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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Markierung auf einem mit Rasen bewachsenen Boden, bei welchem Verfahren ein der Markierung entsprechender Graben ausgehoben wird, in welchen ein die durch Fasern mit zum Rasen kontrastierender Farbe gebildete Markierung tragendes Verankerungselement und Schüttgut eingebracht wird. Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung zum Durchfuhren des Verfahrens. Zusätzlich betrifft die Erfindung eine Markierung auf einem mit Rasen bewachsenen Boden, mit einem in den Boden eingebrachten Verankerungselement, das die aus Fasern mit zum Rasen kontrastierender Farbe bestehende Markierung trägt.
Überdies ist in der FR 2 618 345 A1 eine Markierungslinie geoffenbart, die dadurch hergestellt ist, dass in einen ausgehobenen Graben Platten aus porösem Material eingesetzt werden, auf deren Oberseite ein Tuft- bzw. Florband geklebt ist. Der im Graben verbleibende Raum zwischen den Platten sowie den Platten und den Wänden des Grabens wird mit Sand verfüllt.
Das vorbekannte Verfahren ist verhältnismässig aufwendig. Zusätzlich entsprechen die mechanischen Eigenschaften der Platten nur in den seltensten Fällen den mechanischen Eigenschaften des benachbarten Bodens, beispielsweise ein Tennisplatz, Fussballplatz, usw., wodurch die Gefahr besteht, dass Spieler an der Markierungslinie hängenbleiben oder dort ausrutschen.
Die EP 0 488 843 A1 beschreibt eine Markierungslinie, die dadurch hergestellt wird, dass ein Graben mit einer anorganischen Mischung aus kantigen Körnern und losen Fasern gefüllt wird, welche anorganische Mischung unmittelbar die Markierungslinie bildet.
Aus der DE 26 52 557 A1 ist ein Spielflächenboden bekannt, der eine flache, feste untere Oberfläche aufweist, auf die ein Noppengewebe mit hochstehenden, grasähnlichen Noppenelementen aufgebracht ist Zwischen den Noppenelementen ist eine verdichtete Schicht aus witterungsbeständigem, körnigem Mineralstoff aufgebracht.
Die US 4 497 853 A beschreibt einen Sportboden aus Kunstteppich, bei dem eine nachgiebige Fasermatte auf eine stabilisierte Unterlage aufgebracht ist Auf die Fasermatte ist ein Tuft- bzw.
Florteppich gelegt, zwischen dessen nach oben stehende Fasern Sand gefüllt ist.
Die US 3 513 062 offenbart einen beispielsweise zum Golfspielen geeigneten Boden, bei dem ein Grundgewebe hergestellt wird, von dem aus sich eine Mehrzahl von Maschenreihen einer synthetischen Faser erstreckt Eine erste Reihe der Maschen wird nahe deren Spitzen abgeschnitten und eine zweite Reihe von Maschen neben der ersten Reihe wird aus dem Grundgewebe herausgezogen. Die Abschneide- und Ziehvorgänge werden sequentiell wiederholt, so dass der geschlossenmaschige Teppich in einen offenen Florteppich übergeführt wird.
Die AU-B-419 44/93 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines synthetischen Sportbodens, bei dem ein synthetischer Florteppich mit Sand gefüllt wird, über den Sand eine Schicht aus Gummigranulat oder einem Gemisch von Sand und Gummigranulat angeordnet wird und über diese Schicht eine weitere Sandschicht angeordnet wird.
Die US 4 396 653 A beschreibt einen Sportboden mit zu der vorgenannten US 4 497 853 A ähnlichem Aufbau, jedoch bezüglich der Verankerung der U-förmigen Faserschlaufen stabilerem Grundgewebe.
Die US 4 044 179 A beschreibt einen Sportboden mit ebenfalls einem Kunstteppich mit von einem Grundgewebe in Form offener Us nach oben vorstehender Faserschlaufen, der mit Granulat verfüllt ist
Die FR 265 30 27 A1 offenbart einen fahrbaren Wagen zum Zufuhren von Schüttgut für eine Markierung.
Die WO 95/12441 offenbart lediglich einen einzelnen Markierungspunkt, der beispielsweise als Einmesshilfe von Markierungslinien verwendbar ist und mit dem ein Linienanfangspunkt und -endpunkt fixierbar ist. Dazu wird ein Ankerkörper in den Boden eingeschraubt, wobei die Einschraubtiefe derart ist, dass die Oberseite des Körpers im wesentlichen auf dem gleichen Niveau mit der Oberfläche des mit Rasen versehenen Bodens ist. Dadurch ergibt sich bei dem bekannten Markierungskorper das Problem, dass bei Verschleiss des Rasens, insbesondere wenn der Rasen völlig abgespielt wird und sich die Bodenoberfläche durch Verdichtung etwas senkt, der Körper aus dem Boden vorsteht und eine für Sportler gefährliche Stolperschwelle bildet.
