AT511304B1 - Vorrichtung zum bereitstellen eines bodenbelags - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bereitstellen eines Bodenbelags mit einer Abrolleinrichtung (1), die eine erste Rolle(4) aufweist, auf der eine unbenutzte Folie (5) aufgerollt ist und mit einer Aufrolleinrichtung (2), die eine zweite Rolle (10) aufweist, die dazu ausgebildet ist, die benutzte Folie (5) aufzurollen, sowie mit einem zwischen der Abrolleinrichtung (1) und der Aufrolleinrichtung (2) liegenden Benutzungsabschnitt (3). Eine einfache und kostengünstige Lösung ergibt sich, wenn die zweite Rolle (10) mit einer Sperrklinke (12) versehen ist, die die Drehung der zweiten Rolle (10) in eine Aufwickelrichtung freigibt, in eine entgegengesetzte Richtung jedoch sperrt.
Description
österreichisches Patentamt AT511 304B1 2013-04-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bereitstellen eines Bodenbelags mit einer Abrolleinrichtung, die eine erste Rolle aufweist, auf der eine unbenutzte Folie aufgerollt ist und mit einer Aufrolleinrichtung, die eine zweite Rolle aufweist, die dazu ausgebildet ist, benutzte Folien aufzurollen, sowie mit einem zwischen der Abrolleinrichtung und der Aufrolleinrichtung liegenden Benutzungsabschnitt, wobei die zweite Rolle mit einer Sperrklinke versehen ist, die die Drehung der zweiten Rolle in eine Aufwickelrichtung freigibt, in eine entgegengesetzte Richtung jedoch sperrt.
[0002] In Umkleidekabinen von Bekleidungsgeschäften oder dergleichen besteht das Problem, dass die Kunden die Umkleidekabine mit Straßenschuhen betreten, diese aber zum Anlegen der Kleidungsstücke ausziehen müssen. Auch bei laufender Reinigung der Umkleidekabinen ist es dabei schwierig, die Sauberkeit soweit zu gewährleisten, dass die Benutzer der Umkleidekabine einen sauberen und hygienischen Boden vorfinden.
[0003] Es ist bekannt, zur Reinigung von Schuhsohlen Vorrichtungen vorzusehen, bei denen eine Reinigungsfolie von einer Abrolleinrichtung abgewickelt und nach Gebrauch auf einer Aufrolleinrichtung aufgewickelt wird. Eine solche Lösung ist in der EP 0 352 780 A beschrieben. Die Bewegung der Folie erfolgt dabei über einen Schrittmotor, der speziell angesteuert ist, um eine vorbestimmte Vorschubbewegung der Folie zu erzielen. Die Steuerung über elektrische Schrittmotoren ist aufwendig und verursacht hohe Kosten. Darüber hinaus ist durch die erhöhte Führung der Folie die Einrichtung von Rampen notwendig, was insbesondere in Umkleidekabinen unerwünscht ist. Darüber hinaus ist eine Anpassung der vorbekannten Vorrichtung an Umkleidekabinen unterschiedlicher Breite schwierig, so dass für unterschiedliche Breiten in der Regel verschiedene Modelle von Reinigungsvorrichtungen auf Lager gehalten werden müssten.
[0004] Aus der EP 352 780 A, der JP 5269076 A, der JP 4319332 A und anderen Druckschriften sind verschiedene Vorrichtungen bekannt geworden, durch die jedem Benutzer eine saubere und hygienische Unterlage zur Verfügung gestellt wird. Die Betätigung ist jedoch aufwendig und komplex gelöst.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine einfache, kostengünstige Lösung anzugeben, die es ermöglicht, jedem Benutzer einer Umkleidekabine in einfacher Weise einen Abschnitt unbenutzten Bodenbelages zur Verfügung zu stellen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die zweite Rolle (10) durch einen Fußhebel antreibbar ist. Dadurch wird eine besonders einfache und kostengünstige Ausbildung der Erfindung ermöglicht. Der jeweilige Benutzer kann dann durch ein oder mehrmalige Betätigung der Antriebseinheit, d.h. des Fußhebels, eine ausreichende Länge unbenutzter Folie abrollen, um den Umkleidevorgang auszuführen. Die Anzahl der notwendigen Betätigungen eines Fußhebels kann verringert werden, wenn durch eine entsprechende Übersetzung erreicht wird, dass eine Schwenkbewegung des Fußhebels um einen bestimmten Winkel, eine Verdrehung der zweiten Rolle, um einen entsprechend größeren Winkel bewirkt. Es ist selbstverständlich notwendig, eine gewisse Spannung in der Folie aufrechtzuerhalten, um die Ausbildung von Falten oder Dellen zu verhindern, die eine Gefahr für den Benutzer darstellen können. Es hat sich herausgestellt, dass eine Sperrklinke, die die Bewegung der zweiten Rolle nur in einer Richtung ermöglicht, eine ausreichende und hervorragend funktionstüchtige Maßnahme darstellt, die Spannung in der Folie aufrechtzuerhalten.
