AT 396 864 B Die Erfindung bezieht sich auf ein Sitz- bzw. Liegemöbel mit einem Möbelgestell und einer Sitz- bzw. Liegefläche und ein»’ Lehne, die mittels paarweise vorgesehenen, schwenkbar gelagerten, seitlich an der Sitz-bzw. Liegefläche vorgesehenen Pendelstäben pendelnd am Möbelgestell aufgehängt sind und die Pendelstäbe ungleiche Länge besitzen. Solche Konstruktionen sind bekannt, und zwar aus den beiden US-PS 1 885 663 und 1 965 785. Beiden vorbekannten Konstruktionen ist gemeinsam, daß die Pendel auf gleichem Niveau am Möbelgestell angelenkt sind und daß das im Bereich der vorderen Kante der Sitzfläche angelenkte Pendel kürzer ist als das rückseitige Pendel. Die beiden vorbekannten Konstruktionen unterscheiden sich dadurch voneinander, daß im einen Fall als Pendel Ketten vorgesehen sind, im anderen Fall jedoch starre Pendelstangen. Starre Pendelstangen offenbart die US-PS 1 965 785. Der Nachteil dieser vorbekannten Konstruktion liegt vor allem darin, daß bei der bestimmungsgemäßen Nutzung des Sitz- bzw. Liegemöbels der rückseitige Teil relativ weit horizontal nach hinten ausschwingt, so daß solche vorbekannten Möbel nicht nahe einer Wand aufgestellt werden können, um die mögliche Schwingbewegung der Sitz- bzw. Liegefläche nicht zu beeinträchtigen und vor allem nicht zu begrenzen. Ausgehend von diesem Stand der Technik zielt die Erfindung darauf ab, ein Sitz- bzw. Liegemöbel dieser Art konstruktiv so zu gestalten, daß zwar die als angenehm empfundene Schwingbewegung der Sitz- bzw. Liegefläche beibehalten werden kann, daß aber bei der bestimmungsgemäßen Nutzung der rückseitige Teil der Sitz- bzw. Liegefläche bei gering» horizontaler Auslenkung vor allem in die Höhe schwingt, so daß ein Möbel der erfindungsgemäßen Bauart trotz sein» schwingend aufgehängten Sitz- bzw. Liegefläche relativ nahe an eine Wand stellbar ist, was vor allem dann wünschenswert ist, wenn es sich um ein sofaartiges Möbel handelt. Solche Möbel werden bevorzugt unmittelbar an ein» Wand aufgestellt. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß der kürzere Pendelstab im Bereich der hinteren Kante der Sitz- bzw. Liegefläche angelenkt ist und die ortsfesten Anlenkpunkte d» Pendelstäbe in verschiedenen Höhen am Möbelgestell vorgesehen sind, wobei der ortsfeste Anlenkpunkt des kürzeren Pendelstabes tief» liegt als der ortsfeste Anlenkpunkt des langen Pendelstabes. Die Zeichnung v»anschaulicht die wesentlichen Elemente der Erfindung in schematisch» Darstellung, sie zeigt das Sitz- bzw. Liegemöbel von der Seite. Das Möbelgestell (1), das hi» durch eine strichlierte Linie angedeutet ist und das beliebige Form aufweisen kann, nimmt eine Sitz- bzw. Liegefläche (2) und eine Lehne (3) auf, die miteinander fest verbunden sind und eine Baueinheit bilden. Mit paarweise vorgesehen» Pendelstäben (4) und (5) sind Sitzfläche (2) und Lehne (3) mit dem hi» nicht näh» bezeichneten Möbelgestell (1) verbunden. Die beiden Pendelstäbe (4) und (5) sind ungleich lang, wobei der kürzere Pendelstab (5) im Bereich der hinteren Kante d» Sitz- bzw. Liegefläche (2) angelenkt ist. Die ortsfesten Anlenkpunkte (6) und (7) der beiden Pendelstäbe (4) und (5) sind in verschiedenen Höhen am Möbelgestell (1) vorgesehen. Der ortsfeste Anlenkpunkt (7) des kürzeren Pendelstabes (5) liegt tiefer als der ortsfeste Anlenkpunkt des lang» Pendelstabes (4). Die Pendelstäbe sind im wesentlichen in sich starr. Für ihre Lagerung sind herkömmliche Mittel vorgesehen, beispielsweise Metall- oder Kunststoffgleitlager, Kugeloder Wälzlager. Die Lag» sind so ausgebildet, daß die Pendelstäbe nur in einer Ebene schwingen können. Dank der Erfindung wird erreicht, daß die Ausschwingbewegung d» Sitzfläche bzw. der Lehne (3) nach hinten begrenzt ist, so daß das Möbelstück nahe an eine Wand (11) gestellt werden kann. Dieses Ausschwingen ist in der Zeichnung durch die Pfeile (8), (9) und (10) angedeutet. Es ist auch möglich, am Möbelgestell einen verdrehbaren und/oder verschiebbaren Riegel zu lagern, mit dem die freie Beweglichkeit der Sitz- bzw. Liegefläche und der Lehne blockiert w»den kann, entweder in einer od» ab» in mehreren Stellungen dieser Teile geg»über dem Möbelgestell (1). PATENTANSPRUCH Sitz- bzw. Liegemöbel mit einem Möbelgestell und einer Sitz- bzw. Liegefläche und einer Lehne, die mittels paarweise vorgesehenen, schwenkbar gelagerten, seitlich an der Sitz- bzw. Liegefläche vorgesehenen Pendelstäben pendelnd am Möbelgestell aufgehängt sind und die Pendelstäbe ungleiche Länge besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß d» kürzere Pendelstab (5) im Bereich der hinteren Kante der Sitz- bzw. Liegefläche (2) angelenkt ist und die ortsfesten Anlenkpunkte (6,7) der Pendelstäbe (4,5) in verschiedenen Höhen am Möbelgestell (1) vorgesehen sind, wobei d» ortsfeste Anlenkpunkt (7) des kürzeren Pendelstabes (5) tiefer liegt als d» ortsfeste Anlenkpunkt (6) des langen Pendelstabes (4). Hiezu 1 Blatt Zeichnung -2-