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Verfahren zur Herstellung von Glaslinsen.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Glaslinsen, die nur eine sphärische Fläche haben, , während die andere eine nichtsphärische Rotationsfläche ist, deren Achse durch den Mittelpunkt der sphärischen Fläche geht.
Unter Linsen seien auch solche Rotationskörper mitverstanden, die auf der einen Fläche versilbert werden, so dass dann diese Fläche spiegelnd wirkt. Der Ausdruck sphärische Fläche soll den Sonderfall einer ebenen Fläche einschliessen.
Es ist aus der amerikanischen Patentschrift Nr. 4786 ein Vorschlag bekannt, bei der beschriebenen Linsenart die Schwierigkeit der Herstellung einer nichtsphärischen Fläche dadurch zu überwinden, dass man zunächst eine Linse von abweichender Gestalt mit zwei sphärischen
Flächen herstellt und darauf diese vorläufige Linse durch Senken mittels Hitze auf einer Stützform, deren Stützfläche sphärisch ist und sich von der herzustellenden sphärischen Linsenfläche nur durch das Vorzeichen des Radius unterscheidet, in eine Linse von der verlangten Gestalt verwandelt. Was die Abmessungen der vorläufigen Linse angeht, so sind ihre Scheiteldicke und ihre Randdicke von den betreffenden Dicken der endgültigen Linse nicht oder doch nicht wesentlich verschieden, ihre beiden Radien aber sollen geeignet gewählt werden.
Eine nähere
Prüfung dieses Verfahrens zeigt, dass die Wählbarkeit der beiden Radien nicht ausreicht, um beliebige Linsen mit einer sphärischen und einer nichtsphärischen Rotationsfläche herzustellen. selbst wenn man für die Rotationsfläche nur Profilkurven zulässt, deren Radius vom Scheitel nach dem Rande stetig ab-oder zunimmt.
Das bekannte Verfahren wird deshalb durch die vorliegende Erfindung so ausgebildet, dass die berechnete oder sonst vorgeschriebene Profilkurve der Rotationsfläche mit grösserer
Annäherung als bisher verwirklicht werden kann. Wenn man darauf verzichtet, die sphärische
Fläche der endgültigen Linse unmittelbar durch die Stützform zu gewinnen, sich vielmehr dazu versteht, die endgültige sphärische Fläche nach dem Senken anzuschleifen, so bietet sich als ein drittes wählbares Element der Radius der sphärischen Stützfläche dar. Es lassen sich vier
Formen des neuen Verfahrens unterscheiden, je nachdem einerseits die Stützfläche hohl oder erhaben und anderseits ihr Radius kleiner oder grösser als der Radius der endgültigen sphärischen Fläche ist.
Das Anschleifen dieser Fläche lässt sich in zwei von den vier Fällen, nämlich bei erhabener Stützfläche von vergrössertem Radius und bei hohler Stützfläche von verkleinertem
Radius, nur ausführen, wenn die Scheiteldicke der vorläufigen Linse entsprechend vergrössert worden ist. In den beiden übrigen Fällen muss die Randdicke der vorläufigen Linse entsprechend grosser sein als die der endgültigen Linse.
Um die grösste Annäherung an das vorgeschriebene Profil der Rotationsfläche zu erzielen, kann man schliesslich die Stützfläche statt nach einem wählbaren Kugelradius als eine geeignete nichtaphärische Rotationsssäche gestatten. Ihre Profilkurve ergibt sich aus derjenigen der nichtsphärischen Linsenfläche unter Berücksichtigung der Abmessungen der vorläufigen Linse. Da die von der Stützfläche unmittetbar geformte Linsenfläche keine endgültige ist, so kann man
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abzudrehen. Wegen dieser einfachen Bearbeitung der Stützfläche lässt sich das neue Verfahren auch in der zuletzt betrachteten Gestalt an Stelle Anschleifens der nichtsphärischen Rotationsfläche an die Linse sogar dann noch mit Vorteil verwenden, wenn nur eine einzige Linse ausgeführt werden soll.
Infolge der vollkommenen Anpassbarkeit des Profils der nichtsphärischen Stützfläche an das mittelbar zu erzielende Profil der nichtsphä. rischen Linsenfläche verliert die Wählbarkeit der Radien der vorläufigen Linse ihre Wichtigkeit. Sie dient nur noch dazu, allzu grosse Abweichungen der auf der Stützfläche geformten Linsenfläche von der endgültigen sphärischen Flache zu vermeiden. Wenn die endgültige Linse keinen grossen Unterschied zwischen der Randdicke und der Scheiteldicke zeigt, kann eine planparallele Scheibe die vorläufige Linse bilden.
Sollen viele endgültige Linsen dieser Art hergestellt werden, so kann man sich einer mehrfachen Stützform mit nebeneinander liegenden Stützflächen bedienen und statt einzelner planparalleler Scheiben eine die ganze Stützform bedeckende planparallele Platte anwenden.
Bei der Auswahl der Radien der sphärischen Flächen und ebenso bei der Bestimmung der nichtsphärischen Stützfläche kann man zunächst zeichnerisch verfahren unter der Annahme, dass beim Senken sich jeder Punkt der vorläufigen Linse parallel der Linsenachse bewegt und dass alle Punkte von gleichem Achsenabstand gleiche Wege zurücklegen, so dass die in irgend einem Abstand von der Achse parallel zu ihr gemessene Dicke der Linse nach dem Senken dieselbe
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Verfahren, um aus einer vorläufigen sphärischen Linse, mit Hilfe einer Senkung durch Erhitzen auf einer Stützform, eine endgültige Linse herzustellen, von deren Flächen die eine, die während des Senkens die obere war, eine nichtsphärische Rotationsfläche, die andere aber wiederum sphärisch ist und ihren Mittelpunkt in der Achse der Rotationsfläche hat, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks grösserer Annäherung des Profils der Rotationsfläche an das vorgeschriebene eine Stützform benutzt, deren Stützfläche einen anderen Radius hat als die sphärische Fläche der endgültigen Linse und nach dem Senken die endgültige sphärische Fläche. anschleift.