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Die vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand eine Vorrich- tung zum schnellen Ver- und Entriegeln der Griffstange insbe- sondere von Fliegengittern und so erhaltene Fliegengitter- struktur mit Kettenzug.
Sie findet besondere, wenn auch nicht ausschliessliche An- wendung auf dem Gebiet des Zubehörs für Tür- und Fensterrah- men, wie Fliegengitter, Rollo oder Markise.
Fliegengitter werden in zwei Arten unterteilt. Auf der ei- nen Seite die sogenannten Fliegengitter nach Mass, das heisst, nach den vom Auftraggeber erhaltenen Massen hergestellt, um an den Empfänger ausgeliefert zu werden, wobei die Installation vom Fachpersonal vorgenommen wird ; ein zweiter verbrei- terter Typ, das Fliegengitter als Bausatz.
Letzterer Fliegengittertyp, gekennzeichnet durch ausrei- chende Funktionsfähigkeit und mässige Kosten und auf den sich die vorliegende Erfindung hauptsächlich bezieht, erfordert von Seiten der Unternehmen die Herstellung und den Transport von grossen Objekten. Er nutzt im Einzelnen das Konzept des Do it yourself aus und bietet ein Produkt, das zwar in der Lage ist, übliche Anforderungen zu befriedigen, aber das natürlich nicht qualitativ mit den Lösungen des Typs nach Mass vergli- chen werden kann.
Bei den beiden genannten Ausführungen kann man gemeinsame Elemente finden, nämlich den Jalousienkasten, in dessen Inne- res koaxial die Wickelrolle des Fliegengitters, des Rollos oder der Markise eingefügt ist, wobei auch eine entsprechend vorgespannte Rückstellfeder vorgesehen ist. Die Enden des Ja- lousienkastens sind normalerweise von speziellen Platten, besser gesagt Kopfenden, verschlossen.
Natürlich sind auch Varianten, die den gerade beschriebenen Lösungen sehr ähnlich sind, bekannt, sowohl bei Fliegengit- tern als auch bei Rollos und Markisen. Eine von diesen be- trifft zum Beispiel Fliegengitter geringerer Qualität, ohne vorgespannte Rückstellfeder. Sie erfordert manuelle Schritte, um das Netz des Fliegengitters, das Rollo oder die Markise von der Wickelrolle abzuwickeln und auch wieder zurückzuspu-
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len. Man verwendet hiezu beispielsweise ein geschlossenes Kettchen, das in ein Rad oder eine an der Wickelrolle ver- zapfte Gleitrolle eingreift, und kann so auf kontrollierte Weise das Auf- und Abwickeln des Fliegengitters, der Rollos oder der Markise bewirken.
Die bekannten Konstruktionen von z. B. Fliegengittern umfas- sen: einen Jalousienkasten, der an den Enden von entsprechenden
Kopfenden verschlossen ist; im Jalousienkasten eine Wickelrolle, die an den Enden von einem Kopfendenpaar getragen wird, das mit dem Ende des
Jalousienkastens verbunden ist; eventuell an der Wickelrolle eine koaxial angeordnete Tor- sions-Spiralfeder ; zur Spiralfeder einen koaxialen Stab; eine Stoffbahn, z. B. in Netzform als Fliegengitter oder als Rollo zur Verdunkelung, die einerseits an der Wickel- rolle und anderseits mit einer Griffstange verbunden ist; und schliesslich zwei Führungsleisten, in deren Innerem die
Enden der Griffstange gleiten und sich die seitlichen Rän- der der Stoffbahn befinden.
Besonders bei den Konstruktionen bei denen die Wickelrolle mittels Kette bewegt wird, sind einige Nachteile beobachtet worden, die daher rühren, dass die Stoffbahn nur an der Griffstange gespannt ist. Diese Ausbildungsformen weisen keine Einrichtungen auf, die auf die Griffstange einwirken, um zu verhindern, dass diese aufgrund des Druckes auf die Fläche der Stoffbahn angehoben wird. Und in der Tat erfährt die Stoffbahn unter Druck, wie bei Wind oder bei zufälligem Kontakt mit Körperteilen, eine mehr oder weniger starke Ver- formung mit gleichzeitigem Anheben der Griffstange, wobei der Hub der Griffstange der Verformung der Stoffbahn entspricht.
