AT402187B - Vorrichtung zur befestigung einer kabine, eines sessels od.dgl. einer seilbahnanlage an einem gehänge - Google Patents
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Description
AT 402 187 B
Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer Kabine, eines Sessels od.dgl. einer Seilbahnanlage an einem Gehänge, welches an seinem unteren Ende als Trageinrichtung ausgebildet ist, welche ein Traggestell für die Kabine od.dgl. untergreift, wobei zwischen der Trageinrichtung und dem Traggestell mindestens ein Dämpfungselement in Form eines aufblasbaren Behälters angeordnet ist.
Bei bekannten derartigen Vorrichtungen ist am unteren Ende des Gehänges, welches insbesondere mittels einer Klemmeinrichtung an das Förderseil fest oder lösbar angeklemmt ist, eine Trageinrichtung angelenkt, welche z.B. mit vier Tragarmen ausgebildet ist, deren freie Enden von in der Kabine verankerten Bolzen durchsetzt sind. Dabei sind zur Erzielung einer elastisch dämpfenden Befestigung an den Tragarmen Hülsen vorgesehen, in welche zylinderförmige Dämpfungskörper eingesetzt sind, welche von den Bolzen durchsetzt sind, wobei an den oberen Enden der Bolzen Haltescheiben angeordnet sind.
Diese bekannten Befestigungsvorrichtungen entsprechen jedoch deshalb nicht den an sie gestellten Anforderungen, da infolge zu starker Kompression der Dämpfungskörper, weiters infolge der Alterung des Materials der Dämpfungskörper und infolge anderer Sachverhalte Stöße, welche durch die Bewegung der Klemmbacken über die Seilrollen verursacht werden, über das Gehänge auf die Kabine übertragen werden, wodurch auf diese beim Überfahren der Seilrollen eine Vielzahl von Stößen gelangt. Hierdurch werden zudem Schwingungen des Seiles und lärmende Geräusche bedingt.
Diesen nachteiligen Effekten kommt deshalb steigende Bedeutung zu, da bei Seilbahnanlagen zur Vergrößerung der Förderleistung die Fahrgeschwindigkeiten immer mehr erhöht werden, wodurch die beim überfahren von Rollenbatterien verursachten Stöße verstärkt werden. Demgegenüber wird jedoch von den Passagieren ein erhöhter Komfort erwartet.
Ein anderer Nachteil bekannter Vorrichtungen besteht darin, daß bei der Befestigung der Kabine am Gehänge aus Gründen der Festigkeit sich die Befestigungsbolzen in den Randbereichen des Daches der Kabine befinden müssen. Demgegenüber sollte jedoch zur Vermeidung von Drehmomenten, welche von der Kabine auf das Gehänge ausgeübt werden, die Befestigung des Gehänges im mittleren Bereich des Daches der Kabine angeordnet sein. Um das Auftreten von Drehmomenten auf das Gehänge zu vermeiden, ist es deshalb bei bekannten Befestigungsvorrichtungen erforderlich, zwischen dem Gehänge und der Trageinrichtung ein Gelenk anzuordnen.
In der AT E 3015 T ist eine Vorrichtung zum elastischen Aufhängen einer Seilbahnkabine geoffenbart, welche Vorrichtung durch ein zwischen einer am Gehänge befestigten Trageinrichtung und einem an einer Kabine befestigten Traggestell angeordneten Dämpfungselement in Form eines aufblasbaren Reifens gebildet ist. Diese bekannte Vorrichtung ist jedoch deshalb nicht den Erfordernissen entsprechend, da bei einer Fehlfunktion des Dämpfungselementes, z.B. bei einem Austritt der Luft aus diesem infolge einer Beschädigung, die angestrebte Dämpfungswirkung nicht gewährleistet wird. Zudem handelt es sich bei diesem Dämpfungselement um ein solches, welches für diesen bestimmten Anwendungszweck gesondert angefertigt werden muß.
