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In vielen Fällen, z. B. beim Kochen eiweisshaltiger Stosse, ärztlicher Rezepte u. dgl. ist es wegen Veränderung der chemischen Zusammensetzung oder für die Schmackhaftigkeit oder gute Verdaulichkeit der Speisen von grosser Wichtigkeit, dass innerhalb verhältnismässig kleiner Grenzen genau die richtige Kochzeit eingehalten wird. So haben beispielsweise die verschiedenen chemischen Versuche. ergeben, dass die den Säuglingen gegebene Tiermilch am besten nur eine kurze, genau einzuhaltende Zeit kochen darf, wenn einerseits Gewissheit bestehen soll, dass alle in der Milch gegebenenfalls enthaltenen Bakterien mit Sicherheit getötet sein sollen, und die Verdaulichkeit der Milch nicht mehr, als mit Rücksicht auf das erstfre unvermeidlich beeinträchtigt werden soll.
Die Zeit, während welcher die Flüssigkeit vom Beginn des Kochers an kochen soll, selbsttätig anzuzeigen, ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Diese besteht nun darin, dass der beim Kochen sich entwickelnde Dampf direkt oder indirekt zur Ingangsetzung einer Vorrichtung dient, welche entweder beim Beginn des Kochens, oder nach Ablauf der erforderlichen Kochzeit ein Signalzeichen gibt.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei verschiedenen Ausführungsarten dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung in Seitenansicht vor Eintritt des Kochens der Fliissigkeit.
Fig. 2 dieselbe Ausführung in Längsschnitt während des Kochens.
Fig. 3 gibt eine Vorderansicht auf die Vorrichtung wieder.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform in Längsschnitt.
Auf den Deckel a eines gewöhnlichen Kochtopfes b ist die zum Anzeigen des vollendeten Kochens dienende Vorrichtung mittels dreier Füsse c, d, /lose aufgesetzt. Über den Fiissen ist
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ist. Auf diesen ist ein zur Anzeige dienender Pendelwecker k gesetzt. Um denselben vor dem Auftreten des Dampfes zu bewahren, sowie auch um ihn vor Verschiebung zu schützen, ist eine Wand r vorgesehen. Die beiden Füsse cl und/der Vorrichtung erstrecken sich verhältnismässig
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bei grösserem Kraftaufwand dreht, drücken federnde Blechlappen o gegen die Ränder der Rolle n. Die Blechlappen können zu diesem Zwecke gerauht sein. Sie bilden Teile des die Rolle sowie
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des neigbaren Bodens h befestigt wird, wodurch dieser in Schrägstellung gehalten wird.
Die Kraft, mit welcher die Blechlappe auf die Rolle drücken, muss natürlich gross genug sein, um ein Verdrehen der letzteren infolge des belasteten Bodens h zu verhindern. Gegen das hinter das Blech geführte
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Bevor die Vorrichtung in Betrieb genommen wird, bringt man den Boden h in die aus Fig. 1 ersichtliche Schräglage und stellt den Pendelwecker auf die Zeit ein, während welcher die Flüssigkeit kochen soll.
Setzt man in der gezeichneten Weise (Fig. 1) den Kochtopf beispielsweise mit Milch über Feuer, so wird es einige Zeit dauern, bis die Milch zu kochen beginnt. Während dieser Zeit befindet sich der Wecker in Schrägstellung, das Pendel kann nicht schwingen, so dass das Uhrwerk natürlich stillsteht. Kommt die Milch zum Kochen, so treffen die durch das RÖhrchen 8 abziehenden Dämpfe gegen die Schnur r.
Besteht diese aus Kunstseide, Fliespapier oder einem ähnlichen Material,
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Zeit zum Kochen verstrichen, so beginnt das Läutwerk zu ertönen, wodurch man ohne irgend welches Zutun gemahnt wird, den Topf vom Feuer abzuheben, da die Milch nunmehr der Hygiene entsprechend abgekocht ist.
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sie dürfte also besonders da mit Vorteil verwandt werden, wo es sich um eine verhältnismässig kurze Kochdauer handelt, für welche ein Pendelwecker nicht geniigend empfindlich ist.
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dass die Flüssigkeit zu kochen begonnen hat.
Die Vorrichtung kann auch dazu verwandt werden, den Zeitpunkt anzugeben, während dessen die Flüssigkeit gekocht haben soll. An den Böden gl und hl ist je ein Kontaktstück t angeordnet, welche beide mit den Polen eines entsprechenden Stromerzeugers verbunden sind ; ill den Stromkreis ist ein Signalapparat geschaltet, welcher zu wirken beginnt, sobald der Kontakt- schluss erfolgt ist. So lange das Zuckerstückchen rl noch fest ist, die Flüssigkeit also noch nicht zum Sieden gelangt ist, sind die Kontakte t von einander entfernt. Eine Berührung wird erst eintreten, wenn die Flüssigkeit kocht also das Zuckerstückchen schmilzt und dadurch der Boden fällt. Schaltet man in den Stromkreis einen Mechanismus ein, welcher erst nach einstellbarer
Zeit ertönt z.
B. einen elektrischen Wecker, so kann diese Anordnung natürlich auch zur Angabe des Zeitabschnittes dienen, während dessen die Flüssigkeit gekocht haben soll.
Es liessen sich natürlich noch verschiedene Anordnungen treffen, welche alle innerhalb des Rahmens der Erfindung liegen ; so z. B. könnte ein Stückehen Zucker zwischen den federnden
Kontakten eines Stromkreises eingeschaltet werden, worauf nach Lösen des Zuckers die Kontakte sich berühren und dadurch den Strom schliessen würden, um eine Signalvorrichtung in Betrieb zu setzen.
Wie schon eingangs erwähnt, kann die Vorrichtung zum Sieden irgend welcher Flüssigkeiten oder zum Kochen der verschiedensten Speisen benützt werden. So wird sie mit Vorteil zum Einkochen von Konserven etc. verwendet. Es braucht hierzu nur der Wecker entsprechend ein- gestellt zu werden. In grösseren Küchen können beim Kochen von verschiedenen Speisen zu gleicher Zeit die Wecker entsprechend abgestimmt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Anzeige des Zeitabsehnittes, während dessen eine Flüssigkeit gekocht haben soll, dadurch gekennzeichnet, dass der beim Kochen sich entwickelnde Dampf auf ein Mittel trifft, welches duj'ch den Dampf seine Festigkeit verliert, infolgedessen ein von diesem Mittel gehaltener Körper seine Lage ändert und dadurch eine Signalvorrichtung in Tätigkeit setzt.