Diese Verformung, die gewöhnlich instabil ist, führt zu dem sogenannten "Segeleffekt", der Nachteile schafft.
Erstens können bei billigen Stoffbahnen deren seitliche Ränder ausser Eingriff mit den Führungsleisten kommen, sodass
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Öffnungen entstehen, durch die dann natürlich Insekten ein- dringen können bzw. Licht eindringen kann.
Zweitens erwiesen sich Fliegengitter wegen der andauernden Aktion des Windes, der in verschiedene Richtungen wirkt, als besonders laut, eine Wirkung, die von den plötzlichen Reibun- gen der metallischen Teile verstärkt wird, die durch das Hin- und Hergleiten, wie auch durch das seitliche Spiel der Griffstange im Innern der Führungsleisten verursacht werden.
Um diesen und anderen Problemen abzuhelfen, greifen manche Verbraucher auf das Fliegengitter mit zwei Flügeln zurück, bei denen die Stoffbahn in waagrechter statt in senkrechter Richtung gleitet. In diesem Fall wird die Stoffbahn abge- rollt, indem man die Griffstange in eine Richtung zieht, und danach wird letztere mittels Häkchen befestigt, die senkrecht beweglich sind und deren Enden sich im Inneren von passenden Aufnahmen befinden, im Allgemeinen auf der unteren Führungs- leiste. Es versteht sich von selbst, dass, da es sich um zwei Flügeln handelt, die Kosten grösser sind, sowohl was den Kauf als auch die Installation betrifft. Es werden nämlich gewöhn- lich zwei Jalousienkästen benötigt, jeder entlang dem ent- sprechenden Widerlager der auszurüstenden Maueröffnung, z.B. des Fensters.
Auch der Aufwand für die Herstellung dieser Ausführungsform ist infolge der Eigenheit der Struktur, die ganz anders als die traditionellen Vorrichtungen funktioniert und daher ziemlich komplexe Arbeitsgänge erfordert, ist ver- hältnismässig gross.
Kürzlich ist eine Fliegengitterstruktur auf dem Markt ein- geführt worden, die angeblich die erwähnten Probleme löst.
Sie soll besonders bei waagrechten Fliegengittern anwendbar sein, mit Bewegung der Wickelrolle durch manuellen Zug einer Kette. Diese Struktur eines Fliegengitters für breite Türen umfasst im Wesentlichen: einen Jalousienkasten, in dessen Innerem eine vorspannbare
Wickelrolle mit mindestens einer Torsionsfeder angeordnet ist;
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ein Netz, das an der einen Seite an der Wickelrolle und an der anderen an einer Griffstange befestigt ist; und Führungsleisten, in deren Innerem die Enden der
Griffstange gleiten; schliesslich die Griffstange, deren Enden mit weiter unten in den Führungsleisten vorgesehenen Befestigungseinrich- tungen zusammenwirken.
Im Wesentlichen zieht der Benutzer beim Abwickeln dieses bekannten Fliegengitters die geschlossene Kette in eine Rich- tung, sodass das Netz sich senkt, bis es mit der jeweiligen Griffstange auf dem Boden der betroffenen Maueröffnung, z.B. des Fensters anschlägt. In dieser Position muss der Benutzer, um die Blockierung der Griffstange und somit die der Stoff- bahn in gespannter Position zu ermöglichen, einen Extrazug ausüben, wobei die Griffstange, bestehend aus einem Rohrpro- fil von im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt, sich dreht und sich dabei zur Seite neigt. In dieser Position soll die Griffstange, die an beiden Enden mit vorspringenden Körpern versehen ist, in passende Aufnahmen unten an den Führungs- leisten eingreifen, wo die Aufnahmen die vorspringenden Kör- per in einer solchen Position festhalten.
