<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Bodenverstärkung für Kunststoffbadewannen.
Es ist bekannt, den Wannenkörper von Badewannen aus Kunststoff durch Tiefziehen einer Acrylharzplatte zu bilden und anschliessend die Aussenseite im Spritzverfahren mit einer glasfaserverstärkten Harzschicht zu überziehen, durch die die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit des Acrylharzes erhöht wird.
Diese Beschichtung reicht jedoch nicht aus, um die auf den Wannenboden wirkenden Belastungen durch die Wannenfüllung, insbesondere aber nicht durch die praktisch punktförmige Belastung eines auf dem Badewannenboden stehenden Menschen aufzunehmen Hiezu war es bisher üblich, eine Verstärkungsplatte, insbesondere eine Holzspannplatte, nach dem vollständigen Beschichten der Wannenaussenseite ebenfalls von aussen auf den Wannenboden aufzulegen und in einem zweiten Spritzgang einzulaminieren
Die Verwendung von Verstärkungsp) atten aus einem Holzwerkstoff hat den Nachteil, dass für verschiedene Wannengrössen verschieden grosse Platten vorrätig sein müssen, wodurch sich eine aufwendige Lagerhaltung ergibt.
Darüber hinaus ist die Lagerhaltung von Platten aus Holzwerkstoff im Hinblick auf die Möglichkeit von schädlichen Feuchtigkeitseinflussen nicht unproblematisch.
In der EP-A2442 167 ist eine Badewanne mit einem Stützrahmengestell beschrieben Das Stützrahmengestell besteht im wesentlichen aus einem an der Innenseite des äusseren Randes der Badewanne umlaufenden gebogenen Metallrohr, einem an der Aussenseite des Bodens der Badewanne vorgesehenen Stützrahmen und einem Rohrgestänge, das sowohl mit dem umlaufenden Metallrohr als auch mit dem Stützrahmen verbunden ist und an dem die Füsse der Badewanne befestigt sind. Der am Boden der Badewanne mittels durch Glasfasern verstärktem Kunststoff befestigte Stützrahmen besteht aus zwei längs der Badewanne verlaufenden U-Profilen aus Metall und zwei quer hiezu verlaufenden G-Profilen aus Metall, wobei die Enden der Profile miteinander verschweisst sind.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, für Kunststoff-Badewannen eine verbesserte Verstärkungskonstruktion zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Bodenverstarkung rechteckige Schalen, z. B. aus Kunststoff, mit U-förmigem Quer-und Längsschnitt aufweist, und die Schalen längs-und/oder strnseitig vorragende Haltestifte mit Köpfen sowie Führungsschlitze aufweisen, wobei die Haltestifte einer Schale mit den Führungsschlitzen einer benachbarten Schale unter Bildung einer formschlüssigen Verbindung im Eingriff stehen. Durch die erfindungsgemässe Verwendung von rechteckigen Schalen aus z. B. Kunststoff ist die Möglichkeit geschaffen.
Bodenverstärkungen für Kunststoffbadewannen jeder gewünschten Grösse zusammenzusetzen ohne die Notwendigkeit, verschiedene Grössen von Verstärkungsplatten auf Lager zu halten.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Bodenverstärkung Schalen mit Uförmigem Querschnitt und L-förmigem Längsschnitt auf, die an ihrer offenen Stirnseite dem Schalenboden gegenüber einen die Längsseitenwände der Schalen verbindenden Steg aufweisen, wobei die Längsseitenwände unterhalb des Steges hinterschnitten sind, und wobei zur Bildung einer formschlüssigen Verbindung in diese Schalen jeweils das stirnseitige Ende einer weiteren Schale eingeschoben ist, deren Längsseitenwände im Bereich des stimseitigen Endes vorrangende Nasen aufweisen, die unter Bildung einer formschlüssigen Verbindung den Steg hintergreifen. Die auf diese Weise gebildete Verbindung zweier Schalen ist besonders stabil.
Ein Nachteil der bisher verwendeten Verstärkungsplatten aus einem Holzwerkstoff besteht darin, dass im Zuge der Aufstellung einer Badewanne für die Befestigung der Badenwannenfüsse der Wannenboden vom Installateur angebohrt werden musste, was mühsam ist und zu Verletzungen der Badewanne führen kann.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, enthält die Bodenverstärkung Schalen, in deren stimseitigen Endbereichen Ansätze vorgesehen sind, die auf der der Schalenöffnung gegenüberliegenden Seite offene Gewindebohrungen aufweisen. Die Montage der Füsse ist auf diese Weise äusserst einfach und mühelos möglich, ohne die Gefahr der Verletzung der Badewanne.
Vorzugsweise sind innerhalb der Schalen längs- und/oder querverlaufende Verstärkungsrippen vorgesehen. Dadurch wird eine besonders stabile Bodenverstärkung erzielt.
