AT55291B - Verfahren zum Brikettieren und Pressen unter Anwendung mehrerer Druckstufen. - Google Patents

Verfahren zum Brikettieren und Pressen unter Anwendung mehrerer Druckstufen.

Info

Publication number
AT55291B
AT55291B AT55291DA AT55291B AT 55291 B AT55291 B AT 55291B AT 55291D A AT55291D A AT 55291DA AT 55291 B AT55291 B AT 55291B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
pressure
pressing
control
briquetting
pressure levels
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Allg Briketierungs Ges M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Allg Briketierungs Ges M B H filed Critical Allg Briketierungs Ges M B H
Application granted granted Critical
Publication of AT55291B publication Critical patent/AT55291B/de

Links

Landscapes

  • Forging (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Brikettieren und Preeaen unter Anwendung mehrerer Druckstufen. 



   Es ist bekannt, dass für die Erzeugung von Briketten und zum Zusammenpressen kleiner Körper, die zu einem Ganzen vereinigt werden sollen, eine möglichst wirksame   entlüftung   des Materiales Voraussetzung ist, insbesondere, wenn man von besonderen Bindemitteln Abstand nehmen will. Man kann sich   den Entlüftungsvorgang   in verschiedener Weise zustandekommend denken :   . Als   das naheliegendste erscheint die Anwendung eines plötzlichen, sehr hohen, schlagartigen Druckes ; eine   Entlüftung   in dem gewünschten Masse tritt jedoch hiebei nicht ein, da einerseits die Luft bei solcher Stosswirkung keine Zeit findet, zu entweichen, während andererseits eine ausserordentliche Inanspruchnahme der Maschine und eine unrationelle Ausnutzung derselben hiemit verbunden ist.

   Die gleichen Nachteile treten auf, wenn die Druckwirkung zwar nicht stossweise erfolgt, aber doch sehr rasch, und wenn dann der erreichte Maximaldruck eine bestimmte Zeit anhält. 



   Ein anderer Weg zur   Entlüftung   besteht darin, den Druck   kontinuierlich bis   zu einer Maximalgrenze zu steigern, wobei,   zweckmässig unter   Benutzung gleitender Pressformen, der   nach den Seiten gedrückten   Luft Gelegenheit zu entweichen gegeben wird. Bei einer derartigen Pressungsweise ergibt sich eine   schichtweise Entlüftung,   die sich von dem beweglichen Press-. stempel aus   allmählich weiter zum   festen Gegenstempel fortpflanzt Eine derartige Pressweise   wird praktisch dadurch ermöglicht, dass mehrere Druckstufen hintereinander geschaltet werden.   
 EMI1.1 
 Pressverfahren noch nicht zu einem vollständig rationellen machen kann.

   Es ergab sich diese Beobachtung aus der Erkenntnis, dass der Betrag der Drucksteigerung pro Zeiteinheit bzw. pro   Bruchteil der für den Pressvorgang vorgesehenen   Zeit in Beziehung zu bringen ist mit dem Luft- 
 EMI1.2 
 scheiben. Metallblättern usw., beispielsweise zwecks Legierung von Metallen an den Pressflächen auf   kaltem Wege durch Hervorbringen des sogenannten #kaltflüssigen Zustandes" usw.   



   Die Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung erfolgt derart, dass unter an und für 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Stelle Luftgehalt vorhanden ist oder nicht. Die Relativlage der so festgestellten Zone lässt ungefähr erkennen, in welchem Stadium der Drucksteigerung eine Erhöhung bzw. Verlangsamung der Beschleunigung derselben vorgenommen werden muss. Nach diesem Gesichtspunkt erfolgt die Einstellung der betreffenden Druckstufen. Sollte ein weiterer Versuch zeigen, dass auch dann noch die neutrale Zone nicht vollständig beseitigt ist, dann wurde eine der benachbarten Druckstufen geregelt werden müssen, solange, bis ein entlüftetes Brikett sich ergibt. Nach diesen Vorversuchen kann dann die Presse, welche nunmehr entsprechend eingestellt ist, für die Massenherstellung von Presslingen ohneweiters benutzt werden. 



