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Wischvorrichtung für Stahl-Kupferdruckformen u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wischvorrichtung für Stahl-Kupferdruckformen u. dgl., durch welche die überschüssige Farbe von den Druckformen beständig entfernt wird und zwar besteht die Erfindung ihrem Wesen nach darin, dass dem hiebei verwendeten Wischtuche während seiner Längsbewegung gleichzeitig eine seitliche hin-und hergehende Bewegung erteilt wird, um mit dem Abwischen der Druckformen gleichzeitig ein Polieren derselben zu bewirken.
Die Erfindung besteht ferner in einer Einrichtung zur Entlastung des Wischtuches, in einer selbsttätig wirkenden Spannvorrichtung für den Filzbelag des Druckzylinders, ferner in Einrichtungen zur Regelung der Bewegung des Druckzylinders, in einer Einrichtung zum Ingangsetzen desselben beim Anlassen der Presse, weiters in Einrichtungen zur selbsttätigen Aus- schaltung einer auf den Druckzylinder wirkenden Bremse und zur gleichzeitigen Einschaltung eines die Speisung des Nassbehälters selbsttätig regelnden Ventiles.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der neuen Maschine, Fig. 2 ist eine Vorderansicht und Fig. 3 ein Schnitt durch die Druck- und Poliermechanismen, Fig. 4 ist eine Endansicht des Druckzylinders, Fig. 5 ist eine schaubildliche Ansicht der den Überzug des Druckzylinders haltenden Zahnwalze. Fig. 6 zeigt eine Spannrolle für das Poliertuch, Fig. 7 ist eine schaubildliche Ansicht des oberen Teiles der Maschine, Fig. 8,9 und 10 zeigen Einzelheiten, Fig. 11 zeigt das Schema der elektrischen Verbindung, während Fig. 12 die Anfeuchtmechanismell darstellt.
In einem Gestell 21 sind die Dl1lckmechalJismen und in einem Gestell 22 die Aufwinde- rollen für das Poliertuch gelagert. In dem Gestell 21 liegt die Hauptantriebswelle 2J, die mittels einer Riemenscheibe 24 von einer beliebigen Kraftquelle aus angetrieben wird. Über dieser Welle liegt der Formzylinder 25, der von der Welle 26 getrieben wird, die von einem Getriebe 27 gedreht wird, das seinerseits seine Drehung von der Hauptantriebswelle empfängt.
Neben dem Formzylinder 25 ist in dem Gestell 21 eine Farbverteilvorrichtung 28 gelagert, deren einzelne Teile beliebig angeordnet sein können und hier nicht näher bschriehen zu werden
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Bei Druckpressen vorliegender Art ist es erforderlich, die Form zunächst mit Farbe zu ver- und und darauf die Oberfläche der Form abzuwischen, so dass nur die tiefsten Stellen mit Farbe gefüllt bleiben. Zu diesem Zweck sind nun die verschiedensten Mittel bei den verschiedenen Maschinen vorgesehen ; teilweise wird dies von Hand aus, teilweise auf mechanischem Wege er- reiellt. Gemäss der Erfindung wird nun das Abwischen und das Polieren in einer Arbeitsperiode während der Rotation de Formzylinders ausgeführt.
Die hiezu dienenden Mechanismen bestehen aus zwei Walzen 35 und 36, die auf ihren Achsen lose sitzen und auf entgegengesetzten Seiten des Zylinders 25 angeordnet sind. An der Walze 35 greift ein Arm 37 und an der Walze 36 ein U-förmiger Rahmen 38 an. Der Arm 37 bewirkt durch hin-und hergehende Bewegung eine seitliche Bewegung der Walze 35 auf ihrer Achse, während
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des Armes 87 und'des Rahmen 88 wird \ton einer Welle 29 aus bewirkt (Fig. 1 bis 3). Ein auf letzterer sitzendes Kegelrad 31 greift in einen auf der Welle 41 sitzenden Kegeltrieb ein.
Am anderen Ende trägt diese Welle ein Exzenter 40 (Fig. 3), welches in einer am unteren Ende des Armes 37 angeordneten Schlitzführung auf und abgleitet, wobei der Arm und die Walze in seitlich hin und hergehende Bewegung versetzt werden.
