AT412750B - Vorrichtung zum verschliessen des enddarms eines schlachttiers - Google Patents

Vorrichtung zum verschliessen des enddarms eines schlachttiers Download PDF

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AT412750B AT13502001A AT13502001A AT412750B AT 412750 B AT412750 B AT 412750B AT 13502001 A AT13502001 A AT 13502001A AT 13502001 A AT13502001 A AT 13502001A AT 412750 B AT412750 B AT 412750B
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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung. 



   Bei der Schlachtung von Vieh, insbesondere Grossvieh, muss aufgrund gesetzlicher Vorschriften verhindert werden, dass das zum späteren Verzehr bestimmte Schlachtfleisch mit dem Kot der geschlachteten Tiere in Berührung gelangt. Dem Endverbraucher soll dadurch die Gewissheit gegeben werden, dass das Fleisch durch den Kot nicht bakteriell verseucht werden kann. 



   Es sind daher bereits zahlreiche Mittel bekannt geworden, mittels derer der Enddarm der Tiere vor dem eigentlichen Schlachtvorgang verschlossen wird, um das Austreten von Kot zu verhindern. 



  Eine bekannte, für diesen Zweck geeignete Vorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung (WO 99/16320) weist z. B. einen in den Enddarm einführbaren Verschlusskörper, eine an diesem befestigte Führungsstange, eine auf der Führungsstange verschiebbare Klemmscheibe und eine Klemmfeder auf, die die Klemmscheibe normalerweise in einer am Verschlusskörper anliegenden Klemmstellung hält. 



   Bei Anwendung dieser Vorrichtung muss während der Einführung des Verschlusskörpers in den Enddarm gleichzeitig die Klemmscheibe gegen die Kraft der Klemmfeder in einer vom Verschlusskörper getrennten Offenstellung gehalten werden, damit sich den Enddarm umgebende bzw. diesen bildende Gewebeteile zwischen den Verschlusskörper und die Klemmscheibe legen können. 



  Je stärker daher die Federkraft ist, um einen sicheren Darmverschluss zu gewährleisten, umso schwieriger ist es, die Klemmscheibe bei den erforderlichen Manipulationen in der geöffneten Stellung zu halten. Entsprechendes gilt, wenn die Klemmscheibe nach dem Herausschneiden und Entfernen des Darms aus dem Tierkadaver wieder vom Verschlusskörper abgehoben werden muss, um diesen aus dem Darm herausziehen zu können. Ausserdem werden zur Handhabung einer derartigen Vorrichtung meistens beide Hände benötigt, was den Schlachtvorgang behindert, da bei der beschriebenen Handhabung der Vorrichtung in der Regel mit einer Hand ein Messer gehalten wird. 



   Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, die eingangs bezeichnete Vorrichtung so auszubilden, dass ein Festhalten der Klemmscheibe in der Offenstellung nicht erforderlich ist und die Handhabung der Vorrichtung dadurch erleichtert wird. 



   Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 14. 



   Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass die Klemmscheibe vor der Einführung des Verschlusskörpers in den Enddarm in ihrer Offenstellung verriegelt werden kann. Es ist dann möglich, den Verschlusskörper durch Betätigung der Vorrichtung mit nur einer Hand in den Enddarm einzuführen und bei entsprechender Anordnung des Entriegelungselements danach mit derselben Hand die Verriegelung zu lösen, worauf die Klemmscheibe durch die Klemmfeder in die Klemmstellung gebracht wird. Vorzugsweise ist die Anordnung ausserdem so getroffen, dass die Klemmscheibe mit derselben Hand auch zurück in die Offenstellung gezogen und in dieser automatisch erneut verriegelt werden kann. 



   Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. 



   Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 die Vorderansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Verschliessen des Enddarms eines Schlachttiers, wobei sich eine Klemmplatte in einer Offenstellung befindet;
Fig. 2 die Vorrichtung gemäss Fig. 1 nach vollständiger Einführung eines Verschlusskörpers in einen Enddarm;
Fig. 3 die Vorrichtung gemäss Fig. 1, wobei sich eine Klemmscheibe in einer Klemmstellung befindet ;
Fig. 4 einen vergrösserten Schnitt durch einen mit der Klemmscheibe verbundenen Verriegelungsmechanismus. 



