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Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für einen Kupplungshaken eines durch eine Hubstrebe verstellbaren Unterlenkers eines Traktors mit einem Fahrersitz, mit einem Seil, dessen eines Ende an ein Betätigungselement des Kupplungshakens angelenkt ist und dessen anderes Ende zu einer in der Nähe des Fahrersitzes befindlichen Befestigungsstelle ge- führt ist und welches unter Zugbelastung auf das Betätigungselement unmittelbar einwirkt.
Aus der DE 29 17 556 A1 ist für die Betätigung von zwei Kupplungshaken ein Seil vorgesehen, welches an seinen beiden Enden in die Betätigungselemente der Kupplungshaken eingehängt ist und welches mit seinem mittleren Bereich zur Fahrerkabine geführt ist, wo es vom Fahrersitz aus zugänglich ist. Um dem Seil eine sichere Führung zu geben, sind dessen beiden ersten Abschnitte durch je eine an der Hubstange befestigte Öse aus Draht od.dgl. hindurchgeführt. Um zu verhin- dern, dass zu den Unterlenkern hin ein übermässiges Durchhängen eintritt, sind an den beiden Enden des Seiles oberhalb der Ösen Anschläge befestigt, deren Durchmesser grösser ist als die entsprechende Öse.
Bei diesen Anordnungen werden beim Anheben der Unterlenker bzw. der Hubstangen auch die Enden des Seiles über die Ösen und die Anschläge angehoben, wodurch ein zu starkes Durchhängen verhindert wird. Zudem sind die beiden Enden des Seiles mit Verstärkun- gen versehen, um ein Durchhängen zu begrenzen.
Bei dieser bekannten Anordnung ist bei abgesenkter Position des Kupplungshakens und maxi- maler Hubstrebenlänge das Seil gespannt, um ein unbeabsichtigtes Öffnen des Kupplungshakens ausschliessen zu können. Hierdurch ist das Seil in der angehobenen Position des Kupplungshakens zu lang, wodurch es durchhängt und eine undefinierte Lage einnimmt. Dies kann zur Folge haben, dass ein Verfangen und eine Beschädigung des Seiles bedingt werden. Um dies zu vermeiden, sind im Bereich der Hubstrebe die vorstehend beschriebenen Seilführungen in Form von Ringen, Ösen u.dgl. vorgesehen. Diese Führungselemente haben jedoch eine Umlenkung des Seiles und damit erhöhe Zugkräfte zur Folge. Ähnliches gilt für eine Kette als Zugmittel.
Aus der DE-OS 14 57 670 ist ein Dreipunktkuppler mit den Unterlenkern zugeordneten Kupp- lungshaken bekannt. Dabei ist jeder Kupplungshaken mit einem Betätigungselement versehen, das mit einem parallel zum Unterlenker in Richtung zum Heck des Traktors verlaufenden Hebel ver- bunden ist. Die Hebel beider Kupplungshaken sind mittels eines Querstückes miteinander verbun- den. Zur gemeinsamen Betätigung derselben ist eine Kette vorgesehen, welche mit einem Ende in eine Befestigungsstelle am Traktor eingehängt ist und welche unter Zwischenschaltung einer Zugfeder an einem zwischen den Enden des Querstückes verlaufenden Zugmittel angreift.
Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Führung eines zur Betätigung eines Kupplungshakens dienenden Seiles zu verbessern, um hierdurch eine Verminderung der erforderlichen Betätigungskraft zu erzielen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein Stellelement vorgesehen ist, welches auf das Seil eine Zugkraft in einer Querrichtung zu diesem ausübt, wodurch dieses aus der gestreckten Lage auslenkbar ist, dass das Stellelement mit seinem ersten Ende am Traktor bzw.
an einem mit diesem verbundenen Bauteil angelenkt ist und mit seinem zweiten Ende unter Zwischenschaltung eines Beaufschlagungselementes am Seil angreift, dass das Beaufschlagungselement am Seil zwischen dessen Befestigungsstelle und dem Betätigungselement angreift und dass das Seil bei Zugbelastung von der durch das Stellelement ausgelenkten Lage in seine gestreckte Lage verstellbar ist. Vorzugsweise ist das Stellelement als Zugfeder ausgebildet.