Das Kegelrad 31 greift ferner noch in einen zweiten Kegeltrieb 42 ein, dessen Welle 45 in Lagern 43 ruht. Am entgegengesetzten Ende trägt diese Welle ein Exzenter, welches an dem Rahmen 38 angreift und diesen in der Achsenrichtung der Walze 36 seitlich hin und herbewegt, wobei diese letztere mitgenommen wird. Das über die Walzen 35 und 36 laufende Poliertuch wird bei deren Hin-und Herbewegung infolge Reibung mitgenommen und wischt somit den Formzylinder 25 ab. In dem n Gestell 21 liegen ferner 2 parallele Walzen 47, 48 von nachgiebigem Material, beispielsweise aus weichem Gummi. Sie sind übereinander angeordnet und gegeneinander verstellbar, damit der zwischen ihnen auftretende Druck geregelt werden kann. Beide Walzen werden mit gleicher Geschwindigkeit mittels eines Kettenrades 49 und einer Kette 50 von dem Rade 33 aus angetrieben.
Am anderen Ende des Gestelles 21 liegen Führungsrollen 51, 52 für das Poliertuch. Um den Formzylinder wirksam reinigen und polieren zu können, ist es notwendig, das Tuch unter einer solchen Spannung zu halten, dass es immer straff liegt und somit an allen Punkten gut an dem Formzylinder anliegt. Da das Tuch, das in den Zeichnungen mit 53 bezeichnet ist, von einem Punkte unterhalb des Formzylinders gegen diesen herangeführt wird, so muss zur Hervorbringung der erforderlichen Spannung eine Widerstandsrolle vor dem Zylinder angeordnet werden. Diese Spannmittel bestehen vorteilhaft aus einer Metallwalze 54, die eine teilweise gerippte Oberfläche 55 besitzt (Fig. 6), und eine Bremstrommel 56 trägt. Diese Walze liegt dicht neben der Walze 35 und wird durch Reibung von dieser mitgenommen.
Die Walze 35 wird mittels eines Federkeiles auf ihrer Welle längs verschiebbar gehalten. Die Lager der Walzen 35 und 54 sind in gemeinsamen Führungen horizontal verschiebbar und ausserdem durch eine Stellschraube 359-gegeneinander einstellbar, damit der zwischen beiden Walzen auftretende Druck, der die Spannung des Tuchstreifens veranlasst, geregelt werden kann. Infolge der verschiebbaren Anordnung der Walzenlager sind die Walzen in einer Richtung gegen den Formzylinder einstellbar und zwar wird diese Einstellung vermittels der Zahnstangen 54" bewirkt, die in Zahnräder 5b der Walze 52 eingreifen.
Auf der gemeinsamen Welle 54e der beiden Zahnräder 54t'sitzt ferner ein Schneckenrad 54**, das von einer Schnecke 54"angetrieben wird.
Die Drehung der Walze 54 wird mittels eines Bremsmechanismus verlangsamt, der aus einem Bremskopf 57 besteht, welcher seinerseits von einer in entsprechenden Lagerungen des Gestelles 21 getragenen Schraube gehalten wird und einen Bremsschuh 58 aus Fiber besitzt. Eine Kordelmutter 59 und eine Gegenmutter 60, die auf der genannten Schraube befestigt sind, verursachen die Einstellung des Druckes, durch welchen der Zug auf das Poliertuch bis auf das Genaueste eingestellt werden kann.
An einem von einer Feder geschwungenen Gestelle 61 ist zwischen Rollen 51 und 52 eine Spannrolle 62 gelagert. Um nun das Tuch 53 so gut wie möglich vor der Zugspannung zu bewahren, wird eine Unterlage verwendet, die aus einem endlosen Band 63 besteht, das über die Walzen 35,36, 47, 48, 51, 62, 52 und 54 gt :'führt wird und aus starkem Material besteht, so dass es die auftretenden Spannungen aufnehmen kann. Um die Einführung des Wischtuches durch die Maschine zu erleichtern, ist auf dem endlosen Bande 63 eine Klappe 64 (Fig. 3) angeordnet, unter die der Anfang des Poliertuches eingesetzt und durch die Maschine hindurchgezogen wird.
