagsiebe. 



   Im ersten Falle kann, wenn überhaupt das Feinste in nennenswerter Menge herausgezogen werden soll, nicht vermieden werden, dass ein grosser Prozentsatz von Körpern über   0'2 min   Grösse mitgesaugt wird, wobei trotzdem noch eine grosse Menge des Feinsten (0 bis   02 mm)   in dem zu waschenden Korn zurückbleibt. 



   Im zweiten Falle, also bei der Staubabscheidung durch Siebe, ist es nicht möglich, nur das nicht waschbare Gut unter 0'2 mm abzutrennen, sondern die Grenze ist hier   Imw   und darüber für Schlagsiebe und etwa 2 mm für   gewöhnliche   Siebe. 



   Es ist somit klar, dass nach dem neuen Verfahren, bei der Verwendung eines Apparates, der nur das Feinste und dieses in einer Menge bis etwa 75% vorhandenen Menge abzieht, ein viel grösseres Quantum von durch den Waschprozess verbesserbarer Kohle er- halten wird als bisher. 



   Bei einer Rohfeinkohle von 0 bis 12 mm von z. B.   17'80/0 Aschegehalt   konnte man, wenn man vor dem Waschprozess bzw. aus dem ganzen Prozess den Staub von 0 bis 2   nun   (etwa 35%) abtrennte, bei günstigster Wäsche nur auf eine Ausbeute von   50 /   (mit   G"/  
Aschegehalt), bezogen auf das   ursprünglicho Pnsamtgut, rechnen.   



   (Gut von 0 bis 2 mm etwa   35%.   Gut von 2 bis   12 mM etwa 650/0'Berge 150/0'   mithin werden gewonnen   50 /0).   



   Diesem Ertrage konnte man, um die Kohle auf den   Aschegehalt von 6"/zu   bringen, von dem abgetrennten Staub noch eine solche Quantität zusetzen, dass man schliesslich   520/0 Ausbeute   der ursprünglichen Rohfeinkohle erhielt. 

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   Wenn man dagegen nach dem neuen Verfahren arbeitet, welches darin besteht, dass man durch einen Windsichter nur den Staub von 0 bis   0#2   mm Korngrösse aus dem Prozess vor dem Waschen abtrennt, welches Korn im Waschprozess nicht aufgebessert werden kann, so ist es möglich, bei günstigster Arbeitsweise eine Ausbeute von   70%   der aufgegebenen Rohfeinkohle zu erhalten. Zu diesen   70%   kann man noch durch Zusetzen von   4%   Staub von 0 bis   0'2   mm Korngrösse eine Ausbeute von   40/0   erreichen, so dass also die Gesamtausbeute von der aufgegebenen Rohfeinkohle, welche jetzt die Maximalausbeute ist,   740/0   mit   61/30/0   Asche beträgt. 



   Man ersieht den grossen Unterschied an Ausbeute von   740/0   bei der Abtrennung von 0 bis   0'2   mm   gegenüber   dem alten Verfahren der ganz unnötigen Zuvielabtrennung des   gröbere Kornes   von   0'2   bis 2   mm,   welches im vorliegenden Falle nur   52%   der aufgegebenen Robfeinkohle ergibt. 



   Wichtig für die Vergrösserung der Ausbeute bei dem neuen Verfahren ist, dass die Abscheidung des feinsten Kornes möglichst vollkommen geschieht, und das ist nach bisherigen Erfahrungen nur möglich, wenn man zu der Abtrennung einen rotierenden Windsichter bekannter Art benutzt. Die Anwendung des Windsichters also ist bei entsprechend   aschereicben   Kohlen für dieses Maximum der Ausbeute eine Grundbedingung. 



   Das Verfahren vollzieht sich, um dasselbe noch einmal zusammenfassend zu erläutern, 
 EMI2.1 
 
Von der Rohkohle von 0 bis   80 mm   wird erst in bekannter Weise die Rohfeinkohle durch Absieben von 0 bis   10 mm   abgetrennt. Diese Rohfeinkohle von 0 bis   10mm wird   zum rotierenden Windsichter geführt und der feinste Staub von 0 bis   0#2   bzw.   0#3     mm,   also der nicht waschbare Staub, in möglichst vollkommener Weise abgetrennt. Jede weitere Abtrennung von Korngrössen   Ober 0'2   bzw. 0'3 mm bedeutet die Abscheidung von durch den Waschprozess verbesserungsfähiger Kohle und würde damit also eine verminderte Ausbeute bzw. einen grösseren Aschegehalt bedingen. 



   Die Korngrössen von   0#2   oder 0'3 bis 10 mm werden dem bekannten Waschprozess unterworfen und man hat nun den nicht durch Wascharbeit verbesserungsfähigen Kohlen- 
 EMI2.2 
 z.   B.   in beliebiger Weise verfeuern oder man kann einen bestimmten Prozentsatz davon der gewaschenen Kohle nach dem Waschen wieder zusetzen, um die maximale Ausbeute zu erhalten. In letzterem Falle wird der Waschprozess nur soweit fortgesetzt, bis der Aschegehalt der aschereichsten gewaschenen Kohle dem Aschegehalt des trockenen feinen Kohlenstaubes gerade entspricht ; dann kann man auf die   grösste   Ausbeute rechnen.

Claims (1)

  1. PATKKT ANSPRUCH : Waschverfahren für Rohfonkohle, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlenstaub von EMI2.3
AT55994D 1911-01-10 1911-11-27 Waschverfahren für Rohfeinkohle. AT55994B (de)

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