AT523593B1 - Therapiestuhl - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Therapiestuhl zur Korrektur der Wirbelsäulenposition eines Patienten, umfassend vier Stuhlbeine (H) und eine Sitzplatte (G, J), wobei auf der Vorderseite des Therapiestuhls eine Befestigungsnische (L) zur Befestigung der Beine des Patienten vorgesehen ist, wobei sich an der Rückseite des Therapiestuhls ein vertikales erstes Zylinderrohr (F) befindet, in das ein zweites Zylinderrohr (B) eingeführt ist, welches teleskopartig auf- und abbewegbar ist, wobei eine Röhre (A) mit Griff am zweiten Zylinderrohr (B) befestigt ist, wobei am ersten Zylinderrohr (F) ein Kugellager (E) befestigt ist und sich zwei Verstrebungen (C) am Kugellager (E) befinden, in welchen die Röhre (A) eingefasst ist, und wobei am zweiten Zylinderrohr (B) eine Rückenlehne (g) montiert ist, an welcher zwei Armgriffe (K) angebracht sind, in welche Achselhöhlen des Patienten einhängbar und durch Betätigung des Griffs der Röhre nach oben ziehbar sind.
Description
THERAPIESTUHL ZUR KORREKTUR DER WIRBELSÄULENPOSITION EINES PATIENTEN
[0001] Die Erfindung betrifft einen Therapiestuhl zur Korrektur der Wirbelsäulenposition eines Patienten, umfassend vier Stuhlbeine und eine Sitzplatte.
[0002] Die US 2017/196371 A1 offenbart einen Therapiestuhl zur Stützung der Wirbelsäule eines Patienten. Dieser Stuhl weist eine Rückenlehne mit zwei Armgriffen auf, in welche die Achseln des Patienten eingehängt werden. Durch einen Motor kann die Rückenlehne vertikal nach oben gezogen werden, um die Wirbelsäule des Patienten zu stützen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Therapiestuhl für Patienten zu schaffen, deren Wirbelsäule nicht in Position ist. Mittels des Therapiestuhls soll die Lendenwirbelsäule des Patienten wieder in ihren normalen Zustand versetzt werden. Insbesondere soll ein Therapiestuhl geschaffen werden, der Schmerzen aus dem unteren Rücken, der Lendenwirbelsäule L1 bis L2, und des mittleren Rückenbereichs, der Brustwirbelsäule T1 bis T12, lindern kann.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch einen Therapiestuhl zur Korrektur der Wirbelsäulenposition eines Patienten, umfassend vier Stuhlbeine und eine Sitzplatte, wobei auf der Vorderseite des Therapiestuhls eine Befestigungsnische zur Befestigung der Beine des Patienten vorgesehen ist, wobei sich an der Rückseite des Therapiestuhls ein vertikales erstes Zylinderrohr befindet, in das ein zweites Zylinderrohr eingeführt ist, welches teleskopartig auf- und abbewegbar ist, wobei eine Röhre mit Griff am zweiten Zylinderrohr befestigt ist, wobei am ersten Zylinderrohr ein Kugellager befestigt ist und sich zwei Verstrebungen am Kugellager befinden, in welchen die Röhre eingefasst ist, und wobei am zweiten Zylinderrohr eine Rückenlehne montiert ist, an welcher zwei Armgriffe angebracht sind, in welche Achselhöhlen des Patienten einhängbar und durch Betätigung des Griffs der Röhre nach oben ziehbar sind, wobei die Röhre nach links und nach rechts bewegbar ist, wenn diese nach unten gedrückt ist, wobei die Röhre und die Rückenlehne derart miteinander verbunden sind, dass die Rückenlehne nach rechts bewegt wird, wenn die Röhre nach links bewegt wird, und die Rückenlehne nach links bewegt wird, wenn die Röhre nach rechts bewegt wird.
[0005] Bevorzugte Ausführungsvarianten des Therapiestuhls sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0006] Vorteilhafte und nicht einschränkende Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0007] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Therapiestuhl in einer isometrischen Ansicht. [0008] Figur 2 zeigt ein Detail des Therapiestuhls von Figur 1. [0009] Figur3 zeigt den Therapiestuhl von Figur 1 von hinten.
