AT54060B - Verfahren zur Gewinnung der bei der Hydrolyse von Holzzellulose neben Zuckerarten entstehenden flüchtigen Produkte. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung der bei der Hydrolyse von Holzzellulose neben Zuckerarten entstehenden flüchtigen Produkte.

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AT54060B
AT54060B AT54060DA AT54060B AT 54060 B AT54060 B AT 54060B AT 54060D A AT54060D A AT 54060DA AT 54060 B AT54060 B AT 54060B
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alcohol
sep
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Emil Lederer
August Lederer
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Emil Lederer
August Lederer
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  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Wasser zur Befeuchtung neuer Mengen von zu hydrolysierender Holzzellulose zu verwenden. Nach vollzogener Abtreibung der genannten Gase und Dämpfe aus dem Behälter bläst man in die hydrolysierte Masse Dampf von einer vorteilhaft oberhalb des Siedepunktes der Essigsäure gelegenen Temperatur ein. Dieses Einblasen kann nach Belieben entweder in dem ursprünglichen   geschlossenen Behälter selbst   oder in einem von diesem   unabhängigen   Apparat erfolgen, in welchen die Masse vorher übergeführt worden ist. 



   In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein solcher Apparat schematisch veranschaulicht. V bezeichnet einen geschlossenen Behälter, in welchem sich das zu behandelnde Material befindet, wobei der in dieses einzuführende Dampf durch F eingeblasen wird. Der Druck in dem Behälter kann mittels der Hähne F und N geregelt und an dem Manometer M beobachtet werden. Die aus dem   Behälter F   durch   N   abziehenden Dämpfe müssen zwei mit Kalkmilch beschickte Absorptionsgefässe A und B passieren, die unter Zwischenschaltung einer Kühlschlange C mit einem Sammelgefäss D kommunizieren, an welches eine Saugpumpe E angeschlossen ist.

   Bei dem Durchgange der aus V kommenden, mit flüchtigen Säuren, Methylalkohol und Derivaten desselben nebst Terpenen beladenen Dämpfe durch die genannten Absorptionsgefässe findet die Bindung der flüchtigen Säuren sowie die Verseifung der Methylester durch den Kalk statt, so dass die aus B abziehenden Dämpfe nur noch Terpene und Methylalkohol enthalten. Diese Dämpfe werden in C kondensiert und das sich in D sammelnde Kondensat wird mittels der Pumpe H in einen   Destil1ierapparat   beliebiger bekannter Art   übergeführt, in   welchem die Trennung der Terpene und des Methylalkohols durch Fraktionierung erfolgt, während die in D allenfalls vorhandenen nicht kondensierten Gase und Dämpfe durch die Pumpe E in einen mit Sodakristallen beschickten Turm G befördert werden, woselbst sie zurückgehalten und verflüssigt werden.

   Die solcherart erhaltene
Flüssigkeit kann dann mit der aus D abgezogenen vereinigt werden. 



   Bei dieser Anordnung reichert, sich der Inhalt der Absorptionsgefässe A und B   fortwährend     im     essigsaurem   und ameisensaurem Kalk an und sobald die in den genannten Gefässen vorhandene   Kalkmenge ahgesättigt   erscheint, wird die entstandene Lösung von rohem essigsaurem Kalk 
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 azetat verarbeitet wird. Wie sich von selbst versteht, kann bei der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise die Anzahl der mit Kalkmilch beschickten Absorptionsgefässe je nach Bedarf wechscln. 
 EMI2.3 
 Bestandteilen   herbeizuführen.   



   Was nunmehr die zweite   Ausführungsform   des vorliegenden Verfahrens betrifft, so soll 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> Wasser................ <SEP> 40 <SEP> bis <SEP> 50%
<tb> Flüchtige <SEP> Säuren <SEP> ........... <SEP> 1#5%
<tb> Schwefelsäure <SEP> ............. <SEP> 0#5 <SEP> bis <SEP> 0#7%
<tb> Methylalkohol........ <SEP> 0#2 <SEP> bis <SEP> 0#4%
<tb> Zucker <SEP> .............. <SEP> 12 <SEP> bis <SEP> 14%
<tb> Formaldehyd <SEP> .. <SEP> nicht <SEP> quantitativ <SEP> bestimmt
<tb> Unlösliches <SEP> ............ <SEP> die <SEP> restliche <SEP> Menge <SEP> auf <SEP> 100.
<tb> 
 



   Dieses Produkt wird in einen geschlossenen heizbaren Behälter A von beliebiger Gestalt   eingetragen,   der in Fig. 2 als   kugetförnuger Behälter nüt   indirekter Erwärmung durch einen   Dampfmantel   B dargestellt ist und zwei Röhren   ('und   D enthält, von welchen die erstere im unteren Teile. die letztere im oberen Teile des Behälters ausmündet. Diese Röhren sind an zwei andere Röhren   ("bzw. D'angeschlossen,   die durch die wagerechte Achse, um welche sich der geschlossene Behälter A drehen kann, hindurchgehen.

