AT395382B - Verfahren zur behandlung von abgasen - Google Patents

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Description

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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Desulfurierung und Denitrifizierung eines Schwefeloxid (SOx) und Stickstoffoxid (ΝΟχ) enthaltenden Abgases. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Desulfurierung und Denitrifizierung eines Abgases mit einer relativ geringen SOx-Konzentration durch Behandlung des Gases in Niedrigtemperatur-Bereichen (etwa 100 bis 180 °C) unter Verwendung eines kohlenstoffhaltigen 5 Katalysators, wie er beispielsweise durch Aktivkohle und ähnliche Verbindungen dargestellt wird. Als ein Verfahren zur Behandlung eines SOx und ΝΟχ enthaltenden Abgases wie beispielsweise eines Abgases, welches von einem mit Kohle oder Schweröl brennenden Kessel stammt oder von einem Sinterofen in einem Eisen verarbeitenden Betrieb herrührt, war üblicherweise die Behandlungsmethode bekannt, die eine Injizierung von Ammoniakgas in diese Abgase umfaßt und das Durchführen dieses Mischgases durch ein mit kohlenstoffhaltigem 10 Katalysator gepacktes Bett (japanische Offenlegungsschrift, Patentanmeldung Nr. 92858/1975). Dieses Verfahren ist zweifellos vorteilhaft, da in dem Abgas enthaltenes SOx und ΝΟχ gleichzeitig entfernt werden können und zusätzlich der verwendete Katalysator zur erneuten Verwendung regeneriert werden kann. Um das ΝΟχ nach diesem Verfahren in wirksamer Weise zu entfernen ist es jedoch erforderlich, die Reaktionstemperatur bei mindestens 200 °C oder mehr zu halten, vorzugsweise bei etwa 220 bis 250 °C. Sofern die Temperatur niedriger ist, kann das 15 ΝΟχ nie in vollem Maße entfernt werden. Daraus entsteht das Problem, daß bei Steigerung der Reaktionstemperatur auf mehr als200 °C ein Teil des kohlenstoffhaltigen Katalysators durch den Sauerstoff verbraucht wird, der in dem Abgas gleichzeitig vorhanden ist, wie durch die folgende Reaktion dargestellt wird: 20 25 30 35 40 45 50 C + O2-> OOj. Zusätzlich ist die zuvor beschriebene Methode nachteilig, weil die von Kesseln und ähnlichen Geräten herrührenden Abgase auf eine Temperatur von 200 °C oder höher vor der Behandlung erhitzt werden müssen, weil diese Arten von Gasen üblicherweise eine Temperatur von etwa 150 °C am Auslaß des Lufterhitzers oder einer ähnlichen Vorrichtung aufweisen. Im Gegensatz dazu wurde in der japanischen Patentschrift Nr. 1241899 ein Verfahren vorgeschlagen, welches das SOx wie auch das ΝΟχ in wirksamer Weise auch bei einer Temperatur von etwa 150 °C entfernen kann. Dieses Verfahren umfaßt die Verwendung von zwei Kreuzstrom-Bewegtbettreaktoren, wobei zuerst das Abgas, in welches Ammoniakgas hineininjiziert wurde, durch den ersten Bewegtbettreaktor geführt wird zur Entfernung des größeren Teils von SOx, danach das erhaltene behandelte Gas erneut mit Ammoniakgas vermischt wird, unddieses vermischte Gas in den zweiten Bewegtbettreaktor zur erneuten Prozeßführung eingespeist wird. Dieses Zweistufen-Behandlungsverfahren ist zweifellos überlegen, da das Abgas bei niedrigen Temperaturen desulfuriert und denitrifiziert werden kann, jedoch wird es nicht unbedingt zur Verwendung empfohlen, da es übertrieben ist im Falle der Behandlung eines Abgases mit einer relativen geringen SOx-Konzentration (etwa 300 ppm oder weniger) und außerdem wird der kohlenstoffhaltige Katalysator in einer höheren als erforderlichen Menge eingesetzt Der Grund dafür liegt darin, daß Ammoniakgas mit diesem Abgas von geringer SOx-Konzentra-tion vermischt wird und in den Bewegtbettieaktor mit einem kohlenstoffhaltigen Katalysator eingespeist wird, während das Abgas vollständig desulfuriert wie auch denitrifiziert werden könnte unter Verwendung eines einzigen Reaktors ohne Verwendung