Die Erfindung bezieht sich auf eine Verlegehilfe für einen Fussbodenbelag mit wenigstens einem Abstandhalter zur Ausbildung einer Anschlussfuge zwischen einer von einem Unterboden aufragenden Wand und der der Wand zugekehrten Stirnseite des auf dem Unterboden zu verlegenden Fussbodenbelages, wobei der Abstandhalter als wellenförmig gekrümmte, hochkant auf dem Unterboden aufliegende Blattfeder ausgebildet ist.
Um bei Fussböden Wärmedehnungen des Bodenbelages zu berücksichtigen, werden zwischen dem vorzugsweise schwimmend auf einem Unterboden verlegten Bodenbelag und den die Bodenfläche begrenzenden, vom Unterboden aufragenden Wänden Anschlussfugen frei gelassen, die nach dem Verlegen des Fussbodenbelages beispielsweise durch Sockelleisten abgedeckt werden.
Zur Einhaltung einer vorgegebenen Fugenbreite kommen Verlegehilfen zum Einsatz, die als gegebenenfalls hinsichtlich der Abstandsweite einstellbare Abstandhalter ausgebildet sind (DE 295 14 833 U1) und nach dem Verlegen des Fussbodenbelages wieder entfernt werden müssen, um im Bereich der Anschlussfuge Raum für einen Dehnungsausgleich zu schaffen.
Zur Vermeidung des mit dem Entfernen der Verlegehilfen verbundenen Aufwandes wurde bereits vorgeschlagen (GB 376 352 A), wellenförmige Blattfedern als Abstandhalter einzusetzen, die hochkant auf den Unterboden aufgelegt werden und sich im Bereich des sich zwischen den beiden Federenden ergebenden Wellenberges an der vom Unterboden aufragenden Wand und mit ihren Enden an der der Wand zugekehrten Stirnseite des Fussbodenbelages abstützen.
Nachteilig ist allerdings, dass diese Blattfedern eine im wesentlichen lineare Federkennlinie aufweisen, die zwar einen vorteilhaften Dehnungsausgleich ermöglicht, jedoch die Abstandhalterfunktion beeinträchtigt, weil bei einer unvermeidbaren Belastung der Blattfedern im Zuge der Verlegung des Fussbodenbelages deren Einfederung unter Umständen in einem Ausmass zu erwarten ist, das ein Einhalten einer Sollfugenbreite ohne Nachjustierung des bereits verlegten Belagabschnittes unmöglich macht, insbesondere wenn die Federkräfte aus wirtschaftlichen Gründen beschränkt bleiben sollen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Verlegehilfe für einen Fussbodenbelag der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass die Blattfeder die Abstandsfunktion zufriedenstellend erfüllen kann,
ohne den wirtschaftlichen Aufwand in einem ins Gewicht fallenden Ausmass vergrössern zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Blattfeder wenigstens eine Auswölbung aus der Blattfederfläche mit einer in Längsrichtung der Blattfeder verlaufenden Wölbungsachse, sich zumindest über einen Längenabschnitt erstreckende Aufkantungen der Längsränder und/oder wenigstens eine Ausnehmung aufweist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch ein bereichsweises Versteifen oder Schwächen einer wellenförmig gekrümmten Blattfeder deren Federcharakteristik in vorteilhafter Weise an die beim Einsatz solcher Blattfedern als Verlegehilfen gestellten Anforderungen angepasst werden kann.
Versteifungen in Form von Auswölbungen mit einer in Richtung der Längsachse verlaufenden Wölbungsachse erlauben den wirtschaftlichen Einsatz von vergleichsweise dünnen Blattfedern, ohne eine Beeinträchtigung hinsichtlich der Wirkung als Abstandhalter befürchten zu müssen. Eine andere Möglichkeit der Versteifung ergibt sich, wenn die Längsränder der Blattfedern über einen Längenabschnitt aufgekantet werden, was die Biegesteifigkeit der Blattfedern im Bereich der aufgekanteten Längsrandabschnitte entsprechend vergrössert.
In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass eine begrenzte Vorspannung der Blattfedern in ihrer Abstandhalterfunktion durchaus vorteilhaft im Hinblick auf eine sichere Abstützung sowohl an der Wand als auch am Fussbodenbelag sein kann, was durch die mit der bereichsweisen Versteifung einhergehende progressive Federcharakteristik ermöglicht wird.
Analog zu einer be reichsweisen Versteifung beeinflusst auch eine bereichsweise Schwächung der Blattfedern deren Federcharakteristik, so dass auch durch das Vorsehen entsprechender Ausnehmungen Blattfedern an die für Verlegehilfen zu stellenden Anforderungen angepasst werden können, allerdings ausgehend von biegesteiferen Blattfedern.
