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Vliesbandesumlaufende Trägerbahn in wenigstens einer Windung mit über die Länge der Trägerbahn verteilten Markierungen auf der Trägerbahn bzw. auf der Vliesbandwindung und mit einer Abtasteinnchtung zum berührungslosen Erfassen der Markierungen.
Bei der Herstellung von Filzen aus auf eine endlos umlaufende Trägerbahn ein- oder mehrlagig aufgebrachten, über die Trägerbahnbreite durchgehenden oder nebeneinandergereihten Vliesbandwindun- gen ist es zur Wahrung von über die Länge der Trägerbahn gleichbleibenden Filzeigenschaften von besonderer Bedeutung, die einzelnen Bearbeitungsschritte genau auf die Jeweilige Umfangslänge der Trägerbahn abzustimmen, weil eine Bearbeitung über einen Umlauf hinaus eine überlappende Bearbeitung mit sich bringt, die aufgrund der zusätzlichen Nadelung die Filzeigenschaften nachhaltig beeinflusst. Erschwerend kommt bei der Abstimmung der einzelnen Arbeitsvorgänge auf die Umfangslänge der Trägerbahn hinzu, dass mit einer sich während der Bearbeitung ändernden Umfangslänge gerechnet werden muss,
so dass mit einer einmaligen Bestimmung der Umfangslänge der Trägerbahn nicht das Auslangen gefunden werden kann. Aus diesem Grund werden auf der Trägerbahn metallische Markierungen angebracht, mit deren Hilfe induktive Näherungsschalter betätigt werden können, und zwar unabhängig davon, ob die Markierungen noch frei liegen oder bereits durch das aufgebrachte Vliesband abgedeckt sind.
Nachteilig bei solchen Abtasteinrichtungen ist allerdings, dass die Ansprechgenauigkeit der Induktiven Schalter in vielen Fällen unzureichend ist und daS über die Schalter nicht erkannt werden kann, welche der über die Umfangslänge verteilten Markierungen erfasst wird. Es müssen folglich vor den Bearbettungsvor- gängen während eines Trägerbahnumlaufes die Markierungen entsprechend erfasst werden, um sie dann den einzelnen Bearbeitungsvorgängen zuordnen zu können.
Zum Erfassen von einzelnen Wäschestücken ist es bekannt (WO-A1-87/04200), die einzelnen Wäschestücke mit einer Kennung aus einem eingezogenen oder eingewebten Kontrastfaden zu versehen, so dass diese Kennung mit Hilfe eines optoelektronischen Empfängers gelesen werden kann. Diese Erfassung einzelner Wäschestücke kann ebensowenig wie die ebenfalls bekannte Erfassung von einzelnen Werkstukken (DE-OS 37 07 344) mit Hilfe einer maschinenlesbaren Kodierung keine Lehre geben, wie vorzugehen wäre, um beispielsweise den Vorschub einer endlosen Trägerbahn für ein aufzubringendes Vliesband mit Hilfe von auf der Trägerbahn vorgesehenen Markierungen zu bestimmen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Vorrichtung zum Bearbeiten oder Herstellen einer endlos umlaufenden Warenbahn aus einer Trägerbahn und einem aufgebrachten Vliesband so zu verbessern, dass eine genaue Erfassung der auf die jeweiligen Bearbeitungen bezogenen Umfangslängen sichergestellt werden kann, und zwar unter Vermeidung zusätzlicher Justierumläufe der Trägerbahn zur Erfassung der einzelnen Markierungen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass den Markierungen optisch erfassbare Kennungen zugeordnet sind und dass die Abtasteinrichtung für die Markierungen aus einem an eine Auswerteschaltung für die Kennungen angeschlossenen, optoelektronischen Empfänger besteht.
Durch die den einzelnen Markierungen zugeordneten Kennungen kann jede Markierung unmittelbar erkannt werden, so dass sich sonst notwendige Justierumläufe erübrigen. Voraussetzung hiefür ist eine eindeutig über die Abtasteinrichtung erfassbare Kennung, die auch gelesen werden kann, wenn sie durch eine oder mehrere Vliesbandlagen abgedeckt ist. Diese Bedingung konnte in überraschender Weise durch einen optoelektronischen Empfänger in Zusammenhang mit optisch erfassbaren Kennungen erfüllt werden. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass bei einem ausreichenden Kontrast die Kennungen auch durch mehrere Vliesbandschichten optisch eindeutig erfasst werden können, so dass die mit optisch erfassbaren Kennungen verbundenen Vorteile für diesen besonderen Einsatzzweck ausnützbar sind.