der zweistufigen Behandlung gemäß der Beschreibung in der erwähnten Patentschrift. Nach diesem Patent kann ferner die Verweilzeit des Katalysators in dem Reaktor verlängert werden, da die SOx-Konzentration in dem Abgas gering ist und somit die durch das kohlenstoffhaltige Adsorbens adsorbierte Menge an SOx gering ist. Wenn jedoch die Verweilzeit verlängert wird, so ist auch bei geringer Reaktionstemperatur, nämlich bei etwa 150 °C, zu befürchten, daß heiße Stellen in dem Katalysator verursacht werden können aufgrund der Akkumulierung von Oxidationsreaktionswärme des kohlenstoffhaltigen Katalysators, wodurch ein Brenn-Unfall des Katalysators verursacht werden kann. Die vorliegende Erfindung schlägt ein Behandlungsverfahren für Abgase vor, welches sowohl desulfurieren als auch denitrifizieren kann, und zwar auch bei Abgasen mit einer relativ geringen SOx-Konzentration durch eine Einstufenbehandlung, und welches ferner völlig frei ist von irgendeiner Befürchtung bezüglich des Auftretens eines zuvor beschriebenen Durchbrenn-Unfalls. In anderen Worten betrifft die vorliegende Erfindungein Verfahren zum Desulfurieren als auch zum Denitrifizieren eines Abgases durch Berührung eines SOx und NOx enthaltenden Abgases (etwa 100 bis 180 °C) mit einem kohlenstoffhaltigen Katalysator unter gleichzeitiger Anwesenheit eines Ammoniakgases zur Desulfurierung und Denitrifizierung des Abgases, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniakgas in das Abgas injiziert wird, danach dieses Abgas in zwei Gasströme geteilt wird, ein erster Abgasstrom in einen ersten Bewegtbettreaktor eingeführt wird, der mit dem kohlenstoffhaltigen Katalysator zur Desulfurierung und Denitrifizierung gepackt ist, ein zweites Abgas in einen zweiten Bewegtbettreaktor eingeführt wird, der mit dem kohlenstoffhaltigen Katalysator zur Desulfurierung und Denitrifizierung gepackt ist, der aus einem Auslaß des ersten Bewegtbettreaktors ausgetragene kohlenstoffhaltige Katalysator in einen Einlaß des zweiten Bewegtbettreaktors eingespeist wird, und der aus einem -2- 55
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Auslaß des zweiten Bewegtbettreaktors ausgetragene kohlenstoffhaltige Katalysator zur Regeneration erhitzt wird und danach in einen Einlaß des ersten Bewegtbettreaktors eingespeist wird.
Die vorliegende Erfindung wird näher erläutert unter Bezugnahme auf die nachstehend angefügten Zeichnungen. In der Ausführungsform gemäß Fig. 1 wird ein Abgas (etwa 100 bis 180 °C) mit Ammoniakgas vermischt, welches S über eine Leitung (1) injiziert wird. Danach wird dieses gemischte Gas in zwei Gasströme geteilt Ein Abgasstrom wird in einen ersten Kreuzstrom-Bewegtbettreaktor (3) über eine Leitung (2) eingeführt Das Abgas wird mit einer kohlenstoffhaltigen Katalysatorschicht (4), die im Reaktor (3) angeordnet ist in Kontakt gebracht um Desulfurierungsund Denitrifizierungsbehandlungen zu unterliegen, und danach wird es aus dem Reaktor (3) in eine Leitung (5) ausgelassen. Der andere Abgasstrom wird in einen zweiten Kreuzstrom-Bewegtbettreaktor (10) über eine Leitung 10 (9) eingespeist, er wird mit einer kohlenstoffhaltigen Katalysatorschicht (11), die innerhalb des Reaktors angeordnet ist, in Berührung gebracht, um Desulfurierungs- und Denitrifizierungsbehandlungen zu unterliegen, und wird in eine Leitung (6) ausgelassen. Die aus den entsprechenden Reaktoren in die Leitung (5) und (6) ausgelassenen Gase werden zusammengeführt und das so behandelte Gas wird in einen Staubsammler (7) eingeführt zur Entfernung des Staubs, und wird danach aus einer Leitung (8) in die Atmosphäre ratlassen. 