Markierungen, insbesondere Markierungslinien werden für alle Sportarten gebraucht. Natürlich wachsender Rasen, gegebenenfalls für besondere Strapazierfähigkeit als Hochleistungsrasen in besonderen Bahnen aufgebracht, ist aus vielerlei Gründen nicht ersetzbar Auf Rasen werden
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Markierungen üblicherweise durch Aufbringen von Kreide aus fahrbaren Vorratsgefässen oder durch Aufspritzen von Farbe aufgebracht. Solche Markierungen sind wenig strapazierfähig und müssen laufend erneuert werden, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.
Um diesem und den im Zusammenhang mit dem vorbekannten Stand der Technik sich ergebenden Problemen Abhilfe zu schaffen, wurde auch vorgeschlagen, im Rasenboden einen Graben mit der Breite der späteren Markierungslinie auszuheben und den Graben mit beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi bestehenden Trägerkörpern zu füllen, auf deren Oberseite Kunstrasen durch Verklebung befestigt ist. Die vorzugsweise weissen Fasern des Kunstrasens bilden somit eine widerstandsfähige Markierung.
Die Trägerkörper haben eine Höhe von beispielsweise 20 cm, eine Breite von 12 cm und eine Länge von gegebenenfalls mehreren Metern. Sie müssen in Längsrichtung miteinander verbunden werden, so dass die bekannten Markierungen bei ihrer Ausbildung als lange Markierungslinien sehr aufwendig sind. Eine Eigenart der bekannten Markierungslinien bestehen darin, dass bei Verschleiss des sie umgebenden natürlichen Rasens, insbesondere wenn der Rasen völlig abgespielt ist und sich die Bodenoberfläche durch Verdichtung etwas senkt, der Trägerkörper aus dem Boden vorsteht und eine für die Sportler gefährliche Stolperschwelle bildet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine auch als Markierungslinie geeignete Markierung zu schaffen, die bei langer Haltbarkeit unabhängig vom Zustand des sie umgebenden Rasens keine Stolperschwelle bildet. Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen der Markierung sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens anzugeben.
Der auf das Verfahren gerichtete Teil der Erfindungsaufgabe ist durch folgende Verfahrensschntte gekennzeichnet : Einbringen eines Haltebandes in den ausgehobenen Graben, Zuschütten des Grabes mit Schüttgut, Einschiessen der Fasern durch das Schüttgut hindurch, wodurch die Fasern in dem Halteband gehalten werden.
Ein weiteres Merkmal des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass eine eine Schlaufe der Faser mitnehmende Klammer in das Halteband geschossen wird. Hiemit wird der Vorteil erzielt, dass von einer Klammer jeweils zwei Fasern mitgenommen werden und bei der Herstellung der Markierung mit einer Endlosfaser gearbeitet werden kann.
Eine Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass unter Abwickeln eines Faserfadens von einer Vorratsrolle jeweils eine sich quer über das Halteband erstreckende Reihe von zusammenhängenden Faserschlaufen am Halteband befestigt wird, und die vom Halteband entfernten Enden der Faserschlaufen jeweils nach Einbringen der ersten Faserschlaufe einer neuen, sich quer über das Halteband erstreckenden Reihe aufgeschnitten werden. In vorteilhafter Weise kann so mit einem Endlosfaserfaden gearbeitet werden.
Der auf die Vorrichtung gerichtete Teil der Erfindungsaufgabe ist gekennzeichnet durch ein in Längsrichtung des Grabens fahrbares Gestell auf dem eine Einrichtung zum Einbringen des Haltebandes in den Graben, eine Schütteinrichtung zum Zuschütten des Grabens nach Einbringen des Haltebandes, eine in Querrichtung des Grabens bewegliche Klammerschiesseinrichtung mit einem Vorrat an Klammern und einem Vorrat an Fasern, eine Antriebseinrichtung zum Bewegen der Klammerschiesseinrichtung in Quernchtung des Grabens, nebeneinander auf gleicher Höhe angebrachte Umlenkbleche zwischen denen die Klammerschiesseinrichtung jeweils eine Klammer mit von dieser mitgenommener Faserschlaufe hindurchschiesst, eine Schneideinrichtung zum Abschneiden der auf den oberen Rändern der Umlenkbleche liegenden Faserschlaufen,
und ein Steuergerät zum Steuern der Tätigkeiten der genannten Einrichtungen befestigt sind. Mittels dieser Vorrichtung ist es möglich, in besonders effektiver und einfacher Weise Fasern durch Schüttgut, das ein in einem Graben eingebrachtes Halteband bedeckt, durchzuschiessen und im Halteband zu verankern.