   Aus der in diesen Behälter eingebrachten   Masse muss zunächst das in   ihr enthaltene Wasser ausgetrieben werden, was eine wesentliche   Bedingung des Arheitsganges bildet.   Zu diesem Zwecke wird bei geöffnetem Hahne N und geschlossenem Hahne R durch C mittels der Pumpe M (oder einer sonstigen geeigneten Einrichtung) 

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 hochgrädiger Alkohol, und zwar ein bei 150 C mindestens 96grädiger Alkohol in die Masse eingetrieben und der Behälter A mittels seines Dampfmantels beheizt. Das Wasser verdampft mit dem Alkohol und die Mischung der Dämpfe zieht durch D, D'ab, wobei der mit Wasser verdünnte Alkohol in E kondensiert und in F aufgesammelt wird.

   Zufolge der fortgesetzten   Alkoholzufuhrung   in den Behälter A steigt allmählich die Konzentration des in E kondensierten Alkohols, da die in der behandelten Masse vorhandene Wassermenge immer mehr abnimmt und es tritt schliesslich ein 
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 , oder Methylazetate bzw.-formiate, je nachdem der in den Behälter eingeführte Alkohol Äthyloder Methylalkohol war. An dieser Reaktion nimmt naturgemäss auch der in der behandelten Masse selbst schon enthalten gewesene Methylalkohol teil, indem er in Methylazetat bzw.-formiat   übergeführt   wird.

   Um ein einwandfreies   Durchwärmen   der zu behandelnden Masse zu sichern, wird der Behälter A um seine Achse in Rotation versetzt, wodurch die verschiedenen Teile der
Masse immer wieder mit der heissen Gefässwand in unmittelbare Berührung gebracht werden.
Dieser Vorgang findet auch durch die ihre Stellung stets beibehaltenden Röhren C und D eine wesentliche   Unterstützung,   da dieselben feststehende Anschläge bilden und eine Teilung der rotierenden Masse bewirken. 



   Das Wasser, der Alkohol und die Ester, die, aus dem Kühler   E   austretend, sich in F sammeln, gelangen von da in eine Kolonne H, woselbst die Trennung der Ester vom Alkohol und dem Wasser vor sich geht. 



   Die beiden letztgenannten Stoffe werden dann in J einer Destillation unterworfen, wobei das abgeschiedene Wasser als   Schlempenüssigkeit abläuft   und der Alkohol in L   aufgesammelt wird,   um dann von dort neuerdings in den Arbeitsgang eingeführt zu werden, d. h. zur   Durchführung   weiterer Veresterungen zu dienen. Die aus Hunter Zwischenschaltung des bloss den Alkohol, jedoch nicht auch die Ester verflüssigenden   Kondensators   I austretenden Ester werden in   P   gekühlt bzw. kondensiert und in   Q aufgesammelt, um   dann entweder ohneweiters in den Handel gebracht oder aber mittels eines Alkalis verseift zu werden.

   Im letztgenannten Falle erhält   man   einerseits Alkohol, den man mit dem in L befindlichen, aus J unter Zwischenschaltung des   Kondensators J ? erhaltenem Alkohol   vereinigen kann, und andererseits Alkali- 
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   Um nunmehr noch den in der behandelten Masse zurückgebliebenen Alkohol abzutreiben. schliesst man den Hahn N und bläst durch den bis dahin   geschlossen gehaltenen Hahn R Dampf   ein, wobei die Erwärmung des Behälters A von   aussen   und die Rotation desselben aufrecht erhalten wird. Der Alkohol destilliert ab, um in E kondensiert und in F   aufgesammelt zu werden. Seine   Konzentrierung   erfolgt in , J. K\ worauf   er sich mit dem bereits in L befindlichen Alkohol vereinigt. 



   Sobald die in   R   kondensierten Dämpfe keine mittels des Alkoholometers bestimmbaren Mengen von Alkohol mehr enthalten, steigert man die Spannung des in den   Behälter A einzu-     führenden Dampfes, und zwar von 1#5 Atm., wie sie   für das Abtreiben des Alkohols zweck-   entsprechend erscheint, auf 3#t Atm. oder darüber hinaus bis auf   höchstens 7   Atm.,   wobei der Dampf die in der zu behandelnden Masse enthaltenen Terpene mitnimmt.