Demgegenüber liegen der gegenständlichen Erfindung die Aufgaben zugrunde, eine Dämpfungsvorrichtung zu schaffen, durch welche auch bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit die angestrebte ruhige Bewegung der Kabine, des Sessels od.dgl. gewährleistet ist, welche eine Aufhängung der Kabine, des Sessels od.dgl. am Gehänge ohne ein zwischen der Trageinrichtung und dem Traggestell befindliches Gelenk ermöglicht, welche deshalb in einfacher Weise gefertigt werden kann, da sie aus handelsüblichen Einrichtungen besteht und welche auch bei Ausfall eines Teiles der Einrichtungen funktionsfähig ist. Diese dem bekannten Stand und dieser Fläche angeordnet sind. Weiters kann das Traggestell in Form von zwei in vertikalem Abstand angeordneten Flächen ausgebildet sein, zwischen welchen die Trageinrichtung angeordnet ist, wobei jeweils oberhalb und unterhalb der Trageinrichtung die Luft- bzw. Gasfedern angeordnet sind. Weiters können die Luft- bzw. Gasfedern mittels Leitungen miteinander und mit einer zentralen Druckmittelversorgung verbunden sein.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist zwischen der Trageinrichtung und dem Traggestell mindestens eine zusätzliche mechanische Dämpfungseinrichtung vorgesehen, welche insbesondere durch Gummipuffer und eine Zugstange gebildet ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine an einer Gehängestange befestigte Seilbahnkabine, in Vorderansicht,
Fig. 2 diese Seilbahnkabine in Seitenansicht,
Fig. 3 diese Seilbahnkabine in Draufsicht,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Befestigung einer Kabine an einer Gehängestange, in vertikalem Schnitt,
Fig. 5 ein Detail im Schnitt in Richtung der Pfeile A-A in Fig. 4 gesehen, in gegenüber Fig. 4 2
AT 402 187 B vergrößertem Maßstab, und
Fig. 6 eine gegenüber Fig. 4 abgeänderte Ausführungsform einer Vorrichtung zur Befestigung einer Kabine an einer Gehängestange, in vertikalem Schnitt.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, ist am unteren Ende einer Gehängestange 1 mittels einer Vorrichtung 2 und 3 eine Kabine 5 befestigt. Am oberen Ende der Gehängestange 1 sind ein Klemmkörper 11, mittels einer Stellrolle 12 verstellbare Klemmbacken 13 und Laufrollen 14 eines Laufwerkes angeordnet. Mittels der Klemmbacken 13 kann die Gehängestange 1 an ein Förderseil angekuppelt werden.
Die Befestigungsvorrichtung besteht aus einer am unteren Ende der Gehängestange 1 angeordneten Trageinrichtung 2 und einem am Dach 52 der Kabine 5 befestigten Traggestell 3. Wie weiters aus Fig. 3 ersichtlich ist, besteht die Trageinrichtung 2 aus zwei in Förderrichtung A der Kabine 5 ausgerichteten Schienen 21 und zwei dazu quer verlaufenden Konsolen 22, welche mit den Seitenflächen der Gehängestange 1 starr verbunden sind. Das Traggestell 3 besteht ebenfalls aus zwei in Förderrichtung A der Kabine 5 verlaufenden Schienen 31, welche durch zwei dazu quer ausgerichtete Schienen 32 verbunden sind. Das Traggestell 3 ist mit der Kabine 5 dadurch verbunden, daß an den freien Enden der Schienen 31 Bolzen 51 vorgesehen sind, welche im Dach 52 der Kabine 5 verankert sind. Zwischen der Trageinrichtung 2 und dem Traggestell 3 sind Luft- bzw. Gasfedern 4 angeordnet, welche sich zwischen den freien Enden der Schienen 21 der Trageinrichtung 2 und den Schienen 32 des Traggestells 3 befinden.