Lässt der Benutzer die Kette los, wird das Netz gespannt und die Griffstange nach oben gedrückt, sodass diese aus der leicht gedrehten in eine im Wesentlichen vertikale Position zurückkehrt, wobei die vorspringenden Körper in entsprechende Aushöhlungen mit Anschlag eindringen.
Um das Entriegeln der Griffstange zu ermöglichen und danach das Netz zurückzuspulen, weist diese bekannte Lösung ein mit der Griffstange verbundenes Pedal auf. Die Funktion des Pe- dals, das in mittlerer Position angebracht ist, besteht darin, dass es, wenn es von dem Benutzer gedrückt wird, mit der gleichzeitigen Betätigung der Kette zusammenwirkt. Im Einzelnen ist es notwendig, dass der Benutzer mit einer Hand mit leichtem Zug das Netz wieder nach unten zieht, während er mit dem Fuss gleichzeitig auf das Pedal drückt. Der Druck auf das Pedal dreht die Griffstange seitwärts, wobei sie aus der
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Halteposition herauskommt, und jetzt, da sie entriegelt ist, das Netz des Fliegengitters zurückgespult werden kann.
Nachteilig ist die komplizierte Bedienung, um die Griffstange zu entriegeln und somit die Rückspulung des Net- zes zu ermöglichen, besonders bei breiten Türen und Fenstern, wie z. B. bei Doppelflügeltoren.
Diese Bedienung, die, wie gesagt, gleichzeitig den Einsatz einer Hand und eines Fusses erfordert, ist nicht von jedermann ausführbar. Es ist nämlich notwendig, ein Bein abzuspreizen, was natürlich nur geht, wenn der Benutzer kein Behinderter ist und wenn der Abstand kurz ist. Bei grösseren Zargenmassen erfordert diese Operation praktisch die Leistung eines Athle- ten, welche wegen der Schwierigkeit, mit dem Fuss das Pedal in der Mitte der Griffstange zu erreichen, nicht von jedem er- bracht werden kann.
Zu dieser Schwierigkeit der Bedienung kommt noch die not- wendige Synchronität der Bewegungen, die zum Entriegeln unab- dingbar ist. Ein zweiter, keineswegs nebensächlicher Aspekt betrifft die Ästhetik. In der Tat ist es zum Entriegeln, zu- mindest in der vorbeschriebenen Lösung notwendig, auf ein Pe- dal zurückzugreifen, das auffällig und sperrig ist.
Insgesamt leuchtet es aus den angeführten Erwägungen ein, wie wichtig das Auffinden von alternativen Lösungen ist.
Ziel der Erfindung ist es, die oben erwähnten Nachteile zu beheben.
Dieses und andere Ziele werden mit Hilfe der vorliegenden Erfindung gemäss den aus den Ansprüchen hervorgehenden Merkma- len erreicht. Die dargestellten Probleme werden mittels einer Vorrichtung zum schnellen Ver- und Entriegeln der Griffstange, besonders für Fliegengitter und einer so erhal- tenen Fliegengitterstruktur mit Kettenzug gelöst, die erfin- dungsgemäss einen Jalousienkasten, in dessen Innerem eine spannbare
Wickelrolle angeordnet ist, die mit mindestens einer Tor- sionsfeder zusammenwirkt;
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ein Netz, das einerseits an der Wickelrolle und anderseits an einer Griffstange befestigt ist;
Führungsleisten, in deren Innerem die Enden der
Griffstange gleiten;
die Griffstange, mit einem Rohrprofil, von der mindestens ein Ende eine Kupplung aufweist, die mit einer Befesti- gungsvorrichtung zusammenwirkt, die weiter unten an der entsprechenden Führungsleiste liegt, wobei die Befesti- gungsvorrichtung aus einem Sockel besteht, der an dem un- teren Ende einer der Führungsleisten verankert und an der
Seite offen ist und auf zwei gegenüberliegenden Oberflä- chen mit einem spiegelbildlichen Führungsweg versehen ist, der einen Eingang und einen Ausgang und einen zentralen
Blockierungskörper für die Anhalteposition aufweist, wobei das Ende der Griffstange einen mit ihm verbundenen Füh- rungskörper für einen in Längsrichtung beweglichen Schlit- ten umfasst, wobei der Schlitten mindestens an einer Seite einen vorspringenden Zapfen aufweist.
