AT528084B1 - Vorrichtung zum Abziehen eines Schwellenankers - Google Patents

Vorrichtung zum Abziehen eines Schwellenankers

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AT528084B1 ATA50204/2024A AT502042024A AT528084B1 AT 528084 B1 AT528084 B1 AT 528084B1 AT 502042024 A AT502042024 A AT 502042024A AT 528084 B1 AT528084 B1 AT 528084B1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (7) zum Abziehen eines an einer Bahnschwelle (2) montierten Schwellenankers (1), umfassend einen L-förmigen Arm (8) mit einer ersten Anlagefläche (13) zum Anlegen an eine Stirnseite (14) der Bahnschwelle (2), einen Mitnehmer (9) mit einer zweiten Anlagefläche (15) zum Anlegen an eine der genannten Stirnseite (14) abgewandte Seite (16) des Schwellenankers (1), eine Lagerung (10), an welcher der Arm (8) und der Mitnehmer (9) zwischen einer ersten Stellung (17), in welcher die erste und die zweite Anlagefläche (13, 15) voneinander beabstandet sind, und einer zweiten Stellung (19), in welcher die erste und die zweite Anlagefläche (13, 15) fluchten, relativ zueinander linearverschieblich gelagert sind, und einen Linearantrieb (12) zum Linearverschieben des Mitnehmers (9) und/oder des Arms (8) von der ersten Stellung (17) in die zweite Stellung (19), um den Schwellenanker (1) von der Bahnschwelle (2) abzuziehen, auf den genannten Schenkel (8') des L zu schieben und zu entfernen.

Description

Ss N
Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abziehen eines an einer Bahnschwelle montierten Schwellenankers von der Bahnschwelle.
[0002] Schwellenanker, auch als Sicherungskappen („SIK“) bekannt, werden an Bahnschwellen eines Gleises montiert, um den Querverschiebewiderstand des Gleisrostes zu erhöhen und so ein Verschieben des Gleises im Betrieb zu verhindern. Zumeist hat ein Schwellenanker einen Montageteil, z.B. eine die Bahnschwelle umgreifende Schelle, Klemme, oder dergleichen, und eine daran ausgebildete oder montierte Schaufel, welche unterhalb und/oder seitlich der Bahnschwelle quer zur Längsrichtung der Bahnschwelle in das Gleisbett aus Schotter, Kies, Sand, od.dgl. eingreift, um den Schwellenanker und damit die Bahnschwelle im Gleisbett zu verankern. Je nach erwarteten Querverschiebekräften werden Schwellenanker z.B. an jeder dritten, jeder zweiten oder jeder Bahnschwelle eines zu verankernden Gleisabschnitts montiert, insbesondere in (überhöhten) Kurven („Bögen“), Weichenbereichen, usw., u.zw. jeweils einseitig, mittig oder zweiseitig an der Bahnschwelle.
[0003] Da Schwellenanker das Gleis fixieren, müssen sie vor einem Stopfen, Richten, Umbau oder Abbau des Gleises von der Bahnschwelle entfernt werden. Dazu wird herkömmlicherweise der Montageteil mühsam weitgehend händisch gelöst, z.B. durch Öffnen einer Verschraubung oder durch zerstörendes Aufschneiden des Montageteils mit einer Autogen-Schneidanlage, und der gelöste Schwellenanker dann händisch oder mittels eines Baggergreifers unter der Bahnschwelle hervorgezogen. Dies ist nicht nur mühsam und zeitaufwändig, sondern birgt im Falle des Autogen-Schneidens zusätzlich Brandgefahr, wenn die Bahnschwelle aus Holz ist bzw. bei trockener Umgebungsvegetation.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Entfernen eines an einer Bahnschwelle montierten Schwellenankers zu vereinfachen und zu beschleunigen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die eingangs erwähnte Vorrichtung gelöst, welche umfasst
einen L-förmigen Arm mit einer stirnseitig an einem seiner Schenkel ausgebildeten ersten Anlagefläche zum Anlegen an eine Stirnseite der Bahnschwelle;
einen Mitnehmer mit einer der ersten Anlagefläche zugewandten zweiten Anlagefläche zum Anlegen an eine der genannten Stirnseite der Bahnschwelle abgewandte Seite des Schwellenankers;
eine Lagerung, an welcher der Arm und der Mitnehmer zwischen einer ersten Stellung, in welcher die erste und die zweite Anlagefläche einen Anfangsabstand voneinander haben, der größer ist als der Abstand zwischen der Stirnseite der Bahnschwelle und der genannten Seite des daran montierten Schwellenankers, und einer zweiten Stellung, in welcher die erste und die zweite Anlagefläche im Wesentlichen fluchten, relativ zueinander linearverschieblich gelagert sind; und
einen an der Lagerung abgestützten Linearantrieb zum Linearverschieben des Mitnehmers und/oder des Arms von der ersten Stellung in die zweite Stellung, um den Schwellenanker von der Bahnschwelle abzuziehen und auf den genannten Schenkel des L zu schieben.
