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Die gegenständliche Erfindung betrifft einen Griff für Tragzwecke, insbesonde- re für Behältnisse mit Traglaschen, wie Einkaufstaschen, mit einer aus einem steifen Material, insbesondere Kunststoff, hergestellten Leiste, welche in ihrer bestimmungsgemässen Lage an ihrer Oberseite mit einer Ausnehmung ausge- bildet ist, in welcher dafür ausgebildete Elemente, insbesondere Traglaschen, aufgenommen werden.
Es sind Griffe bekannt, welche aus einem Hohlzylinder bestehen, durch dessen Hohlraum ein mit zwei Haken ausgebildeter Draht hindurchgeführt ist, wel- cher mittels der Haken in dafür ausgebildete Elemente von Behältnissen ein- gehängt werden kann. Diese Griffe sind einerseits deshalb nachteilig, da sich die Befestigung beim Abstellen der Behältnisse oftmals löst, wodurch ein er- neutes Aufnehmen der Behältnisse erschwert wird und da andererseits die Haken oftmals mit den Griffen so verrasten, dass deren Lösen von den Behält- nissen sehr erschwert wird.
Die DE 195 24 613 Al offenbart einen Griff mit einer Leiste, welche in ihrer bestimmungsgemässen Lage an ihrer Oberseite mit einer Ausnehmung ausge- bildet ist. In der Mitte weist dieser Griff zwei Rippen auf, welche die Öffnung der Ausnehmung auf einen schmalen Spalt reduzieren. Weiters weist dieser Griff an dessen Enden Rillen zum Einsetzen in gegengleich ausgebildete An- schnittränder eines Behältnisses auf. Bei diesem Griff besteht der Nachteil, dass der schmale Spalt das Befestigen bzw. Entfernen dieses Griffes an das Behält- nis erschwert. Weiters weist dieser Griff den Nachteil auf, dass er nur zur Ver- wendung von Behältnissen mit eingeschnittenen Traglaschen geeignet ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich der Griff bei einer Benutzung verdre- hen kann, wodurch dessen Verwendung erschwert wird.
Der gegenständlichen Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Griff für Tragzwecke, insbesondere für Behältnisse mit Traglaschen, wie Einkaufs- taschen, zu schaffen, welcher eine leicht lösbare Verbindung von Griff und Traglasche oder dgl. ermöglicht, wobei sich die Verbindung nicht selbsttätig löst und wobei dieser Griff bei dessen Benutzung gegenüber einem Verdrehen gesichert ist.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass die Leiste, wel- che angenähert geradlinig, allenfalls etwas gekrümmt, ausgebildet ist und bei welcher die Ausnehmung einen nach oben offenen, angenähert U-förmigen
Querschnitt aufweist, an ihren beiden Enden mit quer abragenden Fortsätzen
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ausgebildet ist, welche sich angenähert nach unten erstrecken und welche jeweils eine nach aussen hin offene Ausnehmung mit gleichfalls angenähert Uförmigem Querschnitt aufweisen.
Vorzugsweise sind die quer abragenden Fortsätze mittels eines Verbindungsabschnittes verbunden, wodurch eine Rinne, welche sich über den gesamten Griff erstreckt, gebildet ist. Weiters kann der angenähert U-förmige Querschnitt der quer abragenden Fortsätze mit einer um mindestens 15 %, vorzugsweise um mindestens 30 %, kleineren lichten Weite als der angenähert U-förmige Querschnitt der Leiste ausgebildet sein.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die Längserstreckung der quer abragenden Fortsätze mindestens 5 %, vorzugsweise mindestens 10 %, der Längserstreckung der Leiste. Weiters kann der angenähert U-förmige Querschnitt der quer abragenden Fortsätze in Form eines Hufeisens ausgebildet sein, wobei die lichte Weite an seiner Öffnung um mindestens 5 %, vorzugsweise mindestens 10 %, kleiner als seine maximale lichte Weite ist.
Ein erfindungsgemässer Griff ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen erfindungsgemässen Griff, in axonometrischer Darstellung; Fig.2 diesen Griff in Verbindung mit einer Tragtasche in Seitenansicht; Fig.3 diesen Griff in Seitenansicht; Fig.4 diesen Griff in Draufsicht und Fig. 5 diesen Griff im Querschnitt, im Schnitt nach der Linie V-V gemäss
Fig. 3.
Wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht ein erfindungsgemässer Griff 1 aus einer Leiste 2, welche einen U-förmigen Querschnitt aufweist. Somit weist die Leiste 2 eine Ausnehmung 3 auf, welche in der bestimmungsgemässen Lage des Griffes 1 nach oben offen ist. Die äussere Oberfläche der Leiste 2 bildet eine Auflagefläche 6, welche bei der Benutzung von der Hand des Trägers umschlossen ist.
