AT528216B1 - Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens - Google Patents

Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens

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AT528216B1
AT528216B1 ATA50975/2024A AT509752024A AT528216B1 AT 528216 B1 AT528216 B1 AT 528216B1 AT 509752024 A AT509752024 A AT 509752024A AT 528216 B1 AT528216 B1 AT 528216B1
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens (1) mit einem zwischen zwei Endlagen entlang einer Räumungsbahn (4) verlagerbaren Räumschieber (2), dessen Schaber (12) zwischen einer Räumstellung (13) und einer Passierstellung (14) verstellbar ist, beschrieben. Um eine robuste Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens (1) zu schaffen, die auch bei langen Räumungsbahnen und großen Mistmengen eine effiziente und umfassende Reinigung des Stallbodens (1) ermöglicht, wird vorgeschlagen, in Räumungsbahnlängsrichtung (5) zwischen den Endlagen einen Mistbunker (11) vorzusehen und den Schaber (12) zum Verstellen zwischen Räumstellung (13) und Passierstellung (14) um eine quer zur Räumungsbahnlängsrichtung (5) und parallel zur Räumungsbahn (4) verlaufende Schwenkachse (15) schwenkbar zu lagern.

Description

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Beschreibung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens mit einem zwischen zwei Endlagen entlang einer Räumungsbahn verlagerbaren Räumschieber, dessen Schaber zwischen einer Räumstellung und einer Passierstellung verstellbar ist.
[0002] Aus der DE202012100584U1 ist eine Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens mit einem Räumschieber bekannt. Der Räumschieber kann mittels zweier Zugmittel, die an sich gegenüberliegenden Enden des Räumschiebers ansetzen, entlang einer Räumungsbahn hin und her verlagert werden. An einer Endlage schließt eine Mistentnahmestelle an, sodass durch Verlagern des Räumschiebers in Richtung der der Mistentnahmestelle zugeordneten Endlage der entlang einer Räumungsbahn verteilte Mist in Richtung der Mistentnahmestelle gefördert wird. Um beim Verlagern des Räumschiebers in die entgegengesetzte Richtung ein unerwünschtes Verteilen und Fördern des Mists weg von der Mistentnahmestelle zu verhindern, weist der Räumschieber ein um eine Hochachse einklappbares Schaberpaar auf. In der eingeklappten Passierstellung weist der Räumschieber somit eine geringe Mitnahmefläche auf, sodass bei einer Verlagerung in Richtung der von der Mistentnahmestelle entfernten Endlage eine unerwünschte Mitnahme verhindert werden kann. Bei einer Umkehr der Verlagerungsrichtung klappt das Schaberpaar unter Vergrößerung der Mitnahmefläche reibungsbedingt auf, um die Menge an mitgenommenem Mist in Richtung der Mistentnahmestelle zu maximieren. Nachteilig daran ist allerdings, dass dabei einerseits lange Leerwege beim Verlagern des Räumschiebers in die von der Mistentnahmestelle entfernte Endlage, bei der keine Reinigung des Stallbodens stattfindet, in Kauf genommen werden müssen und dass es andererseits bei langen Räumungsbahnen und damit einhergehenden großen Mistmengen zu einer Überhäufung des Schaberpaares kommen kann, was wiederum zu einer unzureichenden Reinigung und zu hohen Krafteinträgen auf das Schaberpaar führt.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine robuste Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens vorzuschlagen, die auch bei langen Räumungsbahnen und großen Mistmengen eine effiziente und umfassende Reinigung des Stallbodens ermöglicht.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass in Räumungsbahnlängsrichtung zwischen den Endlagen ein Mistbunker vorgesehen ist und dass der Schaber zum Verstellen zwischen Räumstellung und Passierstellung um eine quer zur Räumungsbahnlängsrichtung und parallel zur Räumungsbahn verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert ist.