[0006] Die Vorrichtung der Erfindung schiebt den an der Bahnschwelle montierten Schwellenanker entlang der Bahnschwelle bis er letztlich von der Bahnschwelle entfernt ist und auf dem Schenkel des L des Arms liegt, d.h. sie zieht den Schwellenanker von der Bahnschwelle ab. Zu diesem Zweck bietet einerseits der L-förmige Arm eine erste Anlagefläche, um die Vorrichtung an der Stirnseite der Bahnschwelle abzustützen, und andererseits der Mitnehmer eine zweite Anlagefläche zum Anlegen an die der Stirnseite der Bahnschwelle abgewandte Seite des Schwellenankers, um den Schwellenanker zu hintergreifen. In der Folge werden der Arm und/oder der Mitnehmer von der ersten Stellung der Anlageflächen relativ zueinander in die zweite Stellung linearverschoben, wodurch der Schwellenanker, an dem der Mitnehmer angreift, entlang der Bahnschwelle, an welcher der Arm angreift, bis über ihre Stirnseite auf den Schenkel des Arms geschoben wird. Ein vorbereitendes Lösen oder zerstörendes Aufschneiden des Schwellenan-
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kers ist nicht erforderlich. Das Abziehen ist besonders lärmarm. Da der abgezogene Schwellenanker letztlich auf dem Schenkel des L aufliegt, kann er von diesem aus dem Gleisbett gezogen, abgelegt und verladen werden. Der unbeschädigte Schwellenanker kann darauf optional wiederverwendet werden. Die Bahnschwelle kann dabei im Gleisbett verbleiben oder separat verladen werden.
[0007] Im Ergebnis ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung ein einfaches und schnelles Entfernen des Schwellenankers von der Bahnschwelle ohne Brandgefahr und Lärmbelastung.
[0008] Die relative Linearverschiebung des Arms und des Mitnehmers zueinander kann auf drei Arten erfolgen. In einer bevorzugten ersten Variante sind der Mitnehmer linearverschieblich und der Arm fest an der Lagerung gelagert. Dadurch können die Bahnschwelle und ein die Vorrichtung tragendes Gerät, z.B. ein Bagger, während des Abziehens des Schwellenankers unbewegt bleiben. In einer zweiten Variante sind umgekehrt der Mitnehmer fest und der Arm linearverschieblich an der Lagerung gelagert. In einer dritten Variante sind sowohl der Mitnehmer als auch der Arm linearverschieblich an der Lagerung gelagert.
[0009] Der Linearantrieb kann verschiedener Bauweise sein, soweit er eine entsprechend hohe Schubkraft zum Verschieben des Schwellenankers auf der Bahnschwelle aufbringen kann. Bevorzugt ist der Linearantrieb durch zumindest einen Hydraulikzylinder gebildet. Hydraulikzylinder können bei geringer Baugröße besonders hohe Schubkräfte aufbringen, sie sind verschleiß- und wartungsarm und damit besonders gut für das Abziehen des Schwellenankers geeignet.
