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Zerlegbares Geschütz mit gleitendem Rohr.
Bei Geschützen, die zum Transport in einzelne Teile zerlegt werden, dürfen diese eine bestimmte Länge und ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten. Besonders gilt diese Forderung für Gebirgsgeschütze, deren Teile so bemessen sein müssen, dass sie die Lasttiere nicht behindern und von ihnen längere Zeit getragen werden können.
Man hat Geschütze mit gleitendem Rohr derart hergestellt, dass das Geschützrohr, der Schlitten, der das Rohr trägt, und die Gleitbahn oder Wiege, auf der der Schlitten gleitet, aus je einem Teile bestehen und voneinander getrennt werden können. Ferner ist auch schon das Geschützrohr s'') bst in mehrere Teile zerlegt worden.
Der Erfindung gemäss ist der Rohrlauf von dem Hodenstück getrennt und dieses mit dem Schlitten zu einem besonderen Teil vereinigt, lliedurch wird eine annähernd gleiche Lange der beiden Teile und eine bessere Vertnilung der Traglasten erzielt.
DerRohrlaufmussmitdemBodenstücksicherverbundenwerdenkönnen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise in zwei verschiedenen Ausführungsformen veranschaulicht. In der Zeichnung sind in beiden dargestellten Fällen die gleichen Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Nach Fig. l bis 4 bildet das Bodenstück II nut dem Schlitten ein Ganzes, mit dem der Rohrlauf e vereinigt und von dem er auch getrennt werden kann. Der Schlitten kann auf der Wiege d gleiten. Eine geeignete Befestigung zwischen dem Rohr und dem Bodenstuck wird durch einen Bajonettverschluss erzielt.
Iliezu sind an dem hintersten Laufende eine Anzahl gleichlaufender Kämme e auf t'me ; n Teil des Rohrumfanges angeordnet, die sich im ge/eichneten Beispiel über je ein
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den beiden mit den Kammvorsprüngen besetzten Vierteln sich zwei glatte Zylinderflächen befinden. Das Bodenstück ist dementsprechend mit einer Bohrung versehen, die die Gegenkämme und zwischen ihnen Ausnehmungen enthält, die das Einschieben des Rohrendes gestatten. Die feste Verbindung des Rohres mit dem Boenstück erfolgt dann durch eine Drehung des Rohres um dessen Achse um den Winkel αaus der in Fig. 3 strichpunktiert in die ausgezogen gezichnete Lage. Ein am Rohrende vorgesehener Griff f dient gleichzeitig als Anschlag zur Begrenzung der Drehbewegung.
Die Befestigung des vorderen Rohrendes auf dem Schlitten vermittelt beispielsweise das Klauchpaar g. Die einander übergreifenden Klauen sind nach einem Kreisbogen gekrümmt, dessen Mittelpunkt in der Rohrachse liegt. Das Rohr wird mit seinem hinteren Ende ill das Bodenstück eingeschoben, dann um seine Längsachse gedreht und dadurch
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zu drehen sucht, kann dadurch unschadlich gemacht werden, dass man das Rohr in dieser R'chtuxg 111 das Bodenstück eindreh. dot Griff f verhindert danu eine weitere Verdrehung des Rohres. Zur Sicherung gegen seine Bewegung nach der entgegengesetzten Richtung kann ein durch die Klauen gesteckter Bolzen h dienen.
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Bei der in Fig. 5 bis 8 dargestellten Kammverschluss-Verbindung zwischen Rohrlauf und BodenstücK erstrecken sich die Kämme i über den ganzen mit dem Bodenstück in Berührung kommenden Umfang des Rohres. Das andere Rohrende wie auch der Schlitten weisen wiederum zur Befestigung miteinander je ein Klauenpaar auf. Die Verbindung
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eine Schwen. bewegung um eine zu dieser senkrechten Achse, wie es in Fig. 6 durch die strichpunktiert und die ausgezogen gezeichnete Lage des Rohres veranschaulicht ist.
Um die Schwenkbewegung leicht vornehmen zu können, kann das Rohr ungefähr in der Mitte mit einem Drehzapfen k ausgestattet sein, für den an dem Schlitten ein entsprechendes Lager vorgesehen ist, Die zur Anlage kommenden Flächen. der Klauen, Kämme und Aussparungen im Bodenstück sind nach Kreisbögen gekrümmt, deren Mittelpunkt auf der erwähnten, im gezeichneten Beispiel mit der Achse des Drehzapfens k zusammenfallenden Schwenkuchse liegen.
Durch einen durch'das Bodenstück und das Rohrende gehenden Bolzen l wird die Verbindung gesichert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zerlegbares Geschütz mit gleitendem Rohr, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohrlauf für sich einen besonderen Teil bildet und das Bodenstück mit dem auf der Wiege gleitenden Schlitten zu einem zweiten Teil vereinigt ist.