AT506722B1 - Ausbringgerät - Google Patents

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AT506722B1 AT0063108A AT6312008A AT506722B1 AT 506722 B1 AT506722 B1 AT 506722B1 AT 0063108 A AT0063108 A AT 0063108A AT 6312008 A AT6312008 A AT 6312008A AT 506722 B1 AT506722 B1 AT 506722B1
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Description

österreichisches Patentamt AT 506 722 B1 2011-01-15
Beschreibung
AUSBRINGGERÄT
[0001] Die Erfindung betrifft ein Ausbringgerät für Flüssigkeiten, wie flüssige Lösungen von Reizmitteln wie Oleoresin Capsicum, Fluchtmittel, wie eine Kombination aus (E)-2-Butenyl-mercaptan (C4H7SH), 3-Methylbutanthiol und den entsprechenden S-Acetyl-Verbindungen, Markierstoffe, wie Farben und fluoreszierende Pigmente, Kombinationen der Vorgenannten und Löschmittel zur Brand- und Brandfrühbekämpfung, wie 1, 1, 1, 2, 2, 4, 5, 5, 5-Nonafluor-4-(trifluormethyl)-3-pentanon, bekannt als Novec™ 1230 von 3M™, insbesondere in technischen Einrichtungen, wie z.B. Schaltschränken, mit einem an eine Flüssigkeitsquelle angeschlossenen Ventil, das in ein antreibbares Zerstäuberrad mit Ausbringöffnungen mündet, wobei die Flüssigkeitsquelle über einen Flüssigkeitskanal im Ventil mit dem Zerstäuberrad verbunden ist und das Ventil einen Lufteintrittskanal aufweist, der gegenüber dem Flüssigkeitskanal abgedichtet ist. Ferner kann das Ausbringgerät noch eine Steuereinrichtung zur Freisetzung der Flüssigkeit enthalten.
[0002] Ausbringgeräte mit Zerstäuberrädern sind z.B. aus der WO 2000/53333 A1, US 3 749 315 A und der US 2 724 614 A bekannt, wobei insbesondere die WO 2000/53333 A1 ein Ausbringgerät der eingangs genannten Art beschreibt.
[0003] Um eine bestimmte Konzentration an Flüssigkeit in einem entsprechenden Zeitraum aufzubauen, werden derzeit Düsen verschiedenster Bauart verwendet, denen die Flüssigkeit mittels eines unter Druck stehenden Rohrleistungssystems zugeführt wird. Unvorteilhafterweise steigt bei dieser Methode die Partikelgröße des Flüssigkeitsnebels und die Ausbringzeit der Flüssigkeit mit fallendem Systemdruck. Zum Erreichen des notwendigen Drucks kommen derzeit einerseits verschiedene Treibmittel wie C02, Argon, N2 etc. zum Einsatz, die in entsprechender Menge und unter entsprechendem Druck in Druckbehältern gelagert sein müssen, andererseits Druckerhöhungspumpen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Ausbringgerät zu schaffen, mit dem möglichst ohne Verwendung von Treibmitteln oder Druckerhöhungspumpen Flüssigkeit ausgebracht und unter rascher Verdampfung mit geringsten Tropfenflugwegen zerstäubt werden kann und mit der rasch die erforderliche Konzentration an Flüssigkeit aufgebaut werden kann. Dabei soll das Ausbringgerät bei zuverlässiger Dichtheit möglichst einfach zu betätigen sein, um Störungen des Geräts zu vermeiden.
[0005] Die Aufgabe wird durch ein Ausbringgerät der eingangs genannten Art gelöst, bei dem das Ventil ein Schieberventil mit einem Ventilkolben und einem Ventilkörper ist, das im geschlossenen Zustand den Flüssigkeitskanal und den Lufteintrittskanal verschließt und im geöffneten Zustand den Flüssigkeitskanal mit dem Zerstäuberrad verbindet und den Lufteintrittskanal mit der Atmosphäre verbindet.
[0006] Durch die Drehung des Zerstäuberrades wird die Flüssigkeit weggeschleudert und es wird ein Unterdrück erzeugt, der die Flüssigkeit von der Flüssigkeitsquelle, z.B. aus einem Bevorratungsbehälter, saugt.