Auf diese Weise werden, durch den bemerkenswerten kreativen Beitrag, dessen Wirkung einen unmittelbaren technischen Fort- schritt darstellt, viele Vorteile erlangt.
Ein erster unbestreitbarer Vorzug besteht in der Tatsache, dass die Verriegelung und Entriegelung der Griffstange beque- mer und wirksamer ist, wobei vorteilhafter Weise das Netz ge- spannt bleibt. Im Einzelnen braucht der Benutzer, um das Netz abzuwickeln, nur in herkömmlicher Weise auf die Kette einzu- wirken, bis er beim Ziehen der Kette nach unten ein leichtes Hindernis und ein typisches mechanisches Geräusch wahrnimmt, wobei die Griffstange auf den Boden der betroffenen Maueröff- nung, z. B. des Fensters, zu liegen kommt. An diesem Punkt ist die Griffstange fixiert und garantiert die gewünschte schüt- zende Wirkung.
Um das Netz zurückzuspulen, braucht der Benutzer nur einen neuen leichten Zug des Kraftübertragungselementes, in diesem Fall der Kette natürlich, auszuführen, gerade bis er merkt, dass die Griffstange sich entriegelt, wobei er die Kette in
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der Hand behält, während das Netz durch die Wickelrolle, die in der Absenkungsphase mit der vorgespannten Feder zusammen- wirkt, hochgezogen wird. Es braucht also kein anderes Körper- teil als die Hände für die Entriegelung mitzuwirken, eine Operation, die jedem möglich ist, auch der älteren Generation und vielen Behinderten.
Ein zweiter Vorteil besteht in der Tatsache, dass die er- findungsgemässe Vorrichtung extrem wirksam für alle Lösungen von Fliegengittern und Strukturen mit aufwickelbarer Stoff- bahn jeder Art ist, unabhängig von der Breite der betroffenen Maueröffnung wie Fenster oder Tür, und die Lagerhaltung der einzelnen Bestandteile vereinfacht, sodass sich die Kosten um einiges reduzieren.
Noch ein Vorteil besteht in dem Wegfall der Anhängsel an der Griffstange, die nicht nur mehr Aufwand bedeuten, sondern auch unästhetisch und sperrig sind.
Diese und andere Vorteile gehen aus der folgenden detail- lierten Beschreibung einer bevorzugten Lösung hervor, im Zu- sammenhang mit den beigefügten Zeichnungen, deren Ausfüh- rungseinzelheiten nicht als einschränkend zu verstehen sind, sondern nur als beispielhaft.
Fig. 1 stellt eine Seitenansicht eines Sockels dar, der an dem unteren Ende von mindestens einer von zwei Führungsleis- ten anbringbar ist, die die Führung einer Griffstange über- nehmen, in diesem Fall in einer vertikal gleitenden Fliegen- gitterstruktur.
Fig. 2 stellt eines Vorderansicht des Sockels der vorheri- gen Figur dar, der an dem unteren Ende einer Führungsleiste unterbracht ist.
Fig. 3 stellt einen Grundriss des Sockels von Fig. 1 dar.
Fig. 4 ist ebenfalls der Sockel aus den vorherigen Figuren, aber in vertikalem Querschnitt, entlang der Achse A-A von Fig. 3.
Fig. 5 ist eine Ansicht des Sockels nach Entfernung einer Seitenwand, nur um die Sequenz der Verschiebung eines Schlit- tens innerhalb eines Führungsweges zu veranschaulichen.
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Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer ersten Phase, die dem Eintritt der mit der Griffstange verbundenen Gruppe Schlit- ten-Führungskörper in den Sockel vorausgeht.
Fig. 7 stellt eine Seitenansicht einer darauffolgenden Phase dar, die auf die des Eintritts der Gruppe Schlitten- Führungskörper in den Sockel gemäss Fig. 6 folgt, wobei der Schlitten in Kontakt mit der Fläche dargestellt ist, die den Führungsweg definiert, der an den gegenüberliegenden Wänden des Sockels herausgearbeitet ist.