[0007] Eine besonders günstige Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, dass die erste Rolle eine Bremseinrichtung aufweist. Dadurch wird ein unbeabsichtigtes Abrollen der Folie von der ersten Rolle verhindert.
[0008] Weiters ist es von besonderem Vorteil, wenn die Abrolleinrichtung und die Aufrolleinrichtung in nicht montiertem Zustand unverbunden sind. Dies bedeutet, dass insbesondere keine Rahmen oder keine Platten vorgesehen sind, die unterhalb der Vorrichtung angeordnet sind. Auf diese Weise kann man auf die Ausbildung von Rampen oder dergleichen verzichten, was 1 /6 österreichisches Patentamt AT511 304B1 2013-04-15 einen besonderen Vorteil bei der Anwendung bedeutet. Ein Nebenaspekt der bevorzugten Maßnahme ist auch, dass die Anpassung an unterschiedliche Kabinenbreiten problemlos möglich ist, da die Abrolleinrichtung bündig an eine Wand und die Aufrolleinrichtung bündig an eine gegenüberliegende Wand der Kabine montiert werden kann, unabhängig davon wie groß der Abstand zwischen den beiden Wänden der Kabine ist.
[0009] Die Folie die von der Abrolleinrichtung abgerollt und auf der Aufrolleinrichtung aufgerollt wird, kann aus Kunststoff bestehen, aber auch als Gewebe- oder Zellulosematerial ausgebildet sein. Sie kann je nach Bedürfnis zur einmaligen Verwendung vorgesehen sein, aber auch wiederverwendbar sein, wenn Möglichkeiten einer entsprechenden Reinigung bestehen.
[0010] In der Folge wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0011] Es zeigen: [0012] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer axonometrischen Darstellung, [0013] Fig. 2 eine Draufsicht auf Fig. 1 und [0014] Fig. 3 eine seitliche Ansicht der Vorrichtung von Fig. 1 und 2.
[0015] Die Vorrichtung von Fig. 1 besteht aus einer Abrolleinrichtung 1, einer Aufrolleinrichtung 2 und einem dazwischen liegenden Benutzungsabschnitt 3. In der Abrolleinrichtung 1 ist eine erste Rolle 4 angeordnet, auf der eine unbenutzte Folie 5 aufgerollt ist. Ein Gehäuse 6 schließt die Abrolleinrichtung 1 nach außen hin ab. Zum Benutzungsabschnitt 3 hin besitzt das Gehäuse 6 eine Schürze 7, die an ihrer Unterseite einen Schlitz 8 aufweist, durch den die Folie 5 austritt. Der Schlitz 8 kann mit einer bürstenartigen Struktur versehen sein, um die Abrollbewegung zu bremsen. Im Bereich des Benutzungsabschnitts 3 bildet die Folie 5 einen begehbaren Bodenabschnitt 9, der durch Abrollen der Folie 5 stets erneuert werden kann. In der Aufrolleinrichtung 2 ist eine weitere, zweite Rolle 10 vorgesehen, auf der die als Bodenabschnitt 9 gebrauchte Folie 5 aufgerollt wird. Fest mit der weiteren Rolle 10 verbunden ist ein Zahnrad 11, auf das eine Sperrklinke 12 einwirkt, die an einem Fußhebel 13 angebracht ist. Bei einer Betätigung des Fußhebels 13 in Richtung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn wird das Zahnrad 11 mitgenommen, bei einer Rückstellbewegung, die durch eine nicht dargestellte Feder angetrieben wird, bleibt die weitere Rolle 10 in ihrer jeweiligen Stellung. Auf diese Weise kann durch mehrmalige Betätigung des Fußhebels 13 eine beliebige Länge der Folie 5 erneuert werden.
[0016] Falls es erwünscht ist, mit einer Betätigung des Fußhebels 13 ein größeres Stück Folie 5 zu erneuern, kann ein nicht dargestelltes Getriebe, beispielsweise ein Planetengetriebe vorgesehen sein, das die Schwenkbewegung des Fußhebels 13 in eine größere Drehbewegung der Rolle 10 übersetzt.
[0017] Analog zur Abrolleinrichtung 1 besitzt die Aufrolleinrichtung 2 ein Gehäuse 14, das die weitere Rolle 10 aufnimmt. Im Bodenabschnitt 9 verläuft die Folie 5 frei auf dem jeweiligen Untergrund 15, da die Abrolleinrichtung 1 und die Aufrolleinrichtung 2 getrennt voneinander ausgebildet sind, was eine einfache Anpassung an die jeweiligen Einbauverhältnisse erlaubt. Vorzugsweise sind dabei die Gehäuse 6 und 14 der Abrolleinrichtung 1 bzw. der Aufrolleinrichtung 2 an Seitenwänden 16 und 17 eine Umkleidekabine o. dgl. angebracht.
[0018] Die Erfindung ermöglicht es, in einfacher und unkomplizierter Weise einen hygienischen Bodenbelag beispielsweise in Umkleidekabinen zur Verfügung zu stellen. 2/6
Priority Applications (1)
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| AT511304A1 AT511304A1 (de) | 2012-10-15 |
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| AT511304A1 (de) | 2012-10-15 |
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