AT408464B - Baukasten-stecksystem zum verbinden von mauersteinen - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Baukasten-Stecksystem zum Verbinden von Mauersteinen, insbesondere Beton-Formsteinen, die durch steckbare Verbindungsglieder in horizontaler und vertikaler Richtung lösbar miteinander verbunden sind. Zur Errichtung einer Mauer o. dgl. ist es bekannt, einzelne Mauersteine aufeinander zu legen und diese mit einer aushärtbaren Masse, z.B. Mörtel, miteinander zu verbinden. Dabei wird in vertikaler Richtung jeweils ein Mauerstein auf die Enden zweier aneinandergrenzender Mauersteine so aufgesetzt, dass er die beiden Mauersteine zur Hälfte überdeckt. Dadurch entsteht ein festes Mauerwerk mit dem Nachteil, dass es nicht mehr verändert werden kann und beispielsweise als Stützmauer nur begrenzte Kräfte aufnehmen kann. Ausserdem ist dieses Arbeitsverfahren mit einem hohen Zeit-und Kostenaufwand verbunden. Es ist bekannt, einen Viellochstein mit katzenzungenförmigen Hohlräumen vorzusehen, auf die entsprechend geformte Steckglieder zum mörtellosen Verbinden mehrerer Steine formschlüssig eingesetzt werden Dadurch entsteht ein starres Mauerwerk, das nicht verändert werden kann. Die DE 28 16 160 A1 zeigt ebenfalls ein mörtelloses Mauerwerk aus einzelnen Dekorsteinen, die miteinander verbunden sind. Das Mauerwerk weist jedoch keine geschlossene Fläche auf, da zwischen den einzelnen Dekorsteinen Lippen vorhanden sind. Das Mauerwerk ist dabei sehr labil, da sich diese Dekorsteine nicht zum Errichten von festen, geschlossenen Mauerwänden eignen. Die Trockenmauer gemäss EP 198 934 A1 hat Mauersteine, die durch zylindrische Steckbolzen miteinander verbunden sind. Damit die Mauersteine gegeneinander verschwenkt werden können, sind in jedem Mauerstein Langlöcher erforderlich, die eine begrenzte Bewegung des Steckbolzens ermöglichen; eine Fixierung der Mauersteine zueinander ist jedoch nicht möglich. Ähnliches gilt auch für das Trockenmauersystem gemäss der EP 170 840. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Vorrichtung zum Verbinden von Mauersteinen zu schaffen, die eine variable und individuelle Gestaltung des zu errichtenden Bauwerkes gestattet. Bei dem eingangs erwähnten Baukasten-Stecksystem wird vorgeschlagen, dass das Verbindungsglied u-förmig ausgebildet ist und aus zwei nach unten gerichteten Steckzapfen mit kreisförmigem Querschnitt und einem oberen Steckteil mit rechteckigem Querschnitt besteht, das die beiden Steckzapfen miteinander verbindet, wobei die Stirnseiten des Steckteils halbkreisförmig abgerundet sind und die Fortsetzung der Steckzapfen nach oben bilden. Mit dem erfindungsgemässen Verbindungsglied lassen sich Mauerwerke herstellen und beliebig verändern. Dadurch, dass neben der Drehbarkeit der Steckzapfen auch eine Fixierung der darüberund darunterliegenden Mauersteine durch das prismatische Steckteil entsteht, erhält die Mauerwand trotz ihrer Veränderbarkeit eine besonders hohe Stabilität. Weitere Merkmale und Weiterbildungen der Erfindung sind den Patentansprüchen zu entnehmen. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass beispielsweise bei der Errichtung einer Mauer deren Verlauf geradlinig, gekrümmt oder abgewinkelt gewählt und jederzeit wieder beliebig geändert werden kann. Dies trifft auch für unterschiedliche Höhen des Mauerwerkes zu. Die erfindungsgemässe Steckverbindung gewährleistet einen hohen Kräfteverbund zwischen den Mauersteinen Ausserdem ist der Kosten- und Zeitaufwand gegenüber herkömmlichen Arbeitsverfahren wesentlich niedriger. Die Errichtung einer solchen Mauer kann auch von Nichtfachkräften ausgeführt werden. Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung und der Zeichnung, die mehrere Ausführungsbeispiele darstellt, näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der zusammenzuführenden Mauersteine und der Verbindungsglieder, Fig. 2 eine aufgeschnittene Vorderansicht der fertigen Mauer, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Mauer nach Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt gemäss der Linie IV - IV in Fig. 2, Fig. 5 eine perspektivische Darstellung einer um 90 abgewinkelten Mauer vor dem Zusam- menfügen der Mauersteine und Verbindungsglieder. Fig. 6 eine Draufsicht auf eine abgewinkelte Mauer mit Mauersteinen deren Stirnseiten mehr- flächig ausgebildet sind, Fig. 7 eine Draufsicht auf eine stufenlos abgewinkelte Mauer mit an den Stirnseiten <Desc/Clms Page number 2> abgerundeten Mauersteinen, Fig. 8 eine Draufsicht auf eine abgewinkelte Mauer mit verzahnten Mauersteinen, Fig. 9 eine andere Ausführung eines Mauersteines mit 1,5-facher Steinlänge, Fig. 10 eine teilweise aufgeschnittene Vorderansicht einer aus verschiedenen Mauersteinen zusammengesetzten Mauer, Fig. 11eine Draufsicht auf eine T-förmige Verbindung zwischen zwei Mauern, Fig. 12 eine Draufsicht auf die erste Ebene einer kreuzförmigen Verbindung zwischen zwei Mauern, Fig. 13 eine Draufsicht auf die zweite Ebene der kreuzförmigen Verbindung, die auf die erste Ebene nach Fig. 12 aufgesetzt wird, Fig. 14 eine perspektivische Darstellung eines als Einzelsteckzapfen ausgeführten Verbin- dungsgliedes, Fig. 15 eine perspektivische Darstellung eines Mauerwerks mit eingesetzten Halteelementen, Fig. 16 eine perspektivische Darstellung des Halteelements nach Fig. 15, Fig. 17 eine Ausführungsform des Halteelements mit einem Gewindezapfen, Fig. 18 eine Ausführungsform des Halteelements mit einer Gewindebohrung, Fig. 19 eine Draufsicht auf ein Mauerwerk mit einem eingesetzten Doppel-Halteelement, Fig. 20 eine perspektivische Darstellung einer anderen Ausführungsform der erfindungsge- mässen Mauersteinverbindung und Fig. 21 einen Längsschnitt durch das Mauerwerk gemäss Fig. 20. Ein rechteckiger Mauerstein 1 weist an seiner oberen und unteren Schmalseite 2 je eine Aussparung 3 auf. In der Draufsicht gesehen hat die Aussparung 3 die Form eines Langloches, das mittig in der Schmalseite 2 des Mauersteines 1 angeordnet ist. Auf einer Seite weist die Aussparung 3 einen Durchbruch 4 zur Breitseite 5 des Mauersteines 1 auf. Die Tiefe des Durchbruches 4, der sich in der Mitte der Länge der Aussparung 3 befindet, entspricht der Tiefe der Aussparung 3. In die Aussparung 3 ist ein U-förmiges Verbindungsglied 6 mit zwei nach unten gerichteten Steckzapfen 7 und einem oberen, geschlossenen Steckteil 8, das die beiden Steckzapfen 7 miteinander verbindet, einsetzbar. Die Abmessungen des Steckteils 8 entsprechen den Abmessungen der Aussparung 3. Der Durchmesser der Steckzapfen 7 entspricht der Breite der Aussparung 3, und der Abstand der beiden Steckzapfen 7 voneinander, gemessen an den äusseren Enden, entspricht der Länge der Aussparung 3. Die Höhe der Steckzapfen 7 und des Steckteils 8 entspricht jeweils der Tiefe der Aussparung 3. Der horizontale Abstand der Aussparung 3 von der jeweiligen Stirnseite 9 des Mauersteins 1 entspricht der halben Länge des Innenabstandes zwischen beiden Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6. Zum Ausgleich von Stein- und Fertigungstoleranzen sind die Steckzapfen 7 mit federnden Längsrillen versehen, die einen festen Sitz in der Aussparung 3 gewährleisten. Wie die Fig. 1 zeigt, wird zur horizontalen Verbindung