Obwohl sich die Auswölbung zur Versteifung der Blattfeder über die gesamte Breite der Blattfeder erstrecken kann, ergeben sich besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse, wenn die Auswölbung aus einer Profilprägung der Blattfeder zwischen einander gegenüberliegenden Längsrandstreifen besteht,
weil in diesem Fall die Federcharakteristik zusätzlich durch die Profilform und die damit verbundene Kaltverfestigung beim Prägevorgang beeinflusst werden kann.
Wird die Blattfeder mit zwei gegen ihre Enden hin offenen Längsschlitzen als Ausnehmungen versehen, so kann die Blattfeder in einfacher Art im Bereich ihrer sich beispielsweise an die Wand anlegenden Enden biegeweicher ausgebildet werden, um eine sichere Abstützung mit einer ausreichenden Abstützf lache zu erreichen.
Da im allgemeinen eine Vielzahl von Blattfedern als Verlegehilfen zum Einsatz kommt, ist eine vorteilhafte Verkaufseinheit anzustreben, die die einzelnen Blattfedern in einer einsatzgerechten Art dem Benutzer anbietet.
Zu diesem Zweck können mehrere Blattfedern über Sollbruchstellen miteinander und/oder mit einem Träger einstückig verbunden werden und eine Verkaufseinheit bilden, von der die Blattfedern nach Bedarf einzeln abgetrennt werden können. Die Träger und die Blattfedern werden in der Regel aus einem gemeinsamen Federblech hergestellt werden. Die mit seitlichem Abstand voneinander angeordneten Blattfedern können dabei stirnseitig mit dem Träger verbunden sein, wobei es möglich ist, je zwei stirnseitig über eine Sollbruchstelle miteinander verbundene Blattfedern an einem gemeinsamen Träger vorzusehen. Bei einer Konstruktionsvariante können die Blattfedern aber auch miteinander und mit dem Träger an ihren Längsrändern über Abstandhalter als Sollbruchstellen in Verbindung stehen. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Verlegehilfe für einen Fussbodenbelag in einer aufgerissenen, vereinfachten Draufsicht, Fig. 2 diese Verlegehilfe in einem Schnitt nach der Linie II - II der Fig. 1 , Fig. 3 eine Ausführungsvariante einer erfindungsgemässen Blattfeder in einer Seitenansicht, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine weitere Ausführungsvariante einer Blattfeder nach der Erfindung in einer
Draufsicht und die Fig. 6 und 7 mehrere zu einer Verkaufseinheit zusammengefasste Verlegehilfen in einer Draufsicht in zwei unterschiedlichen Ausführungsformen in einem kleineren Massstab.
Zum Verlegen eines in den Fig.
1 und 2 strichpunktiert angedeuteten Fussbodenbelages 1 auf einem Unterboden 2 wird im allgemeinen von einer die Fussbodenfläche begrenzenden, vom Unterboden 2 aufragenden Wand 3 ausgegangen, entlang der zunächst eine Reihe von Belagteilen 4 unter Freihaltung einer Anschlussfuge 5 verlegt wird, bevor an diese Belagteilreihe weitere Belagteile 4 reihenweise angesetzt werden. Um einen vorgegebenen Abstand zwischen der Wand 3 und dem Fussbodenbelag 1 und damit eine entsprechende Breite der Anschlussfuge 5 sicherzustellen, werden Abstandhalter in Form von wellenförmig gekrümmten Blattfedern 6 eingesetzt, die vor dem Verlegen der wandseitigen Belagteile 4 im Anschluss an die Wand 3 auf dem Unterboden 2 aufgelegt werden und einen Verlegeanschlag für die Belagteile 4 bilden.
Diese Blattfedern 6 werden hochkant auf dem Unterboden 2 aufgelegt und liegen im Bereich ihrer beiden Enden 7 an der Wand 3 sowie mit dem sich zwischen diesen Enden 7 ergebenden Wellenberg 8 an der Stirnseite der Belagteile 4 an, wie dies insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann.
Damit die Blattfedern 6 einen für einen Verlegeanschlag ausreichend grossen Verformungswiderstand und zugleich eine an die von den Belagteilen 4 auf die Wand 3 abzutragenden Kräfte vorteilhafte Federcharakteristik aufweisen, ohne den Deh nungsausgleich für den Fussbodenbelag 1 zu beeinträchtigen, sind die Blattfedern 6 gemäss den Fig. 1 und 2 mit einer Auswölbung 9 versehen, die eine sich in Längsrichtung der Blattfedern 6 erstreckende Wölbungsachse besitzt.
Da sich diese Auswölbung 9 symmetrisch zur Längsmitte der Blattfeder 6 im wesentlichen über die Länge des Wellenberges 8 erstreckt, und zwar zwischen zwei einander gegenüberliegenden Längsrandstreifen 10 der Blattfeder 6, ergibt sich eine Versteifung der Blattfeder 6 und damit ein Biegeverhalten, das durch ein vergleichsweise weiches Anlegen der Enden 7 an die Wand 3 mit einer anschliessenden progressiven Erhöhung der Biegesteifigkeit zur Lastabtragung gekennzeichnet ist, so dass den an solche Verlegehilfen zu stellenden Anforderungen vorteilhaft entsprochen wird.