   Ein weiteres Mittel zur Beurteilung des Luftgehalts an der einen oder anderen Stelle des Presslinges ergibt sich daraus, dass bekanntermassen jedem Pressungsdruck bei einem bestimmten Material eine ganz bestimmte Volumenverkleinerung desselben entspricht. Das Verhältnis zwischen Druck und Volumen bei jedem einzelnen Material ist auf empirischem Wege bekannt. Man hat es in der Hand, zu messen, ob bei Anwendung eines ganz bestimmten Druckes die denselben entsprechende Volumenverkleinerung erzielt ist oder nicht ; tritt letzteres ein, so kann hieraus ohneweiters gefolgert werden, dass ein Luftpolster in dem Pressling sich befindet. Für Versuche in dieser Art würde es   genügen,   beispielsweise an dem Unterstempel der tresse einen Zeiger anzubringen. welcher bei Verschiebung des Unterstempels jeweils das   Volumen des Pressgutes   angibt.

   Vergleicht man die Skala, auf welcher der Zeiger spielt, mit dem jeweils herrschenden Druck, der durch Anordnung eines Ma, nometers ebenfalls jederzeit abgelesen werden kann, so ergibt sich auf Grund des bekannten   Verhältnisses zwiselhen Druck und Volumen   für das betreffende Material ein Urteil darüber, ob die Pressung eine   sachgemässe war oder nicht.   



   Auf der Zeichnung ist durch ein Diagramm (Fig. 1) veranschaulicht, wie eine derartige Annäherung des tatsächlichen Pressvorganges an die wirtschaftlichste Pressweise angestrebt 
 EMI2.2 
 Zeiten in Sekunden an, während auf der   senkrechten     Koordinate die Drücke   in   Atmosphären.   entsprechend diesen Zeiten und einem   bestimmten   Material, dargestellt sind. Die ideelle Druckkurve sei durch   !'veranschaulicht.   Es ist eine Druckhöhe von 2000   Atm. und eine   Zeitdauer von 
 EMI2.3 
   3 Sekunden,   die dritte   etwa 2 Sekunden usw.. während die   letzte   Druckstufe etwa Sekunde   dauert. 



   Das Diagramm lässt ersehen. dass, je geringer die Anzahl der Druckstufen ist. desto weniger 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ler Maschine wäre dabei abhängig von der Fähigkeit und Sorgfalt des dieselbe   beaufsichtigenden   Arbeiters. Aus diesem Grunde ist eine maschinell selbsttätige, und zwar am besten   zwangläufige   Steuerung zur Einschaltung der verschiedenen Druckstufen nach ganz bestimmten, immer kleiner werdenden Zeiträumen notwendig. Eine derartige maschinelle Steuerung kann Anwendung finden,   unabhängig   davon, ob der hydraulische Antrieb der Maschinenanlage unmittelbar durch Pumpen erfolgt oder unter Einschaltung von Multiplikatoren oder Akkumulatoren. 



   Eine zweckmässige Ausführungsform einer solchen Steuerung besteht darin, dass die Abschlussorgane, deren Leitungen zu den verschieden hohe   Drücke   aufweisenden Multiplikatoren. 



  Akkumulatoren usw. führen, zwangläufig geöffnet werden, während das Schliessen durch den Überdruck der nächsthöheren Druckstufe selbsttätig geschieht. Die   zwangläufige   Steuerung kann entweder unter Benutzung von auf einer Steuerwelle sitzenden Nocken, welche die Ventilspindeln beeinflussen, erfolgen, oder unter Benutzung eines Steuergestänges, das von einer Kurvennut einer umlaufenden Scheibe beeinflusst wird usw. 



   In welcher Weise am besten das   zwangläufige   Öffnen und Offenhalten der Ventile und das selbsttätige Schliessen derselben erfolgt, ist aus der schematischen Darstellung in Fig. 2 der 
 EMI3.1 
 



  Sobald nun die für die Druckstufe l'bestimmte Zeitdauer, die aus Fig. 1 abgelesen werden kann, abläuft, öffnet der Steuernocken, der zur Druckstufe   II'gehört,   das betreffende Abschlussorgan für die nächste unter   höherem   Druck stehende Leitung in   zwangläufiger   Weise ; es entsteht dadurch ein erhöhter Druck in der zur hydraulischen Presse führenden Leitung, welcher das noch offene Abschlussorgan der Druckstufe   7'auf   seinen Sitz presst. Das Schliessen des zur Druckstufe I' gehörigen Abschlussorganes kann jedoch auch   zwangläung   erfolgen ; in gleicher Weise wiederholt sich das Ventilspiel bei der Eröffnung der folgenden Druckstufen. 



