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Pneumatischer Stossdämpfer für Fahrzeuge aller Art.
Zur Stossdämpfung der Fahrzeuge ist wiederholt die Anwendung einer aus einem Zylinder bestehenden Luftbremse vorgeschlagen worden, in welchem sich durch die Wirkung des Stosses ein Kolben bewegt, der entweder einfach die in dem Zylinder eingeschlossene Luft zusammenpresst oder dieselbe auf einer Seite zusammenpresst, während er auf der anderen Seite eine Ver- dünnung erzeugt. Diese Vorrichtungen haben jedoch noch nicht ermöglicht, eine wirklich sanfte Wirkung zu erreichen.
Eine solche wird hingegen durch den, den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden pneumatischen Dämpfer dadurch erreicht, dass die Luft, durch deren plötzliches Zusammen- pressen ein Widerstand erzeugt wird, von einer Kammer in die andere durch ganz kleine Durchgänge hindurch gelassen wird und hiebei eine Reihe solcher aufeinander folgender Kammern verwendet wird. in welchen der Druck allmählich abnimmt.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform eines Zylinders gemäss der vorliegenden Erhndung. sowie verschiedene Verwendungsart-en desselben bei Fahrzeugen aller Art dargestellt. und zwar zeigt : Fig. 1 den Zylinder des pneumatischen Dämpfers in Längsschnitt. Fig. 2 die Verwendung desselben an einem Fahrrade ; Fig. 3 bei einem Automobil. Fig. 4 und 5 bei einem Befiirderungswagen.
Der Dämpfer besteht aus einem Metallzylinder 1 (Fig. 1). in welchem ein Kolben 2 gleitet. der durch ein Hebelwerk betätigt wird. Dieses überträgt die Stossbewegungen des Rades auf den Kolben.
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änderlicher Anzahl, je nachdem eine mehr oder minder sanfte Wirkung erzielt werden will, vorgesehen sind, weisen auch kleine Locher 8 auf. durch welche die Luft von der einen in die andere Kammer strömt.
Je nach der Art der Fahrzeuge genügt es auch, die LÖcher 8 nur in dem Boden 7 des Kolbens anzubringen, oder aber es muss zur Erlangung der erforderlichen Elastizität eine entsprechend
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Auch die Anzahl der Lucher und deren Durchmesser können zur Erzielung des verfolgen Zweckes verändert werden : gewöhnlich haben die Locher, wenn mehr als eines vorhanden ist, einen derartig kleinen Durchmesser, dass eine zu rasche Durchstromung der Luft vermieden
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Luft zwischen dem Boden 7 und der ersten Scheidewand 11 zu erhöhen.
In dieser zweiten Kammer entweicht die Luft infolge der Druckerhöhung durch die Locher der Scheidewand 77 und erhöht dadurch den Druck in der darauffolgenden Kammer 13 zwischen
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verringert worden war.
Infolge des Entweichens der Luft durch die genannten Löcher wird bei der rückläufigen Bewegung des Kolbens ein Widerstand erzeugt, der elastischer ist als jener, der durch die Kompressionsbarkeit allein in dem Raum 15 erzielt wird und welcher gestattet, dass sich der Kolben stets in sanfter Weise rückwärts bewegt. Diese Bewegung ist gleichzeitig proportional zu der Wirkung des Stosses, der von dem Rad aus mittels der Verbindungsorgane des Zylinders auf den Kolben wirkt und durch diesen auf elastische Weise auf die Befestigung des Zylinders und somit auf das Gestell des Fahrzeuges übertragen wird.
Ist der Stoss gering, dann entweicht die Luft infolge des geringen Druckes mit geringerer Geschwindigkeit durch die Löcher ; ist dagegen der Stoss stärker, dann steigt der Druck ganz bedeutend infolge der Heftigkeit der rückläufigen Bewegung des Kolbens und die Ausströmungsgesohwindigkeit der Luft durch die Löcher steigert-sich ebenfalls, wodurch stets die erforderliche sanfte und elastische Nachgiebigkeit des Kolbens erlangt wird.
Was bezüglich der in der hinter dem Kolben sich befindlichen Kammer erzeugten elastischen Reaktionen angegeben wurde, gilt auch für jene, die in der vor dem Kolben sich befindlichen Kammer hervorgerufen werden können, d. h. im Falle einer in entgegengesetzter Richtung erzeugten Bewegung desselben.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pneumatischer Stossdämpfer für Fahrzeuge aller Art, dadurch gekennzeichnet, dass der in einem beiderseits geschlossenen Zylinder gleitende Kolben hohl und durch Scheidewände in Kammern geteilt ist, die sowohl miteinander, als auch mit den Kammern des Zylinders durch in den genannten Scheidewänden und im Boden des Kolbens angebrachte Löcher in Verbindung stehen.