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Trockenvorrichtung für plattenförmige Waren.
Die bisher bekannt gewordenen 1'rockenvorrichtungen für plattenförmige Waren, insbesondere für Furniere, bestehen aus einer Anzahl übereinander angeordneter, in der Ausserbetriebstellung einen Zwischenraum zwischen sich lassender Heizplatten, zwischen die die zu trocknenden Waren eingelegt werden. Um die Waren mit den Heizplatten in innige Berührung zu bringen, werden die Heizplatten von unten her meist durch den Kolben einer hydraulischen Presse der Reihe nach angehoben, indem zuerst die unterste so weit gehoben wird, bis hiedurch
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bis schliesslich die Heizplatten mit den zwischen ihnen befindlichen zu trocknenden Waren ein Paket fest aneinander gedrückter Schichten bilden.
Das Gewicht der die Htizkanäle enthaltenden Stahlplattn ist sehr gross und wirkt, da es auf den zu behandelnden Waren, insbesondere in den untreren Lagen lastet, auf manche Materialien schädlich ein. wie z. B. auf Furnierhölzer, die bei dem Trockenvorgange das Bestreben haben, sich zusammenzuziehen, was jedoch durch
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Material auftreten. Ausserdem wird dadurch, dass die Belastung des zu behandelnden Materiales von oben gegen unten zu in der Trockenvorrichtung zunimmt, eine ungleich starke Pressung erzielt, wodurch sich eine ungeiche Dicke des behandelten Materiales ergibt, welches aber auch
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an Dauer a bnimmt.
Das zwischen den untersten Heizplatten befindliche Material wird der Heizwirkung bedeutend länger ausgesetzt sein als das zwischen den obersten Heizplatten befindliche
Material.
Die Trockenvorrichtung gemäss der Erfindung beseitigt alle diese Ubelstände dadurch, dass je zwei benachbarte Heizplatten unbelastet von den übrigen, relativ gegen-und voneinander verschiebbar angeordnet sind, so dass also die Annäherung je zweier Platten, zwischen denen
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dein Matnial die Möglichkeit, sich zusammenzuziehen, geboten ist. In einfachster Weise kann dieses Prinzip derart verwirklicht werden, dass von den übereinander liegenden Heizplatten die erste, dritte, fünfte usw. einerseits und die zweite, vierte, sechste bzw. andererseits zy je einem
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verengt (Fig. 1) und bald der zweite, vierte und sechste Zwischenraum verengt wird (Fig. 2).
Die relative Bewegung der Gestelle A und B bzw. der mit ihnen verbundenen Platten kann entweder durch gegenläufige Verschiebung geschehen oder bei feststehender Anordnung des einen Gestelles durch die alleinige Bewegung des anderen.
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des Gestelles B oder bei gegenläufiger Bewegung beider Gestelle) die eben genannten Zwischenräume, wie in Fig. 2 dargestellt, bei gleichzeitiger Erweiterung der Zwischenräume, die die vorige Charge enthalten haben, verengt werden, und zwar so weit, bis ein inniges Anliegen der Heizplatten an den Furnieren stattfindet, ohne dass. diese durch einen schädlichen Druck belastet
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Furniere entfernt werden und kann eine neue Beschickung vorgenommen werden, worauf wieder die in Fig. 1 dargestellte Stellung der Heizplatten hergestellt wird usf.
Die beschickten Zwischenräume zwischen den Heizplatten werden also alle gleichmässig und gleich lange geschlossen und
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ist, wie aus der ebep gegebenen Schilderung hervorgeht, ein ununterbrochener.
Um die Verschiebung der Heizplattensysteme zu erleichtern (die aus Stab) oder Gusseisen gefertigten, mit Heizkanälen versehenen Platten besitzen ein beträchtliches Gewicht), können bei gegenläufiger Bewegung der beiden Plattensysteme diese miteinander derart in Verbindung gebracht werden, dass sie einander ausbalancieren oder es wird, wenn nur eines gehoben und gesenkt werden soll, dieses zur Ausbalancierung mit einem Gegengewicht oder dgl. verbunden. Dies erhöht auch die Empfindlichkeit der Einstellung des Bewegungsmechanismus, um jenes Anliegen der Heizplatten an das zu trocknende Material zu erzeugen, bei welchem eine Behinderung des Zusammenziehens noch nicht stattfindet.
Zur Begrenzung der Bewegung der Platten können an geeigneten Stellen Anschläge verwendet werden, die vorzugsweise verstellbar angeordnet sind, so dass verschiedenen Dicken dz zu trocknenden Materiales Rechnung getragen werden kann. Solche Anschläge können auch
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Zwischenräumen bl a2 usw. (Fig. 2) verschieden sind, so dass also bei dem kontinuierlichen Betriebe der Vorrichtung abwechselnd dickere und dünnere Furniere behandelt werden können.
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die das eine System der Heizplatten 3 tragen, die also in diesem Falle feststehen. An den fest leisten 2 sind die vertikal beweglichen Leisten 4 geführt. welche das andere System der Heiz-
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liches Material zu trocknen.
Die Bewegung der Leisten 4 und der mit ihnen verbundenen Heizplatten 5 wird durch Winkelhebel 6. 7 bewirkt, deren Arme 6 Muttern tragen, die in Gewinde der Spindel 8 eingreifen, welch letztere durch die Kurbel 9 in dem einen oder anderen Sinn gedreht werden kann. Auf
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je nach dem Drehungssinn gehoben oder gesenkt werden. An den Armen 7 hängt das Gegen- gewicht 7J zur Auabalancierung des beweglichen Heizplattensystems.
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Muttern, die in die Spindeln 14 eingreifen, so dass die Anschläge bei Verdrehung der Spindeln 14 innerhalb bestimmter Grenzen verstellt werden können.
Diese Anschläge 16 begrenzen also die Schwingungsweite des Hebelarmes 6 und damit auch der Arme 11 und den Hub der Heizplatten ; j.
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Die Heizung der Heizplatten kann in bekannter Weise durch eine Dapipfzirkulation durch ihre Heizkn nikle erfolgen. Der Dampf etrömt drch das Rohr 17 in das Kreuzstück 18, aua welchem oben durch eine Stopfbüchse 19 hindurch das verschiebbare Rohr 20 herausragt und mit dem Verteilerrohr 21 verbunden. ist, welches durch die Rohre 22 mit den Heizkanälen der Heizplatten 5 kommuniziert. Das Verteilerrohr 21 samt dem Rohr 20 macht selbstverständlich die Bewegung
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in analoger Weise.
Die konstruktive Ausgestaltung der Vorrichtung lässt selbstverständlich innerhalb des Rahmens des dargelegten Prinzips mancherlei Änderungen zu. So kann der Antriebsmechanismua für das bewegliche Plattensystem in verschiedenster Weise ausgeführt werden und ebenso die Hubbegrenzung. Auch können in manchen Fällen die Heizplatten vertikal nebeneinander angeordnet sein.
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1.
Trockenvorrichtung, bestehend aus einer Reihe paralleler, Zwischenräume zwischen sich lassender Heizplatten, zwischen denen die zu behandelnden plattenförmigen Waren eingelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei benachbarte Heizplatten, unbelastet von den übrigen, relativ gegen-und voneinander verschiebbar angeordnet sind (wobei je eine auch feststehen kann), so dass bald in dem auf der einen, bald in dem auf der anderen Seite jeder Heizplatte befindlichen, durch die Relativbewegung der Heizplatten verengten Zwischenraum Waren getrocknet werden können und die Waren bei wagerechter Anordnung der Heizplatten von deren Gewicht nicht schädlich beeinflusst werden.