15 Unter Bezugnahme auf die kohlenstoffhaltigen Katalysatoren wird ein Katalysator von einem oberen Auslaß des ersten Reaktors (3) ausgelassen und in einen unteren Einlaß des zweiten Reaktors (10) über eine Leitung (12) eingespeist, während ein aus einem unteren Auslaß des Reaktors (10) ausgelassener Katalysator in einenRegenerator (14) über eine Leitung (13) eingeführt wird. Bei dieser Regeneration wird der Katalysator in einer Inertgas-Atmosphäre von hoher Temperatur (etwa300 bis 600 °C) regeneriert und der regenerierte Katalysator wird zu einem 20 oberen Einlaß des ersten Reaktors (3) von einer Leitung (15) zur erneuten Verwendung rückgeführt. Die hohe Konzentration an S02-Gas, welches in diesem Regenerator (14) »zeugt wird, wird über eine Leitung (16) abgezogen, direkt oder durch Waschen oder ähnliche Verfahren gereinigt, und wird danach in ein Nebenprodukt-Rückgewinnungsverfahren eingespeist, um Schwefelsäure, Ammoniumsulfat, Schwefel und ähnliche Stoffe zu erhalten. 25 In der Ausführungsform nach Fig. 1 wird Ammoniak zuerst in das Abgas injiziert und sodann wird dieses Abgas in zwei Gasströme geteilt, es ist aber auch möglich, das Abgas zu teilen und sodann Ammoniak in jeden der geteilten Ströme zu injizieren. Wenn es erforderlich ist, kann ferner eine Vorrichtung zur Abtrennung von Staub, Katalysatorpulver und ähnlichen Substanzen, wie beispielsweise ein vibrierendes Gitter oder eine ähnliche Vorrichtung, in den Leitungen (12,13) und (15) eingebaut werden. 30 Die Ausführungsform in Fig. 2 ist identisch mit derjenigen von Fig. 1, mit der Ausnahme, daß das Abgas in zwei
Gasstiöme geteilt wird und Ammoniak in das Abgas allein zum ersten Reaktor (3) injiziert wird, jedoch nicht in das Abgas injiziert wird, welches in den zweiten Reaktor (10) eingespeist wird. In der Ausführungsform gemäß Fig. 2 jedoch kann die Menge an Ammoniak, welche in dem Gas mit hoher S02-Konzentration enthalten ist, welches beim Erhitzen des Katalysators zur Regenerierung gewonnen wird, verringert werden. 35 Als kohlenstoffhaltige Katalysatoren für die vorliegende Erfindung werden im allgemeinen aktivierte Kokse, aktivierte Kohle und ähnliche S toffe verwendet, die durch Hitzebehandlung oder durch Aktivierung von Kohlen und ähnlichen Verbindungen mit Dampf oder auf ähnliche Weise erzeugt werden. Es ist überflüssig zu sagen, daß erfindungsgemäß Katalysatoren geeignet sind, welche dadurch erhalten werden, daß sie Metalloxide, wie die von Vanadium, Eisen, Kupfer und ähnlichen Verbindungen, tragen. 40 Das in dem Abgas enthaltene SOx wird mit dem kohlenstoffhaltigen Katalysator in Berührung gebracht und auf dem Katalysator in der Form von Schwefelsäure gemäß nachstehender Gleichung adsorbiert: S02 + 1/2 02 + H20-> H2S04 (1) 45 S03 + H20-> H2S04 (2)
In diesem Falle, wenn Ammoniak vorher mit dem Abgas in Berührung steht, wird die adsorbierte Schwefelsäure in Ammoniumsalz überfuhrt: 50 H2S04 + NH3->NH4HS04 (3) NH4HS04 + NH3->(NH4)2S04 (4).
Das bedeutet, daß der kohlenstoffhaltige Katalysator, welcher mit dem Abgas in Berührung steht, stufenweise 55 desaktiviert wird, weil die Mengen an Schwefelsäure und Ammoniumsalz, die auf dem Katalysator adsorbiert werden, ansteigen. Je größer die SOx-Konzentration in dem Abgas ist, umso größer ist die Geschwindigkeit der Desaktivierung. Wenn somit die SOx-Konzentration hoch ist, so ist es erforderlich, die Verweilzeit des Katalysators -3-
AT 395 382 B in dem Bewegtbettreaktor so zu verringern, daß eine gewünschte Desulfurierungs-Wirksamkeit beibehalten werden kann. In dem Falle, in dem die SOx-Konzentration in dem Abgas gering ist, kann im Gegensatz dazu die Verweilzeit des Katalysators verlängert werden. Wenn jedoch die Verweilzeit verlängert wird, ist es gefährlich, daß auch bei einer Reaktionstemperatur von etwa 150 eC heiße Flecken in dem Katalysatorbett verursacht werden können aufgrund der Akkumulierung von Oxidationsreaktionswärme des kohlenstoffhaltigen Materials, die zu einem Brennunfall des Katalysators führen kann.