[0007] Durch den Lufteintrittskanal kann Luft zur Flüssigkeitsquelle nachströmen und ein Druckausgleich wird ermöglicht. Durch die Verwendung des Zerstäuberrades wird die Flüssigkeit durch Zentrifugalkraft beschleunigt und mit hoher Geschwindigkeit in die Umgebungsatmosphäre eingebracht. Dadurch erfolgt eine rasche, gleichförmige Erhöhung der Flüssigkeitskonzentration in der Umgebungsatmosphäre.
[0008] Das Schieberventil kann bei hoher Dichtheit einfach mechanisch, elektrisch, elektromechanisch, pneumatisch, hydraulisch oder pyrotechnisch betätigt werden.
[0009] Um eine bessere Zerstäubung und eine bessere Durchmischung von Flüssigkeit und Luft zu erreichen, ist vorteilhafter Weise um den Umfang des Zerstäuberrades eine Prallfläche vorgesehen, die vorzugsweise gegenüber der Drehachse des Zerstäuberrades geneigt ist. 1/13 österreichisches Patentamt AT 506 722 B1 2011-01-15 [0010] Im Zerstäuberrad kann ein Auflaufelement vorgesehen sein, das mit einer Auflauffläche am Ventilkolben zusammenwirkt, um diesen bei Drehung des Zerstäuberrades zu verschieben. So kann durch die Drehung des Zerstäuberrades nicht nur die Flüssigkeit ausgebracht und der erforderlich Unterdrück erzeugt werden, sondern auch das Ventil geöffnet werden.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Zerstäuberrad ein Auslöseelement mit Klauenfunktion, das mit einer Freistellung am Ventilkolben zusammenwirkt, um diesen bei Drehung des Zerstäuberrades durch Federkraft zu verschieben. So kann durch die Drehung des Zerstäuberrades nicht nur die Flüssigkeit ausgebracht und der erforderliche Unterdrück erzeugt werden, sondern auch das Ventil geöffnet werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Ausbringgerät einen Elektromotor zur Drehung des Zerstäuberrades.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Ausbringgerät eine Flüssigkeitsfüllstandsüberwachungseinrichtung.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform kommt als Flüssigkeit das Löschmittel Novec™ 1230 von 3M™ zum Einsatz.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform können als Flüssigkeit eine flüssige Lösung von Reizmitteln wie Oleoresin Capsicum, Fluchtmittel wie eine Kombination aus (E)-2-Butenyl-mercaptan (C4H7SH), 3-Methylbutanthiol und den entsprechenden S-Acetyl-Verbindungen, Markierstoffe wie Farben und fluoreszierende Pigmente oder eine Kombination der Vorgenannten zum Einsatz kommen.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben und erläutert. Es stellen dar: [0017] Fig. 1: Ein erfindungsgemäßes Ausbringgerät mit einer Flüssigkeitsfüllstandsüberwa chung, einem Bevorratungsbehälter für die Flüssigkeit in gefülltem Zustand mit geschlossenem Ventil in Vertikalschnittdarstellung, [0018] Fig. 2: das Ausbringgerät aus Fig. 1 mit geöffnetem Ventil und entleerten Bevorratungs behälter, [0019] Fig. 3: ein vergrößertes Detail aus Fig. 1 im Bereich des Ventils, [0020] Fig. 4: ein vergrößertes Detail aus Fig. 2 im Bereich des Ventils.
[0021] Fig. 5: Ein erfindungsgemäßes Ausbringgerät mit einer Flüssigkeitsfüllstandsüberwa chung, einem Bevorratungsbehälter für die Flüssigkeit in gefülltem Zustand mit geschlossenem Ventil in Vertikalschnittdarstellung, [0022] Fig. 6: das Ausbringgerät aus Fig. 5 mit geöffnetem Ventil und entleertem Bevorra tungsbehälter, [0023] Fig. 7: ein vergrößertes Detail aus Fig. 5 im Bereich des Ventils, [0024] Fig. 8: ein vergrößertes Detail aus Fig. 6 im Bereich des Ventils.
