AT39763B - Bogenzuführungsvorrichtung. - Google Patents

Bogenzuführungsvorrichtung.

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AT39763B
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Georg Spiesz
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Georg Spiesz
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Bogenzuführungsvorrichtung. 



   Bei den Vorrichtungen, welche auf mechanischem Wege von einem Papierstapel einen Bogen nach dem andern entnehmen und einer Arbeitsstelle zuführen müssen, erfolgt der Transport des Bogens mittels eines sogenannten Streichrades. Es ist dies ein Reibungsrad, das in dauernde Umdrehung versetzt, zum Zwecke der Fortbewegung auf den Bogen niedergesenkt, in der übrigen Zeit aber von dem Bogen abgehoben werden muss. Die Einrückung des Streichrades soll von dem bewegten Bogen selbst bewirkt werden und wenn es sich dabei um schwaches Papier handelt, muss dafür gesorgt sein, dass trotz der geringen   Papierstärke diese Bewegungs-   übertragung möglich ist. 



   Es ist bekannt, zum Zwecke dieser Bewegungsübertragung einen Tasterarm zu benutzen, der sich in eine Vertiefung der ersten Transportwalze einlegt, über welche der Bogen hinweg-   geführt werden muss. Geschieht letzteres, so   wird der   Tasterarm   angehoben und damit auch die Auslösevorrichtung zur Wirkung gebracht, die das Streichrad anzuheben bestimmt ist. Die Aus-   lösevorrichtungen,   die sich zu diesem Zwecke in Gebrauch befinden, sind sehr verwickelter Art und schwer einstellbar und regelbar, sodass sie nur von sehr geübten Arbeitern bedient werden können. 



   Dieser Mangel soll nun nach vorliegender Erfindung dadurch beseitigt werden, dass ein mit Keilflächen versehener   Ausrücker   für das Streichrad von einem Sperrarm gehemmt wird. der als Träger des Bogentasters dient. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht und zwar zeigen :   Fig. l :   eine Ansicht, Fig. 2 : einen Grundriss der Ausrückvorrichtung. 
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 bewegt werden kann. Unter Wirkung der Feder D wird durch Vermittlung beider Winkelhebel B und C das Streichrad A auf den Arbeitstisch niedergedrückt. 



   Die Ausliisevorrichtung, die das Streichrad vorübergehend anzuheben bestimmt ist, besteht 
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 den Winkelhebel C einzuwirken bestimmt ist und der von einem   Sperrarni G   in seiner Wirkung   gehemmt   wird, welcher zugleich als Träger des Bogentasters B dient. 



   Bei dem dargestellten   Ausführungsbeispiel ist der Ausrücker   F ein geradlinig geführter 
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 arm   G   aber gegen die Wirkung seiner Feder in seiner Tiefstlage gehalten wird. Der Sperrarm   G   ist gelenkig aufgehängt und mit einer   Nase I   versehen, die sich gegen die   keilförmige   Aussparung des   Ausrückers   F stützt. Bei einem Ausschlag dieses Sperrarmes wird seine Nase 1 über die Keil-   fläche E   des ausrückers F hinweggleiten und dagegen von dieser gezwungen werden, einen bestimmtenAusslagzumachen. 
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     Ein Meiner Ausachlag dea letzteren veranlasst   aber auch die Auslösung des Ausrückers F, der unter Federwirkung ansteigt und   zugleich durch sseine Keilfäche E den   Sperrarm   G   zu einem vollständigen   Ausschlag   veranlasst, gross genug, um den Taster H über die Ebene der Bogenbahn hinweg anzuheben,   sodass   der   Bogentranaport ungehindert   erfolgen kann. 



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel "ist ein gefederter Stösser M unter Wirkung eines kreisenden Knaggenrades N gestellt, welches nur über einen Teil seines Umfanges mit Knaggen versehen ist. Mit Drehung des Rades werden dem Stösser M von diesen   Knaggen schnell   hintereinander folgende kleine Stösse erteilt. 