Das Beaufschlagungselement kann auch durch ein Gewicht gebildet sein, welches um sein erstes Ende eine Schwenkbewegung aufgrund der Schwenkkraft ausführt und über sein zweites Ende eine quer zum Seil einwirkende Kraft ausübt.
Durch diese konstruktive Gestaltung wird erzielt, dass das Seil aufgrund der Zugkraft, welche quer zum Seil ausgeübt wird, eine eindeutige Lage einnimmt. Bei einer Kraftausübung auf das Seil zur Betätigung des Kupplungshakens durch den Fahrer wird das Seil gespannt.
Bei der Kraftausübung auf das Seil wird auch die Zugfeder gespannt, bis eine gestreckte Lage des Seiles erreicht wird, so dass ein direkter Zug eintritt. Bei der erfindungsgemässen Ausführungs- form wird die Seillänge zwischen der Befestigungsstelle am Traktor und der Befestigung am Betä- tigungselement des Kupplungshakens so bemessen, dass das Seil in unbetätigtem Zustand eine definierte Lage einnimmt, in welcher es sich nicht verfangen kann.
Gemäss einer vorzugsweisen Ausführungsform ist die Zugfeder mit einer am zweiten Ende an- geordneten Öse als Beaufschlagungselement für das Seil versehen, welche das Seil lose umgreift.
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Alternativ dazu ist als Beaufschlagungselement eine Lasche vorgesehen, welche das Seil lose umschliesst. Die Zugfeder kann weiters an ihrem zweiten Ende mit einer Öse versehen sein, welche in die Lasche eingehängt ist.
Um zu erreichen, dass das Seil im entspannten Zustand gehindert ist durchzurutschen, ist vor- zugsweise die Relativbewegung des Beaufschlagungselementes zum Seil durch einen am Seil festgelegten Anschlag vom Betätigungselement weg, in Richtung zur Befestigungsstelle am Trak- tor begrenzt. Vorzugsweise ist das Beaufschlagungselement zwischen zwei am Seil festgelegten Anschlägen bewegbar. Als Befestigungsstelle für das erste Ende der Zugfeder kann die am Unter- lenker angreifende Hubstrebe dienen.
Falls dies erforderlich ist, ist es auch möglich, dem Seil mehrere solcher Zugfedern zuzuord- nen, um eine günstige Führung zu erzielen.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Traktor mit dem Unterlenker bei entspanntem Zustand des Seiles, in schemati- scher Ansicht;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht bei einem betätigten und somit gespann- ten Seil;
Fig. 3 ein Detail der Fig. 1, teilweise geschnitten;
Fig. 4 eine gegenüber der Ausbildung gemäss Fig. 3 geänderte Ausführungsform, und
Fig. 5 eine Alternative zur Ausführungsform gemäss Fig. 3.
In Fig. 1 ist in Umrissen ein Traktor 1 angedeutet, welcher mit einem nahe dem Heck angeord- neten Fahrersitz 2 versehen ist. Am Heck des Traktors 1 ist weiters eine 3-Punkt Anbauvorrichtung angeordnet, von welcher ein Unterlenker 3 dargestellt ist, welcher mit einem Ende gelenkig am Heck des Traktors 1 befestigt ist. Am anderen Ende ist der Unterlenker 3 mit einem Kupplungsha- ken 6 ausgebildet. Am Heck 2 sind zwei solche Unterlenker 3 parallel zueinander angeordnet.
Der Unterlenker 3 ist durch eine Hubstrebe 5 mit dem Kraftarm 4 eines Krafthebers verbunden, durch welchen er um die Anlenkung am Heck des Traktors 1 verschwenkt werden kann, wodurch der Kupplungshaken 6 dem Boden angenähert oder gegenüber diesem angehoben werden kann.
Zudem kann durch die Hubstrebe 5 auch eine Veränderung der Grundposition erfolgen, d. h. es kann die Höhenlage des Kupplungshakens 6 zum Boden dem Erfordernis entsprechend eingestellt werden. Zu der 3-Punkt Anbauvorrichtung gehört auch ein nicht dargestellter Oberlenker. Mittels des Kupplungshakens 6 kann eine Verbindung mit einem Gerät hergestellt werden oder es kann die Verbindung gelöst werden, ohne dass der Fahrer den Traktorsitz 2 verlassen muss.
