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Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromedizinisches Gerät zum Erzeugen elek- tromagnetischer Wechselfelder mit einem Gehäuse, das eine Eingabe- und Anzeigeeinrichtung für einzustellende Betriebsparameter aufweist.
Wird der menschliche Körper in einer Folge von Behandlungen dem Einfluss elektromagnetischer Wechselfelder ausgesetzt, deren Feldstärke und Schwingungsfrequenz in Abhängigkeit von der jeweiligen Behandlungsfolge verändert werden, um beispielsweise die Feldstärke während einer Behandlungsfolge zunächst von Behandlung zu Behandlung zu steigern und dann gegen das Ende der Behandlungsfolge hin wieder zu verringern, so können bestimmte therapeutische Wirkungen erzielt werden. Zur Anpassung der elektromagnetischen Wechselfelder an die jeweils geforderte Feldstärke und Schwingungsfrequenz sind die Gehäuse bekannter elektromedizinischer Geräte dieser Art mit Bedienungsfeldern versehen, die neben entsprechenden Einstellknöpfe für die zu ändernden Parameter Anzeigen für die eingestellten Parameter aufweisen.
Diese Bedienungsfelder sind nicht nur von der Herstellung, sondern auch hinsichtlich der Handhabung aufwendig. Dazu kommt noch, dass die Bedienungsfelder aufgrund der Gehäuseform eine nicht bedienungsfreundliche Lage einnehmen.
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Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein elektromedizinisches Gerät zum Erzeugen elektromagnetischer Wechselfelder der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass mit einem geringen Konstruktionsaufwand eine vorteilhafte, die Bedienbarkeit erleichternde Ausrichtung des Gerätes möglich wird und dass für die Einstellung der jeweiligen Parameter eine einfache Handhabung gewährleistet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Eingabe- und Anzeigeeinrichtung in an sich bekannter Weise aus einem in einem auf der Gehäuseoberseite vorgesehenen Fenster eingesetzten Touch-Screen besteht und dass das Gehäuse einen Fensterdeckel trägt, der aus der Schliessstellung um eine fensterparallele Achse von der Gehäuseoberseite in eine Offenstellung gegen die Gehäuseunterseite verschwenkbar ist und in der abgeschwenkten Offenstellung einen Stützfuss für das Gehäuse bildet.
Da die Eingabe- und Anzeigeeinrichtung für die Feldstärke und die Schwingungsfrequenz der elektromagnetischen Wechselfelder aus einem an sich bekannten Touch-Screen besteht, der in ein Gehäusefenster eingesetzt ist, können die Vorteile solcher Touch-Screens für die Handhabung des Gerätes einfach genützt werden. Es ergibt sich eine glatte, wenig verschmutzungsanfällige Gehäuseoberfläche, wobei durch einen Fensterdeckel dafür gesorgt ist, dass bei geschlossenem Fensterdeckel der Touch-Screen vor mechanischen Beschädigungen wirksam geschützt ist.
Aufgrund der besonderen Lagerung kann der Fensterdeckel aus seiner Schliessstellung von der Gehäuseoberseite um eine fensterparallele Achse gegen die Gehäuseunterseite verschwenkt werden, um in dieser Offenstellung einen Stützfuss für das Gehäuse zu bilden, das somit eine Neigungsstellung in Abhängigkeit vom Schwenkwinkel des Fensterdeckels einnimmt, womit eine vorteilhafte Voraussetzung für eine gute Zugängigkeit zum Touch-Screen geschaffen wird. Kann der geöffnete Fensterdeckel in unterschiedlichen Schwenkstellungen gegenüber dem Gehäuse verrastet werden, so ergeben sich unterschiedliche Neigungslage für das Gehäuse und damit die Möglichkeit, die Ausrichtung des Gehäuses zusätzlich an die jeweiligen Verhältnisse anzupassen.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 ein erfindungsgemässes elektromedizinisches Gerät zum Erzeugen elektro- magnetischer Wechselfelder in der Gebrauchsstellung mit geöffnetem Fen- sterdeckel in einer schematischen Seitenansicht und Fig. 2 dieses Gerät in einer Draufsicht.
Wie das dargestellte Ausführungsbeispiel erkennen lässt, weist das elektromedizinische Gerät zum Erzeugen elektromagnetischer Wechselfelder ein Gehäuse 1 auf, das auf seiner Oberseite 2 ein Fenster 3 bildet, in das ein Touch-Screen 4 eingesetzt ist. Dieser entsprechend angesteuerte Touch-Screen 4 bildet eine Eingabe- und Anzeigeeinrichtung für die einzustellenden Betriebsparameter, beispielsweise die Feldstärke und die Schwingungsfrequenz der mit Hilfe eines solchen Gerätes erzeugbaren elektrischen Wechselfelder, die über eine an das Gerät anschliessbare Unterlage für den menschlichen Körper abgestrahlt werden. Die Ansteuerung des Touch-Screen erfolgt in herkömmlicher Weise so, dass die erforderlichen Einstellungen anhand einer Menüführung einfach vorgenommen werden können.
An den Seitenwänden des Gehäuses 1 ist über Lager 5 ein Fensterdeckel 6 schwenkbar angelenkt, der im geschlossenen Zustand das Fenster 3 mit dem Touch-Screen 4 auf der Oberseite 2 des Gehäuses 1 abdeckt. Im Ausführungsbeispiel übergreift der Fensterdeckel 6 mit einem umlaufenden Randsteg 7 das Gehäuse 1 von oben, das zur Aufnahme des Fensterdeckels 6 einen entsprechenden Falz 8 bildet. Der Fensterdeckel 6 kann aus der Schliessstellung von der Oberseite 2 des Gehäuses 1 gegen dessen Unterseite verschwenkt werden, um in einer abgeschwenkten Anschlagstellung einen Stützfuss 9 für das Gehäuse 1 zu bilden, das somit in einer vorteilhaften Neigungslage eingesetzt werden kann, wie dies insbesondere der Fig. 1 zu entnehmen ist.
Aus dieser Darstellung lässt sich auch unmittelbar entnehmen, dass die Seitenteile des Randsteges 7 über die eigentliche Deckelfläche gegen die Lager 5 hin verlängert sein müssen, um einen ausreichend grossen Schwenkwinkel zu ermöglichen. Die Deckelbegrenzung 10 kann dabei als Anschlag dienen. Es ist aber auch möglich, im Lagerbereich eine federnde Ra-
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steinrichtung für zwei oder mehrere Schwenkstellungen vorzusehen, um die Gehäuseneigung in der Gebrauchsstellung des Gerätes an unterschiedliche Verhältnisse anpassen zu können.
Die Neigungsstellung des Gehäuses 1 in der Gebrauchslage des Gerätes bringt aber nicht nur Vorteile hinsichtlich der Bedienung des Gerätes mit sich, sondern auch bezüglich der Wärmeableitung, weil die beim Betreiben des Gerätes entstehende Wärme auch von der Unterseite des Gehäuses 1 entlang des Gehäusebodens über eine aufwärts gerichtete Konvektionsströmung abgeleitet werden kann.