Im Gegensatz dazu kann die vorliegende Erfindung, worin das Abgas in zwei Teile geteilt wird und jeder Teil in einen separaten Reaktor eingeführt wird, die Verweilzeit des Katalysators in jedem Reaktor verringern und kann so das Problem der heißen Flecken ausschließen. Zusätzlich ist die vorliegende Erfindung deswegen vorteilhaft, weil der Katalysator, der in dem ersten Reaktor verwendet wird, direkt in dem zweiten Reaktor verwendet werden kann, ohne daß ein Regenerierungsschritt erforderlich ist, so daß der Katalysator in effektiver Weise benutzt werden kann. Ferner kann das erfindungsgemäße Verfahren in vorteilhafter Weise derartige Probleme verhindern, wie einen erhöhten Druckverlust, Verstopfen und ähnliche Vorgänge in dem Reaktor, da der Staub und das Katalysatorpulver, welche in dem ersten Reaktor gesammelt werden, mittels eines Separators entfernt werden können, wie beispielsweise durch ein vibrierendes Netz oder eine ähnliche Vorrichtung. Zur Verdeutlichung wird hinzugesetzt, daß bei einem Gas mit beispielsweise 100 bis 200 mg/nr oder mehr an Staubgehalt bei Behandlung mittels eines einzelnen Reaktors, wenn die Übetragungsgeschwindigkeit des Katalysators verzögert wird und die Verweilzeit davon gesteigert wird, Staub in dem Katalysatorbett angesammelt wird, woraus sich das Phänomen eines erhöhten Druckverlustes und eines Verstopfens in dem Reaktor ergibt.
Bei der Injizierung von NH3 in das Abgas, welches SOx und ΝΟχ enthält, wird die Denitrifizierung durch die folgende Reaktionsgleichung dargestellt: NH3 + NO + 1/4 02-> N2 + 3/2 H20 (5)
Wenn die Reaktionstemperatur bei etwa 150 °C liegt, wird jedoch der größere Teil des injizierten NH3 durch die Neutralisierungsreaktion [oben erwähnte Formeln (3) und (4)] des NH3 mit dem auf dem kohlenstoffhaltigen Katalysator adsorbierten S02 (tatsächlich adsorbiert in Form von Schwefelsäure) verbraucht. Unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, daß die Reaktionsgeschwindigkeit der Reaktion (3) rasch ist, muß die Menge NH3, die zur Denitrifizierungsreaktion (5) injiziert wird, so ausgewählt werden, daß in die Überlegung die Menge an NH3 einbezogen wird, die durch die Reaktion (3) verbraucht wird und ferner die Menge an NH3, die durch die Reaktion (4) verbraucht wird, wenn die Reaktionstemperatur geringer als 100 °C ist Das bedeutet daß zwischen der Denitrifizierungs-Wirksamkeit und dar Menge an injiziertem NH3 die folgende Beziehung existiert: (Menge an injiziertem NH3, ppm) = (SOx-Konzentration, ppm x Desulfurisierungs-Wirksamkeit) x (0,5 -1,5) + (NOx-Konzentration, ppm x Denitrifizierungs-Wirksamkeit) + (Leck-NH3, ppm)
Das bedeutet daß das Verhältnis von NH3 zu S02 (NH^/SO^-), welches auf dem kohlenstoffhaltigen Katalysator adsorbiert ist welcher für die Desulfurierung und Denitrifizierung verwendet wird, und sodann aus dem Reaktor ausgelassen wird, etwa gleich 1 ist. Wenn der Katalysator in dieser Art erhitzt und regeneriert wird, ist es insofern nachteilig, daß die Überführungsgeschwindigkeit des Ammoniaksalzes in Stickstoff abnimmt das rückgewonnene S02 eine große Menge an NH3 enthält dieRückgewinnung von Nebenprodukten wie Η^Οφ Schwefel und ähnlichen Verbindungen zu derartigen Problemen wie Verstopfung, verschlechtert»: Produktreinheit und ähnlichen Problemen führt und die Reinigung durch Waschen und ähnliche Vorgänge einen derartig»! Verlust bewirkt daß große Mengen an NH4HS03 und ähnlichen Verbindungen sich in Wasser lösen.