[0005] Durch die Anordnung des Mistbunkers zwischen den Endlagen, welche beispielsweise von den Stallbodenenden vorgegeben sein können, kann von beiden Endlagen Mist in Richtung des Mistbunkers, der gegenüber der Räumungsbahn vertieft ist, gefördert werden. Dadurch kann der Mitnahmeweg verkürzt werden, wodurch eine Mistüberhäufung verhindert wird. Durch diesen verkürzten Mitnahmeweg kann ein wesentlich umfassenderer Reinigungsprozess ermöglicht werden. Um bei einer Verlagerung des Räumschiebers weg vom Mistbunker in Richtung einer Endlage das unerwünschte Mitnehmen von Mist zu verhindern, ist der Schaber des Räumschiebers zwischen einer Passierstellung, in der der Schaber in Richtung einer Hochachse von der Räumungsbahn mit einem Passierabstand beabstandet ist, und einer Räumstellung, in der der Schaber in Richtung der Hochachse von der Räumungsbahn mit einem Räumungsabstand, der kleiner als der Passierabstand ist, beabstandet ist, verlagerbar. Der Passierabstand ist dabei so gewählt, dass keine Mistmitnahme durch den Schaber erfolgt. Der Räumungsabstand ist dabei so gewählt, dass eine Mistmitnahme erfolgt. Der Räumungsabstand kann auch 0 sein, sodass der Schaber die Räumungsbahn kontaktiert, um eine besonders gründliche Reinigung zu ermöglichen. Zum Verstellen des Schabers zwischen Passier- und Räumstellung ist der Schaber um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert, welche quer zur Räumungsbahnlängsrichtung und parallel zur Räumungsbahn verläuft. Hierdurch kann durch einen einfachen Stelltrieb das Verschwenken gesteuert werden. Befindet sich der Räumschieber an einer ersten Endlage, so wird die Räumstellung aktiviert und dadurch der Schaber, der beispielsweise eine oder mehrere Schaberleisten umfassen kann, zur Räumungsbahn ausgeschwenkt, wonach der Räumschieber in Richtung des Mist-
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bunkers verlagert wird und den Mist in den Mistbunker fördert. Erfindungsgemäß muss nun die Verlagerungsrichtung des Räumschiebers nach Erreichen des Mistbunkers nicht geändert werden, sondern kann dieser den Bunker, beispielsweise durch eine entsprechende Schienenführung überqueren. Währenddessen wird der Schaber in Passierstellung gebracht, sodass bei der Verlagerung in Richtung der zweiten Endlage kein Mist mitgeschleppt wird. Bei Erreichen der zweiten Endlage kann der Schaber wiederum in seine Räumstellung zur Räumungsbahn ausgeschwenkt werden und die Verlagerungsrichtung des Räumschiebers umgekehrt werden. Je nach Variation der Anzahl und Position der Mistbunker können dadurch Leerwege und Mitnahmewege vorgegeben und an unterschiedliche Mistmengen und Stallbodenlängen angepasst werden. Durch das erfindungsgemäße Vorsehen einer quer zur Räumungsbahnlängsrichtung und parallel zur Räumungsbahn verlaufenden Schwenkachse ergeben sich darüber hinaus im Gegensatz zu faltbaren Schabern wesentlich geringere Hebelkräfte, sodass die Vorrichtung besonders robust auch gegenüber hartnäckigem Mist ist. Vorteilhafterweise erstreckt sich der Schaber über die gesamte Breite der Räumungsbahn. Der Mistbunker ist nicht notwendigerweise als Endlager anzusehen, sondern kann beispielsweise mit weiteren Fördervorrichtungen, beispielsweise Austragsschnecken, ausgestattet sein. Zur Überquerung des Mistbunkers können Brücken für den Räumschieber vorgesehen sein. Vorzugsweise ist der Mistbunker im Mittelbereich der Räumungsbahn zwischen den zwei Endlagen angeordnet.
[0006] Zwar ist es grundsätzlich möglich, die Verlagerung des Räumschiebers mittels Schubstangen zu erzielen, oder den Räumschieber mit einem motorisierten Fahrwerk auszustatten, jedoch ergeben sich einerseits kostengünstige und andererseits robuste Bedingungen, wenn zum Verlagern des Räumschiebers entlang der Räumungsbahn wenigstens ein Zugmittel vorgesehen ist. Beispielsweise kann ein an den Räumschieber angreifendes Endloszugmittel vorgesehen sein, das über eine mit einer Steuereinheit signalverbundenen Antriebsvorrichtung antriebsverbunden ist. Alternativ können zwei an gegenüberliegenden Seiten des Räumschiebers angreifende Zugmittel vorgesehen sein. Die Zugmittel können über mit einer Steuereinheit signalverbundene Seilwinden mit Kraft beaufschlagt werden.
