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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dämpfung von Quer- und Längsschwingungen der Seilbahnkabinen von Pendel- und Umlaufbahnen im Stationsbereich und/oder Stützenbereich durch auf mindestens einer Seite der Seilbahnkabinen angeordnete Einfahrführungen und eine Einfahrführung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bekannt, dass Seilbahnkabinen quer zur Richtung der Fahrtrichtung Schwingungsbewegungen ausführen, deren Ausschläge von der Seitenwindkraft und der Fahrgeschwindigkeit abhängen. Diese Schwingungen werden durch die Einfahrfuhrung gedämpft, wobei durch die auftretenden Stösse nicht nur die Kabinen stark beansprucht werden, sondern gleichzeitig auch der Fahrkomfort deutlich reduziert wird.
Aus der DE 30 03 996 A1 ist eine Stabilisierungsvorrichtung für Wagen von Schwebebahnen bekannt, die aus zwei Führungsstangen, die waagrecht und V-förmig an der Station angebracht sind und entgegen eine elastische Rückstellkraft verstellbar sind, besteht. Aus der DE 30 43 946 A 1 ist eine Hängebahn mit einem Einlaufstabilisator bekannt, der ein Paar mit einem Ende schwenkbar an der Station gelagerter, in Einlaufrichtung tnchterförmig konvergierender Leitschienen mit Stossfänger aufweist.
Derartige Einfahrführungen sind meistens im Bereich der Stationseinfahrt und auch an den Fahrstützen angeordnet, wobei der Abstand der Einfahrführung von der Seitbahnkabine durch die Fahrgeschwindigkeit vorgegeben ist. Dies führt bei Stützen zu grossen Auslegerlängen, die die Stützenquerschnitte massgebend beeinflussen. Zur Verringerung der Schwingung muss bel starken Querschwingungen die Fahrgeschwindigkeit herabgesetzt werden, um den Betrieb fortführen zu können, wodurch die Fahrzeit vergrössert wird. Dies gilt auch im Stationsbereich.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, den angegebenen Unzukömmlichkeiten zu begegnen und Ist dadurch gekennzeichnet, dass die schräg angeordneten Führungsflächen der Einfahrführung, Insbesondere durch die vorbeifahrende Seitbahnkahne bzw. durch deren Anprall, in Fahrtrichtung der Seilbahn, Insbesondere mit der momentanen Seilgeschwindigkeit, bewegt werden. Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Verfahrenens sind in den Unteransprüchen 2 und 3 angegeben. Die erfindungsgemässe Einfahrführung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einfahrführung eine umlaufende Führungsfläche für die Seilbahnkabine aufweist und die Einfahrführung In an sich bekannter Weise federnd angeordnet ist, wobei insbesondere der Antrieb der umlaufenden Führungsfläche durch eine vom Zugseil der Seilbahn bewegte Rolle erfogt.
In den angeschlossenen Figuren 1 bis 3 ist die Erfindung beispielsweise und schematisch In zwei Ausführungsvarianten dargestellt.
Fig. 1 zeigt im Aufriss den oberen Teil einer Stütze 4 einer Seilbahnanlage in Form einer Pendel- oder Umlaufbahn. Das Fahrbetriebsmittel 1 dieser Seilbahn fährt über ein Laufwerk 2 am Tragseil 3 einer Bahntrasse, wobei zur Verkürzung des Durchhanges Stützen 4 vorgesehen sind. Zwischen dem Fahrbe- tnebsmittel 1 und dem Laufwerk 2 ist das Gehänge 5 angeordnet, an welchem das Zugseil 6 über eine Klemme 7 angeschlossen ist. Da das Fahrbetriebsmittel 1 in Form eines Pendels am Tragseil 3 fährt, und in einem Abstand vom Tragseil 3 durch das Zugseil 6 gehalten ist, ergeben sich durch die Fahrgeschwindigkeit und durch Seitenwinde Schwingungsimpulse quer zur Fahrtrichtung, die im Bereich der Stützen durch die Einfahrführung 8 gedämpft werden.
Derartiges Anprallen an feste Einfahrführungen führt natürlich zu einem Verlust an Fahrkomfort und beansprucht das Fahrbetnebsmittel, sodass derartige Stösse zu vermeiden sind Daher wird im Seilbahnbetrieb die Fahrgeschwindigkeit an den kritischen Stellen, insbesondere Im Einfahrtbereich der Station, gebremst, sodass das Fahrbetriebsmittel oftmals nur mit Schleichgeschwindigkeit in die Station einfährt, wodurch es natürlich zu unerwünschten Fahrzeitverlängerungen kommt. Erfindungsgemäss lassen sich nun die Stösse dämpfen, indem die Einfahrführung als bewegtes Band ausgebildet wird, wobei es In manchen Fällen sogar ausreicht, dass die Einfahrführung durch den Stoss des Fahrbetriebsmittels in Bewegung gesetzt wird.
Darüber hinaus kann die Einfahrführung auch gefedert gelagert werden, sodass eine weitere Abschwächung des Stosses erreicht wird. Besonders wichtig sind diese Massnahmen an Stützen, wobei durch derartige Schwingungsmassnahmen die Auslegerlänge der Stützen, bzw. der Stützenquerschnitt reduziert werden kann, wodurch diese Massnahmen auch die Bahnauslegung beeinflussen.
In Fig. 2 ist ein Grundnss zu Fig. 1 dargestellt und man erkennt, dass die Einfahrführung 8 als umlaufendes Band in Endlosführung ausgeführt ist, sodass für beide Fahrtrichtungen eine Führung verwendet wird, die um den Stützenquerschnitt geführt ist, sodass praktisch das Fahrbetriebsmittel 1 bei Einfahrt in den Stützenbereich durch die Bewegung der Einfahrführung 8 in Fahrtrichtung eingefädelt wird. Diese Ausführungsvariante ist relativ einfach, lässt allerdings eine Pendelung in Richtung von der Stütze weg zu,
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nach aussen im Bereich der Stütze gedämpft wird. Die Dämpfung der Querschwingung an der bewegten Einfahrführung erschwert die Entstehung von zusätzlichen Längsschwingungen infolge des Anprallens an eine schräge Führung und dämpft bestehende.
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Die Ausführung nach Fig. 3 zeigt für jede Fahrbahnseite eine eigene umlaufende Führung und ermöglicht im Stationsbereich die Einfahrt des Fahrbetriebsmittels 1 in die Station mit höherer Geschwindigkeit, also mit grösseren möglichen Auspendelungen quer zur Fahrtrichtung, ohne dass der Fahrkomfort beeinflusst wird.
Der Antrieb der Einfahrführung erfolgt im Stationsbereich am besten durch einen eigenen ständigen Antrieb, der gegebenenfalls bei Einfahrt in die Station in Betrieb gesetzt werden kann, bzw. der bei Umlaufbahnen in ständigem Betrieb ist. Im Stützenbereich wird der Antrieb vorzugsweise von den Tragrollen 9 des Zugseiles 6 abgenommen, sodass zu den einzelnen Stützen keine direkte Stromzufuhr notwendig ist.
Im Rahmen der Erfindung kann die umlaufende Führung in verschiedenen Höhen zB vom Gehänge oder am Wagenkasten bzw. an der Kabine angebracht werden, sodass zum Beispiel durch einen Angriff am Gehänge die Bauweise derselben verkleinert werden kann und auch eine härtere Führung bei gleichem Fahrkomfort möglich ist.