AT39583B - Elektrode für Gaselemente. - Google Patents

Elektrode für Gaselemente.

Info

Publication number
AT39583B
AT39583B AT39583DA AT39583B AT 39583 B AT39583 B AT 39583B AT 39583D A AT39583D A AT 39583DA AT 39583 B AT39583 B AT 39583B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
pores
electrode
electrolyte
electrically conductive
carbon
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Waldemar Jungner
Original Assignee
Ernst Waldemar Jungner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Waldemar Jungner filed Critical Ernst Waldemar Jungner
Application granted granted Critical
Publication of AT39583B publication Critical patent/AT39583B/de

Links

Landscapes

  • Inert Electrodes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Elektrode für Gaselemente. Die Elektrode besteht aus einem geeigneten Leiter, welcher von kleinen   Stückchen   poröser, elektrisch leitender Kohle umgeben ist, wobei die Porosität der Kohlenstückchen derart abgepasst ist, dass dieselben, nachdem sie im Voraus mit dem Elektrolyt getränkt worden sind (ohne während der Arbeit des Elementes von demselben umgeben zu sein), das Vermögen haben, in ihren Poren eine beträchtliche Menge der Elektrolytflüssigkeit   zurückzuhalten,   gleichzeitig aber für die wirkenden Gase freien Zutritt zu den inneren Teilen ermöglichen. Hiebei ist es einerseits erforderlich, dass die   Kohlenstückchen   eine   grosse Porosität besitzen   und zwar muss der Rauminhalt der Poren mindestens 40 bis 50 v.

   H. des ganzen Rauminhalts betragen, anderseits muss ein wesentlicher Teil der Poren eine solche
Grösse haben, dass ein Teil der Flüssigkeit in den Poren nicht kapillar zurückgehalten werden kann sondern infolge der Schwerkraft nach unten fliesst. Dabei bilden sich im Inneren der Kohlen-   stückchen   kleine leere Räume oder Kanäle, in welchen die wirksamen Gase hineindringen können. 



   Hierdurch entsteht zwischen den Gasen einerseits und dem festen Leiter und dem Elektrolyt anderseits eine grosse Berührungsfläche, wodurch die Reaktionen beschleunigt und begünstigt werden. 



   Die im Handel vorkommenden, elektrisch leitenden Kohlen besitzen nur eine geringe Poro-   sität   (durchschnittlich 20%) und die Poren dieser Kohlen sind sehr klein, so dass in denselben jeder   Elektrolyt kapillar zurückgehalten   wird. Wird also ein Stück gewöhnlicher, elektrisch leitender Kohle mit z. B. Schwefelsäure getränkt und dann frei aufgehängt, so wird dieselbe in dem   Kohlenstück kapillar festgehalten,   so dass keine Flüssigkeit davon   abfliesst.   



   Es ist einleuchtend, dass, wenn elektrisch leitender Kohle von gewisser Porosität ein   grösserer  
Porenrauminhalt gegeben wird, gleichzeitig die Grösse der einzelnen Poren vergrössert wird, denn durch den Wegfall eines Teiles der Porenwände werden mehrere nebeneinander liegende Poren zu grösseren Poren vereinigt. Sobald der Rauminhalt der Poren 40% oder mehr beträgt, entstehen also ausser Kapillarporen auch Poren solcher Grösse, dass sie die gebräuchlichen Elektro- lyten nicht aufzusaugen und zurückzuhalten vermögen. 



   Zur Herstellung der grösseren nicht kapillaren Poren kann man zweckmässig derart ver- fahren, dass man mit der Masse, aus welcher die Kohle hergestellt wird, ehe dieselbe gebrannt wird,   Körnchen entsprechender Grösse und Menge von   einem Stoffe vermischt, welcher beim Brennen   keine wesentliche Veränderung   erleidet, der aber nach dem Brennen auf chemischem Wege leicht entfernt werden kann. Hierfür eignet sich besonders Marmor, welcher durch Pulverisieren und
Sichten in Körnchen der gewünschten Grösse gebracht und dann in die   Kohlenmasse eingemischt   wird. Nach dem Brennen werden dann diese Körner entfernt, z. B. durch Salzsäure, in welcher sie sich lösen.