[0007] Um ein gezieltes Verlagern und insbesondere Verklemmungen des Räumschiebers zu verhindern, wird vorgeschlagen, dass der Räumschieber ein Gleitelement für eine in Räumungsbahnlängsrichtung verlaufende Gleitschiene umfasst. Die Gleitschiene gibt dabei den Verlagerungsweg vor. Im einfachsten Fall kann das Gleitelement eine Feder sein, die in eine Nut der Gleitschiene eingreift. Zur verbesserten Verlagerung kann der Räumschieber mit Rollen ausgestattet sein.
[0008] Damit der Schaber und dessen Schwenkmechanismus vor etwaigen äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Kollisionen mit Nutztieren geschützt ist, kann der Räumschieber ein Gehäuse umfassen, in dem zur Ausbildung der Schwenkachse des Schabers eine quer zur Räumungsbahnlängsrichtung und parallel zur Räumungsbahn verlaufende Welle schwenkbar angeordnet ist, die mit dem Schaber verbunden ist. Somit ist der Schaber samt Welle vom Gehäuse geschützt. Des Weiteren ergibt sich ein konstruktiv einfacher Schwenkmechanismus, da durch Drehbeaufschlagung der Achse, der Schaber zwischen Passierstellung und Räumstellung verstellt werden kann. Der quer zur Räumungsbahnlängsrichtung und parallel zur Räumungsbahn verlaufende Schaber ist vorzugsweise starr mit der Achse verbunden. Die Achse muss nicht vollständig vom Gehäuse aufgenommen sein, sondern kann auch nur abschnittsweise im Gehäuse verlaufen und dieses beispielsweise durchbrechen.
[0009] Grundsätzlich kann das Verschwenken des Schabers durch elektrische Stelltriebe erfolgen, die beispielsweise durch in den Zugmitteln verlaufende Stromleitungen versorgt werden. Um jedoch eine besonders robuste Verstellbarkeit des Schabers zu ermöglichen, ohne dabei auf eine Energieversorgung im Räumschieber angewiesen zu sein, wird vorgeschlagen, dass im Gehäuse ein relativ zum Gehäuse in Räumungsbahnlängsrichtung bewegbarer Mitnahmeschlitten angeordnet ist, der zum Verschwenken des Schabers zwischen Räumstellung und Passierstellung eine sich in Richtung eines Mitnahmelements der Welle erweiternde Einschwenkaufnahme für das Mitnahmeelement ausbildet, wobei die Bewegungsfreiheit des Mitnahmeschlittens in Räumungsbahnlängsrichtung durch wenigstens zwei in Räumungsbahnlängsrichtung voneinander
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beabstandete und unabhängig voneinander zwischen einer Anschlagstellung und einer Freigabestellung verlagerbare Anschläge begrenzbar ist, und wobei zum Verlagern des Räumschiebers wenigstens ein am Mitnahmeschlitten angreifendes Zugmittel vorgesehen ist. Der Räumschieber wird somit mittelbar über das Verlagern des Mitnahmeschlittens mitbewegt, da im Räumschieber Anschläge für den Mitnahmeschlitten vorgesehen sind. Befindet sich der Mitnahmeschlitten zwischen beiden verlagerbaren Anschlägen in deren Anschlagstellung, welche hierzu eine Beabstandung in Räumungsbahnlängsrichtung aufweisen müssen, die etwas größer als die Länge des Mitnahmeschlittens ist, so befindet sich das Mitnahmeelement der Achse in der Einschwenkaufnahme und damit der Schaber in der Räumstellung. Wird nun eine Zugkraft auf den Mitnahmeschlitten ausgeübt, so erfolgt aufgrund der beidseitig wirkenden Anschläge keine bzw. nur eine geringe spielbedingte Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten und Gehäuse. Somit wird der Räumschieber mit seinem Schaber in Räumstellung über die Räumungsbahn bewegt und reinigt diese ab. Wird nun ein Anschlag in seine Freigabestellung gebracht, so kommt es bei Ausübung einer Zugkraft auf den Mitnahmeschlitten in Richtung dieses Anschlags zu einer Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten und Gehäuse und damit zu einem Ausschwenken des mit dem Gehäuse verbundenen Schabers, sodass dieser in seine Passierstellung gebracht wird. Durch Steuerung der Anschläge zwischen Anschlagstellung und Freigabestellung kann somit bei entsprechender Zugkraftbeaufschlagung des Mitnahmeschlittens die Schwenkstellung des Schabers beeinflusst werden. Die Achse kann gemeinsam mit deren Mitnahmeelement eine Kurbel bilden. Gleichmäßige Verlagerungsbedingungen ergeben sich, wenn die Achse in Räumungsbahnlängsrichtung zwischen den verlagerbaren Anschlägen, vorzugsweise in einer Symmetrieebene, angeordnet ist. Vorzugsweise sind zum Verlagern des Mitnahmeschlittens zwei an dessen gegenüberliegenden Seiten angreifende Zugmittel vorgesehen. Im Sinne einer sicheren Fixierung des Mitnahmeschlittens können zwei sich bezüglich einer, zur Räumungsbahnlängsrichtung parallelen, Gehäusehauptachse gegenüberliegende Anschlagspaare vorgesehen sein, sodass sich vier Anschlagsbereiche ergeben.