der mit den Stirnseiten 9 aneinandergesetzten Mauersteine 1 das Verbindungsglied 6 mit den Steckzapfen 7 in die Aussparungen 3 der aneinandergrenzenden Mauersteine 1 eingelegt. Da der Abstand zwischen den Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6, gemessen an den inneren Enden, dem Abstand zwischen den äusseren Begrenzungen der Aussparungen 3 der aneinandergrenzenden Mauersteine 1 entspricht, werden die beiden Mauersteine 1 durch das Verbindungsglied 6 in horizontaler Richtung zusammengehalten. Die Verbindung zwischen den Mauersteinen 1 in vertikaler Richtung wird dadurch hergestellt, dass der obere Mauerstein 1 mit seiner Aussparung 3 auf das überstehende Steckteil 8 des Verbindungsgliedes 6 des unteren Mauersteins 1 aufgesteckt wird. Wie die Fig. 1 zeigt, ist es auch möglich, das Verbindungsglied 6 mit dem Steckteil 8 in die obere Aussparung 3 des Mauersteines 1 einzusetzen und zwei Mauersteine 1 um die halbe Steinlänge versetzt mit ihrer unteren Aussparung 3 auf die Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6 aufzusetzen. Eine teilweise aufgeschnittene Frontansicht der fertiggesteckten Mauer ist in Fig. 2 dargestellt. Das Ende der Mauer wird dadurch gebildet, dass in Höhenrichtung gesehen jeweils zwischen zwei ganzen Mauersteinen 1 ein halber Mauerstein 10 verwendet wird. Auf der Ober- und Unterseite des Mauersteines 10 befindet sich je eine mittig angeordnete Aussparung 11, deren Länge dem Durchmesser der Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6 entspricht, so dass die Aussparungen 11 als Bohrungen ausgeführt werden können. Die Aussparung 11 kann aber auch als Langschlitz <Desc/Clms Page number 3> ausgeführt sein, der bis zur Stirnseite 9 des Mauersteines 10 reicht und eine Länge aufweist, die der halben Länge der Aussparung 3 entspricht. In die Aussparung 11 des halben Mauersteines 10, der als Abschlussstein dient, kann auch als Verbindunsglied ein Einzelsteckzapfen 12 eingesetzt werden. Die Ausführung eines zylindrischen Einzelsteckzapfens 12 ist in Fig. 14 dargestellt. Der Einzelsteckzapfen 12 ist ein zusätzliches Verbindungsglied, um bei unterschiedlichen Längsteilungen wieder in das Normalraster zu gelangen. Für den Fall, dass die Verbindungsglieder 6 in einer Ebene einmal gedreht werden, d. h., mit nach oben gerichteten Steckzapfen 7 eingesetzt werden, wird der Einzelsteckzapfen 12 ebenfalls benötigt, um wieder in das Steckraster zu kommen. Die Fig. 2 zeigt ferner eine Möglichkeit, die nach unten gerichteten Steckzapfen 7 der Verbindungsglieder 6 und auch die Einzelsteckzapfen 12 in das Fundament 13 einzubetonieren, um eine schubsichere Verbindung mit dem Fundament 13 herzustellen. Die ersten Mauersteine 1 bzw. 10 werden dann mit ihren unteren Aussparungen 3 bzw. 11auf die Verbindungsglieder 6 bzw. Einzelsteckzapfen 12 aufgesetzt. Die Fig. 5 zeigt eine Ausführung, bei der mit Hilfe der Verbindungsglieder 6 eine Eckverbindung eines Mauerwerks hergestellt werden kann. An die Stirnseite 9 des letzten in Längsrichtung verlaufenden Mauersteins 1 wird der nächste Mauerstein 1 mit seiner Breitseite 5 im rechten Winkel angelegt. Das Verbindungsglied 6 wird mit seinen Steckzapfen 7 in die Aussparungen 3 der beiden rechtwinklig zueinanderliegenden Mauersteine 1 eingesetzt. Da der Abstand der Aussparung 3 von der Stirnseite 9 des Mauersteins 1 gleich gross ist wie der Abstand der Aussparung 3 von der Breitseite 5 und die Summe beider Abstände dem Abstand zwischen den Steckzapfen 7 entspricht, werden die beiden Mauersteine 1 durch das Verbindungsglied 6 in horizontaler Richtung zusammengehalten. Die Verbindung in vertikaler Richtung wird durch Aufstecken der oberen Mauersteine 1 um die halbe Steinlänge versetzt auf die überstehenden Steckteile 8 der Verbindungsglieder 6 der unteren Mauersteine 1 hergestellt. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 6 dargestellt. Die Stirnseiten 9 des Mauersteins 1 sind bei dieser Ausführung mehrflächig, beispielsweise 3-flächig ausgeführt. Während die mittlere Stirnfläche der Stirnseite 9 rechtwinklig zur Längsachse des Mauersteins 1 verläuft, sind die beiden anschliessenden Stirnflächen jeweils unter einem Winkel von 45 zur Längsachse des Mauersteins 1 geneigt. Dadurch ist es möglich, einen mehrfach abgewinkelten Verlauf der mit ihrer jeweiligen Stirnfläche aneinandergrenzenden Mauersteine 1 zu erzielen. Der Abstand der Aussparung 3 von der jeweiligen Stirnfläche beträgt stets die Hälfte des Abstandes zwischen den Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6, so dass die horizontal benachbarten Mauersteine 1 in jeder Winkelstellung durch das Verbindungsglied 6 zusammengehalten werden. In vertikaler Richtung wird die Verbindung wieder durch Aufstecken des oberen Mauersteins 1 auf das überstehende Steckteil 8 des unteren Mauersteins 1 hergestellt. Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind die Stirnseiten 9 der Mauersteine 1 abgerundet. Auch hier werden die aneinandergesetzten Mauersteine 1 in gleicher Weise wie bei den Ausführungen nach Fig. 6 und 7 durch die Verbindungsglieder 6 zusammengehalten. Durch die abgerundeten Stimseiten 9 ist jeder beliebig gekrümmte Verlauf der Mauer möglich. Das gleiche gilt auch für die Ausführung nach Fig. 8, bei der die Mauersteine 1 mit einer an ihren Stirnseiten 9 angeordneten Verzahnung 14 ineinandergreifen und durch das Verbindungsglied 6 miteinander in Steckverbindung stehen. Je nach dem Feinheitsgrad der Verzahnung 14 kann dadurch ein mehr oder weniger stark abgeknickter Verlauf der Mauer hergestellt werden, wobei die Verzahnung 14 dem Mauerwerk eine besonders gute Stabilität verleiht. Die Fig. 10 zeigt ein Mauerwerk, das aus normalen Mauersteinen 1 und weiteren Mauersteinen 10,15 und 16 mit unterschiedlichen Steinlängen zusammengesetzt ist. Ausgehend von der Länge L des Mauersteines 1 hat der Mauerstein 10 eine Lange L/2, der Mauerstein 15 eine Länge 1,5 L und der Mauerstein 16 eine Länge 2 L. Wenn H die Höhe des Mauersteines 1 ist, können die Mau- H ersteine 10,15 und 16 eine Höhe 2' aufweisen, wie z. B. der Mauerstein 17, der im Ausfüh- rungsbeispiel die Länge L hat. In weiterer Ausgestaltung kann die Steinlänge auch 2,5 L, 3 L, 3,5 L usw. und die Steinhöhe 1,5 H, 2 H, 2,5 H usw. betragen. <Desc/Clms Page number 4> Der Mauerstein 10 ist ein halber Mauerstein mit einer Länge 2 und einer an der Oberseite und Unterseite des Mauersteines mittig angeordneten Aussparung 11 zur Aufnahme des Steckzapfens 7 des Verbindungsgliedes 6 oder des Einzelstecksteckzapfens 12. Der Mauerstein 10 kann als Abschlussstein dienen oder als Zierstein einzeln oder mehrere nebeneinander oder übereinander innerhalb der Mauer angeordnet sein. Der Mauerstein 15 mit einer Länge 1,5 L weist zusätzlich zur Aussparung 3 eine weitere Aussparung 18 auf, deren Länge gleich dem Durchmesser der Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6 ist und somit als Bohrung ausgeführt werden kann (Fig. 9). Der Längsabstand zwischen den Aussparungen 3 und 18 entspricht dem Innenabstand zwischen den Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6. In die Aussparung 18 kann auch ein Einzelsteckzapfen 12 eingesetzt werden (Fig. 10). Der Mauerstein 16 ist ein Doppelstein, der an