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Die Erfindung betrifft einen Motorblock einer Brennkraftmaschine, der aus konstruktiven und Montagegründen aus mehreren Teilen, wie Zylinderblock, Zylinderkopf, Kurbelgehäuse und Kurbewellen-Hauptlager gebildet ist, die über verschraubte Fügestellen zur Einheit verbunden sind, wobei ausser diesen verschraubten Fügestellen noch zusätzliche Fügestellen zwischen seitlichen, mit dem Zylinderblock verschraubten Rippengittern und dem Zylinderblock, vorgesehen sind, die im wesentlichen nur zur Verminderung der abgestrahlten Schalleistung dienen
Ein solcher Motorblock ist In dem Patent 399. 919 beschrieben. Es ist bekannt, dass die an Fügestellen auftretenden kleinen Relativbewegungen durch Reibungsverluste eine beachtliche Dämpfung der vom Motorblock abgestrahlten Schalleistung bewirken.
Es Ist auch bekannt, dass die Dämpfung mit der Anzahl der Fügestellen zunimmt. Um nun die vom Motorblock abgestrahlte Schalleistung weiter herabzusetzen, wird Im Stammpatent vorgeschlagen, zusätzliche Fügestellen am Motorblock vorzusehen. Eine mögliche solcher Fügestellen ist zwischen dem Motorblock und seitlich vorgesehenen Rippengittern gelegen. Werden nun diese Rippengitter in bekannter Art am Motorblock verschraubt, so sind durch die hohen Anpresskräfte
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Aufgabe der diesem Zusatzpatent zugrundeliegenden Erfindung ist es, die Erfindung des Stammpatentes in vorteilhafter Weise so weiterzubilden, dass grössere Energiemengen dissipiert werden können und somit die abgestrahlte Schalleistung weiter vermindert werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die seitlichen Rippengitter über Tellerfedern, wie bei Anbauteilen an sich bekannt, an den Motorblock angepresst sind, und dass Stiftschrauben vorgesehen sind, die im Motorblock verschraubt sind und die die Rippengitter durchsetzen und sich die Tellerfedern gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Scheiben an den Stiftschrauben abstützen. Anbautelle über Tellerfedern an den Motorblock anzupressen ist In anderem Zusammenhang aus den Schriften DE 26 28 692 Al, DE 25 19 698 A 1 oder FR 2 465 124 A 1 bekannt. Keine der Schriften zeigt allerdings seitliche Rippengitter am Motorblock.
Die auf das Rippengitter übertragene Kraft hängt bel der erfindungsgemässen Ausbildung nicht mehr von dem Drehmoment ab, mit dem die Schrauben, die die Tellerfedern hatten, im Motorblock eingedreht sind. Massgeblich für die Antriebskraft ist nur mehr die Federkennlinie der Tellerfeder und die Differenz zwischen der Höhe der Tellerfeder im Ruhezustand und im Einbauzustand. Die Anpresskraft kann daher sehr genau dosiert und optimiert werden.
Eine besonders einfache Ausführungsvariante der Erfindung ist gegeben, wenn die Stiftschrauben über von diesen in axialer Richtung durchsetzte Distanzhülsen gegenüber dem Motorblock verspannt sind.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Brennkraftmaschine mit einem Motorblock gemäss der Erfindung im Schnitt zwischen den Zylindern senkrecht zur Kurbelwellenachse, Fig. 2 ein Detail von Fig. 1 im Schnitt, Fig. 3 eine Draufsicht auf das Detail von Fig. 2 und Fig. 4 ein Detail einer Ausführungsvariante der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte Brennkraftmaschine, vorzugsweise mit In einer Reihe angeordneten Zylindern, weist einen Motorblock auf, der generell mit 1 bezeichnet ist. Dieser Motorblock besteht im wesentlichen
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4, dem Kurbelwellenlagerstuhl 5 und dem Kurbelwellenlagerdeckei 6 sowie der Ölwanne 7. Die Zylinderachse ist mit 2'bezeichnet. Am Zylinderblock 2 ist der, einen eingegossenen wärmeisolierten Abgaskrümmer 24 aufweisende, Zylinderkopf 4 mit Zylinderkopfschrauben 8 befestigt. Die dazu gehörende Fügestelle ist mit 23 bezeichnet.
