AT396461B - Räumbalken für bandräumer - Google Patents
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Description
AT 3% 461B
Die Erfindung bezieht sich auf einen Räumbalken für Bandräumer, die den in Abwasserbecken abgesetzten Schlamm in Schlammtrichter fördern, wobei die aus Stahl bestehenden, ein Hohlprofil aufweisenden Räumbalken an umlaufenden Ketten befestigt sind, deren ein Trum entlang des Beckenbodens geführt ist. Räumbalken werden zur Reinigung des Ausfallgutes am Boden von Becken eingesetzt Sie weiden in 5 Längsrichtung durch das Becken gezogen, die Bewegung wird durch an beiden Balkenenden angeordnete und angetriebene Ketten bewirkt und die Balken werden durch Rollen oder Gleitpakete gestützt Am Beckenende steigen sie auf, laufen über der Wasseroberfläche zurück und tauchen am Beckenanfang zum neuerlichen Räumvorgang ein.
Bekannt sind Räumbalken aus gewalzten und verzinkten Stahlprofilen oder Profilrohren. Diese bekannten 10 Balken sind schwer und es ist für deren Herstellung viel Schweißarbeit erforderlich.
Aus der AT-PS 386.185 ist ein Räumbalken aus einer korrosionsbeständigen Aluminiumlegierung bekannt der die Möglichkeit einer vielseitigen Formgebung durch die Technologie des Profilstrangpressens zur Optimierung des Querschnittes nutzt Da das Abwasser aber immer öfter höhere Anteile an Schwermetallen hat wird die Korrosionsbeständigkeit von Aluminium beeinträchtigt Austenitische Stähle sind gegen einen solchen 15 Angriff widerstandsfähiger.
Die Erfindung hat es sich daher zum Ziel gesetzt einen Räumbalken für Bandräumer zu schaffen, der aus Stahl besteht trotzdem ein geringes Eigengewicht und eine hohe Steifigkeit aufweist Erreicht wird dies im wesentlichen dadurch, daß das Hohlprofil des Räumbalkens aus mindestens einem durch Kaltverformung, z. B. Rollformen oder Abkanten hergestellten Blechband besteht 20 Zum Herstellen erfindungsgemäßer Räumbalken verwendbare Blechbänder besitzen Städten = 3 mm, vorzugsweise 2 bis 2,5 mm, das hergestellte Hohlprofil hat daher nur ein geringes Gewicht Durch die Kaltverformung ist es aber möglich, Profile herzustellen, die sowohl eine hohe Biegesteifigkeit als auch eine hohe Torsionssteifigkeit besitzen, sodaß die der Erfindung zugrunde liegenden Ziele erreicht werden können.
Bei einer sowohl herstellungsmäßig als auch gebrauchsmäßig günstigen Ausführungsform der Erfindung sind 25 die Enden des Blechbandes als vom Hohlprofil abstehende Flanschen ausgebildet an denen ein vorzugsweise elastischer Abstreifer befestigt ist Die zur Befestigung des Abstreifers verwendeten Schrauben können dabei gleichzeitig zur Verbindung der Profilenden und damit zur Bildung eines geschlossenen Profiles verwendet werden.
Sind die Flanschen mit dem Abstreifer exzentrisch zu dem als Polygonprofile ausgebildeten Räumbalken 30 angeordnet wird einer Verdrillung des Balkens durch den exzentrischen Angriff der Räumkräfte entgegengewirkt.
Die Befestigung des Abstreifers kann an einer der beiden Seiten der Flansche erfolgen. Es ist aber auch möglich, den Abstreifer zwischen den beiden Flanschen einzuklemmen.
Zur Verstärkung des Hohlprofiles kann dieses Sicken aufweisen,
Zum Anschluß der Ketten an den Enden der Räumbalken sind bei einer vorteilhaften Ausführungsform der 35 Erfindung über das Hohlprofil gesteckte und mit diesem verschraubte U-Profile vorgesehen.
