<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Schachtabdeckung mit einem Rahmen und mit einem Deckel, die über ein Gelenk miteinander verbunden sind, das aus einem in einer Ausnehmung am Rahmen drehbar aufgenommenen Bolzen besteht, wobei der Bolzen am Deckel in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist und wobei eine Einrichtung zum Festlegen des Bolzens in axialer Richtung am Deckel vorgesehen ist.
Kommunale Abwasserkanäle sind üblicherweise unter Strassen oder Gehsteigen angeordnet und mit der Oberfläche durch Kontrolischächte verbunden. Die Kontrollschächte werden mit Schachtabdeckungen verschlossen, die je nach Bauart befahrbar oder begehbar sind.
Diese Schachtabdeckungen bestehen häufig aus einem quadratischen oder rechteckigen Rahmen, in welchem ein Deckel die lichte Öffnung des Rahmens verschliesst. Unter den Begriff Deckel fallen im Rahmen dieser Erfindung alle geeigneten Einrichtungen zum Verschliessen einer Schachtabdeckung, wie z. B. auch Gitter. Um zu erreichen, dass sich die Deckel aufklappen lassen, sind diese häufig über Gelenke mit dem Rahmen verbunden. Dabei müssen die Bolzen einerseits gegen unbeabsichtigtes Herausfallen gesichert sein, anderseits müssen sie sich bei durch Korrosion oder Bruch verursachten Schäden lösen und austauschen lassen. Überdies soll die Anordnung der Gelenke selbst möglichst unanfällig gegen Bruch und Korrosion sein.
Eine gattungsgemässe Schachtabdeckung ist aus der DE 17 08 625 A bekannt. Bei dieser Schachtabdeckung ist die Einrichtung zum Festlegen des Bolzens ein mit dem Bolzen verbundener Eisendraht oder ein Flacheisen, das zum Lösen des Bolzens plastisch verformt werden muss. Dies weist allerdings den Nachteil auf, dass diese Fixierung auch durch Unbefugte relativ leicht zu entfernen ist und dass im Hinblick darauf, dass der Bolzen und die Einrichtung zum Festlegen des Bolzens möglichst aus korrosionsfesten Werkstoffen bestehen sollen, beim Verbinden dieser Einrichtung mit dem Bolzen, z. B. durch Schweissen, Probleme entstehen können und auch eine dauerhafte plastische Verformbarkeit nicht immer gegeben ist.
Gelöst wird die Aufgabe, bei einer Schachtabdeckung der eingangs genannten Art eine einfache und sichere Befestigung des Bolzens zu schaffen, dadurch, dass die Einrichtung eine Halterung ist, die am Deckel lösbar befestigt, z. B. angeschraubt Ist und mit deren Hilfe der Bolzen am Rahmen festgelegt wird. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Einrichtung im Bereich der Teilungsebene zwischen Rahmen und Deckel angeordnet ist.
Bei dieser letztgenannten Ausführungsform, die den Vorteil mit sich bringt, dass sowohl der Bolzen des Gelenks als auch die Einrichtung zum Festlegen des Bolzens unter dem Deckel geschützt liegen und somit weder mechanischen Kräften noch Regen- oder Schmelzwasser besonders ausgesetzt sind, kann die Verbindung zwischen dem Deckel und dem Rahmen nach dem Hochklappen des Deckels einfach dadurch gelöst werden, dass die Halterung zum Festlegen des Bolzens gelöst wird und anschliessend der Bolzen axial herausgezogen wird. Sowohl der Bolzen als auch die Hatterung zum Festlegen des Bolzens können dabei aus korrosionsfestem Werkstoff (z.
B. Chrom oder Chrom-Nickelstahl) hergestellt werden, so dass sowohl eine Zerstörung des Gelenkes durch Korrosion hintengehalten wird als auch ganz allgemein ein Lösen des Gelenkes weniger oder gar nicht durch Korrosion behindert wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen in einer Bohrung am Deckel gelagert ist. Der Bolzen ist dabei fest im Deckel gelagert und wird durch die Halterung nur gegen Herausfallen gesichert.