In dem unteren Teil des Gestelles 21 ist eine Führungswalze 65 für das Wischtuch angeordnet, um die Ab-und Wiederaufwicklung des Tuches zu erleichtern. Ähnliche Rollen 66,67 und 68 werden von dem Gestell 22 getragen, in welchem ferner noch eine herausnehmbare Welle 69 für die Tuchrolle liegt.
Das Wischtuch wird fortlaufend durch die verschiedenen Mechanismen hindurchgeführt und am Ende wieder aufgewunden, so dass es mit der anderen Seite nochmals durch die Maschine hindurchgeführt werden kann. Um die Aufwindemechanismen dem ständig wachsenden Durchmesser der Rolle entsprechend anzutreiben, ist an dem Gestell 22 eine Welle 70 angeordnet, die das eine Glied 71 einer Kupplung und an dieser lose ein Kettenrad 72 mit dem anderen Kupplung- teil trägt. Dieses Kettenrad wird von einem Kettenrade 73 der Welle 23 mittels einer Kette 74 angetrieben. Wenn das Wischtuch mit der schmutzigen Seite nach aussen auf die Spindel 70 auf- gewickelt wird, kann es von ihr, ohne die Stellung der Teile zu verändern, dadurch fortgenommen werden, dass die Kupplung 71 gelöst wird, wodurch die Spindel 70 lose wird.
Durch eine Mutter 75 ird die Einstellung der Kupplung und die Regelung der Reibung der Kupplungsglieder mit- einander bewirkt.
Nachdem das Tuch zum zweiten Male durch die Maschine hindurchgeführt ist, wird es auf eine Spindel 76 aufgenommen, die in dem Gestelle 21 gelagert ist und durch ein Kupplungsglied 77 und das Kettenrad 78, das das andere Kupplungsglied trägt, durch eine Kette 79 von einem Rade 80 der Welle 23 angetrieben. Auf einer Welle 81 oberhalb des Formzylinders liegt parallel mit ihm
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bindung, die durch den oberen Teil des Gestelles hindurchgehen und Schneckenräder 87 besitzen, in welche Schnecken 88 einer durch einen Handgriff 89 drehbaren Welle eingreifen, so dass die Lager gleichzeitig angehoben oder gesenkt werden können und auf diese Weise der Druck, mit welchem die beiden Zylinder 25, 82 gegeneinanderliegen, beliebig geregelt werden kann.
Gerade bei Tiefdruck ist es für gute Arbeit unbedingt erforderlich, diesen Druck bis auf das Genaueste regeln zu können, was gemäss der Erfindung durch die Anordnung von Schnecken und Schneckenräder als Übertragungsglieder erlangt wird.
Die gleichzeitige Einstellung beider Lager ist wünschenswert, als, nachdem die Maschine einmal eingestellt ist, die nachherigen Änderungen nur mit Rücksicht auf die Stärke des Überzuges des Druckzylinders 82 oder des endlosen Bandes 63 vorgenommen werden und dabei der Parallelismus der Zylinder 25 und 82 natürlich gewahrt bleiben muss.
Das Tuch oder der Filzstreifen 83 wird um den Zylinder 82 herumgelegt, indem das eine Ende mittels der Schiene 90 in dem Ausschnitt des Zylinders 82 befestigt wird, während das andere Ende von einer Rolle 91 gehalten wird, die auf der einen Seite mit einer Anzahl vorspringender Spitzen 92 versehen ist (Fig. 5). Auf der Rolle 91 ist ein Sperrad 93 befestigt, ill welches eine Sperrklinke 94 eingreift, die an der einen Seitenwand des Zylinders 82 befestigt ist. Das Filzband wird durch Drehen der Rolle 91 so angespannt, bis es vollständig glatt auf der Oberfläche des Zylinders 82 aufliegt, worauf dann die Sperrklinke in das Sperrad eingelegt wird, so dass das Filzband in dieser Lage verharrt.
Da es bei Tiefdruckmaschinen unbedingt erforderlich ist, dass das Filzband des Druckzylinders stets st, rad gespannt ist und nicht nach längerem Gebrauch lose wird, so wird gemäss der Erfindung eine Vorrichtung angebracht, die dieses verhindert und welche somit ein häufigeres Anhalten der Maschine zum Nachspannen des Filzbandes unnötig macht, und ferner den Gebrauch eines langen Druckstreifen gestattet, ohne dass dabei minderwertige Arbeit auftritt.