[0010] Konstruktiv einfach umzusetzen ist die Verlagerung zwischen der Anschlagstellung und der Freigabestellung der Anschläge, wenn diese höhenverstellbar sind. Während in der herabgesenkten Anschlagstellung eine Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten und Gehäuse verhindert wird, kann durch Anheben der Anschläge der Mitnahmeschlitten in Räumungsbahnlängsrichtung freigegeben werden. Dadurch kann der Mitnahmeschlitten so lange relativ zum Gehäuse verlagert werden, bis dieser auf einen anderen Anschlag stößt, wonach es zu einer Verlagerung des Mitnahmeschlittens gemeinsam mit Gehäuse kommt. Die Anschläge können zur Höhenverstellung in einem Langloch geführt sein.
[0011] Um eine einfache Höhenverstellung der Anschläge zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass die Anschläge zur Höhenverstellung das Gehäuse durchbrechende Zapfen ausbilden, wobei zum Anheben der Zapfen eine, vorzugsweise über dem Mistbunker verlaufende, Rampenführung vorgesehen ist. Die Rampenführung ist dabei so auf der Räumungsbahn ausgerichtet, dass die Zapfen beim Vorbeifahren des Räumschiebers gegen die Rampenführung angestellt werden und somit durch die Steigung beim Vorbeifahren angehoben werden. Um diese Funktion von beiden Richtungen her zu ermöglichen, kann die Rampenführung eine Doppelrampe ausbilden, welche in Seitenansicht die Form eines insbesondere gleichschenkeligen Dreiecks aufweist. Bevorzugt sind zwei Rampen bzw. Doppelrampen vorgesehen, welche sich bezüglich der Gehäusehauptachse gegenüberliegen und voneinander beabstandet sind. Dadurch dass das Auslösen der Anschläge, die damit verbundene Freigabe des Mitnahmeschlittens und damit wiederum das Ausschwenken des Schabers in Passierstellung beim Überqueren des Mistbunkers erfolgt, nimmt der Schaber von alleine die korrekte, gerade benötigte Stellung ein, also nach der Überquerung die Passierstellung. Sobald die Zugrichtung gewechselt wird, rastet der Mitnahmeschlitten wieder zwischen den Anschlägen ein, wobei gleichzeitig das Mitnahmeelement der Achse in die Einschwenkaufnahme des Mitnahmeschlittens einschwenkt, wodurch die Räumstellung des Schabers eingestellt wird.
[0012] Die Zapfen, welche die Anschläge ausbilden, können Rollen tragen, um die Verlagerung des Räumschiebers kraftsparender auszugestalten. Die äußere Spurweite der Rollenpaare kann
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bei Einsatz eines Rampenpaares als Mistbunkerüberbrückung geringer als die Beabstandung der Rampen quer zur Räumungsbahnlängsrichtung sein.
[0013] Um einen Schmutzeintrag durch die Durchbrüche des Gehäuses, durch die die Zapfen geführt sind, zu verhindern, können diese mit Abdichtungen ausgestattet sein. Vorzugsweise fassen die Abdichtungen die Zapfen ein.
[0014] Um die Relativbewegung des Mitnahmeschlittens stufenweise einschränken zu können, wird vorgeschlagen, dass die Einschwenkaufnahme des Mitnahmeschlittens eine Anschlagfläche für die Anschläge in ihrer angehobenen Position bildet. Auf diese Weise muss nicht das Gehäuse als Anschlag für den Mitnahmeschlitten dienen.