An den beiden Enden 5 der Leiste 2 sind quer abragende Fortsätze 12 vorge- sehen, welche sich nach unten erstrecken. Die Fortsätze 12 sind ebenfalls
U-förmig ausgebildet, wobei die Öffnungen der Ausnehmungen 13 jeweils nach
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aussen hin gerichtet sind. Die Leiste 2 und die Fortsätze 12 sind durch Verbin- dungsabschnitte 15 derart verbunden, dass eine durchgehende Rinne 20 für die Aufnahme von Traglaschen od. dgl. gebildet ist. Die Verbindungsabschnitte 15 sind so ausgebildet, dass sie die Leiste 2 mit den Fortsätzen 12 verbinden, wo- durch die erforderliche Stabilität des Griffes 1 erzielt wird.
Durch die Ausbildung der Verbindungsabschnitte 15 mit einer Abschrägung 16 wird Material eingespart, wodurch die Herstellungskosten des Griffes 1 re- duziert werden.
Der U-förmige Querschnitt der Fortsätze 12 weist eine um etwa 30 % kleinere lichte Weite als der U-förmige Querschnitt der Leiste 2 auf.
Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Griff 1 aus einem Kunststoffmaterial gefertigt. Die Auflagefläche 6 ist dafür bestimmt, mit In- formationen, vorzugsweise mit einem Werbeaufdruck, versehen zu werden.
In Fig. 2 ist der Griff 1 in Verbindung mit Traglaschen 26 einer Tragtasche 25 dargestellt. Diese Verbindung wird dadurch hergestellt, dass der Griff 1 unter die Traglaschen 26 der Tragtasche 25 gebracht wird, wobei die Traglaschen 26 von der Leiste 2 aufgenommen werden. Beim Anheben der Tragtasche 25 mit- tels des Griffes 1 werden die Traglaschen 26 durch das Gewicht der beladenen Tragtasche 25 in die Fortsätze 12 hineingedrückt. Aufgrund der kleineren lich- ten Weite der Fortsätze 12 werden die Traglaschen 26 verformt, wodurch eine Klemmwirkung, welche sich als Widerstand gegen das Entfernen der Tragla- schen 26 aus den Fortsätzen 12 auswirkt, erzielt wird.
Diese Klemmwirkung kann dadurch erhöht werden, dass der angenähert U-förmige Querschnitt der Fortsätze 12 in der Form eines Hufeisens ausgeführt wird, wobei die lichte Weite an der Öffnung des Hufeisens um mindestens 5 %, vorzugsweise minde- stens 10 %, kleiner als seine maximale lichte Weite ist. Diese Klemmwirkung gewährleistet, dass die Verbindung des Griffes 1 mit der Tragtasche 25 auch nach dem Abstellen der Tragtasche 25 bestehen bleibt, sodass die Tragtasche 25 ohne vorhergehende Manipulation wieder aufgenommen werden kann.
Nachdem die Traglaschen 26 in die Fortsätze 12 gedrückt wurden, wird die Ausrichtung des Griffes 1 durch die Lage der Traglaschen 26 bestimmt. Sofer- ne sich der Griff 1 um seine Längsachse verdreht, wird durch das Gewicht der
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Tragtasche 25 ein Rückstellmoment erzeugt, welches von der Längserstrekkung der Fortsätze 12 abhängt und wird gewährleistet, dass der Griff 1 wieder seine bestimmungsgemässe Lage einnimmt. Hierdurch wird eine Sicherung gegen Verdrehen erzielt.
Bei der Benutzung ist die Leiste 2 von der Hand des Trägers umschlossen, wobei sich die Auflagefläche 6 anliegend in der Hand des Trägers befindet. Die Auflagefläche 6 weist eine derartige Gestalt auf, welche gewährleistet, dass die Flächenpressung auf die Hand des Trägers so gering ist, dass das unangenehme Gefühl des Einschneidens, welches sich aufgrund der linienförmigen Auflage von Traglaschen 26 oder dgl. häufig einstellt, vermieden wird.
Wie dies aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich ist, weist der Griff 1 eine einheitliche Wandstärke auf. Diese bewirkt sowohl die benötigte Festigkeit für die auftretenden Kräfte bei der Benutzung als auch eine gewünschte Formstabilität des Griffes 1 gegenüber Torsion und Biegung bei einer allgemeinen Handhabung des Griffes 1.
Um eine Beschädigung von Kleidung und anderen Gegenständen, welche in Kontakt mit dem Griff 1 kommen, zu vermeiden, sind die Ecken und Kanten des Griffes 1 abgerundet ausgebildet.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel kann die Leiste 2 an der Auflagefläche abragende Erhebungen in Querrichtung aufweisen, wodurch Fingerrillen gebildet sind, welche ein Verschieben des Griffes 1 in seiner Längsrichtung während der Benutzung verhindern.
Der Griff 1 ist vorzugsweise für Tragtaschen 25 aus Kunststoff mit aufgesetzten Traglaschen 26 vorgesehen. Er kann jedoch auch bei Tragtaschen mit eingeschnittenen Griffen, bei Tragtaschen aus Papier oder Textilmaterialien oder zu anderen Tragzwecken, bei denen Elemente zur Aufnahme in der Ausnehmung 3 ausgebildet sind, verwendet werden.
Durch die gegenständliche Erfindung ist ein Griff 1 geschaffen, welcher den Tragekomfort von Tragtaschen 25 wesentlich verbessert, wobei er eine einfache Konstruktion aufweist und daher mit geringen Kosten herstellbar ist.