Fig. 3 zeigt die Überführungsgeschwindigkeit des adsorbierten NH3 zu N2, die gemessen wird in den Schritten der Injizierung von verschiedenen Mengen anNH3 in ein S02-haltiges Gas, Durchführen des erhaltenen Gases durch ein Bett mit aktivem Kohlenstoff und Erhitzen und Regenerieren des Gases bei 400 °C. Es kann daraus verstanden werden, daß im Falle, daß die Menge an injiziertem NH3 groß wird und die Menge an auf dem aktiven kohlenstoffadsorbiertem NH3 groß wird, die Überführungsgeschwindigkeit des adsorbierten NH3 zu N2 abnimmt Die Tatsache, daß die Menge an adsorbiertem NH3 groß ist und die Überführungsgeschwindigkeit von NH3 abnimmt bedeutet daß die Konzentration an NH3 in dem rückgewonnenen S02-Gas bemerkenswert hoch wird. Nachdem Verfahren dervorliegenden Erfindung, wieesinFig.2dargestellt ist,beträgt das Verhältnis (Molverhältnis) des NH3/S02, welches auf dem Katalysator in dem ersten Reaktor adsorbiert ist, etwa 1 und dieser Katalysator adsorbiert im wesentlichen die gleiche Menge an S02 (tatsächlich H2S04) erneut in dem zweiten Reaktor, so daß -4-

Claims (2)

  1. AT 395 382 B das N^/SC^-Verhältnis etwa 0,5 wird. Es kann verstanden werden, daß aufgrund dieser Tatsache, die Konzentration von NH3 in dem desorbierten Gas deutlich geringer ist. Für die vorliegende Erfindung ist es bevorzugt, das Abgas im Prozentgehalt von etwa 1/2 zu teilen, weil es tatsächlich bequem ist, die gleichen Reaktoren heizustellen. In der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist es jedoch im 5 allgemeinen zu bevorzugen, die Menge an zugespeistem Abgas zu dem ersten Reaktor, wo die Injektion von NH3 durchgeführt wird, so einzurichten, daß sie im Bereich von etwa 1/4 bis 2/3 der Gesamtmenge des Abgases liegt. Bsismsl Ein Abgas (Temperatur 120 °C, Fließgeschwindigkeit: 10.000 nr/Std.) mit einem Gehalt von 150 ppm 10 Schwefeloxid, 250 ppm Stickstoffoxid, 10 % Wasser und 10 % Sauerstoff wurde in Hälften geteilt, nämlich in 5000 nr/h 350 ppm H3 wurden in 5000 m^/h eines Abgases injiziert, und danach wurde dieses durch einen ersten Kreuzstrom-Bewegtbettreaktor, der mit 83 m^ granulärem aktivem Kohlenstoff gepackt war, durchgeleitet. Die Verweilzeit des aktiven Kohlenstoffs in dem Reaktor wurde in diesem Falle auf 40 Stunden festgesetzt. In diesem Reaktor wurde beobachtet, daß die Desulfurierungs-Wirksamkeit 99,9 % betrug, die Denitrifizierungs-15 Wirksamkeit 80% betrug und das Leck-NH316 ppm betrug. Andererseits wurde das verbleibende 5000 nr/Std. Abgas direkt durch einen zweiten Kreuzstrom-Bewegtbettreaktor, der mit 8,3 m^ aktivem Kohlenstoff gepackt war, hindurchgeleitet Die Verweilzeit des aktiven Kohlenstoffs in dem Reaktor wurde auf 40 Stunden in diesem Falle festgelegt. Es wurde in diesem Reaktor beobachtet daß die Desulfurierungs-Wirksamkeit 95 % betrug und die Denitrifizierungs-Wirksamkeit 6 % betrug. 