   Fig. 5 eine vergrösserte Darstellung einer Führungsstange der Vorrichtung nach Fig. 1 bis 3; und
Fig. 6 eine vergrösserte, teilweise geschnittene Ansicht allein der Klemmscheibe der Vorrichtung. 



   Nach Fig. 1 enthält die erfindungsgemässe Vorrichtung einen z. B. im wesentlichen konisch oder birnenförmig ausgebildeten, zu einer Längsachse 1 rotationssymmetrischen Verschlusskörper 2. An einem oberen, den grössten Querschnitt aufweisenden Ende des Verschlusskörpers 2 ist das 

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 eine Ende einer vorzugsweise zylindrischen Führungsstange 3 befestigt, an deren entgegengesetztem Ende eine Handhabe 4, z. B. ein Knauf, koaxial befestigt ist. Auf der Führungsstange 3 und zwischen dem Verschlusskörper 2 und der Handhabe 4 ist eine zweckmässig kreisrunde Klemmscheibe bzw. -platte 5 koaxial und axial verschiebbar gelagert, die an ihrer der Handhabe 4 zugewandten Seite vorzugsweise mit einer von der Führungsstange 3 durchragten Führungshülse 6 versehen ist.

   An dieser Führungshülse 6 und der Handhabe 4 stützen sich die beiden Enden einer Klemmfeder 7 ab, die im Ausführungsbeispiel eine auf die Führungsstange 3 aufgezogene Schraubendruckfeder ist. Dabei wirkt die Klemmfeder 7 so auf die Klemmscheibe 5 ein, dass sie diese in Richtung einer aus Fig. 3 ersichtlichen Klemmstellung vorspannt, in der die Klemmscheibe 5 auf einer ihr zugewandten oberen Stirnfläche 8 des Verschlusskörpers 2 aufliegt. 



   Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Verschlusskörper 2 entsprechend Fig. 1 bis 3 birnenförmig gestaltet. Er ist danach in einem von der Handhabe 4 abgewandten ersten Endabschnitt 2a und in einem der Handhabe 4 zugewandten zweiten Endabschnitt 2b jeweils im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei der erste Endabschnitt 2a einen kleineren Aussendurchmesser als der zweite Endabschnitt 2b besitzt, während zwischen den beiden Endabschnitten 2a, 2b eine Übergangszone 2c vorgesehen ist, die den Aussendurchmesser des ersten Endabschnitts 2a allmählich auf den Aussendurchmesser des zweiten Endabschnitts 2b vergrössert. 



   Die Klemmscheibe 5 kann gegen die Kraft der Klemmfeder 7 von der Stirnfläche 8 abgehoben und in Richtung der Handhabe 4 verschoben werden. Um sie dabei in einer ausgewählten, z.B. aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Offenstellung zu halten, in der sie einen vorgewählten Abstand von der Stirnfläche 8 hat, weist die Vorrichtung erfindungsgemäss einen Verriegelungsmechanismus 9 auf. Dieser ist vorzugsweise so eingerichtet, dass er die Klemmscheibe 5 beim Anheben aus der Klemmstellung (Fig. 3) in die Offenstellung (Fig. 1 und 2) selbsttätig verriegelt, wobei diese Verriegelung jedoch mittels eines Entriegelungselements 10 des Verriegelungsmechanismus 9 wieder gelöst werden kann. 



   Erfindungsgemäss ist der gesamte Verriegelungsmechanismus 9 an der Klemmscheibe 5 montiert. Er enthält, wie insbesondere Fig. 4 zeigt, einen radial zur Führungshülse 6 angeordneten und radial hin- und herschiebbaren Verriegelungsbolzen 11, der z. B. in einer quer zur Führungshülse 6 angeordneten Hülse 12 gelagert ist. Dabei weist der Mantel der Führungshülse 6 einen radialen Durchgang 6a (Fig. 4) auf, an dessen Umfangsrand das eine Ende der Hülse 12 so befestigt ist, dass das betreffende Ende des Verriegelungsbolzens 11durch den Durchgang 6a hindurch radial in die Führungshülse 6 geschoben werden kann. 