Diese Vorrichtung besteht aus einem Hebel 95, der an der Seitenwand des Druckzylinders angeordnet ist, sich gewöhnlich nach aussen erstreckt und von der Feder 97 gedrückt, gegen den Stift 96 zu liegen kommt (Fig. 4). An der Aussenseite dieses Hebels ist ein Vorsprung 98 vorgesehen, der sich bis über die Peripherie des Zylinders vorstreckt. In der Bahn des Hebels 95 ist nun eine Scheibe 99 gelagert (Fig. 4). die einen nachgiebigen Flansch 100 besitzt, der mit dem Vorsprung 98
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Der Druckzylinder 82 wird gewöhnlich durch Reibung von dem Formzylinder mitgenommen.
Es ist jedoch vorteilhaft, dass die Zylinder stets genau mit derselben Geschwindigkeit laufen, um die Aussparung in dem Druckzylinder stets in die richtige Stellung mit Rücksicht auf den Formzylinder zu bringen. Die beiden Zylinder durch Zahntrieb miteinander zu verbinden, hat sich jedoch in der Praxis aL unvorteilhaft herausgestellt und gewährt auch nicht den Grad der Genauigkeit, der hierbei erlangt werden kann, so dass der Reibungsantrieb immer noch als der wünschenswerteste erschien.
Da sich der Durchmesser des Druckzylinders je nach der Spannung des Filzbandes verändert und beim Antreffen des abgesetzten Teiles des Zylinders 82 dieser von dem Formzylinder nicht mit derselben Geschwindigkeit mitgenommen wird, so wird gemäss der Erfindung eine Vorrichtung angebracht, die dem Druckzylinder eine Anlassgeschwindigkeit erteilt, die der Drehung des Formzylinders entspricht. Ferner wird der Druckzylinder, der beim Auftreffen des abgesetzten'Teiles etwas voreilt, in diesem Augenblicke festgehalten, so dass ein Voreilen nicht mehr auftreten kann. Schliesslich können diese beiden Vorrichtungen durch besondere Mittel ausser Betrieb gesetzt werden, so dass der Druckzylinder angehalten wird, wenn es beispielsweise notwendig ist, den Formzylinder für irgend einen Zweck anzuhalten.
Auf der Welle 81 list lose ein Rad 102 montiert (Fig. 2), das eine Offnung besitzt, durch welche ein Stift 103 hindurchgeht, der seinerseits von einer Feder 104. die in entsprechende Schlitze des Stiftes ein-
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der Welle des Zylinders 25 angeordnet ist. Die Seite des Stiftes 103 ist abgeschrägt in der Richtung der Drehung des Rades 102, das soweit von dem Gestell 21 entfernt ist, dass ein genügend freier Raum für den Stift übrig bleibt. An der dem Rade 102 zugewendeten Seite des Druckzylinders ist gegenüber dem Ausschnitt desselben ein Anschlag 106 (Fig. 10) befestigt, der sich nach dem
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kreis geöffnet wird, wenn der Handhebel nach unten gedrückt wird.
Der Stromschliesser, auf welchen der Vorsprung 110 wirkt, besteht aus einer festen Klemme 111 und einer Kontaktfeder 112,
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ist ein Absatz 113 vorgesehen, auf welchen ein Bremsschuh IM wirkt, der von einem Bremskopf 115 mit einer Verlängerung 116 getragen wird. Auf derselben Welle mit dem Bremskopf ist noch ein Hebel 117 angeordnet, welcher eine Einstellschraube 118 trägt, die gegen den Bremshebel116
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angebracht. An dem Gestell 21 wird von Trägern 120 ein gewöhnlicher Elektromagnet 121 unterstützt gehalten.