   Die Wahl der Anzahl der anzuwendenden Druckstufen ist   abhängig   von dem Luftgehalt des Materiales. der Porosität, der Körnigkeit, der spezifischen Dichte desselben, ferner von besonderen physikalischen Eigenschaften des zu pressenden Materiales, von der Grösse und Form der   herzustellenden Pressstücke   usw. 



   Die Zeit, innerhalb deren der für ein bestimmtes Material zu wählende   Höchstdruck erreicht   werden soll, ist im allgemeinen nach den gleichen Gesichtspunkten zu wählen ; sie ergibt sich jedoch, wenn mittels einer einzigen Maschine die Pressung und Brikettierung verschiedenartiger 
 EMI3.2 
 und konstruktiven   Gründen die Zahl   der Druckstufen nicht eine zu hohe werden kann. obgleich dies theoretisch wünschenswert ist; denn mit zunebmender Zahl der Druckstufen vergrössert sich die Zahl der Leitungen, die Zahl der   Abschiussorgane,   die Zahl der Steuerungen für letztere. die Zahl der Multiplikatoren usw. Es wird daher für die Praxis eine Annäherung an die ideelle Druckkurve nur durch   mehrere   Druckstufen bewirkt werden. 



   Bei der Ausführungsform des Verfahrens werden für die Zwecke der Entlüftung die bereits 
 EMI3.3 
   wirkenden Pressstempel, welch   letztere eine doppelseitige Pressung bewirken : hiedurch wird der Entlüftungsvorganggefördertundbeschleunigt. 



   Bei Anwendung einer einzigen Maschinenanlage für das Brikettieren und Pressen verschiedener Stoffe ist es erforderlich, entsprechend dem jeweils zu wählenden   Höchatdruck   und   entsprechend dem Luftgehalt   des   Pressgutes,   die Anzahl der Druckstufen, die Höhe derselben   und die Zeitdauer, innerhalb   deren sie wirken, einstellen zu können. Die Einstellung der Anzahl der Druckstufen wird durch Absperrorgane ermöglicht, durch welche diejenigen Druckstufen. die nicht verwendet werden sollen, vollständig ausgeschaltet werden können.

   Die Regelung der Zeitdauer der zur Wirkung kommenden Druckstufen erfolgt durch Einstellung der Hebellänge der Steuerorgane oder durch Einstellung der Steuernocken, eventuell Auswechslung derselben, oder durch Auswechseln und Einsetzen von Kurvenscheiben, falls die zwangläufige Steuerung der Ventile auf diesem Wege erfolgt. 



   Eine zur   Ausführung   des   Verfahrens   geeignete Maschine ist in   einem   Ausführungsbeispiel auf den   Zeichnungen in   den Fig. 3 und 4 veranschaulicht. Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht nebst teilweisem Schnitt der hydraulischen Presse sowie des Steuergehäuses, Fig. 4 die Seitenansicht 
 EMI3.4 
 



     Die BrikeUtpresse ist   in bekannter Weise in Gestalt eines um eine senkrechte Achse a drehbaren Formtisches b ausgebildet, welcher die   Pressform   p trägt. Der Antrieb des Presstisches b 
 EMI3.5 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 auf einer Welle k aufgekeilten Stirnrad v in Eingriff steht. Hiedurch wird die Drehbewegung der Welle e kontinuierlich auf die Welle k übertragen und von dieser aus auf zwei Scheiben   l   und s, von denen erstere an dem der Brikettpresse zugekehrten Ende, letztere an dem dem   Steuergehäuse   z zugekehrten Ende der Welle k sitzt. Die Muffe wird unter Vermittlung eines Doppelhebels von einer Führungsnut auf der Welle   k   aus   selbsttätig   verstellt.

   Die Scheibe l trägt an ihrer einen Stirnfläche eine Nockenbahn, gegen welche eine auf   einem   vertikal stehenden Zapfen sitzende Rolle   tn   eines Sperrschiebers n durch Federkraft angepresst wird. Letzterer greift mit seinem vorderen Ende in je eine Aussparung am Umfang des Formtisches b ein, sobald die Nockenbahn der Scheibe l eine Bewegung der Rolle m radial zum Formtisch hin ermöglicht (siehe Stellung der Fig. 3). 



   Die Steuerscheibe s ist an ihrer Stirnfläche (siehe Fig. 4) mit einer Führungsnut t ausgestattet, in welcher ein am freien Ende eines Hebelarmes x befestigter Zapfen Führung erhält. 



