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Darrtrommel.
Gegenstand der Erfindung ist eine Darrtrommel, welche durch besonders eingerichtete und betätigte Querwände in mehrere Kammern geteilt ist und in welcher das Darrgut in bestimmten Zeitabschnitten um eine Kammer weiterbewegt wird. Wie bei bekannten Trommeln tritt das Darrgut zusammen mit einem heissen Luftstrom an dem einen Ende ein, während an dem entgegengesetzten Ende ein Exhaustor angeordnet ist, der nicht allein die feuchte Luft absaugt, sondern auch das Darrgut in Bewegung hält.
Die bisher gebrauchten Transportvorrichtungen haben den Nachteil, dass sie der Wirkung des Exhaustors zu wenig Widerstand entgegensetzen, das Darrgut sich deshalb zu schnell bewegt, was wieder zur Folge hat, dass die Trommel unverhältnismässig lang sein muss, wenn das Darrgut auch wirklich trocken das andere Ende der Trommel erreichen soll.
Diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung mit Erfolg beseitigt, da bei dieser
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der feuchten Luft zu verhindern. Daraus ergibt sich der weitere Vorteil, dass die Trommel bedeutend kürzer als bisher gehalten werden kann.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. und zwar zeigt :
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Darrtrommel mit der Transport. vorrichtung im Aufriss.
Fig. 2 eine Seitenansicht der Trommel mit dem Bewegungsmechanismus der Transportvorrichtung.
Wie Fig. 1 zeigt, wird die Darrtrommel durch scheibenförmige Wände 1 in einzelne Kammern geteilt, in deren viereckigem Ausschnitt jalousieartig einander Überdeckende Klappen : 2 eingebaut sind.
Die Jalousiewände 1 sind mit der Achse J fest verbunden und nehmen ebenso wie die Achse an der ununterbrochenen Drehung der Trommel nicht teil, sondern drehen sich nur in bestimmten Zeitab-
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mit der Trommel verbundene Armkreuze 27 bewirkt, in deren Nabe die Achse frei drehbar liegt.
Zur Erklärung der Wirkungsweise der Transportvorrichtung soll angenommen werden, dass die Kammer J mit Darrgut gefüllt ist. welches durch die Drehung der Trommel in Bewegung gehalten wird. Soll sich dieses jetzt in die Kammer 6 bewegen, so werden die Scheiben 1 durch
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hatten, in welcher Lage dem Darrgut der Weg in die Kammer 6 versperrt war und der Exhaustor nur ganz leichte, bereits trockene Teilchen und die feuchte Luft absaugen konnte.
Ist jedoch die genannte Scheibe in die in Fig. 1 gezeichnete Lage gelangt, so kann das Darrgut, unterstützt
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Vorgang wiederholt sich periodisch und wird dabei das Darrgut absatzweise in der Pfeilrichtung, die der vom Exhaustor erzeugten Richtung des Luftstromes entspricht, bewegt, wobei die Durchgangsgeschwindigkeit durch Veränderung des Zeitabstandes zwischen zwei Drehungen der
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Die unterbrochene Bewegung der Achse 3 mit den Scheiben 1 wird auf folgende Weise bewirkt.
Das an der Austrittsseite befindliche Ende der Achse 3 ist mit einem Schneckenrad 10 versehen, in das eine Schnecke 9 eingreift, die mit einer quer zur Trommelachse laufenden Welle 11 verbunden ist. Auf derselben Welle ist eine Klauenkupplung 12 und 13 angeordnet, deren Teil 13 frei auf der Welle 11 drehbar ist und in geeigneter Weise, z. B. durch Riemen 14, in Umdrehung versetzt wird. Der Teil 12 ist dagegen mit der Welle 11 mittels eines Keiles so verbunden, dass er nur in der Längsrichtung der Welle verschoben werden kann. Ein Hebel 20, der um den Punkt 8 drehbar ist, greift mit zwei Stiften in eine nutenförmige Ausdrehung des Teiles 12, während das untere Ende zwischen zwei Stifte des Hebels 17 greift.
Während der Zeit, in der die Scheiben 1 nicht bewegt werden, stehen die beiden Kupplungshälften 12 und 13 nicht miteinander in Eingriff, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Das Einschalten der Kupplung erfolgt selbsttätig durch eine umlaufende Nockenscheibe 15 mit herausnehmbaren Nocken. Kommt nun einer der Nocken mit dem linken Ende des um den Stift. 16 drehbaren Hebels 17 in Berührung, so wird dieses nach unten gedrückt, während sich der Teil rechts von dem Stift 16 entsprechend hebt und das rechtwinklig umgebogene Ende 28 von dem gerade mit ihm in Berührung stehenden Stift 21 der mit der Achse 3 verbundenen Scheibe 18 abgleitet und der Hebel 17 durch die Feder 19 nach der Trommelachse gezogen wird, soweit es der in dem Schlitz 22 gleitende Stift 16 zulässt, während die Feder 25 die normale wagerechte Lage des Hebels 17 wieder herstellt.
Die Bewegung des Hebels 17 überträgt sich durch den bereits beschriebenen Hebel 20 auf den mit der Welle 11 verschiebbar verbundenen Kupplungsteil12, der dadurch mit dem rotierenden Teil 13 in Eingriff kommt und die Welle 11 in Umdrehung versetzt, die durch das Schnecken- getriebe 9, 10 auf die Achse der Trommel und die Jalousiewände 1 übertragen wird.
Diese Drehung dauert aber nur so lange, bis der zweite Stift 21'der Scheibe 18 mit dem umgebogenen Teil 2 des Hebels 17 in Berührung kommt, die Achse 3 also eine Drehung um 1800 ausgeführt hat. Der Stift 21'drängt den Hebe117 alsdann so weit zurück, dass die beiden Kupplungs- hälften 12, 13 ausser Eingriff miteinander kommen und die Welle 22 und damit die Achse 3 mit den Jalousiescheiben 1 nicht mehr angetrieben werden, bis einer der Nocken der Scheibe 15 wieder mit dem Hebel 17 in Berührung kommt, worauf sich der beschriebene Vorgang wiederholt.
Durch Änderung der Zahl der zu diesem Zwecke herausnehmbar gehaltenen Nocken der
Scheibe 1-5 oder Änderung der Scheibenumlaufszahl kann der Zeitabstand zwischen zwei Um- drehungen der Jalousiewände 1 beliebig verändert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Darrtrommel, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel durch unabhängig von ihr
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