[0010] Zur gleichmäßigen Kraftübertragung auf den Schwellenanker beim Abziehen ist günstig, wenn der Mitnehmer die Form einer Gabel mit zwei Zinken hat, welche in einer Normalebene zur Verschieberichtung des Linearverschiebens liegen, jeweils einen Teil der zweiten Anlagefläche bilden und einen zumindest der Breite der Bahnschwelle entsprechenden Zinkenabstand voneinander haben, um beidseits der Bahnschwelle an die genannte Seite des Schwellenankers angelegt zu werden. Die Zinken der Gabel greifen beidseits der Bahnschwelle, d.h. links und rechts davon, am Schwellenanker an, wodurch zum einen eine besonders hohe Schubkraft ausgeübt werden kann und zum anderen einem Kippen des Schwellenankers auf der Bahnschwelle und somit einem Festklemmen oder Verkeilen während des Abziehens wirksam vorgebeugt wird.
[0011] Dabei ist besonders günstig, wenn die Zinken jeweils eine Länge haben, die im Bereich von 5 cm bis 50 cm liegt, bevorzugt im Bereich von 10 cm bis 40 cm, besonders bevorzugt im Bereich von 15 cm bis 30 cm. Diese Zinkenlängen erlauben einerseits, dass die Gabel auch mit ihrem die Zinken verbindenden Steg auf der Bahnschwelle aufliegt und dieser einen Teil der am Schwellenanker anliegenden zweiten Anlagefläche bildet. Anderseits bilden Zinken dieser Länge eine große zweite Anlagefläche, ohne zu tief in das Gleisbett einzutauchen.
[0012] Um die Vorrichtung einfach ansetzen zu können, ist vorteilhaft, wenn die Zinken an den Enden ihrer einander zugewandten Innenseiten abgefast sind. Die Fase erleichtert ein etwaiges Eindringen in das Gleisbett, das Ansetzen der Gabel an der Bahnschwelle und zentriert die Zinken dabei.
[0013] Um die Vorrichtung an Bahnschwellen verschiedener Breite anpassen zu können, sind die Zinken bevorzugt quer zur Verschieberichtung des Linearverschiebens relativ zueinander linearverschieblich. Die Querverschiebung der Zinken kann manuell erfolgen. Bevorzugt ist jedoch ein Antrieb für das relative Linearverschieben der Zinken zueinander vorgesehen, um den Zinkenabstand rascher einzustellen.
[0014] Der Anfangsabstand zwischen Arm und Mitnehmer in der ersten Stellung ist so gewählt, dass der Arm und der Mitnehmer beim Ansetzen der Vorrichtung den Schwellenkopf von der Stirnseite der Bahnschwelle bis zu der der Stirnseite der Bahnschwelle abgewandten Seite des Schwellenankers übergreifen. Zum Abziehen eines am Schwellenkopf montierten Schwellenankers liegt der Anfangsabstand vorteilhafterweise im Bereich von 10 cm bis 90 cm, bevorzugt in einem Bereich von 15 cm bis 50 cm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 20 cm bis 40 cm.
[0015] Damit die Vorrichtung schnell und einfach gehandhabt und benutzt werden kann, weist
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die Vorrichtung vorteilhafterweise eine Montagekupplung für die Montage an einer Baumaschine, bevorzugt an einem Baggerarm, auf.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
[0017] Fig. 1 ein Gleis mit einem an einer Bahnschwelle des Gleises montierten Schwellenanker in Draufsicht;
[0018] Fig. 2 den Schwellenanker von Fig. 1 in einer Seitenansicht;
[0019] Fig. 3 eine beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrich-
tung zum Abziehen des Schwellenankers der Fig. 1 und 2 von der Bahnschwelle in einer schematischen Perspektivansicht schräg von oben;
[0020] die Fig. 4 bis 6 die Vorrichtung von Fig. 3 in drei verschiedenen Stellungen während des Abziehens des Schwellenankers der Fig. 1 und 2 jeweils in der Seitenansicht der Fig. 2; und
[0021] Fig. 7 die Vorrichtung von Fig. 3 mit abgezogenem Schwellenanker der Fig. 1 und 2 in der Seitenansicht der Fig. 2.