  Der Hebel   x ist   auf der Steuerwelle   u   festgekeilt, auf welcher bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel Doppelhebel 10 sitzen, welche mit ihren freien Enden   zwang !  "tig   die Spindeln y der in dein Steuergehäuse z untergebrachten Ventile bewegen. Die Zahl der in dem Steuergehäuse z untergebrachten Ventile beträgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sechs, von denen je zwei in einer zur Steuerwelle u senkrechten Ebene   hintereinander   angeordnet sind und von dem   gemeinsamen   Doppelhebel   to   bewegt werden.

   Die Steuerung der in dem Gehäuse z befindlichen Abschlussorgane für da. s Arbeitswasser 
 EMI4.2 
   Sperrschieber   n, unter der Wirkung der Feder n. eine   Bewegung gegen den Formtisch   zu vollziehen ; hiebei greift das freie Ende des Sperrschiebers n in eine Aussparung des Formtisches b und bewirkt dessen sicheres Festhalten in einer solchen Stellung, dass gerade die gefüllte Pressform in den   Wirkungsbereich   des bzw. der Pressstempel   r kommt.

   Der Hebelarm. r   greift zu gleicher Zeit in denjenigen Teil der Nutenbahn t ein, in welchem eine Schwingbewegung de : Steuerwelle u im Sinne einer stufenweisen Öffnung der einzelnen Steuerventile stattfindet. 
 EMI4.3 
   Spindeln y starr verbunden sind, oder selbsttätig dadurch, dass der Druck der nächst höheren   Stufe das Ventil auf seinen Sitz   zurückpresst.   



   Das Druckwasser wird von dem Steuerzylinder z aus unter den Arbeitskolben geleitet. 



  Sobald der Brikettiervorgang beendet ist, wirkt die Scheibe l mit ihrer Nockenbahn derart auf 
 EMI4.4 
 schrägen Stirnflächen der Kupplungsklauen selbsttätig aus, die   nächsten Steuerorgane   für das Druckwasser werden geöffnet und die   vorhergehenden geschlossen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfaliren zum Brikettieren und Pressen unter wirksamer Entlüftung des Pressgutes durch EMI4.5
AT55291D 1908-08-26 1909-07-02 Verfahren zum Brikettieren und Pressen unter Anwendung mehrerer Druckstufen. AT55291B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE55291X 1908-08-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT55291B true AT55291B (de) 1912-09-10

Family

ID=5628333

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT55291D AT55291B (de) 1908-08-26 1909-07-02 Verfahren zum Brikettieren und Pressen unter Anwendung mehrerer Druckstufen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT55291B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3142126C2 (de)
DE1265548B (de) Kurbelgetriebene Gesenkschmiedepresse
DE3740185A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verdichten von formstoff in giesserei-formmaschinen
DE2344698B1 (de) Vorrichtung zum Verdichten von Muell
AT162232B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Hohlkörpern
AT55291B (de) Verfahren zum Brikettieren und Pressen unter Anwendung mehrerer Druckstufen.
DE2306747A1 (de) Einrichtung zur begrenzung der presskraft auf einen vorgegebenen wert an mechanischen pressen
DE3321955C2 (de)
DE249025C (de)
DE3518980C2 (de)
DE3801497C2 (de) Schießkopf für eine Saug-Preß-Formmaschine und Verfahren zu deren Betrieb
DE977234C (de) Vorrichtung zum Auspressen von Fluessigkeit enthaltenden Massen, insbesondere Fruechten
DE3344520C2 (de)
DE576426C (de) Vorrichtung zur Fuellung von Schachteln (Saecken u. dgl.) mit Torf und zur Herstellung von Torfkoerpern
DE294951C (de)
DE600280C (de) Metallstrangpresse mit Blockeinbringevorrichtung
DE541216C (de) Fluessigkeitsstossdaempfer
DE475904C (de) Sicherung fuer Scheren, Pressen, Stanzen u. dgl. gegen UEberlastung mittels eines Fluessigkeitskissens unterhalb des Druckkolbens
DE1162545B (de) Presse zum Verpressen von Flocken aus synthetischem Kautschuk zu Ballen
DE969393C (de) Vorrichtung zum Strangpressen
DE7034350U (de) Vorrichtung zur sicherung von quetsch- oder mahlwerken.
DE401839C (de) Vorrichtung zum Einstellen des Stempels von Lochstanzen oder aehnlichen Maschinen
DE912802C (de) Laengenveraenderbare Stuetzvorrichtung, insbesondere Grubenstempel
AT312393B (de) Arbeitstisch an Blechbearbeitungsmaschinen
DE1577206C3 (de) Hydraulische überlastungssicherung