seiner unteren und oberen Schmalseite je zwei Aussparungen 3 aufweist. Der Abstand zwischen den Enden der beiden Aussparungen 3 entspricht dem inneren Abstand zwischen den Steckzapfen 7 des Verbindungselements 6. Wie beim normalen Mauerstein 1 ist der horizontale Abstand vom Ende der Aussparung 3 bis zur Stirnseite 9 des Mauersteines 16 halb so gross wie der innere Abstand zwischen den Steckzapfen 7 des Verbindungselements, so dass beispielsweise zwei mit ihren Stirnseiten 9 aneinandergrenzende Mauersteine 1 und 16 durch das Verbindungselement 6 zusammengehalten werden. Alle Mauersteine 1,10,15,16 und 17 sind durch die Verbindungsglieder 6 sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung miteinander verbindbar (Fig. 10). Anstelle der Mauersteine 1,10,15,16 und 17 kann in die entstandene Lücke ein Ziergitter 19 o. dgl. für eine mögliche Bepflanzung eingesetzt werden. Dabei ist das Ziergitter 19 mit Zapfen 20 versehen, die den Steckzapfen 7 des Verbindungselements 6 entsprechen und in die Aussparungen 3 des unteren und des oberen Mauersteines 16 passen. Werden die Mauersteine 1, 10, 15,16 oder 17 als obere Abschlusssteine einer Mauer verwendet, so ist es aus optischen Gründen zweckmässig, wenn die Aussparungen 3, 11und der Durchbruch 4 nur an der Unterseite der Mauersteine vorgesehen sind, so dass die Oberseite des Mauersteines eine geschlossene Fläche ist (Fig. 2). Mit Hilfe des Mauersteines 15, dessen Länge das 1,5-fache der Länge des Mauersteines 1 beträgt, lässt sich beispielsweise auch eine T-förmige Verbindung zwischen zwei Mauern herstellen (Fig. 11). An die Breitseite des Mauersteines 15 wird ein Mauerstein 1 mit seiner Stirnseite 9 angesetzt. Das Verbindungsglied 6 wird mit dem einen Steckzapfen 7 in die Aussparung 3 des Mauersteines 15 und mit dem anderen Steckzapfen 7 in die Aussparung 3 des Mauersteines 1 gesteckt. Zum Anschliessen weiterer Mauersteine 1 an die Stirnseiten 9 des Mauersteines 1 wird auf der einen Stirnseite die Aussparung 18 und auf der anderen Stirnseite die Aussparung 3 verwendet, in die jeweils ein Verbindungsglied 6 mit seinen Steckzapfen 7 eingesetzt wird. In der zweiten, über der ersten Ebene gemäss Fig. 11liegenden Ebene werden nur Mauersteine 1 verlegt, die jeweils um eine halbe Steinlänge in Richtung des Mauersteines 15 gegenüber der ersten Ebene versetzt sind. Die über der zweiten Ebene liegende dritte Ebene entspricht wieder der ersten Ebene. Die T-förmige Verbindung ist somit von einer Ebene zur nächsten, darüberliegenden Ebene immer um eine halbe Länge des Mauersteines 1 versetzt, so dass sich eine formschlüssige, ineinander verzahnte T-Verbindung ergibt. Eine kreuzförmige Verbindung zwischen zwei Mauern ist in den Fig. 12 und 13 dargestellt. An die beiden Stirnseiten 9 des Mauersteines 15 wird je ein Mauerstein 1 mit seiner Stirnseite 9 angesetzt und mit je einem Verbindungsglied 6 an den Mauerstein 15 geklammert (Fig. 12). Dabei greifen die Steckzapfen 7 auf der einen Stirnseite in die Aussparung 3 und auf der anderen Stirnseite in die Aussparung 18 des Mauersteines 15 ein. An eine der beiden Längsseiten des Mauersteines 1 wird ebenfalls ein Mauerstein 1 angesetzt und mit dem Verbindungsglied 6 verbunden. Um die Kreuzform zu erhalten, wird ein weiterer Mauerstein 1 an die andere Längsseite des Mauersteines 15 angesetzt. Eine Verbindung über das Verbindungsglied 6 ist jedoch in dieser Ebene nicht möglich. Um die Verbindung herzustellen, wird in die Aussparung 3 des noch nicht verbundenen Mauersteines 1 das Verbindungsglied 6 mit nach oben gerichteten Steckzapfen 7 eingelegt. Danach wird ein weiterer