[0015] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen [0016] Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
[0017] Fig. 2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung aus Fig. 1 in größerem Maßstab,
[0018] Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie Ill-IIl der Fig. 2 in einem noch größeren Maßstab, wobei sich der Schieber in Räumstellung befindet,
[0019] Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 2 in einem noch größeren Maßstab, wobei sich der Schieber in Räumstellung befindet und
[0020] Fig. 5 einen dem Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 2 entsprechenden Schnitt, wobei sich der Schieber in Passierstellung befindet.
[0021] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens 1 weist, wie den Figs. 1 und 2 zu entnehmen ist, einen Räumschieber 2 auf, der zwischen zwei Endlagen, beispielsweise über Zugmittel 3, entlang einer Räumungsbahn 4 in Räumungsbahnlängsrichtung 5 verlagerbar ist. Die Zugmittel 3 können über mit einer Steuereinheit 6 signalverbunde Seilwinden 7 angetrieben werden. Der Räumschieber 2 kann ein Gehäuse 8 aufweisen, von dem zwei beidseits des Gehäuses 8 quer zur Räumungsbahnlängsrichtung 5 und parallel zur Räumungsbahn 1 verlaufende Trägerelemente T abragen, die an deren Enden Schabflügel 9 zum Abkratzen einer Seitenwand 10 des Stallbodens 1 aufweisen können, wobei in der Fig. 1 zur besseren Einsicht nur ein Trägerelement T eingezeichnet ist. Diese Trägerelemente T dienen gleichzeitig als Schutz für die darunter angeordneten Komponenten. Erfindungsgemäß ist zwischen den Endlagen des Räumschiebers 2, welche beispielsweise von zwei sich gegenüberliegenden Räumungsbahnenden bestimmt werden können, ein Mistbunker 11 vorgesehen, der von beiden Seiten beschickt werden kann, wodurch der Mitnahmeweg des Räumschiebers 2 verkürzt wird. Der Räumschieber 2 ist mit einem Schaber 12 ausgestattet, der zwischen einer in den Figs. 1, 3, 4 ersichtlichen Räumstellung 13 und einer in der Fig. 5 ersichtlichen Passierstellung 14 verstellbar bzw. verlagerbar ist. Die Verlagerung erfolgt dabei erfindungsgemäß durch Verschwenken des Schabers 12 um eine quer zur Räumungsbahnlängsrichtung 5 und parallel zur Räumungsbahn 2 verlaufende Schwenkachse 15, die von einer wenigstens abschnittsweise im Gehäuse 8 angeordneten Welle 16 gebildet sein kann, welche mit dem Schaber 12 insbesondere starr verbunden sein kann. Durch die Ausbildung und Verschwenkung des Schabers 12 ergeben sich günstige Kräfteverhältnisse, die eine lange Lebensdauer der Vorrichtung ermöglichen.
[0022] Zur geführten Verlagerung kann in der Räumungsbahn 4 bzw. im Stallboden 1 eine in Räumungsbahnlängsrichtung 5 verlaufende Gleitschiene 17 eingesetzt sein, in der ein Gleitelement 18 (Fig. 4) des Räumschiebers 2 geführt ist.
[0023] Aus den Figs. 3 und 4 ist die Räumstellung 13 des Schabers 12, in der der Schaber 12 die Räumungsbahn 4 bzw. den Stallboden 1 kontaktieren kann, besonders gut ersichtlich. Der Schaber 12 ist dabei quer, insbesondere senkrecht, zur Räumungsbahn 4 bzw. zum Stallboden 1 angestellt. Fig. 4 zeigt dabei einen Vollschnitt durch das Kerngehäuse 8a des Gehäuses 8. In dem Gehäuse 8 kann ein Mitnahmeschlitten 20 angeordnet sein, der über Zugmittel 3 relativ zum Gehäuse 8 in Räumungsbahnlängsrichtung 5 verlagerbar ist. Der Mitnahmeschlitten 20 weist wellenseitig eine sich in Richtung der Welle 16 erweiternde Einschwenkaufnahme 21 auf, in die
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ein Mitnahmeelement 22 der Welle 16 ein- und ausgeschwenkt werden kann, wodurch der Schaber 12, der ja mit der Welle 16 verbunden ist, zwischen Räumstellung 13 und Passierstellung 14 verstellbar ist. In der Fig. 4 wird eine übermäßige Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten 20 und Gehäuse 8 in Räumungsbahnlängsrichtung 5 durch wenigstens zwei in Räumungsbahnlängsrichtung 5 voneinander beabstandete Anschläge 23 begrenzt. In der Fig. 4 befinden sich die Anschläge 23 in einer gesenkten Anschlagstellung 24. Durch Ausübung einer Zugkraft auf Zugmittel 3, die an sich gegenüberliegenden Abschnitten des Mitnahmeschlittens 20 angreifen können, schlägt dieser an die Anschläge 23 an, wodurch einerseits das Mitnahmeelement 22 in der Einschwenkaufnahme 21 und der Schaber 12 in Räumstellung 13 bleibt und andererseits das Gehäuse 8 und damit der Räumschieber 2 mitgeschleppt wird.