Gemäss einer Ausgestaltung der erfindungsgemässen Vorrichtung ist eine Aushubeinrichtung zum Ausheben des Grabens vorgesehen, die ausgehobenes Erdreich einem Behälter zuführt, von dem aus das Erdreich der Schütteinrichtung zuführbar ist. In vorteilhafter Weise ist in die Vorrichtung eine Einrichtung zum Ausheben und anschliessendem Zuschütten eines Grabens integriert.
Um eine besonders bequeme Bedienbarkeit der Vorrichtung zu erzielen, ist nach einer Ausgestaltung die erfindungsgemässe Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass eine Vortriebseinrichtung zum Bewegen der die Einbnngeinrichtung, die Schütteinrichtung, die Klammerschiesseinrichtung, die Antriebseinrichtung für die Klammerschiesseinrichtung, die Schneideinrichtung, das Steuergerät
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sowie gegebenenfalls die Aushubeinrichtung enthaltenden Vorrichtung in Richtung einer auszubildenden Markierungslinie vorgesehen ist
Der auf die Markierung der eingangs genannten Art gerichtete Teil der Erfindungsaufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungselement durch ein unterhalb der Bodenoberfläche im Boden befindliches Halteband gebildet ist,
in dem die durch Schüttgut zwischen dem Halteband und der Bodenoberfläche hindurchragenden Fasern gehalten sind. Mit diesem Aufbau der erfindungsgemässen Markierung ist gewährleistet, dass sich auch nach langer Einsatzdauer keinerlei Stolperschwellen bilden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemässen Markierung sind darin gelegen, dass das Halteband aus mit Polyurethan gebundenem Gummigranulat besteht, die Fasern gedrillte und gekräuselte Fasern aus Polypropylen sind und/oder die Fasern mit je einer Schlaufe einen in das Halteband eingeschossenen Anker umschlingen. Letztgenanntes Merkmal der Erfindung stellt eine besonders einfache Ausführungsform der für die Markierung verwendeten Anker dar.
Die Erfindung betrifft auch eine Markierung auf einem mit Rasen bewachsenem Boden, welche Markierung aus aus dem Boden vorstehenden Fasern mit zum Rasen kontrastierender Farbe gebildet ist, welche Fasern an in den Boden einbringbaren Ankern befestigt sind. Diese Markierung ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Anker in den Boden derart tief eingeschossen sind, dass sie sich insgesamt im Abstand von der Oberfläche des Bodens in diesem befinden.
Hierin ist eine besonders einfache Ausführungsform der erfindungsgemässen Markierung gelegen, die ohne ein Halteband auskommt und bei der nicht erforderlich ist, einen Graben auszuheben
Bei der erfindungsgemässen Markierung durchragen die Fasern zwischen der Bodenoberfläche und dem als Verankerungselement dienenden Halteband befindliches Schüttgut, beispielsweise Erdreich oder Sand, wodurch beim Abspielen des Rasens oder gar beim Senken des Erdreichs unter dem ehemaligen Rasen nicht die Gefahr besteht, dass die Markierung aus dem Boden vorsteht. Das Schüttgut tritt sich wie das umgebende Erdreich flach bzw verteilt sich entsprechend, so dass keine Stolperschwelle entsteht.
Die erfindungsgemässe Markierung, die in einfacher Weise und kostengünstig herstellbar ist, ist für jedwelche Markierungen in Rasenböden geeignet, insbesondere zum Markieren von Fussballfeldern, wo sie auch bei stark strapazierten Fussballfeldern über mehrere Jahre hält. Sollten einzelne Fasern der erfindungsgemässen Markierung verschleissen, können neue Fasern in das Halteband eingeschossen werden. Es können linien- und punktförmige Markierungen hergestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert.
