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Die Erfindung betrifft ein Rollensportgerät, insbesondere einen Rollenschi oder ein Rollensch- brett, mit einem Träger zur Lagerung einer Vielzahl von zumindest teilweise über die Unterseite des Trägers vorstehenden, auf senkrecht zur Längsachse des Trägers und parallel zur Unterseite des Trägers um Drehachsen drehbar gelagerten sowie gleich beabstandeten Rollen und einer auf der Oberseite des Trägers angeordneten Standfläche gegebenenfalls mit darauf festgelegten Schuhbindungen.
Rollen-Schibretter bzw. Rollenschier dieser Art sind für die sportliche Betätigung oder zum Sommertraining bereits seit einiger Zeit bekannt. Mit solchen Sportgeräten ist es moglich, gänzlich ohne Schneeunterlage in der Art eines Schi- bzw. Snowboardfahrers einen geeigneten Hang aus Sand, Erde, Schotter o. ä mit oder ohne Vegetation aber auch auf Beton-, Asphalt-oder ähnlichen künstlichen Pisten hinabzufahren und dabei unter Ansetzen von Schwüngen die Fahrtgeschwindigkeit in einem erträglichen Ausmass zu halten.
Nachteilig an solchen bekannten Rollen-Schibrettern bzw. Rollenschiern ist die Verteilung der Rollen auf der Unterseite, die in keinem Zusammenhang mit der Umrandung des Rollen-Schibrettes bzw. Rollenschis steht. Dadurch entsteht aber eine gegenüber den Winter-Schiern bzw. Schibrettern veränderte Lauffläche, wodurch sich die gewünschten Fahreigenschaften der entsprechenden Winter-Schigeräte für den Sommerbetrieb nicht nachahmen lassen Dies kommt sowohl bei Schibrettern (Snowboards) als auch bei Schiern zum Tragen, weichen durch die Formgebung der Lauffläche zu völlig unterschiedlichem Fahrverhalten verholen werden kann Hier gibt es eine Fülle von Typen an Schibrettern, wie Freestyle-, Allround- oder Race-Boards, die allein aufgrund der Gestaltung ihrer Lauffläche identiflzierbar sind.
Bei der Umsetzung auf ein entsprechendes Rollen-Schibrett war es bisher nicht möglich, diese unterschiedlichen Fahreigenschaften von den Wintersportgeräten auf die Sommersportgerate zu übertragen. Ebenso hat die Formgebung, wie Taillierung und Krümmung der einfachen Schier einen grossen Einfluss auf das Schwingen oder das Gleiten während einer Abfahrt. Dieses besonders für einen geübten Schifahrer sehr wichtige unterschiedliche Verhalten des Sportgeräts Ist bei den herkömmlichen Rollenschiern aber nicht annähernd so zu gestalten.
Aus der AT 378 326 B ist ein Gleitgerät mit Laufrollen bekanntgeworden, die an der Unterseite eines Trägers teilweise herausragen und über diese verteilt angeordnet sind, wobei in der einzigen Figur dieser Druckschrift die Rollen mit gleicher Länge und in zwei Scharen nebeneinander angeordnet sind Die Berandung des Trägers bzw. der Standfläche ist jedoch relativ weit von den Rollenenden entfernt und steht In keiner Abhängigkeit von oder in keinem Zusammenhang mit der Verteilung oder Ausbildung der Rollen.
In der AT 276 187 B ist ein Sommerschi gezeigt, der auf der Unterseite dicht aufeinanderfolgende Laufrollen aufweist, welche über die gesamte Länge der Lauffläche des Schis verteilt sind. Die Länge der Rollen ist über den ganzen Schi hinweg konstant gehalten.
In den Dokumenten Soviet Illustrated SU 596 255 und SU 961 728 sind seitlich angeordnete Stahlringe für Rollen gezeigt. In der DE-OS-29 10 670 ist ein Schilanglauf-Trainingsgerät angegeben, das lediglich einen Schi mit je einer Rolle vorne und hinten aufweist.