[0022] Die Fig. 1 und 2 zeigen einen beispielhaften Schwellenanker 1, der an einer Bahnschwelle 2 aus beliebigem Material, z.B. aus Holz oder Beton, alternativ auch aus Metall, Kunststoff oder Verbundstoff, montiert ist. Die Bahnschwelle 2 ist Teil eines Gleises 3, dessen Querverschiebung der Schwellenanker 1 im Betrieb verhindern soll. Dazu hat der Schwellenanker 1 eine Schaufel 4, mit welcher er in ein Gleisbett des Gleises 3, z.B. aus Schotter, Kies, Sand od.dgl., eingreift und den Querverschiebewiderstand der Bahnschwelle 2 und damit des Gleises 3 wesentlich erhöht.
[0023] Im Beispiel der Fig. 2 liegt die Schaufel 4 des montierten Schwellenankers 1 unter der Bahnschwelle 2; alternativ oder zusätzlich könnte die Schaufel 4 seitlich der Bahnschwelle 2 liegen. Die Schaufel 4 ist über eine mithilfe z.B. verschraubter Bolzen 5 gezwängte Schelle 6 an der Bahnschwelle 2 montiert. Die Schaufel 4 kann einstückig mit dem unteren Teil der Schelle 6 ausgebildet oder zweistückig und daran montiert sein. Anstelle der Schelle 6 kann ein anderer die Bahnschwelle 2 zumindest teilweise umgreifender Montageteil zur Montage der Schaufel 4 an der Bahnschwelle 2 vorgesehen sein, z.B. eine Klemme od. dgl.
[0024] Bezugnehmend auf die Fig. 3 bis 6 wird eine Vorrichtung 7 zum Abziehen des an der Bahnschwelle 2 montierten Schwellenankers 1 von der Bahnschwelle 2 beschrieben.
[0025] Die Vorrichtung 7 umfasst einen L-förmigen, d.h. durch zwei zueinander in einem rechten, spitzen oder stumpfen Winkel angeordnete Schenkel 8', 8" gebildeten, Arm 8, einen Mitnehmer 9, und eine Lagerung 10, an welcher der Arm 8 und der Mitnehmer 9 relativ zueinander in einer Verschieberichtung R linearverschieblich gelagert sind.
[0026] Das linearverschiebliche Lagern des Arms 8 und des Mitnehmers 9 kann auf drei Arten erfolgen. Im dargestellten Beispiel ist der Arm 8 fest an der Lagerung 10 gelagert und der Mitnehmer 9 linearverschieblich an der Lagerung 10 gelagert, hier an einem Schlitten 11. Alternativ kann der Arm 8 linearverschieblich an der Lagerung 10 gelagert sein und der Mitnehmer 9 fest an der Lagerung 10 gelagert sein. Schließlich können sowohl der Mitnehmer 9 als auch der Arm 8 linearverschieblich an der Lagerung 10 gelagert sein.
[0027] Zum Antreiben der Linearverschiebung des Arms 8 und/oder des Mitnehmers 9 umfasst die Vorrichtung 7 zwei Hydraulikzylinder 12, welche an der Lagerung 10 abgestützt sind. Alternativ dazu könnten nur ein oder mehr als zwei Hydraulikzylinder 12 vorgesehen sein oder ein anderer Linearantrieb, beispielsweise ein oder mehrere Spindelantriebe, Zahnstangenantriebe, od. dgl.
