AT397550B - Wärmeisolationsmantel für zylindrische und vertikal aufzustellende behälter, insbesondere brauchwasserspeicher - Google Patents
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Description
AT 397 550 B
Die Erfindung betrifft einen Wärmeisolationsmäntel für zylindrische und vertikal aufzustellende Behälter, insbesondere Brauchwasserspeicher, bestehend aus einem an die Behältergröße angepaßten Isoliermattenzuschnitt aus Mineralfasern, der einseitig mit einer feuerfesten Gewebekaschierung versehen ist und dessen freie Enden mit Spannelementen miteinander verbunden sind.
Derartige Wärmeisolationsmäntel sind allgemein bekannt und in Benutzung, so daß es diesbezüglich keines besonderen druckschriftlichen Nachweises bedarf. Abgesehen von derartigen Wärmeisolationsmänteln ist es auch bekannt, solche Wärmeisolationen durch verschäumbare Kunststoffe zu erstellen, der in den Zwischenraum zwischen den Behälter und einer äußeren Blechummantelung eingeschäumt wird. Diese eingeschäumten Isolierungen sind demgemäß einer Demontage nicht zugänglich, was insbesondere dann zu Schwierigkeiten führen kann, wenn es sich um insgesamt großvolumige Geräte handelt, deren Abmessungen einen bequemen Eintransport in vorhandene Türöffnungen entgegenstehen. Abgesehen davon, sind eingeschäumte Kunststoffe entzündbar, was unter ungünstigen Umständen, z. B. bei unachtsamer Ausführung von Schweißarbeiten, zu Isolationsbränden führen kann. Die Wärmeisolationsmäntel der eingangs genannten Art, also solche, die aus unbrennbaren Isoliermattenzuschnitten bestehen, wurden bisher gewissarmaßen als Bandage angelegt, und zwar mit sich überlappenden Endrändem, die gegeneinander durch hakenartige und federbelastete Spannelemente festgelegt wurden. Im Überlappungsbereich ist dabei eine ideale Anlage der Isolieimatte an den Behälter nicht möglich, so daß innerhalb der Isolierung ein Längskanal entstand, in dm eine Luft- bzw. Wärmezirkulation stattfinden konnte.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Wärmeisolationsmantel der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß dieser bei Nichtentzündbarkeit und idealer gesamtflächiger Anlage an den Behälter vor Ort in einfacher Weise angelegt und verspannt, aber ebenso einfach vom Behälter im Bedarfsfall abgenommen werden kann, und zwar mit der Maßgabe, trotz nicht gegebener Überlappung der Endränder des Zuschnittes für deren flächigen Formanschluß zu sorgen.
Diese Aufgabe ist mit einem Wärmeisolationsmantel der gattungsgemäßen Art nach der Erfindung dadurch gelöst, daß an den freien Endrändem des Isoliermattenzuschnittes, parallel zu den Endrändem verlaufend, kaschierungsseitig Verschlußbänder als Spannelemente angeordnet sind, die einerseits an ihrem verrastungsfemen Rand abgewinkelte Druckleisten und anderseits dazu an sich bekannte, parallel verlaufende, miteinander verrastbare Verrastungsabkantungen aufweisen, und daß die stimseitigen Flächen des Zuschnittes verspannt aneinanderstoßend angeordnet sind.
Vorteilhafte Weiterbildungen bestehen darin, daß die Verschlußbänder mit der Gewebekaschierung des Zuschnittes verbunden sind, daß die Verschlußbänder aus mehreren Einzelabschnitten gebildet und diese mit gleichen Abständen längs der Endränder des Isoliermattenzuschnittes angeordnet sind und ferner, daß die Verschlußbänder, wie an sich bekannt, aus dünnem Blech mit maximal 1 mm Stärke und mindestens die Druckleisten aus einer Blechdoppelfaltung gebildet sind.
Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung sind die beiden Endränder des Isoliermattenzuschnittes über ihre ganze Länge außenseitig an der Gewebekaschierung mit den beiden Verschlußbändem erfaßt, die einfach mit ihren Verrastungsabkantungen miteinander verrastet werden. Der Zuschnitt ist dabei in seiner Länge so bemessen, daß die stimseitigen Flächen des Zuschnittes verspannt gegeneinander gestoßen sind, d. h., eine Überlappung der Endränder des Zuschnittes entfällt und damit eine Kanalausbildung zwischen Behälter und Isoliermattenzuschnitt. Die Länge des Zuschnittes ist dabei außerdem so bemessen, daß sich das Glasfaservlies der Matte im angelegten Zustand um den Behälter etwas zusammenpreßt. Um die Verspannung des angelegten Isoliermattenzuschnittes problemlos an jeder Zugriffsstelle zu ermöglichen, sind die Verschlußbänder über ihre ganze Länge mit abgewinkelten Druckleisten versehen, die leicht mit den Fingerspitzen einer Hand erfaßt und zwecks Verhakung der Verrastungsabkantungen zunächst soweit zusammengedrückt werden, daß die Verrastungsabkantungen ineinandergreifen können. Danach werden die Druckleisten einfach losgelassen, wobei sich die Matte aufgrund der ihr innewohnenden Rückstellkräfte wieder etwas aufweitet' und die Verrastungsabkantungen zur gegenseitig verrasteten Anlage bringt Die etwa mit 1 bis 1,5 cm radial außen von der Isoliermatte abstehenden Druckleisten stören nicht, da derartig isolierte Behälter innerhalb einer kastenförmigen oder ebenfalls zylindrischen Blechummantelung sitzen. Sofern es sich dabei um eine kastenförmige Ummantelung handelt kann der Isoliermattenstoß mit seinen Verschlußbändem im Bereich eines Eckzwickels des Ummantelungsgehäuses angeordnet werden. Da die Isoliermatte in sich elastisch ist spielt es im übrigen keine Rolle, wenn sich der Stoßbereich in unmittelbarer Nähe einer Kastenwand befinden sollte, da dann die Isoliermatte im Schloßbereich einfach um das oben angegebene Höhenmaß der Druckleisten etwas zusammengepreßt wird. Gleiches gilt auch für den Fall, wenn das Ummantelungsgehäuse aus einem ggf. ein- oder mehrteiligen Ummantelungszylinder besteht, der dicht an der Isoliermatte anliegt. Die Ränder einer derartigen zylindrischen Umschließung sind dabei übrigens nach dem gleichen Prinzip verrastet.
Die erfindungsgemäße Anordnung von sich über die ganze Länge erstreckenden Verschlußbändem hat auch den Vorteil, daß sich Spannungsbelastungen, wie das bei kleinen, hakenartigen Verrastungselementen der Fall ist, nicht auf solche kleinen Bereiche konzentrieren, sondern wesentlich besser über die Gesamtlänge der Endränder verteilt sind. Abgesehen davon, daß es heute hochfeste Kleber gibt, kann aufgrund der langen Verbindungsflächen vorteilhaft eine derartige Verklebung in Betracht gezogen werden, was auch dann gilt, wenn die Verschlußbänder, z. B. aus mehreren Einzelabschnitten, gebildet und diese mit gleichen Abständen -2-
Claims (4)
- AT 397 550 B längs der Endränder des Isoliermattenzuschnittes angeordnet sind. Eine solche Aufteilung in mindestens zwei Abschnitte der Verschlußbänder kommt insbesondere dann in Betracht, wenn seitliche Rohrabgänge oder Anschlußstutzen am Behälter vorhanden sind, wobei die Stoßstelle der Isoliermatte in den Anschlußbereich derartiger Rohrabgänge verlegt und die Matte selbst einen entsprechenden halbkreisförmigen Ausschnitt an jedem ihrer Endränder »Mit, um damit den Rohrabgang umfassen zu können. Da die Verschlußbänder aus möglichst, wie an sich bekannt, dünnem Blech gefertigt sein sollen, wird für die Druckleisten vorteilhaft vorgesehen, diese in Form einer Blechdoppelfaltung auszubilden. Eine solche Doppelfaltung kann auch problemlos für die eigentlichen Verrastungsabkantungen vorgesehen worden. Der erfindungsgemäße Wärmeisolationsmantei wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert Es zeigen schematisch Fig. 1 das Anordnungsprinzip eines Wärmeisolationsmantels an einem Brauchwasserspeicher; Fig. 2 im Schnitt die Stoßstelle eines Wärmeisolationsmantels mit den beiden Verschlußbändem; Fig. 3 eine Draufsicht auf den Isoliermantelzuschnitt mit den an den Enden angeordneten Verschlußbändem; Fig. 4 in Seitenansicht den Isolationsmantel in besonderer Aus-führungsform und Fig. 5 einen Schnitt durch einen entsprechend isolierten Behälter mit am Wärmeisolationsmantel dicht angelegter Blechummantelung. Der Wärmeisolationsmantel für zylindrische und vertikal aufzustellende Behälter, insbesondere Brauchwasserspeicher (9), besteht aus einem an die Behältergröße angepaßten Isoliermattenzuschnitt (3) aus Glasfasern, der einseitig mit einer Gewebekaschierung (8) versehen ist und dessen freie Enden mit Spannelementen miteinander verbunden sind. Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, sind an den freien Endrändem (1), (2) des Isoliermattenzuschnittes (3) parallel zu den Endrändem (1), (2) verlaufend, auf der Gewebekaschierung (8) Verschlußbänder (4) aus dünnem Blech angeordnet. Die Gewebekaschierung (8) besteht dabei z. B. aus Glasseide. Die Verschlußbänder (4) weisen einerseits am jeweils verrastungsfemen Rand abgewinkelte Druckleisten (5) und anderseits dazu parallelverlaufende, miteinander verrastbare Verrastungsabkantungen (6), (6') auf, die im Sinne der Fig. 2 miteinander verrastet werden können. Nach Anlegen des Zuschnittes (3) an den Behälter (9) wird mit den Fingern einer oder beider Hände Druck auf die Druckleisten (5) in Pfeilrichtung (A) ausgeübt, so daß die in Fig. 2 obere Verrastungsabkantung (6) in die muldenförmige Profilierung (10) eingebracht werden kann. Nach Entlastung der Druckleisten (5) rastet somit die in Stellung gebrachte Verrastungsabkantung (6), wie dargestellt, in die andere Verrastungsabkantung (6‘) des mit der Mulde (10) versehenen Verschlußbandes (4) ein, und zwar aufgrund der dem Isoliermattenzuschnitt (3) innewohnenden Rückstellkraft. Die Verbindung der sich über die ganze Breite (B) des Zuschnittes erstreckenden Verschlußbänder (4) mit der Gewebekaschierung (8) erfolgt am zweckmäßigsten und einfachsten mit einem geeigneten Kleber. insbesondere für den Fall, daß am Behälter (9) Rohrabgänge (11) oder Anschlußstutzen, wie in Fig. 4 dargestellt, vorhanden sein sollten, sind die Verschlußbänder (4) aus mehreren Einzelabschnitten (4') gebildet, die zueinander mit gleichem Abstand längs der Endränder (1), (2) des Isoliermattenzuschnittes (3) angeordnet sind. Um den Verschlußbändem (4), insbesondere im Bereich der Druckleisten (5), ggf. aber auch im Bereich der Verrastungsabkantungen (6), (6*) die notwendige Stabilität zu geben, sind die Druckleisten (5), wie in Fig. 2 dargestellt, aus einer Blechdoppelfaltung (5') gebildet. Solche Doppelfaltungen können, falls dies die Blechstärke verlangt, auch für die Verrastungsabkantungen (6), (6'), wie erwähnt, vorgesehen werden. Fig. 5 zeigt die Anordnung des Isoliermattenabschnittes am Behälter (9) im Schnitt, und zwar innerhalb einer Blechummantelung (12), die in diesem Falle dreiteilig ausgebildet ist und deren Teile nach dem gleichen Prinzip verrastet sind. Da die ganze Isolationsummantelung in sich elastisch bleibt, drücken sich die beiden Verschlußbänder (4) mit ihren Druckleisten (5) einfach entsprechend weit nach innen ein. Gleiches gilt auch für eine kastenförmige Ummantelung, wie in Fig. 5 strichliert ebenfalls angedeutet, wenn sich der Verschlußbereich tangierend an die eine Wandfläche direkt anlegen sollte. Dieser Verschlußbereich kann aber auch ohne weiteres in einen Eckzwickel (13) dieser kastenförmigen Ummantelung (12’) verlegt sein. PATENTANSPRÜCHE 1. Wärmeisolationsmantei für zylindrische und vertikal aufzustellende Behälter, insbesondere Brauchwasserspeicher, bestehend aus einem an die Behähergiöße angepaßten Isoliermattenzuschnitt aus Glasfasern, der einseitig mit einer feuerfesten Gewebekaschierung versehen ist und dessen freien Enden mit Spannelementen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß an den freie Endrändem (1,2) des Isoliermattenzuschnittes (3), parallel zu den Endrändem (1, 2) verlaufend, kaschierungsseitig Verschlußbänder (4) als Spannelemente angeordnet sind, die einerseits an ihrem verrastungsfemen Rand abgewinkelte Druckleisten (5) und anderseits dazu an sich bekannte, parallel verlaufende, miteinander verrastbare Verrastungsabkantungen (6,6') aufweisen, und daß die stimseitigen Flächen (7) des Zuschnittes (3) verspannt aneinanderstoßend angeordnet sind. -3- AT 397 550 B
- 2. Mantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußbänder (4) mit der Gewebekaschierung (8) des Zuschnittes (3) verklebt sind.
- 3. Mantel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußbänder (4) aus mehreren 5 Einzelabschnitten (4') gebildet und diese mit gleichen Abständen längs der Endränder (1,2) des Isoliermattenzuschnittes (3) angeordnet sind.
- 4. Mantel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußbänder (4), wie an sich bekannt, aus dünnem Blech mit maximal 1 mm Stärke und die Druckleisten (5) aus einer 10 Blechdoppelfaltung (5') gebildet sind. 15 Hiezu 2 Blatt Zeichnung -4-
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