AT42761B - Verfahren zum Löschen von Bränden von Benzin, Petroleum, Terpentinöl und dergl. - Google Patents

Verfahren zum Löschen von Bränden von Benzin, Petroleum, Terpentinöl und dergl.

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   Es ist bekannt, dass Benzin-, Petroleum-, Terpentinölbrände, ferner brennende Mineralund Pflanzenöle, sowie tierische Fette u. s. w. durch Wasser nicht gelöscht werden können, weil einmal das spezifische Gewicht der genannten Körper ein geringeres ist als das spezifische Gewicht des Wassers und andererseits die Verbrennungstemperatur eine so hohe ist, dass das Wasser nicht hinreicht, um die genannten Körper unter ihre Entzündungstemperatur zu bringen. Die einzige, aber nicht immer vollkommene bezw. ausreichende Methode war die, die genannten brennenden Körper durch Sand oder Erde zu ersticken zu versuchen. Später versuchte man durch Tetrachlorkohlenstoff und auch durch Chloroform die genannten Brände zu bekämpfen, was aber nicht gelang. 



   Es war auch erkannt worden, dass gewisse Löschgase in hervorragender Weise als Feuerlöschmittel sich eignen, von dieser Erkenntnis konnte jedoch nur wenig Gebrauch gemacht 
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 wenden sind, wenn der Brand, gleichviel welcher Art er ist, in einem geschlossenen Raume statt- findet. Nur in geschlossenen Räumen   vermögen diese Löschgase die   ganze Brandmasse zu durch- dringen. sie von Luftsauerstoff frei zu   machen,   bezw. den Zutritt von frischem Sauerstoff ab- zuhalten und dadurch den Brand zu ersticken. Bei Bränden im Freien.

   Grubenbränden und dergl.   nützen   diese Gase nichts, denn so schwer auch   Kohlensäure   und schweflige Säure sein   mögen.   so werden sie doch stets von dem infolge der Brandhitze entstehenden aufsteigenden   Luftstrome     fortgeführt werden,   bevor sie das   ganze Brandobjekt   zu durchdringen vermögen. Man hat zwar   vorgeschlagen, diese Gase unterhalb   des brennenden Objektes einzuführen, aber auch dieses
Verfahren hatte nicht den gewünschten Erfolg und ist in zahlreichen Fällen überhaupt nicht   durchführbar,   wie z. B. bei einem in Brand geratene Kessel, der Lacke, Petroleum, Terpentinöl,
Benzin oder dergl. enthält. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Löschen von Bränden von Benzin,
Petroleum, Terpentin, Mineralölen, Pflanzenölen, tierischen Fetten u. s.   w.,   welches durch die   Verwendung   des   Broms,   entweder für sich oder aufgelöst in chlorsubstituierten Kohlenwasser- stoffen, gekennzeichnet und Überall anwendbar ist. Wie oben erwähnt, hat man zwar die Ver-   wendung   von   Chlorgas zur Brandlöschung   bereits vorgeschlagen, indessen kann auch das Chlor- gas nur in vor Luftzutritt   geschützten     Räumen   Anwendung finden.

   Auch mit Jod bezw. dessen
Dämpfen ist bei   Bränden   im Freien, oder dort wo Kessel mit brennendem Benzin, Petroleum,
Terpentinöl etc. zu löschen sind, ein befriedigendes Ergebnis nicht zu erhalten. Zahlreiche Lösch- versuche mit Jod in festem Zustande und in Lösungen haben die   Untauglichkeit   desselben fest- gestellt, obgleich doch die Joddämpfe, deren spezifisches Gewicht nach Dumas 8,716 beträgt, von allen bekannten Dämpfen am dichtigsten sind. Bei Verwendung von festem Jod liegt die
Unbrauchbarkeit desselben zwar auf der Hand, da dasselbe in den brennenden Ölen und dergl. einfach untersinkt, bei der Anwendung desselben in Lösungen wie in   Tetrachlorkohlenstoff.   



   Chloroform und dergl. ist seine   Unwirksamkeit   jedoch   unerklärlich, da   man doch annehmen sollte, dass die sich   entw1ekelnden Dämpfe vermöge ihrer hohen   spezifischen Dichte leicht und sicher den   Luftsauerstof !' verdrängen, was   aber nicht der Fall ist. 



   Unter den genannten Stoffen nimmt das Brom eine   Ausnahmestelle   ein, indem es die bisher   als unlöschbar geltenden Brände   von   Ben ?. in,   Terpentin, Petroleum   u.   s. w. sofort und im Freien abzulöschen gestattet. Dabei genügen zur   Löschung   von Bränden dieser Art nur   verhältnismässig   

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 kleine Mengen Broms. So genügte beispielsweise der Inhalt einer   gewöhnlichen   200   cn lassenden   Glasspritze, um das Feuer von z. B. 50   l   brennendem Benzin im Freien und selbst bei Wind augenblicklich zu ersticken. In Lösungen von 0 0   und 0 H Cg   verhält sich das Brom in dem Grade seiner   Verdünnung   verhältnismässig schwächer.

   Bei Zusatz von Brom zu brennendem Benzin und dergl. entsteht eine ausserordentlich starke, von Chlor und Jod wesentlich verschiedene Dampfentwicklung, die eigentümlicherweise nur wenig belästigend wirkt.

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  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zum Löschen von Bränden von Benzin, Petroleum, Terpentin, Mineralölen, Pflanzenölen, tierischen Fetten u. s. w., dadurch gekennzeichnet, dass Brom entweder für sich EMI2.1
AT42761D 1906-08-03 1908-08-10 Verfahren zum Löschen von Bränden von Benzin, Petroleum, Terpentinöl und dergl. AT42761B (de)

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