Dadurch, daß sich die Befestigung der Kabine 5 am Traggestell 3 und die Befestigung des Traggestells 3 an der Trageinrichtung 2 an voneinander getrennten Stellen befinden, wird in einfacher Weise den Forderungen einer stabilen Befestigung der Kabine 5 und der Vermeidung von auf die Gehängestange 1 ausgeübten Drehmomenten entsprochen. Zudem wird durch die Anordnung von Luft- bzw. Gasfedern 4 zwischen dem Traggestell 3 und der Trageinrichtung 2 eine optimal gefederte Befestigung der Kabine 5 erzielt, wodurch die bei der Bewegung der Seilklemmen über die Seilrollen verursachten Stöße auf die Kabine 5 nicht übertragen werden, sodaß diese weit geringeren mechanischen Belastungen unterworfen ist. Zudem wird hierdurch die Übertragung von Geräuschen gedämpft.
In Fig. 4 ist eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung dargestellt. Dabei ist das Traggestell 3 an seinen freien Enden mit Laschen 34 ausgebildet, welche jeweils mit einer Bohrung versehen sind, und ragen vom Dach 52 der Kabine 5 gleichfalls mit jeweils einer Bohrung versehene Laschen 54 ab, wobei die Bohrungen der Laschen 34 und 54 von Gelenkbolzen 35 durchsetzt sind. Hierdurch ist die Kabine 5 gegenüber dem Traggestell 3 geringfügig verschwenkbar.
Das mit einer dachartigen Fläche 36 ausgebildete Traggestell 3 ist von der Gehängestange 1 durchsetzt, an welcher die Trageinrichtung 2 befestigt ist. Zwischen den freien Enden oder dem Außenrand der Trageinrichtung 2 und der Fläche 36 des Traggestelles 3 sind mehrere Luftfedern 4 angeordnet. Die Luftfedern 4 sind mittels Leitungen 41 miteinander und mit einer zentralen Luftversorgung verbunden. Hierdurch kann der in den Luftfedern 4 herrschende Druck den Erfordernissen entsprechend gesteuert werden. Die Achse der Luftfedern 4 schließt dabei mit der Achse der Gehängestange 1 einen kleinen spitzen Winkel ein.
Zudem sind zwischen der Trageinrichtung 2 und dem Traggestell 3 zusätzliche mechanische Dämpfungseinrichtungen 6 vorgesehen, welche in Fig. 5 dargestellt sind. Diese bestehen aus einem an der Unterseite der Fläche 36 angeordneten, nach unten offenen Gehäuse 61 mit einem Gummipuffer 62, einer Zugstange 63 und einem an der Trageinrichtung 2 angeordneten Gehäuse 64 mit einem Gummipuffer 65. Der obere Gummipuffer 62 ragt vom Gehäuse 61 nach unten ab und der untere Gummipuffer 65 ragt von einer Wand des Gehäuses 64 nach unten ab. Die Zugstange 63 ist im Gehäuse 61 verankert, umgibt den oberen Gummipuffer 62 und liegt an dem unteren Gummipuffer 65 an. Durch diese mechanischen Dämpfungseinrichtungen 6 werden Bewegungen, welche die Trageinrichtung 2 gegenüber dem Traggestell 3 ausführt, dadurch begrenzt, daß entweder der obere Gummipuffer 62 an das untere Gehäuse 64 zur Anlage kommt oder daß die Auseinanderbewegung der Trageinrichtung 2 und des Traggestells 3 voneinander durch die Zugstange 63 begrenzt wird.
In Fig. 6 ist eine Ausführungsvariante dargestellt, bei welcher das Traggestell 3 zusätzlich zur dachartig ausgebildeten Fläche 36 eine untere, ebene Wand 37 aufweist, wobei zwischen der Trageinrichtung 2 und der Fläche 36 eine erste Gruppe von Luftfedern 4 und zwischen der Trageinrichtung 2 und der Wand 37 eine zweite Gruppe von Luftfedern 4 vorgesehen ist. Hierdurch wird eine weitere Verbesserung in der Dämpfungswirkung erzielt.
Anstelle der Luftfedern können auch Gasfedern vorgesehen sein. Durch die zwischen der Trageinrichtung und dem Traggestell vorgesehenen Dämpfungselemente wird die Übertragung von Stößen und Geräuschen von der Klemmeinrichtung über die Gehängestange auf die Kabine vermieden.