20 In dem Falle, daß die Abgase, welche von den oben erwähnten ersten und zweiten Reaktoren ausgelassen werden, zusammengeführt werden, zeigte sich eine Denitrifizierungs-Wirksamkeit von 43 % und die Desulfurierungs-Wirksamkeit betrug 97,5 % gegenüber dem ursprünglichen Abgas. Das Leck-NH3 wurde mit 8 ppm beobachtet Andererseits wurde der verwendete aktive Kohlenstoff, welcher von dem zweiten Reaktor über den ersten Reaktor ausgelassen wurde, in einen Reaktor eingespeist und auf400 °C in einer inerten Trägergasatmosphäre zur 25 Regeneration erhitzt Durch Einstellung der Menge an Trägergas, die in den Regenerator eingespeist wurde, wurde ein 15 %-iges hochkonzentriertes SC^-Gas gewonnen. Die Konzentration von NH3 in diesem SC^-Gas betrug 0,95 %. Vergleichsbeispiel 30 Als ein Vergleichsbeispiel wurden 175 ppm NH3 in 10.000 nr/h Abgas ohne Aufteilung des Abgases injiziert, und danach wurde dieses in einen Kreuzstrom-Bewegtbettreaktor eingespeist welcher mit 16,6 m^ granulärem aktivem Kohlenstoff gepackt war. In diesem Falle wurde die Verweilzeit des aktiven Kohlenstoffs auf 80 Stunden festgesetzt. Das Abgas, welches von dem Reaktor ausgelassen wurde, besaß eine Desulfurierungs-Wirksamkeit von 97 % und die Denitrifizierungs-Wirksamkeit betrug 20 %. Das Leck-NHo wurde zu 5 ppm beobachtet 35 Die NH3-Konzentration in dem hochkonzentrierten SC^-Gas (15 %), welches durch den Regenerator rück gewonnen wurde, betrug in diesem Falle 4,5 %. Als ein weiteres Vergleichsbeispiel wurde ferner die Menge von injiziertem NH3 auf250ppm geändert um die gleiche Denitrifizierungs-Wirksamkeit wie in dem Beispiel der vorliegenden Erfindung zu «halten, um dadurch die Desulfurierungs-Wirksamkeit von 983 % und die Denitrifizierungs-Wirksamkeit von 43 % zu erhalten. Das Leck-40 NH3 betrug 8 ppm. Die Konzentration an NH3 in dem hochkonzentrierten SC^-Gas (15 %), welches durch den Regenerator in diesem Falle erhalten wurde, war bemerkenswert hoch, nämlich 5,2 %. Kurze Erklärung der Figuren Fig. 1 und Fig. 2 sind Fließdiagramme, welche eine Ausführungsform der Erfindung zeigen, und Fig. 3 ist eine 45 Grafik, welche das Verhältnis zwischen dem Molverhältnis vonNHySC^, das an dem aktiven Kohlenstoff adsorbiert ist und der Überführungsgeschwindigkeit von adsorbiertem NH3 zeigt 50 PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Desulfurieren und Denitrifizieren eines Schwefeloxid und Stickstoffoxid enthaltenden Abgases 55 bei 100 bis 180 °C durch Berührung des Abgases mit einem kohlenstoffhaltigen Katalysator unter gleichzeitiger Anwesenheit von Ammoniakgas, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniakgas in das Abgas injiziert wird, danach dieses Abgas in zwei Gasströme geteilt wird, ein erster Abgasstrom in einen ersten Bewegtbettreaktor -5- AT395 382 B eingeffihrt wird, der mit dem kohlenstoffhaltigen Katalysator zur Desulfurierung und Denitrifizierung gepackt ist, ein zweites Abgas in einen zweiten Bewegtbettreaktor eingeführt wird, der mit dem kohlenstoffhaltigen Katalysator zur Desulfurierung und Denitrifizierung gepackt ist, deraus einem Auslaß deserstenBewegtbettreaktors ausgetragene kohlenstoffhaltige Katalysator in einen Einlaß des zweiten Bewegtbettreaktors eingespeist wird, und der aus einem Auslaß des zweiten Bewegtbetbeaktors ausgetragene kohlenstoffhaltige Katalysator zur Regeneration erhitzt wird und danach in einen Einlaß des eisten Bewegtbettreaktors eingespeist wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, worin vor der Injektion des Ammoniakgases das Abgas in zwei Gasströme geteilt wird und einer oder beide der geteilten Gasströme mit Ammoniakgas injiziert werden und sodann in den ersten bzw. in den zweiten Bewegtbettreaktor eingespeist werden. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -6-
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