   Gemäss Fig. 5 weist die Führungsstange 3 an ihren Enden je einen im Ausführungsbeispiel mit einem Aussengewinde versehenen Gewindeabschnitt 14 und 15 auf, der in je einen im Ausführungsbeispiel mit einem Innengewinde versehen Abschnitt des Verschlusskörpers 2 bzw. der Handhabe 4 eingedreht ist. In einem mittleren Bereich weist die Führungsstange 3 eine Ausnehmung 16 auf, die zweckmässig aus einer in Umfangsrichtung umlaufenden Ringnut besteht und eine Breite besitzt, die geringfügig grösser als das ihr zugewandte Ende des Verriegelungsbolzens 11ist. In Richtung der Längsachse 1 ist die Ausnehmung 16 an einer Stelle positioniert, die in der vorgewählten Offenstellung der Klemmscheibe 5 dem Verriegelungsbolzen 11 gegenübersteht.

   Wird dieser daher bei in Offenstellung befindlicher Klemmscheibe 5 radial in Richtung der Längsachse 1 vorgeschoben, kann sein betreffendes Ende in die Ausnehmung 16 eintreten und dadurch axiale Verschiebungen der Klemmscheibe 5 unmöglich machen. 



   Nach Fig. 4 weist die Hülse 12 an ihrem vom Durchgang 6a entfernten Ende einen Aussengewindeabschnitt auf, auf den eine einen entsprechenden Innengewindeabschnitt aufweisende, topfförmige Endkappe 17 aufgeschraubt ist. Deren Boden 17a ist mit einem zum Durchgang 6a koaxialen Durchgang versehen, durch den ein aussen liegender Abschnitt   11 a des   Verriegelungsbolzens 11 mit geringem Spiel nach aussen geführt ist. Zur Verbesserung der Führung des Verriegelungsbolzens 11 in der Hülse 12 kann diese an ihrem radial äusseren Ende mit einem Boden 12a abgeschlossen sein, der einen den Verriegelungsbolzen 11 mit geringem Spiel aufweisenden, zum Durchgang 6a koaxialen Durchgang aufweist.

   Ausserdem ist der Verriegelungsbolzen 11 mittels einer im Ausführungsbeispiel als Druckfeder ausgebildenden Verriegelungsfeder 18 in Richtung der Längsachse 1 derart vorgespannt, dass sein inneres Ende durch den Durchgang 6a hindurch in die Ausnehmung 16 (Fig. 5) ragt, wenn diese in Richtung der Längsachse 1 auf den Verriege- 

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 lungsbolzen 11 ausgerichtet ist. Hierzu ist die Verriegelungsfeder 18 z. B. auf den Verriegelungsbolzen 11 aufgezogen und zwischen dem Boden 17a der Endkappe 17 und einem an den Verriegelungsbolzen 11 angeformten, umlaufenden Bund 11babgestützt, so dass sie den Verriegelungsbolzen 11in Richtung der Führungsstange 3 zu verschieben sucht. 



   Der Verriegelungsbolzen 11 kann mit Hilfe des Entriegelungselements 10 in die entgegengesetzte Richtung, d. h. radial nach aussen verschoben werden. Zu diesem Zweck ist das Entriegelungselement 10 z.B. als zweiarmiger Hebel ausgebildet, der an einer zwischen zwei Armen 10a und 10b befindlichen Stelle 19 schwenkbar an der Klemmscheibe 5 oder einem Tragarm 6b der Führungshülse 6 gelagert ist. Der Arm 10a dieses Hebels ist am freien Ende gabelförmig ausgebildet, während der andere Arm 10b als Handgriff dient und daher so an der Klemmscheibe 5 angeordnet ist, dass er bei der üblichen Handhabung der Vorrichtung leicht erfasst werden kann.