[0024] Wie in der Fig. 5 angedeutet, können die Anschläge 23 beispielsweise durch Höhenverstellung entlang eines Langloches 25 zwischen einer Anschlagstellung 24 und einer Freigabestellung 26 unabhängig voneinander verlagert werden. In der Freigabestellung 26 wird der Mitnahmeschlitten 20 freigegeben, sodass bei Zugkraftbeaufschlagung des Mitnahmeschlittens 20 in Richtung des in Freigabestellung 26 befindlichen Anschlags 23 eine Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten 20 und Gehäuse 8 zugelassen wird, was ein Ausschwenken des Mitnahmeelements 22 aus der Einschwenkaufnahme 21 und damit eine Verlagerung des Schabers 12 in Passierstellung 14 zur Folge hat. Die Relativverlagerung erfolgt dabei so lange bis der Mitnahmeschlitten 20 einen weiteren Anschlagskontakt mit dem Gehäuse 8 eingeht, der beispielsweise zwischen dem Anschlag 23 in seiner angehobenen Position und einer Anschlagfläche 27 der Einschwenkaufnahme 21 gebildet sein kann, wonach das Gehäuse 8 bzw. der Räumschieber 2 vom Mitnahmeschlitten 20 mitgeschleppt wird, wobei der Schaber 12 in Passierstellung verbleibt. Alternativ oder zusätzlich dazu kann der weitere Anschlagkontakt anstelle von der Anschlagfläche 27 von einem Anschlagelement A des Gehäuses 8 gebildet sein, wobei zur Verhinderung einer mechanischen Überbestimmung regelmäßig nur einer der Komponenten 27, A als Anschlag eingesetzt werden wird. Wird nun eine der ersten Zugrichtung entgegengesetzte Zugkraft auf den Mitnahmeschlitten 20 angewandt (in der Fig. 5 eine Zugkraft nach links), so erfolgt wiederum eine Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten 20 und Gehäuse 8, bis dieser gegen den linken in Anschlagstellung 24 befindlichen Anschlag 23 anschlägt, wodurch es wieder zu einem Einschwenken des Mitnahmeelements 22 in die Einschwenkaufnahme 21 kommt. Die eine Führungsbahn für das Mitnahmeelement 22 ausbildende Einschwenkaufnahme 21 verläuft vorzugsweise stetig, beispielsweise entlang einer Kreisfunktion, um eine ruckartigen Übergang des Mitnahmeelements 22 zu vermeiden.
[0025] Die Anschläge 23 können von das Gehäuse 8 durchbrechenden, beispielsweise durch Langlöcher 25 geführte, Zapfen 28 gebildet sein, auf denen Abdichtungen 19 zum Abdichten des Gehäuses 8 gelagert sein können. Durch das Vorsehen der vorstehenden Zapfen 28 sind die Anschläge 23 von außerhalb des Gehäuses 8 anhebbar, also höhensverstellbar und somit zwischen Anschlagstellung 24 und einer Freigabestellung 26 verlagerbar. Das Anheben der Zapfen 28 kann, wie insbesondere der Fig. 5 zu entnehmen ist, über eine Rampenführung 29, insbesondere über eine von beiden Seiten spitzzulaufenden Doppelrampenführung, erfolgen. Diese Rampenführung 29 ist dabei so ausgerichtet, dass das Gehäuse 8 bzw. das Kerngehäuse 8a bei der Verlagerung entlang der Räumungsbahn 4 so an der Rampenführung 29 vorbeifährt, dass die Zapfen 28, nicht aber das Gehäuse 8 mit der Rampenführung 29 in Kontakt kommen, sodass beim Passieren dieser die Anschläge 23 in ihre Freigabestellung 26 angehoben werden, es zu einem Aufliegen der Anschläge 23 auf dem Mitnahmeschlitten 20 und zu oben beschriebener Relativbewegung zwischen Mitnahmeschlitten 20 und Gehäuse 8 kommt. Mit jedem Passieren des Räumschiebers 2 an einer Rampenführung 29 wird somit ein in Räumstellung 13 festgelegter Schaber 12 in Passierstellung 14 versetzt. Dies kann sich besonders vorteilhaft zu nutzen gemacht werden, wenn die Rampenführung 29 im Bereich des Mistbunkers 11 angeordnet ist, da dadurch ein Mitschleppen des Mistes weg vom Mistbunker 11 verhindert wird.