[0028] Der untere Schenkel 8' des L-förmigen Arms 8 bildet an seinem stirnseitigen Ende, d.h. am Ende des L, eine erste Anlagefläche 13 aus, die an eine Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 (Fig. 2) angelegt werden kann, um die Vorrichtung 7 beim Abziehen des Schwellenankers 1 an
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der Bahnschwelle 2 abzustützen (Fig. 4 bis 6). Der Mitnehmer 9 hat eine zweite Anlagefläche 15, die der ersten Anlagefläche 13 zugewandt und dazu ausgebildet ist, an eine der Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 abgewandte Seite 16 des Schwellenankers 1 (Fig. 2) angelegt zu werden, um beim Abziehen des Schwellenankers 1 an diesem anzugreifen (Fig. 4 bis 6).
[0029] Im Zusammenspiel ziehen der Arm 8, der Mitnehmer 9 und die Hydraulikzylinder 12 den Schwellenanker 1 wie im Folgenden beschrieben von der Bahnschwelle 2 ab.
[0030] Zunächst verbringen die Hydraulikzylinder 12 den Arm 8 und den Mitnehmer 9 in eine in Fig. 4 dargestellte erste Stellung 17. In der ersten Stellung 17 haben die erste Anlagefläche 13 und die zweite Anlagefläche 15 einen Anfangsabstand A voneinander, der größer ist als der Abstand D zwischen der Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 und der dieser abgewandten Seite 16 des Schwellenankers 1 in der montierten Stellung des Schwellenankers 1 (Fig. 1, 2 und 4). Dadurch kann die Vorrichtung 7 in der ersten Stellung 17 so an die Bahnschwelle 2 angesetzt werden, dass die zweite Anlagefläche 15 des Mitnehmers 9 der vorgenannten Seite 16 des Schwellenankers 1 zugewandt ist (in Fig. 4: links davon liegt) und die erste Anlagefläche 13 des Arms 8 der vorgenannten Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 zugewandt ist (in Fig. 4: rechts davon liegt). Wenn der Schwellenanker 1 beispielsweise am Schwellenkopf der Bahnschwelle 2 montiert ist, liegt der Anfangsabstand A typisch im Bereich von 10 cm bis 90 cm, beispielsweise in einem Bereich von 15 cm bis 50 cm, insbesondere in einem Bereich von 20 cm bis 40 cm.
[0031] Ausgehend von der ersten Stellung 17 nähern die Hydraulikzylinder 12 beim Linearverschieben den Mitnehmer 9 und den Arm 8 einander sukzessive an, wodurch zunächst der Mitnehmer 9 mit seiner zweiten Anlagefläche 15 an der vorgenannten Seite 16 und der Arm 8 mit seiner ersten Anlagefläche 13 an der Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 zur Anlage kommt. In der Folge verschiebt der Mitnehmer 9 den Schwellenanker 1 auf der Bahnschwelle 2, während der Arm 8 mit der an der Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 anliegenden ersten Anlagefläche 13 die Vorrichtung 7 an der Bahnschwelle 2 abstützt.
[0032] Fig. 5 zeigt eine Zwischenstellung 18, in welcher der Mitnehmer 9 den Schwellenanker 1 bereits von seiner Montagestellung (Fig. 4) ein Stück weit nach rechts verschoben hat. Alternativ oder zusätzlich könnte die Bahnschwelle 2 - sofern sie von den Schienen gelöst ist - von der daran anliegenden ersten Anlagefläche 13 des Arms 8 (in Fig. 4 - 6: nach links) verschoben, also durch den Schwellenanker 1 hindurch getrieben werden (nicht gezeigt). Anstelle des Mitnehmers 9 oder zusätzlich dazu könnte der Arm 8, insbesondere wenn er linearverschieblich an der Lagerung 10 gelagert ist, zum Verschieben des Schwellenankers 1 und/oder der Bahnschwelle 2 linearverschoben werden.
[0033] Die Hydraulikzylinder 12 verschieben den Mitnehmer 9 - bzw. alternativ oder zusätzlich den Arm 8 - zumindest soweit am Schlitten 11 bis die erste und die zweite Anlagefläche 13, 15 in einer in Fig. 6 dargestellten zweiten Stellung 19 im Wesentlichen fluchten, d.h. soweit bis der Schwellenanker 1 über die Stirnseite 14 der Bahnschwelle 2 geschoben und somit von dieser „abgezogen“ ist, sodass der Schwellenanker 1 auf dem unteren Schenkel 8' des Arms 8 aufliegt.