   Das gabelförmige Ende des Hebelarms 10a sitzt auf dem aus der Endkappe 17 herausragenden Abschnitt 11a des Verriegelungsbolzens 11 auf und ist radial unmittelbar vor einem am zugehörigen Ende des Abschnitts 11a angebrachten Anschlag 20 in Form einer Kugel oder dergleichen angeordnet. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dass der Arm 10a in Fig. 4 bei Verschwenkung des Entriegelungselements 10 im Uhrzeigersinn (Pfeil r) gegen den Anschlag 20 bewegt wird und den Verriegelungsbolzen 11 daher gegen die Kraft der Verriegelungsfeder 18 radial nach aussen zieht, während der Verriegelungsbolzen 11 bei nachfolgender Freigabe des Entriegelungselements 10 unter dem Einfluss der Verriegelungsfeder 18 selbsttätig radial nach innen gedrückt wird und dabei mittels des Anschlags 20 das Entriegelungselement 10 im Gegenuhrzeigersinn zurückschwenkt. 



   Die obere Stirnfläche 8 des Verschlusskörpers 2 ist gemäss Fig. 2 vorzugsweise mit wenigstens einer Ausnehmung 21 versehen, während die Klemmscheibe 5 an ihrer dem Verschlusskörper 2 zugewandten unteren Stirnfläche mit wenigstens einem in die Ausnehmung 21 einführbaren Zahn 22 versehen ist (vgl. insbesondere Fig. 6). Dabei ist die Ausnehmung 21 vorzugsweise als kreisförmige, koaxial zur Längsachse 1 in die Stirnfläche 8 eingearbeitete Nut ausgebildet, während die Klemmscheibe 5 an ihrer Unterseite mit einer Vielzahl von Zähnen 22 versehen ist, die auf einem koaxialen Kreis verteilt angeordnet sind, der einem dem Nutradius entsprechenden Radius besitzt. 



  Ausserdem weist die Klemmscheibe 5 an einer dem Verschlusskörper 2 zugewandten Seite vorzugsweise einen umlaufenden, hohlzylindrischen Kragen 23 auf, dessen Innendurchmesser etwas grösser als der Aussendurchmesser des Verschlusskörpers 2 im Bereich der Stirnfläche 8 ist. Die Klemmscheibe 5 erhält dadurch das Aussehen eines pfannenförmigen Deckels. Zwischen dem Kragen 23 und dem von den Zähnen 22 gebildeten Kreis ist schliesslich ein mit diesen koaxialer, hohlzylindrischer Dichtungsring 24 vorgesehen. 



   An der Oberseite der Klemmscheibe 5 ist wenigstens ein in Richtung der Handhabe 4 ragender Handgriff 25 befestigt (Fig. 6). Dieser ist so ausgebildet und angeordnet, dass er beim bestimmungsgemässen Gebrauch der Vorrichtung im Wirkungsbereich einer die Vorrichtung fassenden Hand liegt und leicht mit den Fingern erfasst werden kann und dann grossflächig an diesen anliegt. 



   Die Handhabung der beschriebenen Vorrichtung ist im wesentlichen wie folgt:
Es sei angenommen, dass sich die Klemmscheibe 5 in ihrer Klemmstellung nach Fig. 3 befindet, in welcher das radial innen liegende Ende des Verriegelungsbolzens 11am Umfang der Führungsstange 3 anliegt. Die Vorrichtung wird jetzt so in eine Hand genommen, dass die Handhabe 4 im wesentlichen in der Handhöhlung zu liegen kommt und ein Finger den nur in Fig. 6 dargestellten Handgriff 25 erfasst (oder zwei Finger beide Handgriffe 25 erfassen). Durch Betätigung des Fingers wird die Klemmscheibe 5 gegen die Kraft der Klemmfeder 7 in Richtung der Handhabe 4 gezogen (Pfeil w in Fig. 3), bis das innere Ende des Verriegelungsbolzens 11unter dem Einfluss der Verriegelungsfeder 18 in die Ausnehmung 16 der Führungsstange 3 einrastet und eine weitere Bewegung der Klemmscheibe 5 unmöglich macht.

   Diese verriegelte Offenstellung entspricht den in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellungen der Vorrichtung. 