In einer Ausführungsform der Erfindung kann weiters vorgesehen sein, dass die Halterung eine in Einbaulage dem Bolzen zugewandte Anlagefläche besitzt, die ein Verschieben des Bolzens in Richtung zur Deckelmitte hin verhindert. Da auch bei dieser Ausführungsform die Halterung unter dem Deckel, d. h. im Bereich der Teilungsebene zwischen Rahmen und Deckel angeordnet sein kann, wird auch hier sowohl eine mechanische Belastung als auch eine Korrosionsbelastung durch eindringendes Wasser soweit wie möglich verhindert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigt : Fig. 1 einen Rahmen einer erfindungsgemässen Schachtabdeckung ohne Deckel in Draufsicht, Fig. 2 einen Schnitt durch den Rahmen von Fig. 1 entlang der Linie 11-11, Fig. 3 eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Halterung der Schachtabdeckung im Bereich des Gelenkes am Deckel und Fig. 4 einen Schnitt durch den Deckel entlang der Linie IV-IV in Fig. 3.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Rahmen 1 einer erfindungsgemässen Schachtabdeckung, der im wesentlichen einen rechteckförmigen Querschnitt, Seitenwände 2,3, 4,5 und einen umlaufenden Flansch 6 aufweist. Der Rahmen 1 wird so in die Strasse oder den Gehsteig eingesetzt, dass sein oberer Rand 7 mit der Oberfläche der Strasse oder des Gehsteiges fluchtet. In den Ecken des Rahmens 1 sind an der Innenseite zwei Paar Sockel 8', 8" und 9', 9" angeordnet, welche als Auflagen für den Deckel dienen.
Im Bereich der Sockel 8', 8" sind in den Seitenwänden 3,5 Bohrungen 11 angeordnet, die wie im dargestellten Ausführungsbeispiel als Sacklochbohrungen und Langlöcher ausgeführt sind. Die Bohrungen
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Ein Deckel 13 weist im wesentlichen eine Umrissform auf, wie sie durch die Wände 2 bis 5 des Rahmens 1 vorgegeben ist, allerdings mit etwas geringeren Aussenmassen, um ein Klemmen des Deckels 13 im Rahmen 1 zu verhindern.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform eines Deckels 13 im Bereich eines Gelenkes (in Fig. 3 in Einbaulage des Deckels von unten), das in Fig. 1 dem Sockel 8'zugeordnet ist. Der Deckel 13 weist eine Deckelplatte 14 auf, von der sich ein Steg 15 nach unten erstreckt. Im Steg 15 ist eine Bohrung 16 angeordnet, die sich an der Deckelplatte 14 als halbkreisförmige Ausnehmung 17 zur Deckelmitte hin weiter erstreckt. Die Länge der halbkreisförmigen Ausnehmung 17 ist mindestens so gross wie die Länge eines Bolzens 18, der in die Bohrung 16 bzw. Ausnehmung 17 eingelegt ist.
Der Bolzen 18 ist mit Hilfe einer Hatterung 27 gegen axiales Verschieben gesichert ist. Die Halterung 27 weist eine halbkreissförmige Ausnehmung 28 auf, die zusammen mit der halbkreisförmigen Ausnehmung 17 in der Deckelplatte 14 eine Aufnahme für den Bolzen 18 bildet.
Um zu verhindern, dass der Bolzen 18 zur Deckelmitte hin verrutschen kann, weist die Halterung 27 einen von einem Vorsprung 29 gebildeten Anschlag 31 auf, welcher die halbkreisförmige Ausnehmung 28 zur Deckelmitte hin begrenzt. Die Halterung 27 wird mit Hilfe einer Schraube 30, die durch eine Bohrung 32 in der Halterung 27 geführt und in eine Gewindebohrung 33 im Deckel 13 eingedreht ist, festgeschaubt. Zusätzlich oder alternativ zum Anschlag 31 kann die Halterung 27 so ausgeführt sein, dass der Bolzen 18 von der Halterung 27 am Deckel 13 festgeklemmt wird, wobei es sich bewährt hat, den Bolzen 18 mit einem Überzug 31 aus elastischem Material, z. B. einer Gummiarmierung zu überziehen, um ein unerwünschtes Klappern des Bolzens 18, z. B. beim Überfahren der Schachtabdeckung, zu verhindern.
Die Einrichtung zum axialen Festlegen des Bolzens ist keiner direkten mechanischen Belastung oder übermässigem Eindringen von Wasser ausgesetzt, so dass einerseits gewährleistet ist, dass die Gefahr eines mechanischen Bruches sehr gering ist, und anderseits eine Beeinträchtigung oder Zerstörung der Halterung 27 bzw. deren Befestigung am Deckel 13 mit Hilfe der Schraube 30 durch Korrosion sehr gut hintangehalten wird.
Die Montage bzw. Demontage des Deckels 13 am Rahmen 1 erfolgt bei aufgeklapptem Deckel 13, wobei in dieser Stellung die Halterung z. B. zum Festlegen des Bolzens 18 in axialer Richtung leicht zugänglich angebracht und entfernt werden kann.