AT53221B - Verfahren zur Herstellung von Eisen- und anderen Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisen- und anderen Legierungen.

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  Verfahren zur Herstellung von Eisen- und anderen Legierungen. 



   Zur Herstellung von Legierungen von Metallen sind Verfahren bekannt, bei welchen als Ausgangsprodukt Oxyde oder Salze der mit einem Muttermetall zu legierenden Metalle zur Verwendung gelangen. Die zu legierenden Bestandteile werden mit einem Bindemittel gepresst und hierauf in das geschmolzene Muttermetall eingetragen. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung hingegen ist ein Verfahren zur Herstellung von Legierungen, bei welchem das innige Mischen aller Bestandteile der Legierung bereits im kalten Zustande bewirkt wird. Zur Verwendung gelangen Metalle oder Metalle mit Metalloiden oder Hüttenprodukte im Zustande feinster Verteilung, gegebenenfalls in Form von kleinen Abfällen. Sämtliche zu legierende Bestandteile werden in trockenem und kaltem Zustande miteinander und mit einem Bindemittel, dessen Schmelzpunkt gleich oder höher als der Schmelzpunkt der zu legierenden Metalle ist, innig gemischt und zu Briketts geformt, welche dann z. B. in einem Kupolofen eingeschmolzen werden.

   Das Bindemittel kann dabei infolge seines Schmelzpunktes nicht ausschmelzen und so das feine Pulver auswaschen ; es wird   zweckmässig so gewählt,   dass es gleichzeitig als schlackenbildendes Mittel diene. 



   Als solches klebendes und gleichzeitig schlackenbildendes Bindemittel wird Wasserglas mit   Schlemmkreide   oder mit den Oxyden von Metallen verwendet, welche im Endprodukt einen Bestandteil der Legierung bilden. Diese Oxyde müssen nicht chemisch rein sein ; als solche können auch Hüttenprodukte, Zinkstaub, Zinnasche oder dgl. oder Galmei usw. benützt werden. Das Wasserglas bildet mit diesen Oxyden hochfeuerfeste, klebende Bindemittel.

   Die Menge des für das Bindemittel verwendeten Metalloxyde wird entsprechend der gewünschten prozentuellen Zusammensetzung der herzustellenden Legierung unter   Berücksichtigung   der Verluste bei der Herstellung, beispielsweise durch Ausbrennen, gewählt.
Soll eine Erniedrigung des Schmelzpunktes des derart zusammengesetzten Bindemittels erreicht werden, was von Wichtigkeit ist, wenn die zu legierenden Metalle leicht schmelzen sollen, so wird dem Bindemittel noch Borax zugesetzt ; für Metalle, die nicht rosten, kann als BindemIttel ein Gemenge aus Chloriden und den Oxyder, der zu legierenden Metalle verwendet werden. 



   Sollen Eisenlegierungen hergestellt werden, also z. B. Stahlspäne zur Verwendung kommen, so ist in Betracht zu ziehen, dass die Stahlabfälle aus äusserst reinem Eisen bestehen. Um eine giessbar Legierung zu erhalten, muss eine Kohlung und Silizierung vor- genommen werden, welche Schwierigkeiten bietet, da bei der zum Schmelzen des Stahles notwendigen Zeit das Silizium und das Mangan ausbrennen würden. 



   Bei der vorliegenden Erfindung wird dieser Übelstand dadurch behoben, dass der
Kohlenstoff und das Ferro-Silizium mit Kieselsäure (Sand) in fein verteiltem Zustande als feines Pulver in den Briketts mit den Stahlspänen innig vermengt enthalten ist, so dass der Kohlenstoff und das Silizium von glühend   gewordenem,   aber noch festem Stahl leicht gelöst werden können, wodurch sie den Schmelzpunkt des Stahles erniedrigen. 



   Nach dem vorliegenden Verfahren werden daher die   Stahlspäne   mit den anderen zu legierenden Metallen und mit einem feinen Pulver von Kieselsäure (Sand) und Holzkohle- pulver gemengt, wobei zu berücksichtigen ist, dass eine beinahe quantitative Vereinigung erfolgt. 

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    Ata Ausftthruhgaboiapiele seien die folgenden angeführt : 1. Stahlspäne und fein zerkleinerte ttickelspane nebst Holzkohlenpulver und Sand   werden in trockenem und kaltem   Zustande vermengt, als schlackenbitdendes Bindemittet   dient Wasserglas mit Mangansuperoxyd. Dieses Gemisch wird in geeigneter Weise   brikettiert   und sodann eingeschmolzen. Das   Endprodukt ist Nickelstahl.   



   Schmiedeeisenspäne werden mit Ferro-Silizium, Sand, Kohle, in trockenem und kaltem Zustand gemischt, dann mit Wasserglas, mit Schlemmkreide oder   Mangansuperoxyd   vermengt, kalt gepresst, worauf die Presslinge im Kupolofen eingeschmolzen werden. Das Endprodukt ist zähes Graueisen. 



   3. Handelt es sich z : B. um die Herstellung einer Bronze, so wird ein Gemenge aus   Kupfer-und Zinnspänen   mit Wasserglas und Schlemmkreide als Bindemittel, dem Borax zugegeben wird, brikettiert ; der Boraxzusatz dient dazu, den Schmelzpunkt des Bindemittels   bera\, 1zudrüoken.   Bei der Herstellung von Kupferlegierungen mit Zinn, Zink usw. kann an Stelle von Schlemmkreide das Oxyd jenes Metalles, welche in die Legierung eingehen soll, mit Wasserglas als Bindemittel, verwendet werden. 



   Ebenso können Legierungen von beliebigen anderen Metallen, wie Magnesium, Aluminium, Zink oder dgl., hergestellt werden. 



   Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Herstellung sehr homogener Legierungen, verhindert das Ausbrennen der zu legierenden Metalle aus dem Gemenge beim Einschmelzen derselben und kann zur Herstellung aller Legierungen solcher Metalle benutzt werden, die in Form von Spänen oder Pulver zu erhalten sind. 



   PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Eisen-und anderen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche zu legierenden Metalle und Metalloide fein zerteilt, gegebenenfalls in Form von kleinen Abfällen, in trockenem und kaltem Zustande mit einem klebenden Bindemittel, dessen Schmelzpunkt gleich oder höher als der Schmelzpunkt der zu legierenden Metalle ist, innig gemischt, gepresst und in Form von Briketts eingeschmolzen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines schlackenbildenden Bindemittels, wie Wasserglas mit Schlemmkreide oder den Oxyden der zu legierenden Metalle, wobei der Schmelzpunkt des Bindemittels gegebenenfalls durch Borax erniedrigt wird. EMI2.1 Metalle als Bindemittel Chloride mit den Oxyden der zu legierenden Metalle verwendet werden.
AT53221D 1910-01-20 1910-01-20 Verfahren zur Herstellung von Eisen- und anderen Legierungen. AT53221B (de)

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