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Die Erfindung betrifft einen Demontageaufsatz mit Zug- und Drucklagern für Arbelts- und Schutzgerustbuhnen (weiterhin Gerustbuhnen oder nur Buhnen genannt) Er Ist das Anschlagmittel fur die Buhne an den Baukran Die Buhnen sind mit dieser Vorrichtung auch dann noch demontlerbar, wenn sie sehr knapp unter einem weit vorgezogenen Dach oder Gesimse montiert sind und das üblicherweise verwendete 4-strangige Gehange versagt (Fig 1) Um den Demontageaufsatz verwenden zu konnen müssen die Buhnen von jenem Bautyp sein, der zwischen den ausseren (näher der Absturzsicherung (2)) Anschlagosen oder-bugeln (1) und der Absturzsicherung (2) ca Y2 m oder mehr Abstand hat.
Die Notwendigkeit des Ausfadelns unter Dachvorsprungen oder Gesimsen ist erst In letzter Zelt vermehrt aufgetreten und wird, aufgrund der Gesetzeslage, noch zunehmen Die Buhnen werden jetzt nicht mehr nach dem Rohbau abgebaut, sondern verbleiben als Sicherungseinrichtung für die Folgegewerke wie Zimmermann, Spengler, Dachdecker, etc am Bauwerk Wird das 4-strangige Gehange zur Demontage unter Gebaudevorsprungen verwendet, kommt es zu schweren Beschadigungen am Bauwerk und oft bleibt der Demontageversuch erfolglos Der Abbau erfolgt dann handisch mit Kranunterstutzung, sehr improviseert und gefährlich sind die Arbeitsplatze, die von der Abbaumannschaft eingenommen werden müssen
Ein Abheben der Buhnen mit Konstruktionen ähnlich denen von herkömmlichen Krangabeln
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ges, folglich windempfindliches Element,
das nur auf Gabelzinken aufgelegt nicht transportiert werden sollte Beim Ausfadeln treten durch das Anstossen und manchmal auch durch das Hangenbleiben Lastzustande auf, die einen Buhnenabsturz regelrecht provozieren
Das 4-strangige Gehange und der unges ! cherte Transport mit der Krangabel sind der Stand der Baustellenpraxis
Der Stand der Technik Ist reprasentiert durch folgende Patente.
DE 42 37 155 C1 (Noe-Schaltechnlk G Meyer-Keller GmbH & Co) 4 Nov 1993
Umsetzeinrichtung fur Gerusteinheiten, bestehend aus zwei C-formigen Bugeln die an der Oberseite des Gerustbautelles, der Gerustbuhne, eingehangt werden Der Abstand zwischen Gerustbuhne und moglichem Gebaudevorsprung wird verringert
DE 43 38 654 C2 (Baumann Verwertungsgesellschaft GmbH) 3 Juli 1997
Vorrichtung zur Handhabung von Bauelementen, der Bauteil wird von zwei Armen untergnffen, und lagert wie bei einer Krangabel auf Die Lagestabilitat wird jedoch nicht durch die Formgebung erreicht sondern durch Gegengewichte zum Bauteil Der Kranhaken wird an einem senkrechten Stab In der Mitte der Vorrichtung eingehangt Ein Sicherungsbugel fur den Bauteil ist vorhanden.
Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine Konstruktion zu schaffen die folgende Forderungen er- fullt.
1) Das Gerustbuhnenelement muss sicher am Kran verhangt sein
2) Beim Hebevorgang muss die Buhne lagestabil bleiben
3) Der oft sehr gennge Abstand zwischen Dachunterkante oder Gesimse und Buhnenbelag soll nicht verringert werden
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelost, dass anstelle der Ketten oder Seile Aushangevornchtungen verwendet werden, die gleichzeitig Zug- und Druckkrafte aufnehmen konnen (Flg 4) So kann die Buhne gehoben werden und einem Kippen wird von vornherein entgegengewirkt Alle Auflagerpunkte zwischen Buhne und Demontageaufsatz liegen auf einer Seite (zwischen Bühnenschwerpunkt (S) und AbsturzsIcherung (2)) des Bühnenschwerpunktes (S) und oben auf dem Buhnenbelag (3) Der Demontageaufsatz ist so steif,
dass er die Momentenbelastung aus der Last aufnehmen kann und eine Verdrehung verhindert
Die Aufhängung am Kran liegt senkrecht über dem gemeinsamen Schwerpunkt von Bühne und Aushängevornchtung, somit bleibt die Lage der Bühne während des Aushange- und Transportvorganges konstant Figurenübersicht,
Fig 1 Derzeitiger Stand, das 4-strangige Gehänge versagt bei vorspringenden Bauwerkstei- len Systemskizze Seitenriss
Fig 2 Demontageaufsatz in Form von Z-förmigen Aushangearmen. Schrägnss, Obersicht
Fig. 3. Demontageaufsatz In Form von einem Aushängerahmen Schragriss, Obersicht
Fig 4 Demontageaufsatz, Grundidee und gleichzeitig statisches System.