Die Kennungen könnten gesonderten Markierungen zugeordnet werden, die nicht zwingend optisch erfasst zu werden brauchen. Erheblich einfachere Verhältnisse ergeben sich jedoch, wenn die Markierungen aus der Kennung selbst bestehen. In diesem Fall ist dafür zu sorgen, dass über den optoelektronischen Empfänger ein eindeutiges Lagesignal für die Markierung erhalten wird. Die Markierungen bzw. die Kennungen können auf einem geeigneten Träger vorgefertigt und mit dem Träger an der Trägerbahn befestigt werden. Um durch einen solchen Träger nicht die Filzeigenschaften zu verändern oder die Markierung durch eine mit der Filzbearbeitung verbundene Trägerablösung oder-beschädigung zu gefährden, können die einzelnen Markierungen bzw.
Kennungen In weiterer Ausbildung der Erfindung aus einem auf die Trägerbahn selbst beispielsweise mit einer Kontrastfarbe aufgetragenen Stnchmuster bestehen.
Zur Schaffung günstiger Lesebedingungen empfiehlt sich eine Beleuchtung, die dem optoelektronischen Empfänger zugeordnet wird. Damit ist eine Erfassung der Markierungen bzw. der Kennungen im Auflicht möglich, aber auch im Durchlicht, wenn die Beleuchtung auf der der Abtasteinrichtung gegenüberliegenden Oberflächenseite der Trägerbahn vorgesehen ist, was in manchen Anwendungsfällen eine bessere Lesbarkeit der Kennungen mit sich bringen kann.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung ausschnittsweise in einem vereinfachten Schnitt in Längs- richtung der Trägerbahn und
Fig. 2 eine Draufsicht auf diese Vorrichtung.
Bei einer herkömmlichen Vorrichtung zum Aufbringen eines Vliesbandes 1 auf eine zu einem endlosen Schlauch zusammengefügte, um Umlenkrollen geführte Trägerbahn 2 wird das Vliesband 1, wenn es schmäler als die Trägerbahn 2 ist in mehreren Windungen unter einem vorgegebenen Steigungswinkel nebeneinander auf die Trägerbahn aufgelegt und aufgenadelt. Um die jeweils auf die Umfangslänge der Trägerbahn 2 bezogenen Bearbeitungsvorgänge genau auf diese Umfangslänge beschränken zu können, werden über den Umfang der Trägerbahn verteilt Markierungen 3 angebracht, die beim Vorbeibewegen an einer Abtasteinrichtung 4 erfasst werden, so dass über die Abtasteinrichtung 4 ein Signal erhalten wird, das die Umlauflage der Trägerbahn 2 bestimmt, wenn die Markierungen 3 eindeutig voneinander unterscheidbar sind.
Zu diesem Zweck sind den Markierungen 3 Kennungen 5 zugeordnet, die optisch über die als optoelektronischer Empfänger 6 ausgebildete Abtasteinrichtung 4 gelesen werden können, und zwar auch bei einer Abdeckung der Kennungen durch die Vliesbandwindungen. Der optoelektronische Empfänger 6 kann vorteilhaft als Rasterkamera ausgebildet sein, deren Grauwertabbildung der Kennung eine Erfassung dieser Kennung in einer angeschlossenen Auswerteschaltung, vorzugsweise einem Rechner, erlaubt.
Um die Lesebedingungen für die Kennung zu verbessern, Ist eine Beleuchtung 7 vorgesehen, die gemäss dem Ausführungsbeispiel auf der der Abtasteinrichtung 4 gegenüberliegenden Oberflächenseite der Trägerbahn angeordnet ist, so dass die Markierung 3 mit der Kennung 5 im Durchlicht erfasst wird. Der Führungstisch 8 der Trägerbahn 2 weist für den Lichtdurchtritt eine entsprechende Unterbrechung 9 auf.
Selbstverständlich ist auch eine Erfassung im Auflicht möglich.
Gelangt die aus der Kennung selbst bestehende Markierung 3, die auf einem gesonderten Träger vorgesehen sein kann oder auf die Trägerbahn 2 unmittelbar aufgebracht wird, in den Lesebereich des optoelektronischen Empfängers 6, so wird die durch diese Markierung 3 bestimmte Umfangslage der Trägerbahn 2 erfasst, weil die Markierung aufgrund ihrer Kennung eindeutig identifiziert werden kann. Es kann daher ein auf die damit verbundene Umfangslage der Trägerbahn bezogenes Steuersignal ausgegeben werden, um durch entsprechende Steuerbefehle in den Bearbeitungsvorgang einzugreifen.
Es braucht wohl nicht betont zu werden, dass die Erfindung nicht auf das Aufbringen eines Vliesbandes auf eine Trägerbahn und das nachträgliche Bearbeiten der dadurch erhaltenen Warenbahn in einer Vorrichtung beschränkt ist. So kann die Bestimmung der Umfangslage der Trägerbahn in der angegebenen Art auch für die Bearbeitung von Warenbahnen eingesetzt werden, auf die in einem gesonderten Arbeitsgang ausserhalb der Bearbeitungsvorrichtung das Vliesband aufgebracht wurde.