[0025] Im in Fig. 1 bis Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Bevorratungsbehälter 1 die Form einer Flasche, die eine Flüssigkeitsaustrittsöffnung 2 und ein von derselben getrenntes Lufteintrittsrohr 3 aufweist. Die Flüssigkeitsaustrittsöffnung 2 und das Lufteintrittsrohr 3 münden in getrennte Bohrungen 4, 5 im Ventilgehäuse 6, das auf den Flaschenhals aufgeschraubt ist. In das Ventilgehäuse 6 ist eine Ventilhülse 7 eingesetzt, die an ihrem tankseitigen Ende gegenüber dem Ventilgehäuse 6 abgedichtet ist und an ihrem dem Bevorratungsbehälter 1 abgewandten Ende in ein Zerstäuberrad 8 mündet. In der Ventilhülse 7 ist verschiebbar ein Ventilkolben 9 angeordnet, der eine zentrale Bohrung 10 aufweist, in die ein die Bohrung 4 für Flüssigkeit im Ventilgehäuse 6 verlängerndes Flüssigkeitsrohr 11 ragt. Die Achse 12 des Zerstäuberrades 8 wird von einem Elektromotor 13 angetrieben. Um den Umfang des Zerstäuberrades 8 ist eine Prallfläche 14 vorgesehen, die gegenüber der Längsachse des Ventils geneigt ist. Weiters ist zur Flüssigkeitsfüllstandsüberwachung am Ventilgehäuse 6 ein Füllstandsüber- 2/13 österreichisches Patentamt AT 506 722 B1 2011-01-15 wachungsrohr 32 dicht befestigt, das am oberen, dem Ventilgehäuse 6 abgewandten Ende, einen oberen und einen unteren Schwimmeranschlag 30, 31 aufweist. Im Inneren des Füllstandsüberwachungsrohrs 32 ist ein Reedkontakt 33 angebracht, der beim Absinken des koaxialen Schwimmers 28 mit dem Magnet 34 schaltet. In Fig. 1 ist das Flüssigkeitsniveau 29 über der Flüssigkeitsfüllstandsüberwachungseinrichtung dargestellt, Fig. 2 stellt einen entleerten Bevorratungsbehälter dar.
[0026] Im geöffneten Zustand des Ventils (siehe Fig. 4) tritt die Flüssigkeit vom Bevorratungsbehälter 1 durch die Flüssigkeitsaustrittsöffnung 2 in die Bohrung 4 im Ventilgehäuse 6 und durch das Flüssigkeitsrohr 11 in die zentrale Bohrung 10 des Ventilkolbens 9. Von der zentralen Bohrung 10 gelangt es durch radiale Bohrungen 15 in den Raum 16 zwischen dem Ventilkolben 9 und der Ventilhülse 7, der im geöffneten Zustand des Ventils mit einem Innenraum des Zerstäuberrades 8 kommuniziert. Der beschriebene Weg der Flüssigkeit, der durch die Pfeillinie 26 in Fig. 4 dargestellt ist, bildet den Flüssigkeitskanal des Ventils. Gleichzeitig tritt Luft durch eine Luftöffnung 17 im Ventilgehäuse 6 und einen Durchbruch 18 in der Ventilhülse 7 in einen Raum 19 zwischen der Ventilhülse 7 und dem Ventilkolben 9, welcher im geöffneten Zustand des Ventils mit der Bohrung 5 für Luft im Ventilgehäuse 6 und damit mit dem Lufteintrittsrohr 3 und dem Inneren des Bevorratungsbehälters 1 kommuniziert. Der beschriebene Weg der Luft, der durch die Pfeillinie 27 in Fig. 4 dargestellt ist, bildet den Lufteintrittskanal. Der Flüssigkeitskanal und der Lufteinrittskanal sind durch den O-Ring 21 von einander getrennt, so dass im Einsatzfall die Flüssigkeit aus dem Bevorratungsbehälter entnommen werden kann und gleichzeitig der Bevorratungsbehälter belüftet werden kann, damit während des Ausbringens der Flüssigkeit die Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit annähernd konstant gehalten werden kann.
[0027] Im geschlossenen Zustand des Ventils (siehe Fig. 3) ist der Raum 16 zwischen dem Ventilkolben 9 und der Ventilhülse 7 durch die O-Ringe 20 und 21 geschlossen und kommuniziert nur mit den radialen Bohrungen 15, so dass keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitskanal in den Innenraum des Zerstäuberrades 8 gelangen kann. Gleichzeitig ist der Raum 19 zwischen dem Ventilkolben 9 und der Ventilhülse 7 durch die O-Ringe 21 und 22 geschlossen und kommuniziert nur mit dem Durchbruch 18 in der Ventilhülse 7, so dass keine Luft durch den Lufteintrittskanal in das Lufteintrittsrohr 3 und damit in den Bevorratungsbehälter 1 gelangen kann. Die Position des Ventilkolbens 9 gegenüber der Ventilhülse 7 sichert einen dauerhaft dichten Verschluss des Bevorratungsbehälters 1.