Die eine Klemme dieses Magneten steht mit einer Elektrizitätsquelle in Ver- bindung und die andere mit einer Bürste 122, die in beständiger Berührung mit einem auf der Welle 26 sitzenden Kommutator 123 ist. Im Bereiche des Kommutators ist noch eine andere Bürste 124 angeordnet, die durch eine Feder gegen den Kommutator gepresst, jedoch durch einen Bolzen 125 von der Berührung mit diesem abgehalten wird. Der Kommutator besitzt einen Vorsprung 126, welcher bei der Drehung gegen die Bürste 124 anstösst und diese anhebt. Durch diese Kontaktvorrichtung wird der Elektromagnet zur richtigen Zeit erregt, so dass eine genaue Bremsung des Druckzylinders eintritt, wodurch die Voreilung dieses Zylinders mit Rücksicht auf den Formzylinder verhindert wird.
Die Hauptleitungen 127 und 128, die von irgend einer Elektrizitätsquelle ableiten, führen einerseits direkt zu dem Magneten 121, andererseits durch eine Lampe 131 ill der Bürste 124 des Kommutators (Fig. 11). Die von dem Magneten zur Bürste 122 führende Leitung besitzt
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Draht 134 in direkter Verbindung mit der Hauptleitung 128. Wenn der Hebel 107 sich in seiner unteren Stellung befindet, so ist der Schalter 111, 112 offen und der Magnet 121 wird nur durch den Strom erregt, der durch den Kommutator geschlossen wird, wodurch dann die Bremse 114 für eine kurze Zeit bei jeder Drehung des Druckzylinders 83 angezogen wird.
Ist jedoch der Hebel 107 nach oben gestellt, so wird der Stromkreis den Magneten erregen, so dass auf diese Weise die Bremse zu all den Perioden angezogen wird, wenn die zum Anlassen des Druckzylinders dienenden Mitte ! aus der Arbeitsstellung gebracht sind. Diese Anordnung sichert im ersteren Falle eine zeit- weilige Bremsung des Druckzylinders, nachdem er über den Punkt hinausgegangen ist, an welchem er in Reibung mit dem Fornu ; ylinder gehalten wurde, so dass also auf diese Weise eine Weiterdrehung unter dem Einfluss der Trägheit vermieden wird.
Der Druckzylinder wird gerade dann angehalten, wenn nicht gedruckt wird. Der durch die Bremse 114 ausgeübte Druck kann durch
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von dem Formzylinder bewirkt wird, ehe die Drehung ganz vollendet ist, während die Drehung den Druckzylinders sofort aufhört, sobald der abgesetzte Teil desselben mit dem Druck tangiert.
Der Papierzuführungsmechanismus besteht aus drei zusammenarbeitenden Vorrichtungen : einer Anfeuchtvorrichtung, die das vollständig trockene Papier in dem Augenblick anfeuchtet, wenn es durch die Maschine geht, einer Trocken-und einer Aufwindevorrichtung, von welchen der Papierstreifen, nachdem er bedruckt ist, aufgenommen und aus der Presse entfernt wird. Die ersten beiden dieser Mechanismen werden all jeder Maschine gebraucht, der letzte könnte jedoch auch fortgelassen werden, ohne dadurch die Wirkung der Maschine zu beeinträchtigen.
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aufgewunden ist. An diesem Gestelle ist auch die Anfeuchtvorrichtung gelagert, zwischen welcher und der Haspel 135 : Führungsrollen 137 und 138 angebracht sind.
In der Nähe des Druckzylinders des Gestelles 21 liegen die Führungsrollen 139, 140, über die das Papierband hinweggeht und von welchen es, bevor es zwischen die Zylinder eintritt, ge-
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Die Anfeuchtvorrichtung besteht aus einem Nass behälter 142, in welchem zwei Walzen 143 und 144 eingetaucht liegen. Die Walze 144 kann nut Rücksicht auf die Walze 143 mittels einer Schraube 145 eingestellt werden, so dass auf diese Weise die durch die Walze 143 auf die Verteilerwalze zu übertragende Flüssigkeit geregelt werden kann. Über diesen Walzen ist die Vpr- teilerwalze 146 angeordnet, auf die von ersteren eine dünne Flüssigkeitsschicht übertragen wird
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sich während der Zuführung zu den Druckzylindern auf dem Papierbande verbreiten kann. Eine solche Anordnung ist immer dann vorzuziehen, wenn die Maschine mit hoher Geschwindigkeit läuft.