Es stellen dar :
Fig. 1 bis 3 Querschnitte durch einen Sportrasenboden mit verschiedenen Zuständen beim Herstellen einer Markierungslinie,
Fig. 4 ein Detailansicht eines Ausschnitts der Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht zur Erläuterung des Einschiessens einer Faser
Fig. 6 eine schematische Draufsicht einer Vorrichtung zum Herstellen einer Markie- rungslinie und
Fig. 7 eine vereinfachte Markierung.
Gemäss Fig. 1 ist in einem mit Rasen 2 bewachsenen Erdreich (Boden) 4 ein Graben 6 ausgehoben, in den ein Halteband 8 eingebracht ist.
Typische Abmessungen des Grabens sind eine Tiefe von 15 cm und eine Breite von 10 bis 12 cm Das Halteband kann beispielsweise 2 cm stark sein und aus mit Polyurethan gebundenem Gummigranulat bestehen. Nicht im einzelnen dargestellt ist die Rasentragschicht des Erdreiches 4, innerhalb der sich neben dem Graben 6 das Wurzelwerk des Rasens 2 befindet. Der Rasen 2 kann durch Saat vollständig natürlich gewachsen sein oder in Bahnen aufgerollt sein, wobei die Tiefe des Grabens beispielsweise etwa der der Rasentragschicht entspricht
Gemäss Fig. 2 wird der Graben 6 nach Einbringen des Haltebandes 8 mit Schüttgut 10 zugeschüttet. Das Schüttgut 10 kann Sand, Erdreich, Granulat oder sonst geeignetes Material sein.
Über dem Halteband 8 fehlt gemäss Fig. 2 der Rasen 2.
Gemäss Fig 3 wird der Rasen 2, dessen Halme eine Länge von etwa 2 cm haben, dadurch ersetzt, dass in dem Halteband 8 Fasern 12 befestigt bzw verankert werden, die durch das Schüttgut
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10 hindurchreichen und etwa in Höhe der Oberfläche des Rasens 2 enden, so dass eine insgesamt ebene Oberfläche gebildet ist. Die Fasern 12 sind bevorzugt weiss und bestehen aus verschleissfestem Kunststoff. Beispielsweise sind sie gedrillte und gekräuselte Fasern aus Polypropylen, wie sie ähnlich für Kunstrasen verwendet werden. Die Fasern 12 bilden auf diese Weise eine Markierung 14, die zum Rasen 2 wegen ihrer Tiefe deutlich kontrastiert. Die Längserstreckung der Markierung 14 führt in Fig. 3 aus der Zeichenebene hinaus.
Zum Befestigen bzw. Verankern der Fasern 12 an dem Halteband 8 gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Beispielsweise können Fasern durch das Schüttgut 10 hindurch mit Hilfe von spiessartigen Werkzeugen in das Halteband 8 gesteckt werden, wobei ihre Enden mit entsprechenden Verankerungselementen versehen sind. Bevorzugt ist die Befestigung gemäss Fig. 4, bei der jeweils zwei benachbarte Fasern 12 eine Schlaufe 16 bilden, die von einer Klammer 18 in dem Halteband 8 gehalten wird. Die Klammer 18 ist beispielsweise eine normale U-förmige Heftklammer, deren Schenkel in das Halteband 8 einragen und deren Steg die Schlaufe 16 hält.
Fig. 5 zeigt schematisch, wie die Fasern 12 eingebracht werden : eineKlammerschiesseinrich- tung 20 ähnlich einem handelsüblichen Heft- oder Hammergerät mit verstärkter Schlagleistung (etwa 5 I Luftbedarf je Schlag) weist einen senkrecht hin- und herbeweglichen Hammer 22 auf. Aus einer nicht dargestellten Klammerzufuhreinrichtung ist unmittelbar vor dem Hammer 22 jeweils eine Klammer 18 anordenbar. Schräg unterhalb des Hammers 22 befindet sich eine Fadenführung 24, durch die hindurch ein Faserfaden 25 von einer Vorratsrolle 26 zugeführt wird. Ineinem Abstand etwas grösser als die Tiefe des Grabens 6 über dem Halteband 8 bzw. geringfügig über der Oberfläche des Erdreichs 4 gemäss Fig. 2 befinden sich Umlenkbleche 28, die starr an einer in Fig. 5 nicht gesamthaft dargestellten Vorrichtung zur Herstellung einer Markierungslinie angebracht sind.