Eine derartige Vorrichtung zur Aufhängung von Kabinen oder Sesseln kann bei beliebigen Arten von Seilbahnen angewendet werden. So kann z.B. das Gehänge an das Tragseil fest angeklemmt sein oder es 3
Claims (10)
- ΑΤ 402 187 Β können die Klemmen in den Stationen vom Tragseil lösbar sein. Zudem kann das Gehänge mit einem Laufwerk ausgebildet sein, wodurch das vom Tragseil entkuppelte Gehänge mit der Kabine in den Stationen längs Schienen verfahrbar ist. Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Befestigung einer Kabine (5), eines Sessels od.dgl. einer Seilbahnanlage an einem Gehänge (1), welches an seinem unteren Ende als Trageinrichtung (2) ausgebildet ist, welche ein Traggestell (3) für die Kabine (5), den Sessel od.dgl. untergeift, wobei zwischen der Trageinrichtung (2) und dem Traggestell (3) mindestens ein Dämpfungselement (4) in Form eines aufblasbaren Behälters angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Trageinrichtung (2) mindestens zwei, insbesondere vier, voneinander im Abstand befindliche Luft- bzw. Gasfedern (4) vorgesehen sind, auf welchen das Traggestell (3) aufliegt (Fig. 1, Fig. 2).
- 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trageinrichtung (2) zwei angenähert parallele Tragschienen (21) aufweist, an deren freien Enden jeweils mindestens ein Dämpfungselement (4) angeordnet ist und daß das Traggestell (3) zwei parallele Schienen (32) aufweist, welche quer zu den Tragschienen (21) ausgerichtet sind und welche auf den Luft- bzw. Gasfedern (4) aufliegen (Fig. 3).
- 3. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trageinrichtung (2) zwei mit der Gehängestange (1) verbundene Konsolen (22) aufweist, an welchen die Tragschienen (21) befestigt sind und daß das Traggestell (3) durch die zwei parallelen Schienen (32) und zwei zu diesen quer verlaufende Schienen (31), an deren freien Enden die Kabine (5), der Sessel od.dgl. befestigt ist, gebildet ist (Fig. 3).
- 4. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (5), der Sessel od.dgl. an die Trageinrichtung (2) mittels angenähert horizontal ausgerichteter Bolzen (35) angelenkt ist, wodurch sie gegenüber diesem verschwenkbar ist (Fig. 4).
- 5. Vorrichtung nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (3) in seinem äußeren Bereich mit nach unten ragenden Laschen (34) ausgestattet ist, welche von den Tragbolzen-(35) für die Kabine (5) durchsetzt sind (Fig. 4).
- 6. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß das Traggestell (3) in Form einer dachartig verlaufenden Fläche (36) ausgebildet ist, wobei die Luft- oder Gasfedern (4) zwischen der Trageinrichtung (2) und dieser Fläche (36) angeordnet sind (Fig. 4).
- 7. Vorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (3) in Form von zwei in vertikalem Abstand angeordneten Flächen (36, 37) ausgebildet ist, zwischen welchen die Trageinrichtung (2) angeordnet ist, wobei jeweils oberhalb und unterhalb der Trageinrichtung (2) die Luft- bzw. Gasfedern (4) angeordnet sind (Fig. 6).
- 8. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft- bzw. Gasfedern (4) mittels Leitungen (41) miteinander und mit einer zentralen Druckmittelversorgung verbunden sind (Fig. 4, Fig. 6).
- 9. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen der Trageinrichtung (2) und dem Traggestell (3) mindestens eine zusätzliche mechanische Dämpfungseinrichtung (6) vorgesehen ist (Fig. 4).
- 10. Vorrichtung nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine mechanische Dämpfungseinrichtung durch Gummipuffer (62, 65) und eine Zugstange (63) gebildet ist (Fig. 6). Hiezu 5 Blatt Zeichnungen 4
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Effective date: 20110715 |