Um jedoch allen erforderlichen Massnahmen gerecht zu werden, wird gemäss der Erfindung noch eine zusätzliche Anfeuchtvorrichtung angeordnet, die aus einem Nass behälter 147 besteht, in welchem die Walze 140 läuft, so dass auf diese Weise das Papier nochmals angefeuchtet wird, wenn es direkt zwischen die Druckzylinder eintritt. Die Behälter 142 und 147 können entweder getrennt oder miteinander verbunden zur Anwendung gelangen. Um den Nassbehälter 7 ? wieder zu füllen., ist er mit einem Reservoir 148 und einem Rohr 149 verbunden. Der Einlass dieses Rohres wird durch ein Kugelventil 150 geregelt, dessen Kugel aus weichem Eisen besteht, so dass sie von einem Magneten 151 angezogen werden kann. Der Magnet liegt über einem Relais 152 an einer elektrischen Stromquelle.
Das Relais wird durch die Bewegung des Hebels 107 in Tätigkeit gesetzt, wobei die Verbindung zwischen beiden derart hergestellt ist, dass, wenn der Hebel in seiner oberen Stellung steht, das Relais den Lokalstromkreis öffnet und das Ventil schliesst, so dass damit eine Zuführung von Feuchtigkeit aus dem Behälter 148, wenn die Zuführung des Papieres aufhört, abgeschnitten wird, während, wenn der Hebel 107 sich in seiner unteren Stellung befindet, und die Presse läuft, Wasser in angenähert gleicher Menge zu dem Nassbehälter geleitet wird.
Unter manchen Umständen ist es wünschenswert, die Walze 143 von innen zu erhitzen, zu welchem Zwecke dann Widerstandsspulen in dieselbe hineingelegt werden können.
Die elektrische Verbindung zwischen dem Relais 152 und dem Lokalstromkreise ist in der folgenden Weise hergestellt : Die Klemmen der Magneten des Relais stehen durch die Leitungen 175 und 176 mit der Kontaktfeder 112 und mit dem einen Pol der Haupleitung in Verbindung. Die Klemmen des Magneten 161 sind durch die Leitungen 177 und 178 mit dem einen Pol des Lokal- stromkreises und mit einem Kontakt des Relais verbunden, dessen Hebel durch den Draht 179 mit dem anderen Pol des Lokalstromkreises in Verbindung steht : eine Anordnung, umgekehrt wie beim gebräuchlichen Telegraphenrelais, die das Schliessen des Lokalstromlreises verursacht, wenn der Magnet des Relais erregt wird.
Diese Relaiskonstruktion ist an sich bekannt und braucht hier nicht näher beschrieben zu werden.
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die beliebig bedeckt sind und in der Trockenkammer 182 liegen. An dem Gestelle 22 ist eine Führungsstange oder Walze 183 und eine Rolle 155 gelagert, auf welcher das bedruckte Band aufgewunden wird. Diese Haspel wird von einem Rade 156 angetrieben, das seinen Antrieb VOll einem Rade 157 erhält. Dieses wird von einer Reibungskupplung 159 mitgenommen, die von einer Kette 160 von dem Rade 70 aus gedreht wird. Die Kupplung wird aus dem Grunde zwischengeschaltet, um die sich mit wachsendem Durchmesser der Haspel vergrössernde Geschwindigkeit auszugleichen.
Die Welle des Rades 157 setzt sich aus zwei konzentrischen Wellen zusammen, von welchen die eine das Rad und ein Kupplungsglied und die andere das Kettenrad, sowie das andere Glied der Kupplung 159 trägt.
An dem Gestell 22 ist schliesslich noch eine Haspel 167 gelagert, auf welcher ein dünnes
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zwischen die einzelnen Lagen des Papierbandes 136 aufgewunden wird.
Die Druckform 172 auf dem Formzylillder 25 wird durch Widerstandsspulen, die in dem Zylinder angeordnet sind, erwärmt. Durch die Klemmschrauben 774 wird der Strom durch diese Widerstandsspulen geleitet.