Systemskizze
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Seitennss
Formen für diesen Demontageaufsatz mit Zug- und Drucklagern sind z B
A) Z-formige Aushangearme (Fig 2)
Diese Arme werden mittels Haken oder Schakel (4), die ie zuglager, in die beiden ausseren Anschlagosen oder -buge I (1) der Buhne eingehängt Dadurch bildet sich ein Dreieck zwischen den beiden Z-Armen (5, 6,7 und 9) und dem Buhnenbelag (3) der Gerustbuhne aus Die Basisschenkel (5) der Z-Arme zeigen nach aussen, zur Absturzsicherung (2) hin und bilden mit dem nach oben fuhrenden Hauptrohr (6) eine (annähernd) rechtwinkelige, statisch gesehen steife Ecke An den ausseren Enden der Basisschenkel sind gelenkig gelagerte Fussplatten (9) zur Aufnahme der Druck- krafte,
die Drucklager
Am obenliegenden Punkt des vorhin beschnebenen Dreiecks treffen sich die belden Z-Arme und werden miteinander In einem Doppelgelenk (8) verbunden Gleichzeitig stellt das Doppelgelenk (8) die Verbindung zum daruberliegenden Lastbalken (10) her Die oberen Schenkel (7) der Z-
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So konnen nicht nur Gerustbuhnen mit den ubilchen 1,5 m Abstand der Anschlagosen oder -bugel (1) bewegt werden sondern auch solche mit z B 3 m Anschlagpunkt-Abstand Der Lastbalken (10) und die daruberliegende, dazugehorende Rundstahlfasson (11) sind Standardbautelle wie bel jeder Krangabel Sie dienen dazu, dass der Kranhaken genau uber dem Schwerpunkt eingehängt werden kann
B) Aushangerahmen (Flg 3)
Ein Rahmen liegt mit einem seiner Langsstabe (12) auf dem Buhnenboden (3) Das ist das Drucklager dieser Konstruktion Die andere Seite des Rahmens ist ca. 30 bis 40 cm angehoben An diesem Rahmenlangsstab (13) befinden sich die Haken oder Schakel (4) zum verhangen der Gerustbuhne Die Haken (4) bedingen das Anheben des Rahmen ! ängsstabes (13).
S ! e werden In die beiden äusseren, naher der Absturzsicherung (2) gelegenen, Anschlagosen oder -bugel (1) eingehängt Der am Buhnenboden (3) liegende Rahmenlangsstab (12) ist noch naher der Absturzsicherung, noch weiter aussen In der Mitte des angehobenen Langsstabes (13) sitzt ein nach oben fuhrender Stab (14) der die Verbindung zum Lastbalken (10) bildet Die Stabe (15) und (16) dienen lediglich der Ausbildung von, statisch gesehen, steifen Ecken
Wie dargestellt kann der angehobene Rahmenlangsstab (13) beiderseits uber den Rahmen hinaus verlangert werden Sieht man Einrastvornchtungen (18) fur die grossen O-Ringe (19) mit den Haken (4) vor, kann der Aushangerahmen an jeden Abstand der Anschlagosen oder -bugel (1)
angepasst werden Es ist auf die Symmetrie der Hakenausteilung zu achten Der Kranhaken Ist In die Rundstahlfasson (11) des Lastbalken (10) einzuhangen, er muss uber dem Schwerpunkt des Systems, Aushangerahmen mit Buhne, liegen C) Aushange-H-Konstruktlon
Basierend auf B) Aushangerahmen
Die beiden Querstabe (17) des Rahmens konnen durch einen mittigen Stab ersetzt werden, so dass keine Rahmenform.
sondern eine H - Form entsteht
D) Aushange-T-Konstruktion
Basierend auf C) Aushange-H Konstruktion
Wird auch auf den Rahmen - Langsstab (12) verzichtet und an seiner Stelle ein punktformiges Drucklager verwendet, so wird die Aushange-H-Konstruktion zur Aushänge-T-Konstruktion
Die Konstruktionen Aushange-H und Aushange-T sind zwar gleichermassen funktionsfähig wie der Aushängerahmen, nur sind hier grossere Verformungen zu erwarten
Die Forderungen 1. 2 und 3 sind erfullt zu 1) Die Gerustbuhne hangt sicher an 2 Haken zu 2) Die Buhne kann sich nicht verdrehen, das Kippmoment wird vom Demontageaufsatz aufgenommen zu 3) Im Bereich zwischen Buhne und Dachvorsprung oder Gesimse ist keinerlei Konstruktion
Zu beachten ist,
dass alle diese Konstruktionen die Kräfte an den Anschlageösen oder-bugeln erhohen Der Erhohungsfaktor wird in der Praxis bei ca 2 bis 2, 5 liegen Bel den Aushangearmen ist auf Grund des Schragzuges eine nochmalige Erhohung der Kräfte zu berücksichtigen