An der gemäss Fig. 5 linken Seite des Haltebandes 8 beginnend wird eine erste Schlaufe 16a des Faserfaden 25 durch Einschiessen der Klammer 18a zwischen zwei Umlenkbleche 28 hindurch in dem Halteband 8 verankert Anschliessend bewegt sich die Klammerschiesseinrichtung 20 nach rechts, um eine weitere Schlaufe 16b mittels der Klammer 18b im Halteband 8 zu verankern. Dargestellt ist der Zustand, in dem die vierte Schlaufe 16d von der vierten Klammer 18d mitgenommen wird, um im Halteband 8 verankert zu werden. Der Vorgang setzt sich fort, bis an der rechten Seite des Haltebandes 8 eine Schlaufe verankert ist, so dass sich quer über das Halteband bzw. quer über die auszubildende Markierungslinie eine Reihe von Schlaufen des Faserfadens 25 erstreckt, der in weiteren Schlaufen über die Umlenkbleche 28 geführt ist.
Die Klammerschliesseinrichtung 20 wird anschliessend in Längsnchtung der herzustellenden Markierungslinie bewegt und es wird eine erste Schlaufe einer neuen Schlaufenreihe an der rechten Seite des Haltebandes 8 gesetzt. Anschliessend werden die über den Umlenkblechen 28 befindlichen Enden der Schlaufenreihe mit Hilfe einer Schneideinrichtung bzw. eines Messers, das sich über die Oberseiten der Umlenkbleche 28 bewegt, durchtrennt, so dass die fertigen Faserstücke 12 gemäss Fig. 4 ausgebildet sind.
Die Klammern 18 werden jeweils durch das in den Graben 6 geschüttete Schüttgut 10 hindurch unter Mitnahme der Faserschlaufen in das Halteband 8 geschossen, wozu die oben erwähnte Leistung des Hammers 20 erforderlich ist, die naturgemäss von der Art des Schüttgutes 10 abhängt Das Material des Haltebandes 8 muss geeignet sein, die Klammern nach dem Einschiessen sicher zu halten. Das Schüttgut muss nicht notwendigerweise aus Sand oder Erdreich bestehen, es kann durch jedes Granulat gebildet sein, das das Einbringen der Fasern gestattet, das Halteband sicher abdeckt und eine Dichte hat, die gewährleistet, dass es im Graben bleibt.
Fig. 6 zeigt in Aufsicht schematisch eine Vorrichtung zum Herstellen einer Markierung. Auf einem mittels Walzen 30 und einer breiten Andruckwalze 32 fahrbaren Untergestell 34 befindet sich ein Rahmen 36. Der Rahmen 36 trägt eine Führung 38, längs der die Klammerschiesseinnchtung 20 hin- und herbeweglich ist Zum Antrieb der Klammerschiesseinnchtung 20 ist eine Antriebseinrichtung 40 vorgesehen, die beispielsweise durch eine umlaufende Kette gebildet sein kann, so dass sich die Klammerschiesseinrichtung 20 mit einer Amplitude, die der Breite einer herzustellenden Markierung entspricht, hin- und herbewegt Mit Strichen angedeutet sind die Umlenkbleche 28, neben denen sich die bei der Erläuterung der Fig. 5 genannte Schneideinrichtung 42 befindet.
An der Klammerschiesseinrichtung 20 angebracht sind die Vorratsrolle 26 und ein Klammervorrat 44, aus dem heraus Klammern in an sich bekannter Weise dem Hammer 22 zugeführt werden.
An dem Rahmen 36 ist weiters eine Einrichtung 46 zum Einbringen des Haltebandes 8 in den
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Graben 6 sowie eine Schütteinrichtung 48 angebracht, mittels der Schüttgut in den Graben nach Einbringen des Haltebandes 8 schüttbar ist.
Zur Steuerung der genannten Einrichtungen ist ein Steuergerät 50 vorgesehen.
Die Funktion der beschriebenen Vorrichtung ist wie folgt:
Die Vorrichtung bewegt sich, von einer Vortriebseinrichtung 49, z. B. einen Schrittschaltmotor, angetrieben längs eines vorher ausgehobenen Grabens 6, in den von der Einrichtung 46 das Halteband 8 eingebracht wird und der mit Hilfe der Schütteinrichtung 48 zugeschüttet wird. In das am Boden des zugeschütteten Grabens liegende Halteband 8 werden mittels der Klammerschiesseinrichtung 20 in der anhand der in Fig. 5 beschriebenen Weise die Fasern 12 eingebracht, wobei die Schneideinrichtung 42 jeweils nach Einbringen einer Schlaufenreihe quer über das Halteband 8 und Vorwärtsbewegen der Vorrichtung in Grabenrichtung (nach rechts in Fig. 6) um eine Strecke, die der Entfernung benachbarter Faserschlaufen entspricht, abgetrennt werden.