Die Druckform 172 ist die für Tiefdruckpressen gebräuchliche und ist ihr die entsprechende Form gegeben, so dass sie in beliebiger Weise an dem Formzylinder 25 befestigt werden kann. Die zusammenstossenden Enden der Form oder Formen werden vorteilhaft so angeordnet, dass
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auf diese Weise dem Formzylinder bei jeder Drehung eine geringe Zusatzbewegung erlaubt wird.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Wenn die Hauptwelle 23 vom Antrieb 24 aus gedreht wird, so erhält der Formzylinder 25 durch das Getriebe 27 eine drehende Bewegung, während der Farbmechanismus von dem Getriebe 105 aus angetrieben wird, so dass die Formen unmittelbar nach einem Drucke mit Farbe versehen werden können. Während gemäss der dargestellten Maschine sämtliche Teile von der Hauptwelle 23 aus im Einklang gedreht werden, so soll im folgenden doch die Wirkungsweise jeder Vorrichtung besonders beschrieben werden. Die Verteilerwalze 28 trägt in der gewöhnlichen Weise Farbe auf den Formzylinder auf, welche Arbeitsweise nicht näher beschrieben werden braucht.
Während der Formzylinder 25 gedreht wird, liefert die Zuführungsvorrichtung das Band in die Maschine, wobei durch die Kupplung 32 die Zuführung ein-und ausgerückt werden kann. Der Rahmen 38 mit der Walze 36 und der Arm 37 mit der Walze 35 erhalten durch ihre Exzenter eine seitliche, hin-und hergehende Bewegung. Die Exzenter werden von dem Kegeltrieb 31 durch
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die Wellen 45 und 41 in der Weise bewegt, dass die Walzen eine gleichzeitige und gleiche Bewegung in derselben Richtung erhalten.
Um die Zuführbewegung des Bandes anzulassen, werden die Glieder der Kupplung 32 miteinander in Eingriff gebracht, so dass das endlose Band 63 um die verschiedenen Walzen 35,36, 47, 51, 62 und 52 und durch die Rollen 47 und 48, welche direkt von der Kette und dem Kettenradmechanismus 50 angetrieben werden, geführt wird.
Das Ende des Wischtuches 53 wird dann unter die Rollen 66, 68 und 65 geschoben und unter der Klappe 64 des Bandes 63 eingeführt, worauf es dann zu dem Formzylinder geführt wird, wobei das Band 63 als Unterlage über die Rollen 54, 35 und den Formzylinder 25 zu der Walze 36 den Rollen 47 und 48 zugeführt wird, von welch letzteren ihm die Zuführbewegung erteilt wird.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Walze 54 kan n durch Anziehen der Bremse 58 an der Trommel 56 dutch den beschriebenenen Bremsmechanismus vermindert werden. Die Konstruktion der Walze und ihr Eingriff mit der Walze 35 verhindert ein Schlüpfen des Bandes, wobei das endlose Band das Wischtuch vollständig flach durch die Maschine hindurchzieht. Die Einstellschraube 35a kann zur Regulierung des Druckes der Walze 54 gegen die Walze 35 gebraucht werden, womit die erforderliche Spannung des Tuches gesichert wird. Die Walzen 35 und 54 können gegen den Formzylinder zu und von ihm ab bewegt werden durch Drehung der Schnecke 54e, damit die Oberfläche des Wischtuches die Formplatte vollständig sauber abwischt.
Wenn das Tuch die Walzen 47 und 48 verlässt, geht es um die Welle 76 herum, die hiebei als lose Welle läuft und dann über die Führrollen 65 und 67 nach der Welle 70, die von der Reibungskupplung 71 mit verschiedener Geschwindigkeit angetrieben wird, je nachdem der Durchmesser der Haspel mit zunehmendem Aufrollen des Tuches wächst, wobei die beschmutzte Seite des Wischtuches nach aussen zu liegen kommt. Das über die Druckform hinweggezogene Wischtuch hat die entgegengesetzte Bewegungsrichtung als der Formzylinder und infolge der seitlichen Hin-und Herverschiebung der Rollen 35 und 36 ausserdem noch eine kurvenförmige Bewegung, so dass die Druckform vollständig abgewischt werden kann.