   Der gesamte Rauminhalt der nicht kapillaren Poren soll derart bemessen werden,   @ dass derselbe wenigstens 20% des ganzen porenrauminhaltes   erreicht, jedoch nicht   70%   desselben   überschreitet.   
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Auf der beigefügten Zeichnung ist ein nach diesem Grundsatz gebautes   Gaaelement   in zwei verschiedenen Ausführungen dargestellt. 



   Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform erfolgt die ununterbrochen fortgehende De. polarisation durch den Sauerstoff der Luft-Auf dem Boden des Gefässes b aus Glas oder einem anderen geeigneten Stoff befindet sich eine Elektrode a aus einem geeigneten Metall, z. B. Eisen. Das   Gefäss enthält   ausserdem einen passenden Elektrolyt, z. B. eine Lösung eines Ammoniumsalzes. In dieses Gefäss ist ein kleineres Gefäss aus durchlässigem Stoff, z. B. Ton, Pergament oder dergl. eingesetzt. 



   Letzteres Gefäss enthält einen Leiter d aus elektrisch leitender Kohle oder aus einem geeigneten Metall. Um diesen Leiter sind kleine   Stückchen   poröser elektrisch leitender Kohle g, z. B. Graphit gepackt. Die   Kohlenstückehen   sind im voraus mit dem Elektrolyt eingetränkt und genügen im übrigen in Bezug auf Porosität und Grösse den oben angegebenen Bedingungen. Das innere Gefäss ist nur'so tief in die Elektrolytflüssigkeit eingesenkt, dass die Oberfläche   n   dieser letzteren sich nur wenig über dem Boden des   Gefässes befindet. Das Gefäss   ist ferner mit einem luftdicht schliessenden Deckel   l   versehen, durch welchen zwei Glasrohre geführt sind, von denen das eine r im unteren Teil der Kohleschicht, das andere q über dieser Schicht mündet. 



   Wird ein Strom atmosphärischer Luft oder Sauerstoff durch das Rohr r eingeleitet und verbindet man die   Kohlenstange d   und die Eisenelektrode a durch einen geeigneten Widerstand, so wird ein konstanter elektrischer Strom erzeugt. Hierbei löst sich das Eisen auf unter Bildung von Doppelsalzen aus Eisen und Ammoniak, aus welchen sich infolge des an der Kathode gebildeten Ammoniaks   allmählich   ein Niederschlag aus Eisenhydrat bildet, welches zum Boden des Gefässes sinkt. Das an der Kathode gebildete Wasser wird nicht von   den Poren zurück-   gehalten, sondern fliesst herunter. In dem oben beschriebenen Element erfolgt also eine beständig fortschreitende Verbindung des Eisens mit dem Sauerstoff der Luft und zwar unter Erzeugung eines elektrischen Stromes. 



   In Fig. 2 ist ein Gaselement zur Erzeugung eines elektrischen Stromes durch die chemische Reaktion zwischen zwei verschiedenen Gasen dargestellt. b ist ein viereckiger Behälter aus geeignetem Material, z. B. aus Steingut. In denselben sind Platten p aus gebranntem Ton oder anderem geeigneten porösen Material eingesetzt. Diese Platten sind mit den Wandungen des Behälters zusammengekittet, so dass derselbe dadurch in mehrere von einander getrennte Kammern geteilt wird. Jede dieser Kammern enthält einen Leiter d, a z. B. aus Graphit oder einer anderen elektrisch leitenden Kohle oder aus Metall.

   Die Zwischenräume zwischen den Leitern und den porösen Scheidewänden sind mit kleinen   Stückchen   g, k aus elektrisch leitender Kohle der oben angegebenen Beschaffenheit gefüllt und diese Kohlen-   stückchen   sind mit einem geeigneten Elektrolyt, z. B.   S'-hwefelsäuie, getränkt.   Auch die porösen
Scheidewände sind mit demselben Elektrolyt getränkt. 



   Durch den Deckel   l   werden die verschiedenen Kammern geschlossen. Durch diesen Deckel führen nach jeder Kammer zwei Glasrohre r und   8   bezw. t und u, von denen das eine unten in der
Kohlenstückchen-Schicht, das andere aber über derselben mündet. 