[0028] Im dargestellten erfindungsgemäßen Ausbringgerät kann das als Schieberventil ausgebildete Ventil durch den Elektromotor 13 von seiner geschlossenen Position (Fig. 3) in seine geöffnete Position (Fig. 4) verschoben werden. Im Falle eines Brandes versetzt der Elektromotor 13, z.B. angesteuert von einer Steuereinheit, die von einer Branderkennungseinrichtung ein Signal erhalten hat, das Zerstäuberrad 8 in Rotation. Im Innenraum des Zerstäuberrades ist ein radialer Stift 23 vorgesehen, der als Auflaufelement für eine Auflauffläche 24 am Ventilkolben 9 dient. Die Auflauffläche 24 des Ventilkolbens 9 läuft bei der Drehung des Zerstäuberrades 8 am Stift 23 und der Ventilkolben 9 wird in Richtung des Bevorratungsbehälter 1 gegenüber der Ventilhülse 7 verschoben bis er sich in der geöffneten Position (Fig. 4) befindet, in der die am Umfang des Ventilkolbens 9 liegenden O-Ringe 20 und 22 keinen Kontakt mehr mit der Ventilhülse 7 haben und in der daher der Flüssigkeitskanal 26 und der Lufteintrittstoffkanal 27 durchgängig sind. Die Flüssigkeit kann daher vom Raum 16 in den Innenraum des Zerstäuberrades 8 und von dort durch die Ausbringöffnungen 25 radial nach außen strömen. Die durch die Drehung des Zerstäubungsrades 8 erzeugte Zentrifugalkraft lässt einen Unterdrück entstehen und saugt Flüssigkeit aus dem Bevorratungsbehälter 1. Die aus den Ausbringöffnungen 25 austretende Flüssigkeit wird durch den Aufprall auf die Prallfläche 14 weiter zerstäubt. Gleichzeitig kann Luft durch den Lufteintrittskanal in den Bevorratungsbehälter 1 nachströmen.
[0029] Im in Fig. 5 bis Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Bevorratungsbehälter 35 die Form eines hohlen Quaders, der mittels Deckel 36 und O-Ring 37 abgedichtet ist. Die Flüssigkeitsfüllstandsüberwachung wird durch einen handelsüblichen Niveausensor 68 realisiert. In Fig. 5 befindet sich das Flüssigkeitsniveau über dem Niveausensor 68, in Fig. 6 unterhalb. Weiters weist der Bevorratungsbehälter eine Flüssigkeitsaustrittsöffnung 38 und ein von dersel- 3/13 österreichisches Patentamt AT 506 722 B1 2011-01-15 ben getrenntes Lufteintrittsrohr 39 auf. Die Flüssigkeitsaustrittsöffnung 38 mündet in eine zentrale Bohrung 40 des Ventilkolbens 41, das Lufteintrittsrohr 39 mündet in einen Hohlraum 42 zwischen Ventilgehäuse 43 und einem Topf 44. Das Ventilgehäuse 43 ist mit dem Bevorratungsbehälter 35 dicht verschraubt, durch einen O-Ring 45 abgedichtet und mündet an dem dem Bevorratungsbehälter 35 abgewandten Ende in ein Zerstäuberrad 46. Im Ventilgehäuse 43 ist verschiebbar ein Ventilkolben 41 angeordnet, der eine zentrale Bohrung 40 aufweist, in die ein die Flüssigkeitsaustrittsöffnung 38 verlängerndes Flüssigkeitsrohr 47 ragt. Die Achse 48 des Zerstäuberrades 46 wird von einem Elektromotor 49 angetrieben. Um den Umfang des Zerstäuberrades 46 ist eine Prallfläche 50 vorgesehen, die gegenüber der Längsachse des Ventils geneigt ist.
