AT55341B - Verfahren nebst Vorrichtung zum Sterilisieren von Wasser und dgl. mittels ultraviolet Strahlen. - Google Patents

Verfahren nebst Vorrichtung zum Sterilisieren von Wasser und dgl. mittels ultraviolet Strahlen.

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AT55341B
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Victor Henri
Andre Dr Helbronner
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Victor Henri
Andre Dr Helbronner
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  Verfahren nebst Vorrichtung zum Sterilisieren von Wasser und dgl. mittels ultravioletter Strahlen. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, das Sterilisieren von Wasser und dgl. mittels ultravioletter Strahlen in der Art zu bewirken, dass die Flüssigkeit in einer kreisförmigen oder zickzackförmigen Bahn an der die Strahlen entwickelnden Vorrichtung mittels Hilfe von Ablenkplatten vorbeigeführt wurde. Es wurde weiter vorgeschlagen, dünne Flüssigkeit-   häutchen   herzustellen und mittels eines rotierenden Gefässes oder Sprühers die Flüssigkeit durch Fliehkraftwirkung auszubreiten. Man hat weiter eine an einer Glocke herunterrieselnde Schicht ebenfalls mittels ultravioletter Strahlen und dgl.   behender,   aber in der Weise, dass zwischen Lampe und Flüssigkeit ein mit Luft erfüllter Hohlraum bestand. 



   Bei der neuen   Erfindung   soll nicht in dünner Schicht, sondern in starkwandigem Strom das Wasser von innen her sterilisiert werden. Im Innern des Wassers soll sich ein Hohlraum befinden, welcher durch das Zentrifugieren in einer Trommel entsteht. Dieser Hohlraum entspricht den Bedingungen der Sterilisation, d. h. er ist ein abgeschlossenes Vakuum, aus dem die Luft vollständig entfernt ist. Bekanntlich aber absorbiert die Luft die ultravioletten Strahlen. Durch die Zentrifugalkraft wird auch erreicht, dass die Lampe selbst nicht vom Sprühregen getroffen wird, so dass eine besondere Schutzkammer für die Lampe nicht erforderlich ist. 



   Auf der Zeichnung ist ein Beispiel einer zur Ausführung des neuen Verfahrens dienlichen Vorrichtung in Fig. 1 in einem senkrechten Schnitt veranschaulicht. Fig. 2 zeigt in einem senkrechten Schnitt eine zweite   Ausführungsform.   



   Die Vorrichtung Fig. 1 setzt sich zusammen aus einem festliegenden Teil und einem in geeigneten Lagern drehbar angeordneten   trommelförmigen   Teil. Der festliegende Teil umfasst zwei Einzelteile 1 und 3, zwischen denen die Trommel 2 angeordnet ist. Die Teile 1 und 3 werden von Stühlen 4 und 5 getragen. Auf der Trommel 2 ist eine Riemenscheibe 6 zum Antrieb mittels Riemens 7 angeordnet ; ihre Lager 8 und 9 sind so angeordnet, dass sie Stossfugen zwischen der Trommel und den Teilen 1 und 3 umschliessen. 



  In der Achsenlinie der Trommel erstreckt sich eine   Stange 10,   an welcher eine geeignete Anzahl von Lampen zur Erzeugung ultravioletter Strahlen, z. B. drei Quecksilberdampflampen mit   Quarzröhren 11, 12   und   13,   angeordnet sind. Die Stromzuleitungsdrähte 14 sind auf der Stange 10 angeordnet oder man benützt eine hohle Stange und verlegt die Drähte in deren Hohlraum. An der Stange 10 kann auch die Kippvorrichtung zum Anlassen der Lampen angeordnet werden. 



   Die zu sterilisierende Flüssigkeit (Wasser) wird der Vorrichtung am einen Ende durch Rohr 16 zugeführt, die behandelte Flüssigkeit verlässt die Vorrichtung am anderen Ende durch den   Auslass 17.   Wird die   Trommel 2 vermittelst   des Riemens 7 in Drehung versetzt, so bildet sich in der Mitte der Flüssigkeitsmasse ein Hohlraum 18 und die Lampen 11, 12 und 13 finden sich dann von einem luftverdünnten Raum umschlossen. 



  Nach Bildung des Hohlraumes stellt man die Lampen an. Die von ihnen ausgesendeten 

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 ultravioletten Strahlen dringen in die umhüllende   Flüssigkeitsmass6   allseitig unmittelbar ein, so dass sie im vollsten Masse ausgenützt werden, ohne dass Reflektoren erforderlich sind. 



   Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist dio Sterilisierungskammer feststehend   Utid   die Drehbewegung wird der Flüssigkeit durch einen Propeller 19 erteilt, dessen von Lagern 21, 22 gestützte hohle Welle 20 mittels Riemscheibe 23 und Riemen 24 angetrieben wird. Der stangenförmige Träger 10 für die Lampen 11, 12 und   13   ist durch die hohle Welle 20 gesteckt. Wird die letztere in Drehung versetzt, so bildet sich in der die Vorrichtung erfüllenden Flüssigkeit der Hohlraum 18. Seine Bemessung hängt von der Propellergeschwindigkeit ab und kann gewünschtenfalls durch entsprechende Änderung derselben verkleinert oder vergrössert werden. 



   Die Vorrichtung kann so angeordnet werden, dass die Drehung der Flüssigkeit um eine liegende, stehende oder geeignet anders gerichtete Achse erfolgt. Im. Falle der stehenden Drehungsachse kann die Flüssigkeit in aufsteigender oder absteigender Richtung durch die Vorrichtung hindurchgeführt werden. Durch geeignete Form des Behälters und Anwendung der richtigen Umdrehungsgeschwindigkeit kann man erreichen, dass'der Hohlraum 18 angenähert die Form der Strahlenquelle annimmt, so dass die Flüssigkeit überall um den gleichen Abstand von derselben entfernt bleibt.

Claims (1)

  1. PATENT. ANSpRÜCHE : 1. Verfahren, um Wasser mittels ultravioletter Strahlen zu sterilisieren, dadurch gekennzeichnet, dass man das Wasser derart in drehende Bewegung setzt, dass sich ein von einer dicken Flüssigkeitswandung umschlossener Hohlraum um die Strahlenquelle herum bildet. : 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des Hohlraumes eine drehbare Sterilisierungskammer angeordnet ist.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des Hohlraumes ein von aussen angetriebener Propeller (19) angeordnet ist.
AT55341D 1909-12-29 1910-12-28 Verfahren nebst Vorrichtung zum Sterilisieren von Wasser und dgl. mittels ultraviolet Strahlen. AT55341B (de)

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