Zwischen dem schwimmend verlegten Fussbodenbelag 1 und der Wand 3 soll ja für einen guten Dehnungsausgleich eine möglichst gleichmässige, umlaufende Anschlussfuge 5 sichergestellt werden, was für eine damit verbundene Zentrierwirkung der Blattfedern 6 auf den Fussbodenbelag 1 entsprechende Federkräfte erfordert, die nur über eine ausreichend progressive Federcharakteristik verwirklicht werden kann.
Obwohl im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 eine Blattfeder 6 mit einer sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Wellenberges 8 erstrekkenden Auswölbung 9 in Form einer Profilprägung vorgesehen ist, können auch zwei oder mehrere über die Länge des Federblattes verteilte Auswölbungen vorgesehen werden, um verschiedenen Belastungsverhältnissen Rechnung zu tragen.
Wie den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, kann eine bereichsweise Versteifung der Blattfedern 6 auch durch eine abschnittsweise Aufkantung 11 der Längsränder erreicht werden, wobei durch die Wahl der Höhe und Länge dieser Aufkantungen 11 wirksam auf das Biegeverhalten der Blattfeder 6 Einfluss genommen werden kann.
Ein progressives Federverhalten kann aber auch durch Ausnehmungen 12 erreicht werden, wenn von steiferen Blattfedern ausgegangen wird.
In der Fig. 5 ist eine solche Blattfeder 6 in einer vereinfachten Draufsicht gezeigt. Die Ausnehmungen 12 werden durch zwei endseitige Längsschlitze gebildet, die gegen die Enden 7 der Blattfeder 6 hin offen sind, so dass wiederum weichere Enden 7 einem steiferen, bogenförmig gekrümmten Mittelstück der Blattfedern 6 gegenüberstehen. In Sonderfällen könnte aber auch das Mittelstück gegenüber den Enden 7 biegeweicher ausgebildet werden, was wenigstens eine Ausnehmung im Mittelbereich bedingt. Es zeigt sich somit, dass durch das Vorsehen von versteifenden Auswölbungen 9 bzw.
Aufkantungen 11 , durch das Biegeverhalten gegensinnig beeinflussende Ausnehmungen 12 oder durch eine Kombination dieser Massnahmen den jeweiligen Anforderungen genügende Blattfedern 6 als Verlegehilfen gestaltet werden können.
Die Fig. 6 zeigt eine Verkaufseinheit aus mehreren Blattfedern 6, die mit seitlichem Abstand parallel nebeneinandergereiht und über Sollbruchstellen 13 mit einem Träger 14 verbunden sind. Der Träger 14 ist mit einer Lochung 15 zum Aufhängen an Verkaufsgestellen versehen, so dass es keiner zusätzlichen Verpackung für diesen Zweck bedarf.
Die Blattfedern 6 werden mit dem Träger 14 aus einem gemeinsamen Blech hergestellt, wobei die in diesem Ausführungsbeispiel auf einen mittleren Abschnitt des Wellenberges 8 beschränkten Auswölbungen 9 in einem Arbeitsgang mit der übrigen Verformung des Ausgangsbleches geprägt werden können. Über stirnseitige Sollbruchstellen 13 an den dem Träger 14 gegenüberliegenden Federenden 7 lassen sich weitere Blattfedern 6 an die mit dem Träger 14 verbundenen Blattfedern 6 ansetzen, wie dies in der Fig. 6 strichpunktiert angedeutet ist. Durch eine solche Massnahme kann die Anzahl der zu einer Verkaufseinheit zusammengefassten Blattfedern 6 verdoppelt oder verdreifacht werden.
Die Fig. 7 zeigt eine gegenüber der Fig. 6 abgewandelte Verkaufseinheit.
Die Abwandlung besteht nicht nur in einer anderen Art der Federausbildung - es werden durch Ausnehmungen 12 bereichsweise geschwächte Blattfedern 6 verwendet -, sondern auch in der Art der Verbindung der Blattfedern 6 untereinander und mit dem Träger 14. Der Träger 14 verläuft nämlich zum Unterschied zu der Fig. 6 parallel zu den Blattfedern 6, was eine Verbindung der nebeneinandergereihten Blattfedern 6 miteinander und mit dem parallelen Träger 14 über seitliche, Sollbruchstellen 13 bildende Abstandhalter 16 erfordert. Auch bei einer solchen Zusammenfassung der Blattfedern 6 zu einer Verkaufseinheit lassen sich die Blattfedern 6 einzeln in einer für die Handhabung vorteilhaften Art vom Träger 14 lösen.