Die erfindungsgemäss aus rechteckigen Schalen zusammengesetzte Bodenverstärkung kann wie die bisher bekannten Verstärkungsplatten mit dem Wannenboden verbunden werden. Beispielsweise kann sie mit den Schalenöffnungen gegen den Wannenboden gerichtet von aussen auf den Wannenboden gelegt und in einem Spritzgang einlaminiert werden.
Die rechteckigen die Bodenstärkung bildenden Schalen, beispielsweise aus Aluminium oder Kunststoff, können in bekannter Weise beispielsweise im Spritzgussverfahren herstellt werden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen naher erläutert. Es zeigen :
<Desc/Clms Page number 2>
Fig. 1 eine für die Bodenverstärkung verwendbare Schale in Draufsicht, Fig 2 eine Seitenansicht der Schale nach Fig 1, teilweise im Schnitt nach der Linie 11-11, Fig. 3 eine Schnittansicht der Schale nach Fig. 1 nach der Linie 111-111, Fig. 4 eine weitere für die Bodenverstärkung verwendbare Schale in Draufsicht, Fig. 5 eine Seitenansicht der Schale nach Fig 4 im Schnitt nach der Linie V-V, Fig. 6 und 7 je Stimansichten der Schale nach Fig. 4, Fig. 8 eine weitere für die Bodenverstärkung verwendbare Schale in Draufsicht, Fig. 9 eine Schale nach Fig 8 im Schnitt nach der Linie X-X und Fig 10 eine Seitenansicht der Schale nach Fig. 8.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine Schale 1 gezeigt, die längs- und stirnseitig Haltestifte 2 mit Köpfen 3 und Führungsschlitze 4 aufweist Die Schale 1 ist an den stirnseitigen Endbereichen mit Ansätzen 5 versehen, in denen Gewindebohrungen 6 vorgesehen sind. Die Schale 1 ist mit querverlaufenden Verstärkungsrippen 7 und einer längsverlaufenden Verstärkungsrippe 8 versehen.
Die Fig. 4 bis 7 zeigen eine Schale 9, die stimseitig einen Haltestift 2 mit Kopf 3 und einem Führungsschlitz 4 aufweist Diese Schale 9 ist im Längsschnitt L-förmig, und an ihrer offenen Stirnseite mit einem Steg 10 versehen, der die Längsseitenwände der Schale 9 verbindet Unterhalb des Steges 10 weisen die Längsseitenwände der Schale 9 eine Hinterschneidung 14 auf
In den Fig. 8 bis 10 ist eine Schale 11 gezeigt, die an einer Stirnseite einen Haltestift 2 mit Kopf 3 sowie einen Führungsschlitz 4 aufweist Die Schale 11 ist mit querverlaufenden Verstärkungsrippen 12 versehen. Die Seitenwände der Schale 11 sind an einem stirnseitigen Ende mit Nasen 13 versehen.
Die Schale 11 wird zum Zusammenbau mit der Schale 9 mit ihrem die Nasen 13 tragenden Ende unterhalb des Steges 10 in die Schale 9 so eingeschoben, dass die Nasen 13 den Steg 10 hintergreifen, wodurch eine formschlüssige Verbindung gebildet ist Damit die Schale 11 in die Schale 9 einschiebbar ist, ist einerseits die Schale 11 um die Wandstärke der Seitenwände der Schale 9 schmäler und um die Dicke des Bodens und des Steges der Schale 9 niedriger und weist anderseits die Schale 9 unterhalb des Steges 10 die Hinterschneidung 14 auf.
Zur Herstellung einer an den Boden einer Kunststoff-Badewanne zu befestigenden Bodenverstärkung kann man z. B. an der Seitenfläche einer Schale 1 zwei Schalen 9 mittels der an der Seitenfläche der Schale 1 und an den Stirnflächen der Schalen 9 vorgesehenen Haltestifte 2 bzw Führungsschlitze 4 befestigen, anschliessend je eine Schale 11 in die Schalen 9 einschieben, bis die Nasen 13 den jeweiligen Steg 10 hintergreifen und an die Stimflächen der Schalen 11 eine weitere Schale 1 über die vorgesehenen Haltestift-Führungsschlitzverbindungen befestigen. Auf die geschilderte Weise können Bodenverstärkungen verschiedener Grösse durch entsprechende Anordnung der erforderlichen Anzahl von Schalen gebildet werden.
Patentansprüche :
1 Bodenverstärkung für Kunststoff-Badewannen, dadurch gekennzeichnet, dass sie rechteckige Schalen (1), z. B. aus Kunststoff, mit U-förmigem Quer- und Längsschnitt auf- weist, und die Schalen (1) längs- und/oder stirnseitig vorragende Haltestifte (2) mit Köpfen (3) sowie Führungsschlitze (4) aufweisen, wobei die Haltestifte (2) einer Schale mit den
Führungsschlitzen (4) einer benachbarten Schale unter Bildung einer formschlüssigen
Verbindung im Eingriff stehen.