Das Hauptlager der Kurbelwelle 9 besteht aus dem Hauptlagerstuhl 5 und dem Hauptlagerdeckel 6. Das Kurbelgehäuseoberteil 3 ist über semen bezüglich der Zylinderachse 2'symmetrischen Mittelabschnitt 3" zwischen Zylinderblock 2 und Hauptlagerstuhl 5 eingespannt. Dies geschieht mittels der Hauptlagerschrauben 10, welche auch den Hauptlagerdeckel 6 durchsetzen und somit auch Hauptlagerstuhl 5 und Hauptla- gerdeckel 6 zusammenspannen, wobei die Positionierung dieser Teile durch den Einpass 25 sowie den Passabschnitt 27 der Hauptlagerschrauben 10 erfolgt Die Achsen der Zylinderkopfschrauben 8 und der Hauptlagerschrauben 10 haben eine gemeinsame Mittellinie 22.
Die Fügestellen zwischen den einzelnen Teilen des Zylinderblocks sind mit stärkeren Linien hervorgehoben. Es sind dies die Fügestelle 11 zwischen dem Zylinderblock 2 und dem Mittelabschnitt 3" des Kurbelgehäuseoberteils 3 und die Fügestelle 12 zwischen dem Kurbelgehäuseunterteil 3'und dem Kurbelgehäuseoberteil 3 sowie die Fügestelle 28 zwischen dem Kurbelgehäuseunterteil 3'und der Ölwanne 7. Fügestellen dieser Art sind an sich bekannt. Erfindungsgemäss ist eine weitere Fügestelle 13 zwischen dem Hauptlagerstuhl 5 und dem Mittelabschnitt 3" des Kurbelgehäuseoberteils 3 vorgesehen, welche zylindrisch ausgeführt ist und mittels der Hauptlagerschrauben 10 verspannt ist.
Die Fügestelle zwischen dem Hauptlagerstuhl 5 und dem Hauptlagerdeckel 6 ist mit 21 bezeichnet.
Zu belden Seiten des Zylinderblocks 2 sind Rippengitter 14 mittels Schrauben 14'befestigt, deren Fügestellen 15 zusätzliche Körperschalldämpfung bringen und die aber zusätzliche Funktionen, wie z. B.
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Aggregatkonsolen, übernehmen können.
Das Kurbelgehäuse-Unterteil 3'weist eine Versteifung 18 auf, über welche sie am KurbelgehäuseOberteil 3 durch übliche aussenliegende Schrauben 16 und weitere soweit als möglich innenliegende Schrauben 17 befestigt ist. Für diese Schrauben 16 und 17 sind im Kurbelgehäuse-Unterteil 3'Butzen 19 und 20 an der Versteifung 18 des Unterteils 3'vorgesehen. Mittels der aussenliegenden Schrauben 16 Ist die aus Blech gefertigte Ölwanne 7 am Kurbelgehäuse-Unterteil 3'befestigt.
In der Fig. 2 ist die Befestigung des Rippengitters im Detail zu sehen. Die Stiftschraube 14'ist Im Motorblock 2 verschraubt und durch den Sitz der Schulter 14a auf der Oberfläche 2a des Motorblocks 2 verspannt. Die Mutter 14" hält eine Scheibe 15", auf der sich eine Tellerfeder 15'abstützt, die das Rippengitter 14 gegen den Motorblock 2 drückt. Der Abstand d zwischen der Scheibe 15" und dem Rippengitter 14 bestimmt die Höhe der Tellerfeder 15'im zusammengebauten Zustand. Daraus, sowie aus der Höhe der Tellerfeder 15'im unbelasteten Zustand und der Federkennlinie, kann man in einfacher Welse die Kraft bestimmen, mit der das Rippengitter 14 auf den Motorblock 2 gedrückt wird.
Für die Ausführungsvanante in Fig. 4 ist eine Distanzhülse 14b vorgesehen, die von der Schraube 14' durchsetzt wird. Ansonsten entspricht diese Ausführungsvariante der oben beschriebenen.