Rollen von Rollensportgeräten als Gummirollen, also elastisch auszubilden, geht aus der FR 2 562 804 B1 hervor.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Rollen-Schibrett bzw. einen Rollenschi zu schaffen, das bzw. der durch Gestaltung seiner Lauffläche in seinem Fahrverhalten beeinflussbar ist, so wie dies bei den entsprechenden Winterschigeraten möglich ist.
Weitere Aufgabe ist es, ein Rollen-Schibrett bzw. einen Rollenschi anzugeben, das bzw. der einen besonders wirksamen Kantengriff aufweist.
Schliesslich ist es ein weiteres Ziel der Erfindung, eine besonders stabile Verankerung der Rollen im Rollen-Schibrett bzw im Rollenschi zu gewährleisten.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die äussere Berandung des Trägers bzw. der Standfläche in der durch die Rollendrehachsen verlaufenden Ebene zumindest in Teilbereichen in einem Winkel schréíg zur TrÅagerlängsachse oder gekrümmt verläuft, und dass die Längen randseitig angeordneter Rollen entsprechend dem Verlauf der Schräge bzw. der Krümmung unterschiedlich sind, wobei vorzugsweise die Rollen aus einem elastischen Material, vorzugsweise Gummi, oder jeweils aus einem zylindrischen Kern, und einer diesen umhüllenden zylindermantelförmigen Hülle aus elastischem Material gebildet sind.
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Das erfindungsgemässe Rollensportgerät unterscheidet sich von den bekannten Rollenschlem dadurch, dass die Rollen entsprechend der geschwungenen oder schrägen Form des Geräts In ihrer Länge angepasst sind. Damit ergeben sich wesentlich verbesserte Fahreigenschaften, da die Standfläche in Anlehnung an die im Wintersport verwendeten Schigeräte, wie Schier und Snowboards, zum Beeinflussen des Fahrverhaltens tailliert sein können und die Rollen an den Verlauf der Berandung angepasst sind.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Träger mehrere Scharen von Rollen mit zueinander parallelen Drehachsen lagert
Um eine einfache und bequeme Montage der Rollen zu ermöglichen, können gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Drehachsen benachbarter Scharen in Richtung der Längsachse versetzt angeordnet sein. Die versetzte Anordnung der Rollen verhindert auch das Entstehen von Rumpel- oder Ratterbewegungen während der Fahrt, die sich bei paralleler Anordnung der Rollenscharen aufgrund der Abstände zwischen den Rollen ausbilden. Auch ein Hängenbleiben des Schibretts an Kanten wird dadurch verhindert.
Insgesamt entsprechen die versetzt angeordneten Rollen daher auch eher der vollflächigen Auflage eines Schibretts auf dem Untergrund
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass jede Rolle an ihrem der Berandung des Trägers bzw. der Standfläche benachbarten Längsende in an sich bekannter Weise einen Stahlring oder-scheibe mit einem dem Durchmesser der Rolle gleichen Aussendurchmesser aufweist.
Die Stahlringe oder Stahlscheiben üben die Funktion einer Schikante aus, die bei entsprechender Belastung in den Untergrund eingreifen.
Etne sehr stabile Ausführungsform der Erfindung kann dadurch erreicht werden, dass der Träger und die Standfläche einstückig gebildet sind.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann dann bestehen, dass die Rollendrehachsen jeweils stirnseitig am Träger festgelegt und durch im Inneren der Rollen angeordnete Kugellager hindurchgeführt sind
Auf diese Weise können die Drehachsen fest mit dem Träger verbunden sein, wodurch das erfindungsgemässe Rollensportgerät In sehr robuster Bauweise ausführbar ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen eingehend erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Unterseite einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Rollensportgeräts ;
Fig. 2 einen teilweisen Schnitt durch eine vergrösserte Darstellung der Fig. 1 ;
Fig. 3 eine teilweise Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Rollensportgeräts ;
Fig. 4 eine teilweise Unteransicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Rollensportgeräts ;
Fig. 5 die Unterseite einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Rollensportgeräts ;
Fig. 6 eine teilweise Ansicht der Unterseite einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen RollensportgerÅats und
Fig. 7 eine teilweise Seitenansicht des Rollensportgeräts gemäss Flg. 6.