   Dieselben werden in   A'kondensiert und in ? von dem sich   unten ansammelnden Wasser dekantiert. 
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 befinden könuen, werden dadurch nutzbar gemacht, dass man die Masse mittels eines Stromes von   kaltem   Wasser austreibt. wobei der vorhandene Alkohol verdünnt wird und nach erfolgter Vergärung des gleichfalls vorhandenen Zuckers neben dem aus diesem entstandenen Alkohol erhalten wird. Zur Austreibung der behandelten Masse aus dem Behälter A können die noch Spuren von Alkohol   enthaltenden Dekantationswässer   der Terpene mit reinem Wasser gemischt verwendet werden. 
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 erhalten, wobei die genannte Anordnung aus einer kontinuierlichen   Rektinkationsvon'ichtung   bekannter Art bestehen kann. 



   Bei der   Durchführung   des vorliegenden Verfahrens mittels Äthylalkohol kann man-anstatt stets wieder den gleichen   Äthylalkohol   in den   Arbeitsprozess     zurückzuführen-für   jede neuerliche 
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 hydrolysierten Holzzellulosemasse durch Veresterung nur einen Anhang zur Rektifikation des bei   der Vergärung der in der genannten Masse enthaltenen Hexose-Zuckerarten   gebildeten Alkohols darstellt. Der in der behandelten Masse enthaltene Methylalkohol mischt sich dem Ärthylalkohol 
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   Bei dem in Rede stehenden Verfahren ergibt   sich   der Vorteil, dass die zu behandelnde Masse stets mit Wasser oder mit Alkohol befeuchtet ist oder direkt mit Dampf in Berührung steht, wodurch eine Zerstörung der in ihr enthaltenen Zuckerarten durch die bei der   Oassonschen   Hydrolyse gebildete   Schwefelsäure   verhindert erscheint. 



   Die verzuckerte und von den Säuren und sonstigen flüchtigen Körpern befreite Masse wird mit Wasser oder dem von einer vorangegangenen Operation   herrührenden   Lutter bzw. Phlegma extrahiert, worauf man den erhaltenen Zuckersaft vorteilhaft durch eine gegen die etwa vorhandene Gerbsäure unempfindliche Hefe (Weinhefe) vergären lässt. Gewünschtenfalls kann aber die   Gerbsäure auch ausgefällt   oder beispielsweise mittels Kaliumpermanganat zerstört werden, in welch letzterem Falle die Vergärung durch eine an Mangan gewohnte, nach bekannten Verfahren (Kayser & Marchand) erhaltene Hefe zu erfolgen hat. 



   Nach der Vergärung unterwirft man die alkoholhaltige Masse der Destillation und gewinnt so den aus den Hexosen herrührenden Alkohol, während die als Rückstand verbleibende Schlempe noch die Pentosen und Glyzerin enthält. Diese Schlempe lässt man nun durch Mikroorganismen vergären, die aus den Pentosen ein Gemenge von Äthylalkohol und höheren Alkoholen erzeugen. 



  Durch Destillation der solcherart behandelten Schlempe gewinnt man die aus den Pentosen herrührenden Alkohole als solche, während aus dem neuerdings verbleibenden   Scblemperückstand   das Glyzerin in bekannter Weise extrahiert wird. Dieser Rückstand kann aber gcwünselhtenfalls auch in seinem Glyzeringehalt angereichert werden, indem man ihn zur Extraktion neuer Mengen von   hexose-und pentosehaltigen   Massen verwendet. 



   Von den Mikroorganismen, die die Vergärung der Pentosen zu bewirken vermögen, seien hier angeführt : der Bacillus   amylozymua,   das Milchsäureferment, Buttersäureferment usw. Um den Lebensbedingungen dieser anaeroben Organismen während ihrer Wirksamkeit Rechnung zu tragen, lässt man sie auf die zu verarbeitenden   Rückstände   in geschlossenen Behältern ein- 
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 Die erforderliche stickstoffhaltige Nahrung erhalten die genannten Mikroorganismen aus der in der Schleppe enthaltenen abgestorbenen Hefe. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 entstehenden flüchtigen Produkte, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem von der Hydrolyse   herrührenden Renktionsprodukt enthaltenen flüchtigen Säuren, insbesondere Essigsäure und   Ameisensäure, ohne Schädigung des vorhandenen Zuckers in Salze oder Ester verwandelt und

Claims (1)

  1. EMI4.3 die wesentlich Methylalkohol und Terpene enthält und durch Destillation in die genanntell Ston'e zerlegt werden kann. EMI4.4
AT54060D 1911-05-08 1911-05-08 Verfahren zur Gewinnung der bei der Hydrolyse von Holzzellulose neben Zuckerarten entstehenden flüchtigen Produkte. AT54060B (de)

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