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Membrankondensator zur Beeinflussung eines Schnellwechselstromes durch den Schall, insbesondere für die Zwecke der drahtlosen Telephoie.
Die Verwendung von Membrankondensatoren an Stelle von Mikrophone in der drahtlosen Telephonie ist an sich bekannt ; dabei wird die Membran entweder unmittelbar durch den Schall beeinflusst oder mittelbar wie bei der amerikanischen Patentschrift 7D3ü50, wonach sie aus Eisen besteht und andererseits einem Magnettelephon angehört. Es ist jedoch nicht gut möglich, mit Hilfe einer einzigen Membran einen Kondensator herzustellen, der Schallschwingungen zu folgen und eine genügende Energie aufzunehmen imstande ist.
Eine vielfache Teilung ist daher nötig ; das ist aber bei der unmittelbaren Beeinflussung durch den Schall aus akustischen Gründen (Interferenz usw.) undurchführbar, bei mittelbarer durch Magnettelephon wäre es umständlich.
Nach der vorliegenden Erfindung wird die Membran nicht durch magnetische, sondern durch elektrostatische Kräfte mittelbar, d. h. durch Vermittlung eines Mikrophons bekannter Art vom Schall beeinflusst.
Ein solches Kondonsatottelephon wird in Fig. 1 durch eine feste Scheibe b und die Membran e dargestellt ; letztere bildet zugleich einen zweiten Kondensator mit der festen
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Wird das Mikrophon m von Schallwellen getroffen, so übertragen sich seine Stromschwankungen durch Vermittlung der Induktionsrolle i und über die Zusatzhatterir v auf
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des Kondensators a e und somit die Wellenlänge des Luftdrahtes.
Selbstverständlich sind sowohl für die Beeinflussung eines Kondensatortelephons durch ein Mikrophon als auch eines Schnellwechselstromes durch einen elastischen Kondensator noch zahlreiche andere Schaltungen möglich.
Das Kondensatortolephon lässt sich auch mit dem vom Schnellwochselstrom durch- nossenen Membrankondensator vereinigen. Eine solche Anordnung zeigt Fig. 2. Es bedeutet c den aus einer festen Platte und einer Membran oder zwei Membranen bestehenden elastischen Kondensator, der beispielsweise durch den Transformator t mit dem Luftdrahto
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kreise verbunden ist.
Bei den oben beschriebenen Anordnungen ist das Mikrophon nicht vom Schnellwochselstrome durchflossen und kann daher vom 1Ylembrankondcnsator weit entfernt aufgestellt sein.
Will man diesen Vorteil aufgeben, so kann man dafür eine besondere Stromquelle für das Mikrophon entbehren und es mit dem Schnellwechselstrom selbst betreiben.
Eine einfache Anordnung dieser Art zeigt Fig. 3. Im Luftdrahto, der mittels der Spule s von einem Schuellwechselstromerzeuger in Schwingung versetzt wird, liegt das
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etwas schneller als die des erregenden Stromes. Erfolgt auf das Mikrophon ein Schallstoss, so vermindert sich sein Widerstand, der Luftdraht, nimmt etwas mehr Strom auf, die Kondensatormembran wird stärker angezogen und dadurch der Luftdraht der Rosonanzlago genähert, so dass er abermals mehr Strom aufnimmt.
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Auch hier ist die Verkettung zwischen Membrankondensator und Mikrophon ebensogut durch beliebige andere Schaltungen erreichbar. Statt eines gewöhnlichen kann in diesem Falle auch ein Kondenaatormikrophon angewandt werden.
Die Membran lässt sich zwecks Verminderung ihrer Dämpfung durch den Luftwiderstand auch aus Drahtnetz herstellen ; das Gleiche bewirkt das Einschliessen des Membrankondensators in einen mit dünnerem Gase (Wasserstoff) gofüllten oder luftleeren Raum.
An Stelle eines einzigen Membrankondel1sators kann nun in allen beschriebenen Fällen eine grössere Anzahl von solchen, zweckmässig in Parallelschaltung, angewandt und dadurch eine viel grössere Oberfläche wirksam gemacht werden, als bei unmittelbarer Beeinflussung durch den Schall. Im Gegensatz zum Magnettelephon ist hier eine vielfache Unterteilung ohne Schwierigkeiten auszuführen. Die einzelnen Membranen und Platten werden z. B. einfach mit isolierenden Ringen als Zwischenlagen in Form einer Säule aufeinandergeschichtet, zusammengepresst und durch geeignete Schaltungen verbunden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Membrankondensator zur Beeinflussung eines Schnellwechselstromes durch den Schall, insbesondere für die Zwecke der drahtlosen Telephonie, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Membran durch elektrostatische Kräfte und nicht unmittelbar durch die Luft erfolgt.