   Der Verschlusskörper 2 wird nun mit der die Vorrichtung fassenden Hand in axialer Richtung in einen schematisch angedeuteten Enddarm 26 (Fig. 1) eingeführt, was durch die aus Fig. 1 bis 3 ersichtliche Form des Verschlusskörpers 2 begünstigt wird. Der Enddarm 26 wird hierdurch im Bereich der Übergangszone 2c geringfügig aufgeweitet und daher durch den Verschlusskörper 2 dicht verschlossen. Nachdem der Verschlusskörper 2 bis zur gewünschten Tiefe in den Enddarm 26 eingedrungen ist und sich an dessen Ausgang befindliche Gewebeteile 27 (Fig. 2) um den Verschlusskörper 2 nach innen herumgelegt haben, wird mit einem Finger der die Vorrichtung 

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 haltenden Hand der Arm 10b des Entriegelungselements 10, das an einer hierfür geeigneten Stelle der Vorrichtung angeordnet ist, im Uhrzeigersinn verschwenkt.

   Dadurch wird der Verriegelungsbolzen 11aus der Ausnehmung 16 der Führungsstange 3 herausgezogen, was zur Folge hat, dass die Klemmfeder 7 die Klemmscheibe 5 in die Klemmstellung nach Fig. 3 bewegt, bis der Dichtungsring 24 der Klemmscheibe 5 an der Stirnfläche 8 des Verschlusskörpers 2 anliegt und die Gewebeteile 27 unter dem Druck der Klemmfeder zwischen dem Dichtungsring 24 und dem Verschlusskörper 2 eingeklemmt werden. Gleichzeitig treten die etwas längeren Zähne 22 in die Ausnehmungen 21 des Verschlusskörpers 2 ein und durchdringen dabei die Gewebeteile 27, wodurch diese zusätzlich gehalten werden. Bei ausreichend stark bemessener Klemmfeder 7 wird dadurch eine hermetische Abdichtung des Enddarms 26 nach aussen erzielt.

   Schliesslich schliesst der Kragen 23 (Fig. 6) das obere Ende des Verschlusskörpers 2 am äusseren Umfang dichtend ab, wodurch noch stärker verhindert wird, dass etwa vom Verschlusskörper 2 nicht zurückgehaltene Kotreste nach aussen dringen können. Alle diese Wirkungen können bei entsprechender Auslegung durch Handhabung der Vorrichtung mit einer Hand herbeigeführt werden. Während die Vorrichtung jetzt mit einer Hand gehalten wird, kann mit der anderen Hand ein Messer geführt werden, um den Enddarm 26 bei geschlossener Vorrichtung herauszuschneiden. Hierzu zieht der Bediener den geschlossenen Darmverschluss zu sich hin, bis der Enddarm 26 ausserhalb des Tierkörpers frei liegt, während er mit der anderen, messerführenden Hand jetzt den Enddarm 26 rundherum aus dem Tierkörper herauslöst. 



   Die beschriebene Vorrichtung kann jetzt losgelassen werden und im Kadaver verbleiben, um den Darm auch weiterhin verschlossen zu halten, bis alle notwendigen Arbeiten abgeschlossen sind. Nachdem das so verschlossene Darmpaket zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Tierkadaver entfernt und aus dem Schlachtraum heraus in den Konfiskatraum gebracht worden ist, z.B. über eine Rutsche oder ein Band, wird die Vorrichtung wieder geöffnet, indem die Klemmscheibe 5 mittels der Handgriffe 25 bis zum Einrasten des Verriegelungsbolzens 11 in die Ausnehmung 16 der Führungsstange 3 in Richtung der Handhabe 4 angehoben wird. Der Verschlusskörper 2 wird jetzt vom Enddarm 26 getrennt. Anschliessend wird die Vorrichtung gereinigt und desinfiziert, bevor sie zur erneuten Verwendung wieder in den Schlachtraum gebracht wird. 



   Die verschiedenen Teile der Vorrichtung bestehen aus lebensmittelechten Materialien, wobei vorzugsweise der Verschlusskörper 2 z. B. aus Polyethylen nach DIN 16776 und die Klemmscheibe 5 aus einem absolut korrosionsfreien Edelstahl V2A hergestellt wird. 



   Da Blut, Kot usw. stark ätzende Eigenschaften haben, werden die Hülsen 6 und 12 und/oder der Verriegelungsbolzen 11 vorzugsweise aus einem Material wie z. B. Messing mit guten Notlaufeigenschaften hergestellt, um einen leichtgängigen, wartungsarmen und verschleissfestem Betrieb der verschiedenen, relativ zueinander bewegbaren Teile zu erhalten. Möglich wäre auch, die Hülsen 6 und 12 mit aus solchen Materialien bestehenden Einpressbuchsen zu versehen. 



   Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das auf vielfache Weise abgewandelt werden kann. Insbesondere umfasst die Erfindung nicht nur die beschriebene Vorrichtung, sondern auch einen Bausatz zu ihrer Herstellung, der aus den beschriebenen Einzelteilen besteht, wobei insbesondere der Verschlusskörper 2, die Führungsstange 3, die Handhabe 4, die Klemmscheibe 5, die Klemmfeder 7, der Verriegelungsbolzen 11 und die Verriegelungsfeder 18 aus einzelnen, lösbar miteinander verbundenen Teilen bestehen. Weiter kann der Verriegelungsmechanismus 9 anders als beschrieben ausgebildet und montiert sein, die Klemmfeder 7 aus einer anderen als einer Schraubendruckfeder bestehen und/oder die Klemmscheibe 5 anders gestaltet sein.

   Weiter kann die beschriebene Vorrichtung in Abhängigkeit davon, ob sie für Gross- oder Kleinvieh verwendet werden soll, in unterschiedlichen Grössen hergestellt werden. Schliesslich versteht sich, dass die einzelnen Merkmale in anderen als den dargestellten und beschriebenen Kombinationen angewendet werden können. 

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Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Verschliessen des Enddarms eines Schlachttiers, enthaltend: einen Verschlusskörper, eine an diesem befestigte Führungsstange, eine auf der Führungsstange verschiebbar gelagerte Klemmscheibe und eine auf die Klemmscheibe einwirkende <Desc/Clms Page number 5> Klemmfeder, wobei die Klemmscheibe durch die Klemmfeder in eine am Verschlusskörper anliegende Klemmstellung vorgespannt, jedoch gegen die Kraft der Klemmfeder in einer Offenstellung haltbar ist, gekennzeichnet durch einen mit einem Entriegelungselement (10) versehenen, zur Verriegelung der Klemmscheibe (5) in ihrer Offenstellung bestimmten Verriegelungsmechanismus (9).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmecha- nismus (9) an der Klemmscheibe (5) montiert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange (3) eine radiale Ausnehmung (16) und der Verriegelungsmechanismus (9) einen radial zur Führungsstange (3) angeordneten, in die Ausnehmung (16) einführbaren Verriegelungs- bolzen (11) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmecha- nismus (9) eine den Verriegelungsbolzen (11) in eine Verriegelungsstellung vorspannende Verriegelungsfeder (18) aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungs- element (10) ein schwenkbar an der Klemmscheibe (5) gelagerter Hebel ist, mittels dessen der Verriegelungsbolzen (11) gegen die Kraft der Verriegelungsfeder (18) radial aus der Ausnehmung (16) herausbewegbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemm- feder (7) eine auf die Führungsstange (3) aufgezogene Schraubendruckfeder ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfeder (7) zwischen der Klemmscheibe (5) und einer an der Führungsstange (3) be- festigten Handhabe (4) eingespannt ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange (3) an ihren Enden mit Gewindeabschnitten (14,15) versehen und mit diesen mit komplementä- ren Gewindeabschnitten des Verschlusskörpers (2) und der Handhabe (4) verschraubt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Klemmscheibe (5) wenigstens ein Handgriff (25) befestigt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmscheibe (5) an einer dem Verschlusskörper (2) zugewandten Seite mit einem umlau- fenden Dichtungsring (24) versehen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des Dichtungsrings (24) kleiner als der An#endurchmesser einer der Klemmscheibe (5) zuge- wandten Stirnfläche (8) des Verriegelungskörpers (2) ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (2) in einer der Klemmscheibe (5) zugewandten Stirnfläche (8) mit we- nigstens einer Ausnehmung (21) und die Klemmscheibe (5) an einer dem Verschlusskörper (2) zugewandten Stirnfläche mit wenigstens einem vorstehenden, in der Klemmstellung in die Ausnehmung (21) einführbaren Zahn (22) versehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumin- dest der Verschlusskörper (2), die Klemmscheibe (5), die Führungsstange (3), die Handha- be (4) und die Klemmfeder (7) aus lösbar miteinander verbundenen Teilen bestehen.
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