An den Anschlußstellen kann eine durch Querkräfte bewirkte Verformung des dünnwandigen Hohlprofils statt durch Schotbleche, die großen Arbeitsaufwand bei der Montage verursachen und die Entwässerung behindern, durch die U-Profile sowie am Hohlprofil innen anliegende Beilagbleche verhindert werden, die zur Entlastung des Bügels auch durch einen Steg verbunden sein können. 40 An den U-Profilen können außerdem die Achsen von Stützrädem befestigt sein. ’
Nachstehend ist die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen, auf die die Erfindung jedoch keineswegs beschränkt ist, näher beschrieben. Dabei zeigen: Fig. 1 den schematischen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Räumbalkens außerhalb der Anschlußstellen an eine Kette; Fig. 2 den Querschnitt des in Hg. 1 gezeigten Räumbalkens im Bereich des Anschlusses an eine Kette und die Fig. 3 bis 7 45 schematische Querschnitte anderer möglicher Ausführungsformen erfindungsgemäßer Räumbalken.
Gemäß Hg. 1 besitzt ein Räumbalken (1) einen polygonalen Querschnitt, der durch Kaltverformung, z. B. Rollformen oder Abkanten eines Blechbandes hergestellt wurde. Die Wandstärke beträgt etwa 2 bis 2,5 mm ist jedoch keinesfalls größer als 3 mm. Die Enden (2) und (3) des Blechbandes sind an einer Seite des ansonsten symmetrischen Querschnittes des Hohlprofiles als Flanschen ausgebildet, die vom Hohlprofil abstehen. Zur 50 Versteifung sind diese Flanschen bzw. Enden (2) und (3) einmal abgewinkelt
Zwischen den Flanschen ist ein elastischer Abstreifer (4) eingeklemmt und mittels Schrauben (5) gehalten.
Es ergibt sich durch diese Ausbildung, daß der Gesamtschwerpunkt (S) des Räumbalkens in bezug auf die Räumrichtung (R) gegenüber der Mitte des Hohlprofiles nach vorne versetzt ist Dadurch wird ein«: Verdrillung des Balkens durch den exzentrischen Angriff der Räumkräfte engegengewiikt 55 An den beiden Enden des Räumbalkens (1) sind über diesen gemäß Fig. 2 U-Profile (6) gesteckt und mit diesem mittels Schrauben (7) verschraubt An der Innenseite sind dabei Belagbleche (8) angeordnet durch die im Zusammenwirken mit den U-Profilen (6) eine durch Querkräfte bewirkte Verformung des Räumbalkens (1) verhindert wird. Die Beilagbleche (8) sind im gezeigten Beispiel durch einen Steg (8') miteinander verbunden. An den U-Profilen (6) sind überdies die Achsen (9) von Stützrädern (10) befestigt An der Oberseite der U-60 Profile (6) sind die (nicht dargestellten) Ketten angeschlossen.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der ein im wesentlichen rechteckiges Hohlprofil (11) verwendet wird, das durch Sicken (12) verstärkt ist. Der Abstreifer (4) ist bei dieser -2-
Claims (8)
- AT 396 461B Ausführungsform an der Innenseite der beiden flanschartigen Enden (2) und (3) befestigt Bei der in Hg. 4 dargestellten Variante ist eine symmetrische Ausbildung vorgesehen. Das Hohlprofil (13) weist demnach an seiner Unterseite mittig abstehende Hänschen (14) und (15) auf, zwischen denen der Abstreifer (4) befestigt ist. Bei (16) sind die Endteile des Blechbandes miteinander verbunden, sodaß ein geschlossener Torsionskasten entsteht Diese Verbindung kann dabei je nach den Möglichkeiten einer rationellen Herstellung im ausführenden Betrieb gestaltet werden. So ist Lochschweißen, Punkt- oder Rollenschweißen, Nieten oder Verschrauben, aber auch Verlappen oder Clinchen möglich. Da die erfindungsgemäßen Hohlprofile große Torsionskästen aufweisen, sind die bei der Verbindung der Enden des Blechbandes zu übertragenden Kräfte nur gering. Die Ausführungsform nach Fig. 5 entspricht im wesentlichen der Variante nach Hg. 4 mit dem Unterschied, daß statt der eingezogenen oberen Wand in dieser eine Sicke (17) angeordnet ist Gemäß Hg. 6 ist das Hohlprofil (18) des Räumbalkens aus zwei miteinander verbundenen und ebenfalls durch Roüfonnen hergestellten Blechbänder (19) und (20) gebildet Zur Verbindung des Abstreifers (4) mit dem Hohlprofil (18) ist dessen Blechband (19) an der Unterseite gefaltet sodaß wieder ein Flansch (21) entsteht Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 wird das Hohlprofil (22) des Räumbalkens aus drei Blechbändem (23), (24) und (25) gebildet Die Blechbänder (23) und (24) bilden dabei den V-förmigen Unterteil und das Blechband (25) den bogenförmigen Oberteil des Hohlprofiles (22). Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. Wie schon die Mehrzahl der dargestellten Profilformen erkennen läßt sind auch andere Profilformen denkbar, die der erfindungsgemäßen Lösung entsprechen. So könnte die Form nach Fig. 7 aus einem Stück bestdien bzw. könnten die Teile (23) und (24) ein Teil sein. PATENTANSPRÜCHE 1. Räumbalken für Bandräumer, die den in Abwasserbecken abgesetzten Schlamm in Schlammtrichter fördern, wobei die aus Stahl bestehenden, ein Hohlprofil aufweisenden Räumbalken an umlaufenden Ketten befestigt sind, deren ein Trum entlang des Beckenbodens geführt ist dadurch gekennzeichnet daß das Hohlprofil (1,11, 13,18,22) des Räumbalkens aus mindestens einem durch Kaltverformung, z, B. Rollformen oder Abkanten hergestellten Blechband besteht
- 2. Räumbalken für Bandräumer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Enden des Blechbandes als vom Hohlprofil (1) abstehende Flanschen (2,3) ausgebildet sind, an denen ein vorzugsweise elastischer Abstreifer (4) befestigt ist.
- 3. Räumbalken für Bandräumer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanschen (2,3) mit dem Abstreifer (4) exzentrisch zu dem als Polygonprofil ausgebildeten Räumbalken angeordnet sind.
- 4. Räumbalken für Bandräumer nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (4) zwischen den beiden Flanschen (2,3) eingeklemmt ist
- 5. Räumbalken für Bandräumer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß das Hohlprofil (11) Sicken (12) aufweist
- 6. Räumbalken für Bandräumer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anschluß der Ketten an den Enden der Räumbalken über das Hohlprofil (1) gesteckte und mit diesem verschraubte U-Profile (6) vorgesehen sind.
- 7. Räumbalken für Bandräumer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß im Bereich der Anschlüsse der U-Profile (6) an dem Hohlprofil (1) innen anliegende Beilagbleche (8) angeordnet sind, die zur Versteifung durch einen Steg (8*) miteinander verbunden sein können.
- 8. Räumbalken für Bandräumer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet daß an den U-Profilen (6) die Achsen (9) von Stützrädem (10) befestigt sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -3-
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Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT277894B (de) * | 1966-05-20 | 1970-01-12 | Wasserversorgung Abwasse | Schlammräumvorrichtung für Langabsetzbecken |
| GB1187223A (en) * | 1967-05-08 | 1970-04-08 | Wasserversorgung Abwasse | Settling Tank incorporating a Sludge and Scum Clearing Device |
| GB1470972A (en) * | 1974-06-19 | 1977-04-21 | Hartley Simon Ltd | Scraper mechanisms |
| AT386185B (de) * | 1985-11-15 | 1988-07-11 | Friedrich Ing Oestreicher | Raeumbalken fuer bandraeumer |
-
1992
- 1992-01-08 AT AT1992A patent/AT396461B/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| AT277894B (de) * | 1966-05-20 | 1970-01-12 | Wasserversorgung Abwasse | Schlammräumvorrichtung für Langabsetzbecken |
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| AT386185B (de) * | 1985-11-15 | 1988-07-11 | Friedrich Ing Oestreicher | Raeumbalken fuer bandraeumer |
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| Publication number | Publication date |
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| ATA1992A (de) | 1993-01-15 |
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