   Die Glasröhre sind, wie in der Zeichnung dargestellt, vereinigt, so dass ein Gasstrom, welcher durch r eingeleitet wird, die   Kohlenstückchen-Schicht   passieren muss, um dann durch die Röhre s zu entweichen. In derselben Weise geht ein Gasstrom, welcher durch t eingeleitet wird, durch die Kohlenschicht der entsprechenden Kammern, um durch die Röhre   u   zu entweichen. 



   Werden, wie auf der Zeichnung dargestellt, die Elektroden jeder zweiten Kammer ver- mittels eines geeigneten Widerstandes mit den dazwischen befindlichen Elektroden vereinigt und wird durch die erstgenannten Kammern ein oxydierendes Gas, z. B. Luft, durch die letzt- genannten aber ein reduzierendes Gas, z. B. Wasserstoff, geleitet, so wird ein dauernder elektrischer
Strom erzeugt, wobei der Sauerstoff und der Wasserstoff sich miteinander zu Wasser verbinden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Poröse, elektrisch leitende Elektrodenkohle für Gaselemente, dadurch gekennzeichnet, dass in derselben auf künstlichem Wege zweierlei Art von Poren, kapilare und nicht kapillare hergestellt sind, zum Zwecke, dass die nicht kapillaren Poren sich allmählich und selbsttätig entleeren mögen und dabei das wirksame Gas in den freien Raum unter   inniger Berührung sowohl   mit der Kohle als auch mit den Elektrolyten gelangen kann.

Claims (1)

  1. 2. Elektrode für Gaselemente, bestehend aus einem geeigneten Leiter, welcher von kleinen Stücks-hein poröser, elektrisch leitender Kohle der im Patentanspruch 1 bezeichneten Art um- Heben ist, wobei die Kohlenstückchen im voraus mit dem Elektrolyten getränkt worden sind, ohne während der Arbeit des Elements vom Elektrolyten umgeben oder damit versehen zu werden.
AT39583D 1907-10-31 1907-10-31 Elektrode für Gaselemente. AT39583B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT39583T 1907-10-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT39583B true AT39583B (de) 1909-11-10

Family

ID=3557719

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT39583D AT39583B (de) 1907-10-31 1907-10-31 Elektrode für Gaselemente.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT39583B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2610863B2 (de) Elektrochemische Batterie
DE1025025B (de) In alkalischen Primaerelementen verwendbare, korrosionsgeschuetzte Nickelelektrode
DE2853680A1 (de) Galvanisches element
DE1943183C3 (de) Geschlossener Sammler mit einem im Gasphasenbereich des Sammlers angeordneten Katalysatorkörper zur Vereinigung des im Sammler erzeugten Sauerstoffs und Wasserstoffs
DE2129470A1 (de) Gemisch aus Polytetrafluoraethylen und feinteiligen anorganischen Feststoffen
DE2262170A1 (de) Elektrochemische energiequelle mit zwangsumlauf und verfahren zur herstellung von in ihr verwendeten elementen
DE1596223A1 (de) Elektrolytische Zellen und elektrische Akkumulatoren,insbesondere dichte oder halbdichte Akkumulatoren
DE1496364B2 (de) Negative zinkelektrode fuer gasdichte alkalische akkumulatoren
DE3014867A1 (de) Elektrolysiereinrichtung
DE6607148U (de) Akkumulator
DE1671108A1 (de) Kohlenstoffmassen,Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE1271233B (de) Verfahren zum Herstellen aktiver Massen fuer Elektroden von elektrischen Sammlern
AT39583B (de) Elektrode für Gaselemente.
DE2852608A1 (de) Verfahren zur herstellung einer thixotropen gel-brennstoff-mischung
DE2407926A1 (de) Elektrochemischer generator, insbesondere schwefel-natriumgenerator
DE2949209A1 (de) Medium zum speichern von waerme und vorrichtung versehen mit einem solchen medium
DE698552C (de) Deckel ohne Oberdeckel fuer elektrische Sammler zur Vermeidung von Gasansammlungsraeumen
DE1483145B2 (de)
AT208606B (de) Fester Stromleiter und Verfahren zu seiner Herstellung
DE87676C (de)
AT40622B (de) Mit Sauerstoff als Depolarisator betriebenes galvanisches Element.
DE3327468A1 (de) Verfahren zum abtrennen von selen aus selenhaltigen rohmaterial
DE2054491A1 (de)
DE69912126T2 (de) Verbrennungsvorrichtung- und verfahren
AT39558B (de) Gaselement.