Dass die Schneideinnchtung 42 jeweils erst nach einem Vorwärtsbewegen der Vorrichtung in Tätigkeit tritt, hat seinen Grund darin, dass erst nach dem Einschiessen der ersten Schlaufe der neuen sich quer zur Vorwärtsbewegung erstreckenden Schlaufenreihe die über die Umlenkbleche 28 führenden Schlaufen der fertigen Schlaufenreihe durchtrennt werden dürfen, da sonst das Ende des von der Vorratsrolle 26 kommenden Fadens 25 nicht im Halteband 8 verankert wäre. Die einzelnen Schlaufen bzw. Halteklammern haben typischerweise einen Abstand von 5 mm voneinander. Mit Hilfe des Steuergerätes 50 werden die einzelnen Tätigkeiten so aufeinander abgestimmt, dass sich die Vorrichtung praktisch kontinuierlich gemäss Fig. 6 nach rechts bewegt und hinter sich eine fertige Markierung 14 bzw. Markierungslinie ausbildet.
Die Bündigkeit der Markierung 14 mit dem benachbarten Rasen wird durch die Andruckwalze 32 (die auch zwischen Schütteinnchtung 48 und Klammerschiesseinrichtung 20 angeordnet sein könnte) gewährleistet und zusätzlich durch eine Egalisierungsbürste 52 am hinteren Ende der Vorrichtung verbessert.
Je nach verwendetem Schüttgut zum Zuschütten des Grabens 6 wächst der Rasen 2 mehr oder weniger schnell auch in den Bereich der Markierung hinein, was jedoch deren Sichtbarkeit nicht deutlich beeinträchtigt. Vorteilhafterweise ist als Schüttgut Material zu verwenden, bei dem ein Einwachsen des Rasens in den Bereich der Markierung längere Zeit erfordert. Ein Überwachsen des Schüttgutes mit Rasen hat den Vorteil, dass das Schüttgut zusätzlich gebunden wird.
Die Vorrichtung kann, wie strichliert angedeutet, zusätzlich mit einer Aushubeinrichtung 54 zum Ausheben des Grabens 6 versehen sein, so dass der Graben erst durch die Vorrichtung ausgehoben wird, deren Vorwärtsbewegung dann nicht durch den Graben selbst sondern auf andere Weise, beispielsweise über eine Schiene oder mittels eines Lichtstrahls geführt erfolgt. Das von der Aushubeinnchtung 54 ausgehobene Erdreich kann einem Behälter bzw. Trichter 56 zugeführt werden, aus dem heraus es der Schütteinrichtung 48 zugeführt wird Auf diese Weise ist eine das Umfeld besonders wenig beeinträchtigende Herstellung der Markierung 14 erforderlich.
Die Vorrichtung wurde nur beispielshaft beschrieben und kann m vielfältiger Weise abgeändert werden Beispielsweise kann die Vortriebseinrichtung 49 so ausgebildet sein, dass die Vorrichtung selbsttätig Kurven fährt.
Eine vereinfachte Ausführungsform der Markierung ist in Fig. 7 dargestellt. Die Markierung ist hier ähnlich der vorbeschriebenen durch Fasern 12 gebildet, die in den Boden geschossen sind und mit ihren freien Enden bis zur Oberkante des Rasens 2 vorstehen. Das Halteband 8 fehlt jedoch; die Fasern 12 sind vielmehr mit in den Boden eingeschossenen Ankern 60 verankert, die selbst genügend Halt im Boden finden, wobei der Halt durch die Reibungskraft der Fasern 12 im Boden verstärkt ist. Die Anker 60 können durch U-förmige Klammern ähnlich den vorbeschriebenen gebildet sein ; vorteilhafterweise weisen sie mit Widerhaken versehene Spitzen auf. Das Einschiessen der Fasern 12 kann einzeln oder mittels in den Ankern 60 gehaltenen Schlaufen paarweise erfolgen. Es kann eine Einschiessvorrichtung ähnlich der anhand Fig. 5 und Fig. 6 beschriebenen verwendet werden.
Je nachdem ob vor dem Einschiessen der Anker 60 ein Graben ausgehoben wird, der dann mit Schüttgut gefüllt wird, oder die Anker unmittelbar in das Erdreich 4 geschossen werden, können die entsprechenden Einrichtungen der Vorrichtung fehlen. Eine Nivellierung der freien Faserenden mit der Oberfläche des Rasens 2 kann ggf. beim Mähen des Rasens erfolgen.