AT52086B - Apparat zur Gewinnung des in Brennereischlempen enthaltenen Glyzerins. - Google Patents
Apparat zur Gewinnung des in Brennereischlempen enthaltenen Glyzerins.Info
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Description
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Apparat zur Gewinnung des in Brennereischlempen enthaltenen Glyzerins.
EMI1.1
Verfahren zur Verarbeitung von Brennereischlempen wird die Schlempe mit von inkrustierenden Substanzen bfreiter, mittels Sauren teilweise oder ganz verkohlter Zellulose vermengt und dann aus dem getrockneten Gemenge das Glyzerin mit Hilfe eines oder mehrerer geeigneter Lösungsmittel extrahiert.
Um nun dieses Verfahren in zweckentsprechender Weise durchführen zu können. wird der vorliegenden Erfindung gemäss ein Apparat verwendet, der die Extraktion unter den günstigsten Bedingungen bewerkstelligt. Da das getrocknete Gemenge von Schlempe und verkohlter Zellulose stark hygroskopisch ist. es aber wichtig erscheint, die Extraktion an möglichst wasserfreiem Gute vorzunehmen, so muss der Extraktionsprozess in unmittelbarem Anschluss an das Trocknen
EMI1.2
erscheint bei diesem Apparat sowohl die zu leistende Handarbett. als auch der Brennmaterial- aufwand und der Verlust an Lösungsmitteln auf ein Mindestmass reduziert.
EMI1.3
werden soll.
Das zu extrahierende Gut tritt zunächst in den vorteilhaft zylindrischen Trockenraum
EMI1.4
Gemenge von Alkohol und Benzol verwendet wird. Das Trocknen des Materials im Raume A kann aber auch mit Benzol allein erfolgen, indem dieses das Wasser aus dem feuchten Material verdrängt.
Infolge der Erwärmung des sich nach oben bewegenden Materials durch die Heiz flächen der Schnecke zieht dann aus demselben eine Mischung von Wasser- und Benzoldampf ab, welche zunächst in einen Kolonnenapparat a1 bekannter Art gelangt, woselbst das dem behandelten Material entzogene Wasser abgeschieden wird, während die Dämpfe der zugesetzten
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Flüssigkeit in einen Kühler a2 weiterziehen, daselbst verdichtet werden und dann neuerdings in den Trockenraum A gelangen, um dort auf weitere Mengen des zu behandelten Gutes einzuwirken.
Wie sich übrigens von selbst versteht, können die aus dem Kolonnenapparate a, abziehenden Dämpfe der zugesetzten Flüssigkeit auch als solche, d. h. ohne erst in einem Kühler < kondensiert zu werden, in den unteren Teil des Trockenraumes A, etwa bei d (Fig. 2), eingeführt werden, um dort wieder mit zu behandelndem Material zusammenzutreffen, wodurch man einen Kon- densations-und einen Verdampfungsvorgang erspart.
Bei einer derartigen Anordnung des Apparates kann gewünschtenfalls ein Teil der aus dem Kolonnenapparat al entweichenden und nach d geleiteten Dämpfe, falls diese letzteren jenen des in dem Extraktionsraume B anzuwendenden Lösungsmittels entsprechen, mittels einer Zweigleitung v (Fig. 2) in die zur Zuführung des betreffenden Lösungsmittels zum Extraktionsgut dienende Rohrleitung eingeführt werden, um solcherart für die Extraktionsarbeit Verwendung zu finden.
Aus dem Trockenraum A gelangt das von seinem Wassergehalt befreite Material durch den Verbindungsstutzen R in den Extraktionsraum B, der aus einem mit Dampfmantel F versehenen Zylinder besteht, in welchem gleichfalls eine Transportschnecke angeordnet ist, die das in diesem Raum eintretende Material von unten nach oben befördert ; nur sind die Flächen der Schnecke hier im ganzen oder teilweise siebartig durchbrochen, so dass das entgegengesetzt zur Bewegungrichtung des Materials durch den Extraktionszylinder fliessende Lösungsmittel, welches an einer oder mehreren Stellen e in den genannten Zylinder eintritt, durch das auf den Schneckenflächen befindliche Material hindurchfiltrieren und dabei das in diesem enthaltene Glyzerin extrahieren kann.
Das mit dem aufgenommenen Glyzerin beladene Lösungsmittel fliesst in die DestillatiQnskolonne bl ab, in welcher das Glyzerin als Rückstand verbleibt, während das verflüchtigte Lösungsmittel zum Kondensator b2 zieht, in welchem es durch Abkühlung verflüssigt wird und dann wieder in den Arbeitskreislauf eintreten kann, indem es bei e in den Extraktionszylinder fliesst. Eine Vereinfachung der beschriebenen Arbeitsweise kann dadurch erreicht werden, dass man die aus der Destillationskolonne abziehenden Dämpfe des Lösungsmittels als solche, d. h. ohne vorhergehende Kondensation. wieder in den Arbeitskreislauf einführt.. so dass der Kondensat. or b2 entfällt.