Die Fig. 8 bis 10 stellen in logischer Abfolge die Bewegung der Gruppe Schlitten-Führungskörper innerhalb eines der bei- den vorgesehenen Führungswege entlang der zwei Wände des So- ckels dar.
Fig. 11 stellt eine Ansicht der Gruppe Schlitten-Führungs- körper in Hubanhalteposition dar, die der Verriegelung der Griffstange des Fliegengitters in abgesenkter Lage ent- spricht.
Fig. 12 ist eine Phase, die auf eine weitere Absenkung des Netzes und damit der Griffstange folgt.
Fig. 13 ist eine Phase, die der in Fig. 12 dargestellten folgt, mit Anheben des Netzes und somit der Griffstange, und die der Entfernung des Schlittens aus dem Führungsweg in dem Sockel vorausgeht.
Schliesslich stellen die Fig. 14 und 15 Seiten- und Frontal- ansichten nur des Schlittens dar.
Unter Bezug auch auf die Figuren zeigt sich, dass z. B. ein Fliegengitter mit vertikaler Bewegung mindestens zwei Füh- rungsleisten 1 mit Führungsfunktion umfasst, die, eine pro Seite, entlang den Widerlagern einer Maueröffnung, z. B. eines Fensters, anzubringen sind. Ein Jalousienkasten, bestehend aus einem fliessgepressten Körper, z. B. aus Aluminium, trägt das Fliegengitter, das Rollo oder die Markise und enthält eine entsprechende Wickelrolle. Die Wickelrolle für das Flie- gengitter, das Rollo oder die Markise besitzt einen Wickelme- chanismus mit einer Torsionsfeder und einer geschlossenen
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Kette, die mit der Wickelrolle in Verbindung steht und deren Bewegung ermöglicht.
Ein Ende des Fliegengitters, des Rollos oder der Markise ist an der Wickelrolle verankert, wahrend das entgegenge- setzte Ende an einer Griffstange 2 befestigt ist, deren seit- liche Enden im Innern der Führungsleisten 1 gleiten.
Jede Führungsleiste 1 besitzt, in diesem Fall unten, einen Sockel 3, der ein monolithischer Korper aus Kunststoff, vor- zugsweise mit glatter Oberfläche, ist. Der Sockel 3 besteht im Wesentlichen aus drei Wänden 31,32, 33, jeweils in einem Winkel von ca. 90 zueinander, wobei ein im Wesentlichen "C"- förmiger Querschnitt entsteht. Von den besagten drei Wänden 31,32, 33 stellt eine die Rückwand 32 dar und liegt auf der Innenseite des Rückens der Führungsleiste 1 an. Die anderen beiden Wände stellen die Seitenwande 31,33 dar und liegen an der Innenseite der zwei gegenüberliegenden Wände der Füh- rungsleiste 1 an. Jede Seitenwand 31,33 des Sockels 3 weist auf der Flache, die zur Fläche der gegenüberliegenden Seite weist, einen spiegelbildlichen Führungsweg 4 auf.
Der Führungsweg 4 ist durch Verminderung der Stärke der beiden Seitenwände 31,33 gebildet, wobei ein zentraler Blo- ckierungskörper vorgesehen ist, um den der stufenförmige Füh- rungsweg 4 führt.
Im Einzelnen hat der Führungsweg 4: eine gemeinsame Ein- und Ausgangsseite 41; - eine schräg nach unten verlaufende Strecke 42 bis zu einer als Anschlag dienenden vertikalen Strecke 43; eine über der vertikalen Strecke 43 schräg nach oben bis zu einem Anschlag 45 verlaufenden Strecke 44; eine unter dem Anschlag 45, verlaufende schräge Strecke
46, an die eine geradlinige und senkrechte Strecke 47 an- schliesst, die zurück zur Ausgangs-Eingangsseite 41 des
Führungsweges 4 führt.