[0034] Nun kann die Vorrichtung 7 wie in Fig. 7 gezeigt mitsamt dem am Schenkel 8' aufliegenden Schwellenanker 1 angehoben und an einem gewünschten Abgabeort wieder geöffnet, d.h. in Richtung der ersten Stellung 17 verbracht werden, um den Schwellenanker 1 vom unteren Schenkel 8' des Arms 8 abnehmen zu können.
[0035] Um die Vorrichtung 7 maschinengestützt handhaben zu können, z.B. an der Bahnschwelle 2 anzusetzen und nach Abziehen des Schwellenankers 1 anzuheben oder zu kippen, wird die Vorrichtung 7 in der Regel an einer Baumaschine, z.B. an einem Baggerarm, einem Ausleger eines Gleisfahrzeugs, od. dgl. montiert. Für eine solche Montage umfasst die Vorrichtung 7 der Fig. 3 bis 6 eine optionale Montagekupplung 20, die hier beispielhaft durch drei Haken zum Einhängen in die Kupplung eines Baggerarms gebildet ist.
[0036] Der Mitnehmer 9 kann verschiedene Formen haben, insbesondere an die Form der vorgenannten Seite 16 des Schwellenankers 1 und/oder an die Form der Bahnschwelle 2 angepasst sein. Beispielsweise kann der Mitnehmer 9 beim Abziehen am Schwellenanker 1 zentral über der
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Bahnschwelle 2, zur Linken der Bahnschwelle 2 und/oder zur Rechten der Bahnschwelle 2 anliegen. Ferner könnte der Mitnehmer 9 an der Schaufel 4 anliegen.
[0037] In der Ausführungsform der Fig. 3 hat der Mitnehmer 9 der Vorrichtung 7 die Form einer Gabel 21 mit zwei Zinken 22, 23, deren einander zugewandte Innenseiten 24 an ihren Enden optional abgefast sind. Die Zinken 22, 23 liegen in einer Normalebene zur Verschieberichtung R, d.h. quer dazu, und haben einen Zinkenabstand Z (Fig. 3), der zumindest der Breite B (Fig. 1) der Bahnschwelle 2 entspricht, d.h. gleich groß oder geringfügig größer ist. Dadurch kommen die Zinken 22, 23 beim Abziehen beidseits der Bahnschwelle 2 zur Anlage an die genannte Seite 16 des Schwellenankers 1.
[0038] Die Zinken 22, 23 können beim Abziehen des Schwellenankers 1 alleine die zweite Anlagefläche 15 bilden, sodass ein die Zinken 22, 23 verbindender Steg 25 der Gabel 21 nicht am Schwellenanker 1 anliegt. Alternativ dazu kann die Gabel 21 so ausgebildet sein, dass sie auch mit ihrem Steg 25 an der genannten Seite 16 des Schwellenankers 1 zur Anlage kommt, d.h. auch der Steg 25 einen Teil der zweiten Anlagefläche 15 bildet.
[0039] Um einerseits eine große zweite Anlagefläche 15 für den Schwellenanker 1 bereitzustellen und andererseits nicht zu tief in das Gleisbett einzutauchen, können die Zinken 22, 23 jeweils eine Länge M (Fig. 4) haben, die im Bereich von 5 cm bis 50 cm liegt, beispielsweise im Bereich von 10 cm bis 40 cm, insbesondere im Bereich von 15 cm bis 30 cm.
[0040] Die Zinken 22, 23 können starr (Fig. 3) oder quer zur Verschieberichtung R relativ zueinander linearverschieblich sein, um den Zinkenabstand Z an Bahnschwellen 2 unterschiedlicher Breite B anzupassen. Dabei kann die Vorrichtung 7 einen optionalen Antrieb für das relative Linearverschieben der Zinken 22, 23 haben, um den Zinkenabstand Z maschinell einstellen zu können; alternativ dazu kann zumindest einer der Zinken 22, 23 manuell verschieblich am Steg 25 gelagert sein.