Zur Betätigung des Kupplungshakens 6 ist ein Betätigungselement 7 vorgesehen, durch wel- ches ein Riegel des Kupplungshakens 6 verstellbar ist. An das Betätigungselement 7 ist das eine Ende eines Seiles 8 angelenkt. Das andere Ende des Seiles 8 ist entweder am Traktor 1 nahe dem Fahrersitz 2 befestigt oder es ist dort durch eine Befestigungsstelle 9 gehalten.
Zwischen dem Betätigungselement 7 und der Befestigungsstelle 9 ist dem Seil 8 eine Zugfeder 10 zugeordnet, welche mittels einer Öse 11 an der Hubstrebe 5 befestigt ist. Das zweite Ende der Zugfeder 10 weist eine Öse 13 auf, welche sich nahe dem Betätigungselement 7 befindet und durch welche das Seil 8 hindurchgeführt ist. Dadurch ist das Seil 8 in zwei Abschnitte, nämlich die Abschnitte 8' und 8", unterteilt. Wie dies aus Fig. 1 erkennbar ist, ist das Seil 8 infolge der Einwir- kung der Feder 10 von einer geraden Verbindung zwischen dem Betätigungselement 7 und der Befestigungsstelle 9 abgelenkt.
Sobald durch den Fahrer zur Betätigung des Kupplungshakens 6 auf das Seil 8 eine Zugkraft ausgeübt wird, so wird es bis zum Erreichen seiner gestreckten Lage, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, gespannt, wobei auch die Feder 10 gespannt wird, welche sich gemäss Fig. 1 im wesentlichen im entspannten Zustand befindet.
Gemäss der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist die Zugfeder 10 an ihrem zweiten Ende mit einer Öse 13 ausgebildet, durch welche das Seil 8 hindurchgeführt ist. Zudem sind beiderseits der Öse 13 Anschläge 14,15 vorgesehen, durch welche die Bewegung des Seiles 8 in Bezug auf die Öse 13 und damit hinsichtlich der Zugfeder 10 begrenzt wird, wodurch die maximalen und auch minimalen Längen der Abschnitte 8' und 8" begrenzt sind. Das Seil 8 wird durch die Anschläge 14, 15 im entspannten Zustand am Durchrutschen gehindert. Alternativ dazu kann gemäss Fig. 5 nur ein einziger Anschlag 14 vorgesehen sein, wodurch nur die maximale Länge des Seilabschnittes 8"
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begrenzt ist.
Gemäss der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist das Beaufschlagungselement als La- sche 16 ausgebildet, welche das Seil 8 umschliesst, wodurch eine flächige Berührung bewirkt ist.
Die Lasche 16 ist mit einer Bohrung versehen, in welche die Feder 10 an ihrem zweiten Ende mit einer Öse 13' eingehängt ist und hierdurch auf die Lasche 16 einwirkt.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Betätigungsvorrichtung für einen Kupplungshaken (6) eines durch eine Hubstrebe (5) ver- stellbaren Unterlenkers (3) eines Traktors (1) mit einem Fahrersitz (2), mit einem Seil (8), dessen eines Ende an ein Betätigungselement (7) des Kupplungshakens (6) angelenkt ist, dessen anderes Ende zu einer in der Nähe des Fahrersitzes (2) befindlichen Befesti- gungsstelle (9) geführt ist und welches unter Zugbelastung auf das Betätigungselement (7) unmittelbar einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stellelement (10) vorgesehen ist, welches auf das Seil (8) eine Zugkraft in einer Querrichtung zu diesem ausübt, wodurch dieses aus der gestreckten Lage auslenkbar ist, dass das Stellelement (10) mit seinem ersten Ende am Traktor (1) bzw.
an einem mit diesem verbundenen Bauteil angelenkt ist und mit seinem zweiten Ende unter Zwischenschaltung eines Beaufschlagungselementes (13,16) am Seil (8) angreift, wobei das Beaufschlagungselement (13,16) am Seil (8) zw- schen der Befestigungsstelle (9) und dem Betätigungselement (7) angreift und dass das
Seil (8) bei Zugbelastung von der durch das Stellelement (10) ausgelenkten Lage in seine gestreckte Lage verstellbar ist (Fig. 1, Fig. 4).