Die Funktion des Führungsweges 4 ist es, die Führung eines Schlittens 5 zu ermöglichen, der längs der Griffstange 2 be- weglich ist, wobei die Bewegung des Schlittens 5 durch die
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lotrechte Bewegung des Griffstange 2 bewirkt wird. Im Einzel- nen ist in den beiden Enden 21 der rohrförmigen Griffstange 2 je ein Führungskörper 6 angeordnet, der mit seinem aus der Griffstange 2 vorspringenden Ende 61 im Inneren der Führungs- leiste 1 gleitet. Jeder Führungskörper 6 besitzt eine Auf- nahme zum Gleiten des Schlittens 5. In diesem Fall weist das vorspringende Ende 61 des Führungskörpers 6 einen Schlitz 62 auf, in dem ein mit dem Schlitten 5 verbundener Vorsprung 51 entlang der Achse al gleitet.
Im Einzelnen besitzt das Ende des Schlittens 5 zwei symmetrische und entgegengesetzte Vor- sprünge 51, von denen jeder über die Breite des Führungskör- pers 6 hinaus vorsteht. Auf diese Weise ist jeder Vorsprung 51, der in diesem Fall einen zylindrischen Körper darstellt, der lotrecht im Vergleich zu den Seiten des Schlittens 5 her- vorragt, mit einem Führungsweg 4 auf der entsprechenden Seite der Seitenwände 31, 33 verbunden.
Um das Fliegengitter zu entrollen, muss der Benutzer eine Kette nach unten ziehen. Die Kette bewegt eine Wickelrolle, die leicht vorgespannt ist, da sie mit einer Feder zusammen- wirkt und sich dreht, wodurch das Abwickeln des Fliegengit- ters, dessen Ende an der der Griffstange 2 befestigt ist, er- folgt. Die Griffstange 2 ist ihrerseits entlang der Führungs- leisten 1 mittels der vorspringenden Enden 61 des Führungs- körpers 6 gehalten. Während der Annäherung an den Boden der Maueröffnung, z. B. des Fensters, ermöglicht es die Griffstange 2 dem Benutzer, ein Hindernis wahrzunehmen, so- bald der Vorsprung 51 des Schlittens 5 mit dem Führungsweg 4 in Kontakt kommt.
Beispielsweise können die Vorsprünge 51 des Schlittens 5 auf die schräge Strecke 441 des zentralen Blo- ckierungskörpers gleich unterhalb der Ein- und Ausgangsseite 41 oder auf die schräge Strecke 48, die der geradlinigen Ein- führungsstrecke 49 in Richtung auf die darunter liegende schräge Strecke 42 als Teil des stufenartigen Führungsweges 4 vorausgeht, stossen. Alternativ können die Vorsprünge 51 des Schlittens 5 auf die darunter liegende schräge Strecke 42 stossen. Beim Wahrnehmen des Hindernisses zieht der Benutzer
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leicht nach unten, sodass sich der Schlitten 5 entlang des Führungsweges 4 bis zu einer Position hin- und herbewegt, die der in Fig. 9 entspricht. Diese Position stimmt im Wesentli- chen mit dem Endanschlag überein.
Jetzt lässt der Benutzer die Kette los und das Netz des Fliegengitters wird aufgrund der elastischen Spannung der Wickelrolle hochgezogen, wobei die Vorsprünge 51 entlang der schrägen Strecke 44, die über der Strecke 43 liegt, in die Anhalteposition beim Anschlag 45 gelangt, wie in Fig. 11 dargestellt. In dieser Position bleibt die Griffstange 2 eingehängt und das Netz des Fliegen- gitters vollkommen gespannt.
Zur Entriegelung muss der Benutzer zuerst die Kette wieder nach unten ziehen, wodurch die Griffstange 2 sich nach unten bewegt und so auch der Führungskörper 6 mit dem Schlitten 5, bis die darunter liegende schräge Strecke 46 erreicht ist. In dieser Position bewegt sich der Schlitten 5 weiter zurück und gelangt aus der Anhalteposition, sodass bei langsamem Loslas- sen der Kette das Netz des Fliegengitters nach oben gezogen wird, bis die Vorsprünge 51 des Schlittens 5, entlang der Strecke 47 zur Ein- und Ausgangsseite 41 gelangen.