[0041] Der Arm 8, der Mitnehmer 9 und die Lagerung 10 sind beispielsweise jeweils aus Metall, insbesondere aus Stahl, könnten alternativ jedoch z.B. aus Verbundstoff, etc. sein.
[0042] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform und die beschriebenen Varianten beschränkt, sondern umfasst alle Varianten, Modifikationen und deren Kombinationen die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen.

Claims (10)

x bes AT 528 084 B1 2025-11-15 Ss N Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Abziehen eines an einer Bahnschwelle (2) montierten Schwellenankers (1)
von der Bahnschwelle (2), gekennzeichnet durch die Kombination aus
einem L-förmigen Arm (8) mit einer stirnseitig an einem seiner Schenkel (8') ausgebildeten ersten Anlagefläche (13) zum Anlegen an eine Stirnseite (14) der Bahnschwelle (2);
einem Mitnehmer (9) mit einer der ersten Anlagefläche (13) zugewandten zweiten Anlagefläche (15) zum Anlegen an eine der genannten Stirnseite (14) der Bahnschwelle (2) abgewandte Seite (16) des Schwellenankers (1);
einer Lagerung (10), an welcher der Arm (8) und der Mitnehmer (9) zwischen einer ersten Stellung (17), in welcher die erste und die zweite Anlagefläche (13, 15) einen Anfangsabstand (A) voneinander haben, der größer ist als der Abstand (D) zwischen der Stirnseite (14) der Bahnschwelle (2) und der genannten Seite (16) des daran montierten Schwellenankers (1), und einer zweiten Stellung (19), in welcher die erste und die zweite Anlagefläche (13, 15) im Wesentlichen fluchten, relativ zueinander linearverschieblich gelagert sind; und
einem an der Lagerung (10) abgestützten Linearantrieb (12) zum Linearverschieben des Mitnehmers (9) und/oder des Arms (8) von der ersten Stellung (17) in die zweite Stellung (19), um den Schwellenanker (1) von der Bahnschwelle (2) abzuziehen und auf den genannten Schenkel (8') des L zu schieben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (9) linearverschieblich und der Arm (8) fest an der Lagerung (10) gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb durch zumindest einen Hydraulikzylinder (12) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (9) die Form einer Gabel (21) mit zwei Zinken (22, 23) hat, welche in einer Normalebene zur Verschieberichtung (R) des Linearverschiebens liegen, jeweils einen Teil der zweiten Anlagefläche (15) bilden und einen zumindest der Breite (B) der Bahnschwelle (2) entsprechenden Zinkenabstand (Z) voneinander haben, um beidseits der Bahnschwelle (2) an die genannte Seite (16) des Schwellenankers (1) angelegt zu werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken (22, 23) jeweils eine Länge (M) haben, die im Bereich von 5 cm bis 50 cm liegt, bevorzugt im Bereich von 10 cm bis 40 cm, besonders bevorzugt im Bereich von 15 cm bis 30 cm.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken (22, 23) an den Enden ihrer einander zugewandten Innenseiten (24) abgefast sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken (22, 23) quer zur Verschieberichtung (R) des Linearverschiebens relativ zueinander linearverschieblich sind, um den Zinkenabstand (Z) zu verändern.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Antrieb für das relative Linearverschieben der Zinken (22, 23) zueinander.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Anfangsabstand (A) im Bereich von 10 cm bis 90 cm liegt, bevorzugt in einem Bereich von 15 cm bis 50 cm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 20 cm bis 40 cm.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Montagekupplung (20) für die Montage an einer Baumaschine, bevorzugt an einem Baggerarm.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
ATA50204/2024A 2024-03-11 2024-03-11 Vorrichtung zum Abziehen eines Schwellenankers AT528084B1 (de)

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