[0030] In geöffneten Zustand des Ventils (siehe Fig. 8) tritt die Flüssigkeit vom Bevorratungsbehälter 35 durch die Flüssigkeitsaustrittsöffnung 38 und durch das Flüssigkeitsrohr 47 in die zentrale Bohrung 40 des Ventilkolbens 41. Von der zentralen Bohrung 40 gelangt es durch radiale Bohrungen 51 in den Raum 52 zwischen dem Ventilkolben 41 und dem Ventilgehäuse 43, der im geöffneten Zustand des Ventils mit dem Innenraum 53 des Zerstäuberrades 46 kommuniziert. Der beschriebene Weg der Flüssigkeit, der durch die Pfeillinie 54 in Fig. 8 dargestellt ist, bildet den Flüssigkeitskanal des Ventils. Gleichzeitig tritt Luft durch eine Luftöffnung 55 im Ventilgehäuse 43 in einen Raum 56 zwischen dem Ventilgehäuse 43 und dem Ventilkolben 41, welcher im geöffneten Zustand des Ventils mit einem Hohlraum 42 zwischen Ventilgehäuse 43 und dem Topf 44 und der Lufteintrittsbohrung 57 und damit mit dem Lufteintrittsrohr 39 und dem Inneren des Bevorratungsbehälters 35 kommuniziert. Der beschriebene Weg der Luft, der durch die Pfeillinie 58 in Fig. 8 dargestellt ist, bildet den Lufteintrittskanal. Der Flüssigkeitskanal und der Lufteinrittskanal sind durch den O-Ring 69 von einander getrennt, so dass im Einsatzfall die Flüssigkeit aus dem Bevorratungsbehälter entnommen werden kann und gleichzeitig der Bevorratungsbehälter belüftet werden kann, damit während des Ausbringens der Flüssigkeit die Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit annähernd konstant gehalten werden kann.
[0031] Im geschlossenen Zustand des Ventils (siehe Fig. 7) ist der Raum 52 zwischen dem Ventilkolben 41 und dem Ventilgehäuse 43 durch die O-Ringe 69 und 59 geschlossen und kommuniziert nur mit den radialen Bohrungen 51, so dass keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitskanal Fig. 8 in den Innenraum 53 des Zerstäuberrades 46 gelangen kann. Gleichzeitig ist der Raum 56 zwischen dem Ventilkolben 41 und dem Ventilgehäuse 43 durch die O-Ringe 69 und 60 geschlossen und kommuniziert nur mit den Luftöffnungen 55 im Ventilgehäuse 43, so dass keine Luft durch den Lufteintrittskanal Fig. 8 in das Lufteintrittsrohr 39 und damit in den Bevorratungsbehälter 35 gelangen kann. Die Position des Ventilkolbens 41 gegenüber dem Ventilgehäuses 43 sichert einen dauerhaft dichten Verschluss des Bevorratungsbehälters 35.
[0032] In dem dargestellten erfindungsgemäßen Ausbringgerät kann der Ventilkolben 41 in dem als Schieberventil ausgebildete Ventil durch den Elektromotor 49 von seiner geschlossenen Position (Fig. 5 und Fig. 7) in seine geöffnete Position (Fig. 6 und Fig. 8) verschoben werden. In Ruheposition (Fig. 7) ist der Ventilkolben 41 durch eine Feder 61 vorgespannt, die sich einerseits am Ventilgehäuse 43 abstützt und andererseits den Ventilkolben 41 über dessen Klauen 62 auf die dazu überlappend orientierten Klauen 63 des Zerstäuberrades 46 presst. Im Einsatzfall versetzt der Elektromotor 49, z.B. angesteuert von einer Steuereinheit, das Zerstäuberrad 46 in Rotation. Sobald sich die Klauen 62 des Ventilkolbens 41 nicht mehr an den Klauen 63 des Zerstäuberrades 46 abstützen, wird der Ventilkolbens 41 durch die Feder 61 in Richtung des Elektromotors 49 gegenüber dem Ventilgehäuse 43 verschoben bis dessen Schulter 64 an der Haltefläche 65 der Stützscheibe 66 anliegt und sich somit in geöffneter Position befindet (Fig. 8), in der die am Umfang des Ventilkolbens 41 liegenden O-Ringe 59 und 60 