Gemäss Fig. 1 besteht ein Gleitgerät aus einem als Schi ausgebildeten Träger 1, der eine Anzahl von Walzen 2 lagert. Diese Walzen 2 sind in einer Ausnehmung 3 des Trägers 1 versenkt gelagert und ragen nur mit einem in Bezug zu ihrem Gesamtvolumen kleineren Abschnitt aus diesem Träger 1 heraus. Wie der Schnitt nach Fig. 2 zeigt, sind die Walzen 2 zylindrisch gestaltet, mit Kugellagern 4 gelagert und an den Aussenseiten mit Stahlringen 5 versehen. Zwischen den Stahlnngen 5 befindet sich eine Gummiauflage (Hülle) 6 Eine Inbus-Schraube 7 bildet die Achse.
Gemäss Fig. 5 besteht das Gleitgerät aus dem als Board ausgebildeten Träger 9, der eine Anzahl von Walzen 2 lagert.
Wie die Fig. 1 und 5 veranschaulichen, können die Walzen 2 beliebig über die Unterseite des Trägers 1 und 9 verteilt sein, nämlich mit beliebig wählbaren, sinnvoll bemessbaren Langs- und Querabständen voneinander bzw. in Scharen, die in ihrem Verlauf und ihrer Anordnung zur sicheren Führung des Gleitgeräts in Richtung der Längsachse 8 beitragen.
Bevorzugt werden im Rahmen der Erfindung Ausführungsvananten, bei denen die Möglichkeit offenbleibt, die Stahlkanten des Gleitgerates wie bei Schiern und bei Boards üblich, zur Steuerung der Fahrtrichtung und zum Bremsen einzusetzen. Durch Aufkanten der Schier oder des Boardes
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wird die Gummiauflage zusammengedrückt und der Kantengriff erhöht sich. Die Anordnung der Walzen 2 beeinträchtigt die Funktionen der Schi - und Boardkanten nicht, weil diese Walzen selbst zur Führung des Gleitgeräts sehr wirksam beitragen.
Wird das Gleitgerät als Schi ausgestattet, besteht die Möglichkeit, mit der Anordnung der Walzen zielstrebig auf Spezialanwendungen dieser Schier Bedacht zu nehmen. Dem Verwendungszweck entsprechend können die Walzen so angeordnet und bemessen werden, dass sich die Schier insbesondere für Slalom, Riesentorlauf, Abfahrt, Langlauf oder Schispringen eignen.
Wird das Gleitgerät als Board ausgebildet, besteht selbstverständlich auch die vorteilhafte Möglichkeit mit der Anordnung der Walzen zielstrebig auf Spezialanwendungen des Boardes Bedacht zunehmen Entsprechend dem Verwendungszweck können die Walzen so angeordnet und bemessen werden, dass sie sich für Freestyle-Allround-Raceboards eignen.
PATENTANSPRÜCHE : 1 Rollensportgeréít, insbesondere Rollenschi oder Rollenschibrett, mit einem Träger zur
Lagerung einer Vielzahl von zumindest teilweise über die Unterseite des Trägers vorste- henden, auf senkrecht zur Längsachse des Trägers und parallel zur Unterseite des
Trägers um Drehachsen drehbar gelagerten sowie gleich beabstandeten Rollen und einer auf der Oberseite des Trägers angeordneten Standfläche gegebenenfalls mit darauf festgelegten Schuhbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Berandung des
Trägers (1,9) bzw der Standfläche in der durch die Rollendrehachsen (7) verlaufenden
Ebene zumindest in Teilbereichen in einem Winkel schräg zur Trägerlängsachse (8) oder gekrümmt verläuft, und dass die Längen randseitig angeordneter Rollen (2)
entsprechend dem Verlauf der Schräge bzw. der Krümmung unterschiedlich sind, wobei vorzugsweise die Rollen (2) aus einem elastischen Material, vorzugsweise Gummi, oder jeweils aus einem zylindrischen Kern, und einer diesen umhüllenden zylindermantelförmigen Hülle (6) aus elastischem Material gebildet sind (Fig. 4, 5).