[0010] Figur 1 zeigt einen Therapiestuhl bestehend aus Stahl. Der Stuhl hat vier Beine H. Auf der Vorderseite des Stuhles gibt es eine Befestigungsnische L, um die Beine des Patienten mit einem Gurt zu befestigen.
[0011] Auf der Rückseite des Therapiestuhls befindet sich ein vertikaler Zylinder F. Der Stuhl hat vier 4cm x 4cm breite Beine und 45 cm hohe Stuhlbeine H. An den Stuhlbeinen H sind vier verstärkende Sockel i angeschweißt, mit einem Profil von 4cm x 4cm und 25 cm Länge.
[0012] Auf die aus Holz bestehende Sitzplatte des Stuhles wird ein aus Schaum bestehender Polster J fixiert. Die Gesamtlänge und -breite des Stuhls beträgt 35 cm x 35 cm und die Höhe einschließlich des Sitzpolsters 50 cm.
[0013] Die Rückseite des Stuhls besteht aus einem vertikalen (ersten) Zylinderrohr F mit einem Durchmesser von 8cm und einer Länge von 85 cm. In das erste Zylinderrohr F wird ein weiteres (zweites) Zylinderrohr B eingeführt. Das Zylinderrohr B kann sich teleskopartig auf und ab bewegen.
[0014] Der Zylinder B hat einen Durchmesser von 4cm und eine Länge von 80 cm. Fast drei Viertel des oberen Zylinders B befinden sich im unteren Zylinder F. Der obere Zylinder B wird in einem Abstand von 20 cm mit dem anderen Rohr verbunden. Die Röhre A ist 50 cm lang und 2 cm im Durchmesser. Am Ende des Rohres A befindet sich ein Kunststoffgriff. Das heißt, ungefähr 20 cm vom oberen Beginn des Zylinders B nach unten gemessen ist ein Loch mit 3 cm im Durchmesser, in welches das Rohr A in das Zylinderrohr B eingebracht wird und mit einem Stahlstift D durch zwei Durchbohrungen verbunden und fixiert wird.
[0015] Auf das breitere Zylinderrohr F ist das Kugellager E angeschweißt. Auf dem Kugellager E befinden sich zwei kleine Stahlverstrebungen C mit einem Winkel von 45 °. Die zwei beiden Stahlverstrebungen C haben einen Abstand von 2cm zueinander und zwischen diesen beiden Stahlverstrebungen ist eine kleine Stange montiert. Der Rohrgriff A wird von den beiden Stahlverstrebungen C eingefasst und ruht zwischen den beiden Stahlteilen. Dahinter ist ein kleiner Metallpin zur Fixierung, der die Konstruktion beweglich macht.
[0016] Oben auf dem Zylinderrohr B ist eine Holzrückenlehne g mit einer Länge von 45 cm und 20 cm Breite montiert. An der Holzrückenlehne g sind jeweils links und rechts „Armgriffe“ k angebracht, die unter den Achselhöhlen des Patienten eingehängt werden und diesen bei Betätigung des Rohrgriffs A nach oben ziehen um den Rücken stabil nach oben zu ziehen. Dies sind alles Elemente des Therapiestuhls.
[0017] Im Folgenden wird die Verwendung des eingangs beschriebenen Therapiestuhls erläutert.
[0018] Der Therapiestuhl ist für Personen gedacht, deren Wirbelsäule nicht in Position ist. Die Betätigung des Therapiestuhls wirkt sich auf die Lendenwirbelsäule und die Brustwirbelsäule des Patienten aus. Die Behandlung besteht darin, die Lendenwirbelsäule des Patienten wieder in ihren normalen Zustand zu versetzen. Schmerzen können aus dem unteren Rücken, der Lendenwirbelsäule L1 bis L2 (lumbar vertebrae), und dem mittleren Rückenbereich, der Brustwirbelsäule T1 bis T12 (Thoracic vertebrae), gelindert werden.
[0019] Die Verwendung von Therapiestühlen ist für Personen ungeeignet, die einen operativen Eingriff im Bereich der Wirbelsäule hatten.