[0026] Wie in den Figs. 1 und 2 am besten veranschaulicht ist, können zwei Rampenführungen 29 vorgesehen sein, welche quer zur Räumungsbahnlängsrichtung 5 so voneinander beabstandet sind, dass der Räumschieber 2 zwischen ihnen durchgeführt werden kann. Hierzu kann
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die Gleitschiene 17 zwischen den Rampenführungen 29 verlaufen. Vorzugsweise weist das Gehäuse 8 ebenso mehrere sich bezüglich einer Gehäusehauptachse 30 gegenüberliegende Anschläge 23 und Zapfen 28 auf, sodass die Rampenführungen 29 mit den jeweils auf der gleichen Seite angeordneten Zapfen 28 interagieren und für eine Freigabe des Mitnahmeschlittens 20 sorgen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform bilden die Rampenführungen 29 eine Überbrückung für den Mistbunker 11 aus.

Claims (10)

A ‚hes AT 528 216 B1 2025-11-15 Ss N Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Entmisten eines Stallbodens (1) mit einem zwischen zwei Endlagen entlang einer Räumungsbahn (4) verlagerbaren Räumschieber (2), dessen Schaber (12) zwischen einer Räumstellung (13) und einer Passierstellung (14) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in Räumungsbahnlängsrichtung (5) zwischen den Endlagen ein Mistbunker (11) vorgesehen ist und dass der Schaber (12) zum Verstellen zwischen Räumstellung (13) und Passierstellung (14) um eine quer zur Räumungsbahnlängsrichtung (5) und parallel zur Räumungsbahn (4) verlaufende Schwenkachse (15) schwenkbar gelagert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verlagern des Räumschiebers (2) entlang der Räumungsbahn (4) wenigstens ein Zugmittel (3) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Räumschieber (2) ein Gleitelement (18) für eine in Räumungsbahnlängsrichtung (5) verlaufende Gleitschiene (17) umfasst.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Räumschieber (2) ein Gehäuse (8) umfasst, in dem zur Ausbildung der Schwenkachse (15) des Schabers (12) eine quer zur Räumungsbahnlängsrichtung (5) und parallel zur Räumungsbahn (4) verlaufende Welle (16) schwenkbar angeordnet ist, die mit dem Schaber (12) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (8) ein relativ zum Gehäuse (8) in Räumungsbahnlängsrichtung (5) bewegbarer Mitnahmeschlitten (20) angeordnet ist, der zum Verschwenken des Schabers (12) zwischen Räumstellung (13) und Passierstellung (14) eine sich in Richtung eines Mitnahmelements (22) der Welle (16) erweiternde Einschwenkaufnahme (21) für das Mitnahmelement (22) ausbildet, wobei die Bewegungsfreiheit des Mitnahmeschlittens (20) in Räumungsbahnlängsrichtung (5) durch wenigstens zwei in Räumungsbahnlängsrichtung (5) voneinander beabstandete und unabhängig voneinander zwischen einer Anschlagstellung (24) und einer Freigabestellung (26) verlagerbare Anschläge (23) begrenzbar ist, und wobei zum Verlagern des Räumschiebers (2) wenigstens ein am Mitnahmeschlitten (20) angreifendes Zugmittel (3) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (23) zur Verlagerung zwischen der Anschlagstellung (24) und der Freigabestellung (26) höhenverstellbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (23) zur H6öhenverstellung das Gehäuse (8) durchbrechende Zapfen (28) ausbilden, wobei zum Anheben der Zapfen (28) eine, vorzugsweise über dem Mistbunker (11) verlaufende, Rampenführung (29) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (28) zur Schmutzabdichtung des Gehäuses (8) mit Abdichtungen (19) ausgestattet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (23) von Rollen aufweisenden Zapfen (28) gebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschwenkaufnahme (21) des Mitnahmeschlittens (20) eine Anschlagfläche (27) für die Anschläge (23) in ihrer angehobenen Position bildet.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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