Dadurch, dass das Wischtuch sich bei seiner Reinigungswirkung fortwährend weiterbewegt und durch die Unterlage fest gegen die Druckform gepresst wird, wird eine vollständige und saubere Reinigung der Druckplatte erlangt. Wenn der ganze Zeugstreifen durch die Maschine hindurchgegangen und auf der Weite 70 aufgewickelt ist, dann wird die Kupplung 71 durch die Mutter 75 gelöst und das Ende der Tuchwalze auf der Welle 70 wird unter den Rollen 68 und 65 durch die Maschine in derselben Weise, wie schon oben beschrieben, geführt. Nachdem das Tuch zum zweiten Mal durch die Druck- zyiinder gelaufen ist, wird die Kupplung 77, 78 eingerückt und das Tuch auf die Welle 76 auf- ewunden.
Bei voriibergehenden kurzen Arbeitspausen, während deren die Maschine nicht druckt. oder bei Voreilung des Druckzylinders gegen den Formzylinder kann der Hebel 107 angehoben sein. so dass der Trieb 702 lose läuft. Dabei bewegt. der Anschlag 110 den Stromsciliesser 112-111, so dass der Magnet 727 erregt wird und die Bremse 114 angezogen wird, wodurch
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Wenn der Formzylinder 25 gedreht wird, so bewegt sich der Druckzylinder mit. Es ist jedoch notwendig, diesem eine anfängliche Bewegung zu erteilen, damit er später durch Reibung ) aHein von der Platte 172 des Formzylinders angetrieben wird. Um die Druckarbeit zu beginnen, ist es nur notwendig, den Hebel 107 zwischeli dem Trieb 102 und dem Gestell 21 niederzudrücken, wobei die Kontakte 111 und 112 des Behälters auseinander gebracht werden, wodurch wiederum der Magnet 727 entmagnetisiert wird und die Bremse 774 löst. Wenn sich das Rad 102 dreht, so trifft sein Stift 103 gegen die schräge Fläche 108 des Hebel ; ;
107, wodurch der Stift nach innen gedrückt wird, bis die abgeschrägte Fläche des Stiftes den Anschlag 106 an dem Druckzylinder trifft. Hierdurch wird der Druckzylinder durch den Trieb für eine Länge gedreht, die gleich der
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einen Anstoss erhält, so dass er mit derselben Geschwindigkeit, wie der Formzylinder selbst gedreht wird. D : e Durchmesser dieser beiden Zylinder ebenso der Räder 102 rond 105 sine gleich, wobei der Druckzylinder b@i dem Stift 103 ein wenig vorgeht, so dass auf diese Weise eine kleine Rast zwischen den aufeinanderfolgenden Drehungen entsteht. Der Druck zwischen den beiden Zylindern 82 und 26 kann dtirch Drehen des Handrades 89 geregelt werden.
Damit diese Regelung bis auf das feinste eingestellt werden kann, sind, wie schon beschrieben, Schnecken und Schneckenräder zu diesem Zwecke verwendet. Wenn der Druckzylinder die Grenze seiner Drehung erreicht, nähert sich der Anschlag 126 der Bürste 124 und nimmt gleichzeitig mit dem
Lösen des Druckzylinders von dem Formzylinder infolge seines Anschlages Kontakt mit der
Bürste 124, so dass ein Strom durch den Magneten 121 geschickt wird, der die Bremse 114 durch
Schwingen des Hebels 117 anzieht. Hiedurch wird der Druckzylinder augenblicklich gebremst, so dass das Beschleunigungsmoment aufgenommen wird. Wenn der Anschlag 126 die Bürste 124 verlässt, wird der Stromkreis wieder unterbrochen und der Magnet entmagnetisiert, so dass also die Bremsung aufhört und der Druckzylinder sich wieder frei drehen kann.
Die Dauer dieses
Kontaktes muss solange sein, als nötig ist, um den Druckzylinder für eine Zeit festzuhalten ; da jedoch der Wiederbeginn der Drehung des Druckzylinders zwangläufig, wie schon oben be- schrieben, veranlasst wird, so wird eine nachträgliche Wirkung der Bremsung vermieden. Der
Druckzylinder wird also bei jeder Umdrehung für eine Zeit angehalten, die, allein von dem
Vorgeben des Zylinders bestimmt wird. Dabei beginnt jedoch der Druckzylinder zwangläufig wieder genau an demselben Punkte seine Drehung, so dass auf diese Weise die mechanischen
Ungleichmässigkeiten der Konstruktion ausgeglichen werden.
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