[0020] Um den Therapiestuhl zu betätigen, bedarf es eine zweite Person. Der Patient nimmt am Therapiestuhl Platz und der Helfer befestigt beide Beine des Patienten mit dem Gurt. Der Patient legt seinen Rücken auf die Rückenlehne g des Therapiestuhls und hängt seine Achselhöhlen zu beiden Seiten in die an der Rückenlehne angebrachten beiden „Armgriffe“ k. Der Helfer betätigt nunmehr den Rohrgriff A mit einer Hebelwirkung nach unten. Wenn der Griff A betätigt wird, bewegt sich das Zylinderrohr B nach oben. Dies ist eine Teleskopbewegung in den Zylindern B und F. Wenn sich der Zylinder durch die Hebelwirkung nach oben bewegt, wird die Rückenlehne des Therapiestuhls angehoben. Dadurch wird der Rücken des Patienten nach oben gezogen und in eine korrektive Position gebracht. Dadurch wird der Abstand zwischen den Bandscheiben vergrößert, was bedeutet, dass die Lendenwirbelsäule des Patienten im unteren (lumbar vertebare) L1 bis L5 und mittleren (Thoracic vertebare) T1 bis T12 Teil gedehnt und dadurch die Beweglichkeit des Patienten gefördert wird.
[0021] Wenn die helfende Person Druck auf den Griff A ausgeübt, bewegt sich die Stange nach unten (A*). Danach dreht die Person den Hebel 60 Grad Bewegung nach rechts, während der Rohrgriff immer nach unten gedrückt wird. Durch Bewegen der des Hebels (A*) nach rechts wird der Zylinder (B) nach rechts gedreht. Wenn der Zylinder nach rechts gedreht wird, dreht sich die Rückenlehne des nach links. Wird die Rückenlehne des Therapiestuhls mit dem Rücken des Patienten nach links gedreht, bewegen sich die Lendenwirbel nach rechts. Die Lendenwirbel des Patienten, die sich nicht in ihrer normalen Position befanden, bewegen sich mit den anderen Lendenwirbeln nach rechts.
[0022] Der Helfer, der den Rohrgriffhebel zuerst mit Druck nach unten nach rechts dreht, bewegt diesen nunmehr unter Druck in einem 60 Gradwinkel nach links (A* bis A**). Dadurch, dass die Stange nach links bewegt wird, dreht sich der Zylinder B nach links und die Rückenlehne des Therapiestuhls, samt Rücken des Patienten, nach rechts. Wenn der Rücken des Patienten nach
rechts gedreht wird, bewegen sich die Lendenwirbelsäulen des Patienten nach links. Die unteren und mittleren Lendenwirbel drehen sich nach links (lumbar vertebrae L1 bis L5 und Thoracic vertebrae T1 bis T12). Der Helfer schiebt den Rohrgriffhebel von links (A**) in die Mitte (A*) des Stuhls, während er Druck ausübt. Bei dieser Bewegung kehrt die Lendenwirbelsäule des Patienten in die normale, korrekte Position zurück. Der Helfer nimmt langsam den Druck von dem Hebel und schiebt diesen von unten nach oben in seine Ausgangslage zurück.
[0023] Nunmehr ist die Behandlung auf dem Therapiestuhl beendet. Der Patient nimmt seine Arme aus dem gebogenen Haltegriffen. Die Assistentin öffnet die Gurte des Therapiestuhls.
[0024] Diese Therapie lindert durch Mobilisierung und Korrektur der Haltung die Schmerzen im unteren Rückenbereich des Patienten.