   Wird nun der Tasterarm   H   durch den vorlaufenden Bogen so weit angehoben, dass sein hinteres Ende in die Bahn der   Stössers   M gelangt, so wird der Stoss desselben den Sperrarm   0   zu einem kleinen Ausschlag veranlassen, der alsdann die beschriebene Auslösung des Ausrückers F veranlasst. Letzterer steigt unter Federwirkung an und bringt die Winkelhebel   B und C   und damit auch das Streichrad A in die punktierte Lage d. h. das Streichrad wird ausser Tätigkeit gesetzt. 



   Zum Halten des Sperrarmes in der ausgelösten Stellung, bis ein neuer Bogen vorgeschoben werden soll, ist dem Ausrücker F ein Arm P angelenkt, der angehoben unter einem Anschlag Q 
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Bogen vorgeschoben hat und die   Auslösevorrichtüng   nicht zur Wirkung kommt. 



   Zum Anheben des Armes P ist deshalb auf der Welle R, die für jeden Bogenvorschub eine Umdrehung macht, eine Kurvenscheibe S befestigt. Auf diese stützt sich der Arm P unmittelbar oder mittels der Rolle T. Auf diese Weise ist es möglich, in dem gewünschten Augenblick den Arm P anzuheben und damit auch das Streichrad A. 



   Diese Kurvenscheibe S kann zugleich dazu benutzt werden, die Ausrückvorrichtung in   ihr, ;  
Anfangsstellung zurückzuführen, wenn ein Ansatz U derselben, hinter einem entsprechenden
Ansatz V des Ausrückers F greift. Mit dem Niedergang des letzteren springt auch der Sperr- arm G mit seiner Nase I in die Aussparung desselben ein und hält ihn in seiner Tiefstlage. 



   Gewöhnlich sind für eine Bogenzuführungsvorrichtung zwei Streichräder und damit auch zwei Auslösevorrichtungen erforderlich und es müssen die Einrichtungen beider, entsprechend der Bogenbreite und damit die Streichräder nur über unbedruckte Stellen des Bogens hinweg- laufen können, leicht verstellbar gemacht werden. 



   Aus diesem Grunde sind nach vorliegender Erfindung alle Teile der Ausrückvorrichtung an einem gemeinschaftlichen Querträger W angebracht. Dadurch wird auch die gute Montierung der einzelnen Teile und ihr gutes Ineinandergreifen während der Arbeit gesichert. Die Aus- lösevorrichtung kann als Ganzes vorher montiert und fertig in die Maschine eingesetzt werden, ist also auch als Ganzes auslösbar. 



   Durch die gedrängte Anordnung der ganzen Auslösevorrichtung ist es aber auch möglich, schon Bogen von   27%   cm Höhe durch die   Bogenzufi.   hrungsvorrichtung verarbeiten zu lassen, während die bisherigen Einrichtungen gleicher Art nur Bogen von wenigstens 35 bis 36 cm ab- zulegen imstande sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Bogenzuführungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Keilfläche (E) ver- sehener Ausrücker   (F)   für das Streichrad   (A)   von einem Sperrarm (G) gehemmt wird., der als
Träger des Bogentasters (H) dient.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausrücker (F) als geradlinig geführte Schiene ausgebildet ist.
    3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ausrücker (F) ein Arm (P) angelenkt ist, der zum Abheben des Streichrades (A) bezw. zum Halten desselben in der ausgerückten Stellung dient.
    4. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Ausrückung des Sperrarmes (G) ein Stösser (M) verwendet wird.
    5. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass I der Stösser (M) von einem Knaggenrad (N) in Bewegung gesetzt wird.
AT39763D 1909-02-05 1909-02-05 Bogenzuführungsvorrichtung. AT39763B (de)

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AT39763B true AT39763B (de) 1909-11-25

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