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Elektrische Maschine zur Erzeugung eines unsymmetrischen Wechselstromes.
Die Möglichkeit der Erzeugung hochgespannten Gleichstromes auf elektromagnetischem Wege beruht, soweit nicht Maschinen mit Stromwender in Frage kommen, auf der Benutzung eines Induktoriuma mit Unterbrecher, wobei im wesentlichen der unterbrochene Gleichstrom dadurch erzeugt wird, dass die Stromunterbrechung in kürzerer Zeit vor sich geht als die Strom- schliessung, dass also eine Kurve erzeugt wird von der Form der Fig. 1.
Dies entspricht einem Verlauf der Magnetisierung des Eisenkernes im Induktorium von der Form der Fig. 2. Wesentlich ist hiernach nur, dass entweder die Entstehung des Magnetismus schneller vor sich geht als sein Ablauf oder auch umgekehrt.
Um nun hinreichend hohe Spannungen zu erzeugen, war es bisher notwendig, einen offenen magnetischen Stromkreis für das Induktorium zu verwenden, und zwar allein aus dem Grunde. weil infolge der Hysteresis es nicht möglich war, den Absturz des Magnetismus derart rasch zu bewerkstelligen, dass eine hinreichende Spannung auftrat. Die Verwendung von offenen magnetischen Stromkreisen zieht wieder den Übelstand nach sich, dass eine viel grössere Windungzahl erforderlich ist als bei geschlossenem Stromkreise und infolgedessen gewisse Unannehmlich- keiten mit dem Gebrauch von Induktoren ständig verbunden waren, welche im wesentlichen
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Damit ist die Möglichkeit gegeben, wie mit Hilfe dieser besonderen Anordnung z. B. die positive Welle der Spannung das Zehnfache der negativen Welle erreichen kann, wobei gleichzeitig die Bedingung erfüllt ist, dass ein geschlossener magnetischer Stromkreis zur Verwendung kommt und dadurch die Zahl der erforderlichen Windungen zur Erreichung der gleichen Spannung nur einen Bruchteil gegenüber Spulen mit offenem magnetischem Stromkreise beträgt.
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der Kühlung erreicht werden kann.
Die Anordnung ist nicht bloss auf die Verwendung für Hochspannung beschränkt, sondern kann auch z. B. mit Vorteil für elektrolytische Zwecke Verwendung finden. dort. wo eine bestimmte Spannung zur Erzeugung der elektrolytischen Wirkungen erforderlich wird und alle darunter-* liegenden Spannungen unwirksam sind.
Nicht ausgeschlossen ist auch der Gebrauch derartiger Maschinen für gewöhnliche Lichtund Kraftzwecke, vorausgesetzt, dass die Zahl der Impulse in der Zeiteinheit hinreichend gross gewählt wird, um konstantes Licht zu erzielen.
Es ist ferner nicht erforderlich, die Hochspannung in der Maschine selbst zu erzeugen, sondern diese kann auch durch Vermittlung von Transformatoren ausserhalb der Maschine hervorgebracht werden.
Es kann auf diese Weise auch der einzige Mangel. welcher bisher der Verwendung des Gleichstromes anhaftete, nämlich die Unmöglichkeit, ihn in ruhenden Transformatoren auf verschiedene Spannung zu bringen, beseitigt und damit seine Anwendung auch für Kraftübertragung auf weite Entfernungen ermöglicht werden.
Zur völligen Unterdrückung der negativen Halbwelle kann auch eine Kontaktvorrichtung nach Art der Joubertschen Scheibe in den Nutzstromkreis eingeschaltet werden, welcher es erlaubt. jeden beliebigen Momentanwert, insbesondere der positiven Amplitude, anzunehmen, ohne die negativen Werte, welche insbesondere in der Röntgentechnik Schwierigkeiten bieten. mitbenutzen zu müssen.
Wichtig für einen guten Erfolg bei dieser Maschine ist eine derartige Formgebung des Verhältnisses von induziertem und induzierendem Teile, welche dafür Sorge trägt, dass der magnetische Hauptwiderstand in der Zone zwischen dem Hochspannungskern b und den Polschuhen sich befindet, während der Widerstand des magnetischen Rückschlusses dem gegenüber möglichst klein und während der Dauer einer Periode annähernd konstant gehalten werden soll, um alle Änderungen des magnetischen Widerstandes möglichst an der wirksamen Stelle b sich abspielen zu lassen. Erreicht wird dies dadurch, dass der unwirksame Teil der Maschine einen möglichst
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Maschine zur Erzeugung eines unsymmetrischen Wechselstromes von ungleicher Zeitdauer der beiden Halbwellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Polschuhe des zweioder mehrpolig ausgebildeten, induzierenden Teiles im Verhältnis zum induzierten Teil so geformt und bemessen sind, dass bei relativer Bewegung beider Teile zueinander der Magnetismus von seinem positiven Maximum zum negativen rasch ansteigt, hingegen vom negativen Maximum zum positiven allmählich übergeht, wobei positiv und negativ sinngemäss vertauscht werden kann.
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Spulen bzw.
sein Polschuh nur einen gpringpn Teil des Umfanges des induzierendenTeiles (N, S) bedeckt, während der Rest des Umfanges zur Vermittlung des magnetischen Rückschlusses dient.
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