BEZUGSZEICHENLISTE:
A... Röhre / Griff
B... (zweite) Zylindersäule CC... Stahlkeile
D ... Gelenk
E ... Ring / Kugellager
F ... (erste) Zylindersäule
G ... Holzplatte H ... Sesselbeine i... Füße
J... Sitzplatz K... Armgriffe
L... Fußbefestigungsnische g ... Schulterhaltung
Claims (10)
1. Therapiestuhl zur Korrektur der Wirbelsäulenposition eines Patienten, umfassend vier Stuhlbeine (H) und eine Sitzplatte (G, J), dadurch gekennzeichnet, dass auf der Vorderseite des Therapiestuhls eine Befestigungsnische (L) zur Befestigung der Beine des Patienten vorgesehen ist, wobei sich an der Rückseite des Therapiestuhls ein vertikales erstes Zylinderrohr (F) befindet, in das ein zweites Zylinderrohr (B) eingeführt ist, welches teleskopartig auf- und abbewegbar ist, wobei eine Röhre (A) mit Griff am zweiten Zylinderrohr (B) befestigt ist, wobei am ersten Zylinderrohr (F) ein Kugellager (E) befestigt ist und sich zwei Verstrebungen (C) am Kugellager (E) befinden, in welchen die Röhre (A) eingefasst ist, und wobei am zweiten Zylinderrohr (B) eine Rückenlehne (g) montiert ist, an welcher zwei Armgriffe (k) angebracht sind, in welche Achselhöhlen des Patienten einhängbar und durch Betätigung des Griffs der Röhre nach oben ziehbar sind, wobei die Röhre (A) nach links und nach rechts bewegbar ist, wenn diese nach unten gedrückt ist, wobei die Röhre (A) und die Rückenlehne (g) derart miteinander verbunden sind, dass die Rückenlehne (g) nach rechts bewegt wird, wenn die Röhre (A) nach links bewegt wird, und die Rückenlehne (g) nach links bewegt wird, wenn die Röhre (A) nach rechts bewegt wird.
2, Therapiestuhl nach Anspruch 1, wobei der Therapiestuhl aus Stahl besteht.
3. Therapiestuhl nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Beine (H) des Therapiestuhls 4 cm x 4 cm breit und 45 cm hoch sind und bevorzugt vier verstärkende Sockel an den Beinen (H) angeschweißt sind, die ein Profil (i) von 4 cm x 4 cm mit einer Länge von 25 cm aufweisen.
4. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Gesamtlänge und -breite des Stuhles 35 cm x 35 cm und die Höhe, einschließlich eines Sitzpolsters, 50 cm beträgt.
5. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Sitzplatte (G) aus Holz besteht und ein aus Schaum bestehender Sitzpolster (J) auf der Sitzplatte (G) fixiert ist.
6. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das erste Zylinderrohr (F) einen Durchmesser von 8 cm und eine Länge von 85 cm hat und/oder zweite Zylinderrohr (B) einen Durchmesser von 4 cm und eine Länge von 80 cm hat, wobei sich bevorzugt bis zu drei Viertel des zweiten Zylinderrohrs (B) im ersten Zylinderrohr (F) befinden.
7. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Röhre (A) 50 cm lang ist und einen Durchmesser von 2 cm hat.
8. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das zweite Zylinderrohr (B) im Wesentlichen 20 cm vom oberen Beginn des Zylinders nach unten gemessen ein Loch mit 3 cm Durchmesser aufweist, in welches die Röhre (A) eingebracht ist, welche dort mit einem Stahlstift durch zwei Durchbohrungen verbunden und fixiert ist.
9. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Verstrebungen (C) aus Stahl bestehen und einen Abstand von 2 cm zueinander aufweisen.
10. Therapiestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Rückenlehne (g) aus Holz besteht, 45 cm lang und 20 cm breit ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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| AT523593A1 AT523593A1 (de) | 2021-09-15 |
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ID=77663128
Family Applications (1)
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| ATA43/2020A AT523593B1 (de) | 2020-02-19 | 2020-02-19 | Therapiestuhl |
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Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| WO2003017883A1 (en) * | 2001-08-23 | 2003-03-06 | Fukuo Muramatsu | Backbone correcting chair |
| KR20030032791A (ko) * | 2001-10-18 | 2003-04-26 | 배수호 | 척추 교정용 의자 |
| WO2003051159A1 (en) * | 2001-12-17 | 2003-06-26 | Soo-Ho Bae | Chair for spinal therapy |
| US20170196371A1 (en) * | 2016-01-10 | 2017-07-13 | Henry C. Liu | Chair providing lifting force to the user |
-
2020
- 2020-02-19 AT ATA43/2020A patent/AT523593B1/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (4)
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| WO2003051159A1 (en) * | 2001-12-17 | 2003-06-26 | Soo-Ho Bae | Chair for spinal therapy |
| US20170196371A1 (en) * | 2016-01-10 | 2017-07-13 | Henry C. Liu | Chair providing lifting force to the user |
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| Publication number | Publication date |
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