Mauerstein 15 quer zur Längsrichtung des unteren Mauersteines 15 auf diesen aufgesetzt. Dabei greift das Steckteil 8 des Verbindungsgliedes 6, das im unteren Mauerstein 15 angeordnet ist, in die Aussparung 3 des oberen Mauersteines 15 ein. In gleicher Weise greift der <Desc/Clms Page number 5> nach oben gerichtete Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6, das im unteren Mauerstein 1 angeordnet ist, in die Aussparung 18 des oberen Mauersteines 15 ein, so dass die Kreuzverbindung hergestellt ist. In Fig. 12 ist die untere Ebene der Mauersteine 1 und 15 dargestellt, während die Fig. 13 die Ebene der aufgesetzten Mauersteine zeigt. Die Fig. 15 zeigt eine Ausführung, bei der in die Aussparung 3 des Mauersteins 1 zusätzlich zum Verbindungsglied 6 ein T-förmiges Halteelement 21 mit seinem Quersteg 22 eingelegt ist. Mit dem durch den Durchbruch 4 nach aussen ragenden Längsschenkel 23 des Halteelements 21 kann die fertiggesteckte Mauer, beispielsweise eine Ziermauer, in jeder beliebigen Höhe z. B. an der Hauswand befestigt werden. Der Quersteg 22 und der Längsschenkel 23 des Halteelements 21, das vorzugsweise als Kunststoff-Spritzgiessteil ausgeführt ist, besitzen einen vorzugsweise prismatischen Querschnitt, der in die Aussparung 3 und den Durchbruch 4 des Mauersteins 1 passt. Die Enden des Quersteges 22 sind entsprechend den Steckzapfen 7 des Verbindungsgliedes 6 für dessen Einsatz in die Aussparung 3 des Mauersteins 1 halbkreisförmig ausgespart. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 wird das freie Ende des Längsschenkels 23 durch einen Haken 24 zum Einhängen von Befestigungsmatten für die Hang- und Böschungssicherung gebildet Auf diese Weise wird die Mauer über die Verbindung mit den Befestigungsmatten, die als Gittersystem in die Böschung eingelegt sind, im Erdreich fest verankert. Anstelle des Hakens 24 kann am freien Ende des Längsschenkels 23 auch ein Gewindebolzen 25 (Fig. 16) oder eine Gewindebohrung 26 (Fig. 18) zur Befestigung der Mauer angeordnet sein. Eine weitere Ausführung des Halteelements 21 ist in Fig.19 dargestellt. Zur Verbindung von zwei parallelen, mit Abstand voneinander angeordneten Mauern 27 ist ein Doppel-Halteelement 28 vorgesehen, das zwei Querstege 22 und einen diese miteinander verbindenden Längsschenkel 23 aufweist. Die Fig. 20 und 21 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Schmalseite 2 des Mauersteins 1, in der die Aussparung 3 angeordnet ist, eine durchgehende Nut 29 aufweist. Die Breite der mittig angeordneten Nut 29 entspricht der Breite der Aussparung 3 und ihre Tiefe der halben Tiefe der Aussparung 3. Dadurch erhält das Verbindungsglied 6, das die Mauersteine 1 miteinander verbindet, eine seitliche Führung in der Nut 29, wodurch die Stabilität der fertigen Mauer erhöht wird. Das Steckteil 8 des Verbindungsgliedes 6 ist bei dieser Ausführung höher als die Länge der Steckzapfen 7, die nur ein Viertel der Höhe des Steckteils 8 beträgt. Beim Verbinden von zwei benachbarten Mauersteinen 1 durch das Verbindungsglied 6 liegt das untere Drittel des Steckteils 8 in der Nut 29 der beiden Mauersteine 1, so dass eine seitliche Relativbewegung der miteinander verbundenen Mauersteine 1 nicht mehr möglich ist. Diese Ausführung ist insbesondere für hohe Mauern vorgesehen, die einen starken Seitendruck auffangen müssen. PATENTANSPRÜCHE: 1 Baukasten-Stecksystem zum Verbinden von Mauersteinen, insbesondere Beton- Formsteinen, die durch steckbare Verbindungsglieder in horizontaler und vertikaler Rich- tung lösbar miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungs- glied (6) u-förmig ausgebildet ist und aus zwei nach unten gerichteten Steckzapfen (7) mit kreisförmigem Querschnitt und einem oberen Steckteil (8) mit rechteckigem Querschnitt besteht, das die beiden Steckzapfen (7) miteinander verbindet, wobei die Stirnseiten des Steckteils (8) halbkreisförmig abgerundet sind und die Fortsetzung der Steckzapfen (7) nach oben bilden.