keinen Kontakt mehr mit dem Ventilgehäuse 43 haben und in der daher der Flüssigkeitskanal und der Lufteintrittskanal durchgängig sind. Die Flüssigkeit kann daher vom Raum 52 in den Innenraum des Zerstäuberrades 46 und von dort durch die Ausbringöffnungen 67 radial nach außen strömen. Die durch die Drehung des Zerstäubungsrades 46 erzeugte Zentrifugalkraft lässt einen Unterdrück entstehen und saugt Flüssigkeit aus dem Bevorratungsbehälter 35. Die aus den Ausbringöffnungen 67 austretende Flüssigkeit wird durch den Aufprall auf die Prallfläche 50 4/13

Claims (5)

  1. österreichisches Patentamt AT 506 722 B1 2011-01-15 weiter zerstäubt. Gleichzeitig kann Luft durch den Lufteintrittskanal in den Bevorratungsbehälter 35 nachströmen. Patentansprüche 1. Ausbringgerät für Flüssigkeiten, wie flüssige Lösungen von Reizmittel, wie Oleoresin Capsicum, Fluchtmittel, wie eine Kombination aus (E)-2-Butenylmercaptan (C4H7SH), 3-Methylbutanthiol und den entsprechenden S-Acetyl-Verbindungen, Markierstoffe, wie Farben und fluoreszierende Pigmente, Kombinationen der Vorgenannten und Löschmittel zur Brand- und Brandfrühbekämpfung, wie 1, 1, 1, 2, 2, 4, 5, 5, 5-Nonafluor-4-(trifluormethyl)-3- pentanon, insbesondere in technischen Einrichtungen, wie z.B. Schaltschränken, mit einem an eine Flüssigkeitsquelle (1; 35, 36, 37) angeschlossenen Ventil (6, 7, 9; 43, 41), das in ein antreibbares Zerstäuberrad (8; 46) mit Ausbringöffnungen (25; 67) mündet, wobei die Flüssigkeitsquelle (1; 35, 36, 37) übereinen Flüssigkeitskanal (2, 4, 11, 10, 15, 16; 38, 40, 51, 52, 53, 67) im Ventil (6, 7, 9; 43, 41) mit dem Zerstäuberrad (8; 46) verbunden ist und das Ventil (6, 7, 9; 43, 41) einen Lufteintrittskanal (17, 18, 19, 5, 3; 55, 56, 42, 57, 39) aufweist, der gegenüber dem Flüssigkeitskanal (2, 4, 11, 10, 15, 16; 38, 40, 51, 52, 53, 67) abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (6, 7, 9; 43, 41) ein Schieberventil mit einem Ventilkolben und einem Ventilkörper (6, 7; 43, 41) ist, das im geschlossenen Zustand den Flüssigkeitskanal (2, 4, 11, 10, 15, 16; 38, 40, 51, 52, 53, 67) und den Lufteintrittskanal (17, 18, 19, 5, 3; 55, 56, 42, 57, 39) verschließt und im geöffneten Zustand den Flüssigkeitskanal (2, 4, 11, 10, 15, 16; 38, 40, 51, 52, 53, 67) mit dem Zerstäuberrad (8; 46) verbindet und den Lufteintrittskanal (17, 18, 19, 5, 3; 55, 56, 42, 57, 39) mit der Atmosphäre verbindet.
  2. 2. Ausbringgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausbringgerät einen Elektromotor (13; 49) zur Drehung des Zerstäuberrades (8; 46) enthält.
  3. 3. Ausbringgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass um den Umfang des Zerstäuberrades (8; 46) eine Prallfläche (14; 50) vorgesehen ist, die vorzugsweise gegenüber der Drehachse (12; 48) des Zerstäuberrades (8; 46) geneigt ist.
  4. 4. Ausbringgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zerstäuberrad (8) ein Auflaufelement (23) vorgesehen ist, das mit einer Auflauffläche (24) am Ventilkolben (9) zusammenwirkt um diesen bei Drehung des Zerstäuberrades (8) zu verschieben.
  5. 5. Ausbringgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zerstäuberrad (46) Klauen (63) vorgesehen sind, die mit Klauen (62) am Ventilkolben (41) Zusammenwirken um diesen bei Drehung des Zerstäuberrades (46) durch die Kraft einer Feder (61) zu verschieben. Hierzu 8 Blatt Zeichnungen 5/13
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