Aus dem Extraktionsraum B wird das von seinem Glyzeringehalt befreite Material durch den Verbindungsstutzen hindurch in den oberen Teil des Rekuperators C befördert, in welchem es von einer geheizten Transportschnecke allmählich abwärts getragen wird und dabei einem bei 9 eintretenden, in entgegengesetzter Richtung bewegenden Dampfstrom begegnet, der das in der Masse zurückgebliebene Lösungsmittel mitnimmt und mit diesem beladen am oberen Ende des Rekuperators austritt, um dann in einen Kolonnenapparat Cl zu gelangen, in welchem die Entwässerung des dampfförmigen Gemisches stattfindet,
während die weiterziehenden Dämpfe des Lösungsmittels entweder im Kühler C2 kondensiert und in flüssigem Zustande in die Kolonne b1 übergeführt oder aber unter Wegfall des Kühlers C2 direkt in die Kolonne bl geleitet werden. von wo das Lösungsmittel dann über b2 wieder in den Extraktionsprozess eintreten kann. Die Beheizung der Transportschnecke des Rekuperators C erfolgt vorteilhaft mittels aus einem Dampfsammler D2 in die Schneckenwelle eindringenden Dampfes, dessen Kondenswasser im Topf E2 aufgefangen wird. Das durch die Schnecke nach unten beförderte, von dem Lösungsmittel befreite Material tritt aus dem Rekuperator durch den Stutzen h kontinuierlich aus.
Wie bereits aus der vorstehenden Beschreibung des in Rede stehenden Apparates hervorgeht, kann die Art und Weise seines Betriebes hinsichtlich der Führung der Dämpfe durch die zu verwendenden Kolonnenapparate und Kühler mannigfache Abänderungen erfahren, ohne dass dadurch das Wesen der Erfindung berührt wird. So kann beispielsweise der Betrieb des Apparates im Sinne der in Fig. 2 schematisch veranschaulichten Ausführungsform desselbenanstatt mit drei Kolonnenapparaten und ebenso viel Kühlern-auch mit nur zwei Kolonnenapparaten al und b1 und einem einzigen Kühler b2 erfolgen usw.
Desgleichen kann der Apparat derart angeordnet werden. dass die mittels Transportschnecken oder allenfalls Transportbänder erfolgende Fortbewegung des in ihm zu behandelnden Materials-anstatt in vertikaler Richtung-in schräger oder wagerechter Richtung vor sich geht.
Die Heizung der Schneckenwelle kann auch durch eine Heizung mittels Dampfmantels ersetzt werden. Im Rekuperator C kann die Wiedergewinnung des Lösungsmittels auch in der Weise vorgenommen werden, dass man keinen direkten Dampf eintreten lässt, sondern sich mit der durch indirekte Heizung hervorgerufenen Verdampfung der in den im Rekuperator behandelten Rückständen zurückgebliebenen Mengen des Lösungsmittels begnügt.
Auch kann die Wiedergewinnung des Lösungsmittels nicht nur durch Wasser oder Wasserdampf, sondern durch eine beliebige andere Flüssigkeit (oder deren Dämpfe) vorgenommen werden, welche die Eigenschaft besitzt, das im Extraktor B verwendete Lösungsmittel zu lösen oder mit demselben eine Mischung zu bilden, oder es aus dem extrahierten Gute zu verdrängen (beispielsweise Benzol).
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In gleicher Weise-wie zur Behandlung des eingangs erwähnten glyzerinhaltigen Materials mit einem Lösungsmittel-eignet sieh der Apparat auch zur Auswaschung dieses Materials mittels einer das Glyzerin nicht lösenden Flüssigkeit, die bloss verdrängend wirkt, ähnlich wie etwa bei der Gewinnung von Rizinusöl, dieses letztere aus dem es enthaltenden Rohmaterial durch eine das Öl nicht lösende Flüssigkeit verdrängt wird.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Apparat zur Gewinnung des in Brennereischlempen enthaltenden Glyzerins bei dem Verfahren nach dem Stammpatente Nr. 51343, gekennzeichnet durch die Anordnung dreier einerseits miteinander, andererseits mit einem oder mehreren Kolonnenapparaten , b,, cJ bekannter EMI3.1 welche mit Hilfe von in ihnen vorgesehenen Transportschnecken oder dgl. das nach dem Verfahren des Stammpatentes erhaltene Gemenge von Schlempe und teilweise oder ganz verkohlter Zellulose unter Erwärmung kontinuierlich hindurchgeführt wird, wobei ein fortwährender Kreislauf der in den genannten Behälter zur Einwirkung gelangenden Flüssigkeiten bzw.Dämpfe dadurch erzielt wird, dass dieselben auf dem betreffenden Behälter immer wieder in Dampfform in einen Kolonnenapparat bekannter Art übertreten und daselbst von den aus den behandelten Materialien aufgenommenen Bestandteilen (Wasser bzw. Glyzerin) getrennt werden, um dann nach erfolgter Verflüssigung mittels eines Kühlers oder ohneweiters in Dampfform neuerdings in den Arbeitsprozess eingeführt zu werden.
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