Claims (1)
- 2. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mauerstein (1 ) an seiner Ober- und/oder Unterseite je eine Aussparung (3) zur Aufnahme des Steck- teils (8) und der Steckzapfen (7) des Verbindungsgliedes (6) aufweist, wobei die Verbin- dung benachbarter Mauersteine (1) in horizontaler Richtung durch die Steckzapfen (7) und in vertikaler Richtung durch das Steckteil (8) erfolgt.3. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Aussparung (3) im Mauerstein (1) der Länge des Steckteils (8) und dem Aussenabstand der Steckzapfen (7) entspricht, wobei der Abstand zwischen den Enden der Aussparungen (3) zweier benachbarter Mauersteine (1) in horizontaler Richtung gleich dem Innenabstand <Desc/Clms Page number 6> der Steckzapfen (7) des Verbindungsgliedes (6) ist.4. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Aussparung (3) im Mauerstein (1) der Länge der Steckzapfen (7) und der Höhe des Steckteils (8) entspricht, wobei die Steckzapfen (7) des Verbindungsgliedes (6) in die Aus- sparung (3) des oder der horizontal benachbarten Mauersteine (1) eingreifen und das Steckteil (8) in die Aussparung (3) des in vertikaler Richtung benachbarten Mauersteins (1) eingreift.5. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsglieder (6) als Kunststoff-Spritzgiessteil ausgeführt sind.6. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in horizontaler Richtung aneinanderiegenden Stirnseiten (9) der Mauersteine (1) einflä- chig und rechtwinkig zur Längsseite des Mauersteins (1) oder mehrflächig mit unterschied- lichem Winkel zur Längsseite des Mauersteins (1) ausgeführt sind, derart dass sich beim Aneinandersetzen der Mauersteine (1) ein geradliniger oder ein entsprechend der Winkellage der gewählten Stirnseitenfläche abgewinkelter Verlauf der Mauersteine (1) ergibt.7. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten (9) der Mauersteine (1) eine Verzahnung (14) aufweisen, wobei beim An- einandersetzen der Mauersteine (1) die Verzahnungen (14) benachbarter Mauersteine (1) ineinandergreifen.8. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten (9) der Mauersteine (1) abgerundet sind, derart dass sich beim An- einandersetzen der Mauersteine (1) jeder beliebig abgewinkelte Verlauf der Mauersteine (1) ergibt.9. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mauersteine (1, 10, 15, 16, 17) unterschiedliche Steinlängen (L) aufweisen.10. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mauerstein (1) eine Steinlänge (L), der Mauerstein (10) eine Stein länge 0,5 L, der Mauerstein (15) ei- ne Steinlänge 1,5 L und der Mauerstein (16) eine Steinlänge 2 L aufweist.11. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mauersteine (1, 10, 15, 16, 17) unterschiedliche Steinhöhen H aufweisen.12. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mauersteine (1, 10, 15, 16, 17) eine Steinhöhe 0,5 H, H, 1,5 H oder 2 H) aufweisen.13. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Steinlänge 2 L je zwei Aussparungen (3) an der Ober- und/oder Unterseite des Mauersteines (16) vorgesehen sind, wobei der horizontale Abstand zwischen den Aussparungen (3) gleich dem Innenabstand der Steckzapfen (7) des Verbindungsgliedes (6) ist.14. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Steinlänge 0,5 L jeweils an der Unter- und/oder Oberseite des Mauersteines (10) eine mittig angeordnete Aussparung (11) in Form einer Bohrung vorgesehen ist, de- ren Durchmesser dem Durchmesser der Steckzapfen (7) entspricht.15. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (11) als Langschlitz ausgeführt ist, der bis zur Stirnseite (9) des Mauersteines (10) reicht und eine Länge aufweist, die der halben Länge der Aussparung (3) entspricht.16. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Steinlänge (1,5 L) jeweils an der Unter- und/oder Oberseite des Mau- ersteines (15) zusätzlich zur Aussparung (3) eine Aussparung (18) vorgesehen ist, wobei der Abstand zwischen den Aussparungen (3 und 18) dem Innenabstand zwischen den Steckzapfen (7) entspricht.17. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 1 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle eines oder mehrerer Mauersteine (1,10,15,16, 17) ein Ziergitter (19) in das Mauerwerk einsetzbar ist, das mit Zapfen (20) in die Aussparungen (3,11,18) des be- nachbarten oberen und unteren Mauersteines (1,10,15,16, 17) eingreift.18. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 17, dadurch gekennzeichnet, <Desc/Clms Page number 7> dass die Aussparung (3) im Mauerstein (1,15,16,17) einen zur Breitseite (5) des Mauer- steins (1) gerichteten Durchbruch (4) aufweist, der etwa rechtwinklig zur Aussparung (3) verläuft.19 Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass in die Ausspa- rung (3) und in den Durchbruch (4) ein T-förmiges Halteelement (21)einlegbar ist, dessen Quersteg (22) in der Aussparung (3) liegt und etwas kürzer ist als der Innenabstand zwi- schen den Steckzapfen (7) des Verbindungsgliedes (6), und dessen Längsschenkel (23) durch den Durchbruch (4) der Aussparung (3) nach aussen über die äussere Begrenzung des Mauersteins herausgeführt ist.20. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (22) und der Längsschenkel (23) des Halteelements (21) einen kreisförmigen oder prisma- tischen Querschnitt aufweisen.21 Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschenkel (23) an seinem freien Ende einen Haken (24) aufweist.22 Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschenkel (23) an seinem freien Ende einen Gewindezapfen (25) oder eine Gewin- debohrung (26) aufweist.23. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement als Doppel-Halteelement (28) mit zwei Querstegen (22) ausgebildet ist, die durch den Längsschenkel (23) miteinander verbunden sind.24 Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (21) bzw. das Doppel-Halteelement (28) als Kunststoff- Spritzgiessteile ausgeführt sind.25. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und/oder untere Schmalseite (2) des Mauersteins (1, 10,15,16,17), in der die Aussparung (3, 11) angeordnet ist, eine durchgehende Nut (29) für das Verbindungs- glied (6) aufweist, das mit der Unterseite seines Steckteils (8) in die Nut (29) eingreift.26. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Steckteils (8) des Verbindungsgliedes (6) das Dreifache der Länge der Steckzapfen (7) des Verbindungsgliedes (6) beträgt.27. Baukasten-Stecksystem nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Tie- fe der Nut (29) ein Drittel der Höhe des Steckteiles (8) beträgt und der halben Tiefe der Aussparung (3) entspricht.28. Baukasten-Stecksystem nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (29) in der Schmalseite (2) des Mauersteines (1, 10, 15,16,17) mittig ange- ordnet ist und ihre Breite der Breite der Aussparung (3) entspricht.
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