AT394765B - Gleichlaufeinrichtung fuer mehrere hydraulische antriebszylinder - Google Patents
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- B66F3/00—Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads
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Description
AT 394 765 B
Die Erfindung betrifft eine Gleichlaufeinrichtung für mindestens zwei Hubtische mit hydraulischen Antriebs-zylindem, mit Ventilen zur Steuerung der Druckmittelwege zwischen den Antriebszylindem und einer Druckmittelquelle bzw. dem Tank, mit einem von der Gleichlaufabweichung von zwei Hubtischen zugeordneten Antriebszylindem betätigbaren Gleichgangventil und mit einem mit benachbarten Hubtischen gekoppelten Stellglied für 5 das Gleichgangventil.
Zur Erzielung des Gleichlaufes von mehreren Zylindern ist es erforderlich, bei unterschiedlichen Hubbewegungen die Zufuhr von Druckmittel zum voreilenden Zylinder zu drosseln und zum nacheilenden Zylinder zu ^ erhöhen. Bei Senkbewegungen ist dieser Vorgang umgekehrt. f
Aus der Zeitschrift "fluid" Dezember 1975 ist es bekannt, die Gleichlaufabweichung zweier Zylinder mittels * 10 eines an einer Meßtraverse montierten Wegaufnehmers zu messen und einem Regler zuzuführen, der ein Magnet- ^ ventil ansteuert, das einem der beiden Zylinder Öl zufuhrt oder von diesem abführt. Dabei handelt es sich um eine elektronische Regelung. Bei einer aus dem DE-GM 68 00 316 bekannten Ausgleichsvorrichtung für die beiden Zylinder einer Ladebühne wird der Ölstrom zu jedem Zylinder über ein Drosselventil geführt, das vom anderen Zylinder über eine Traverse betätigt wird, um den Zustrom zum voreilenden Zylinder zu drosseln und den Zu-15 ström zum nacheilenden Zylinder zu vergrößern. Dabei sind die Drosselventile deshalb, da sie im Hauptölstrom liegen, für jeden Anwendungsfall der Größe nach anzupassen. Dies bedingt jedoch einen beträchtlichen Aufwand.
Aus der DE-OS 23 08 475 ist es weiters bekannt, die Relativbewegung der Zylinder mittels Seilen, von denen die Ventilsteuerung im Sinne eines Ausgleichs der unterschiedlichen Hubbewegungen betätigt wird, zu erfassen.
Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Betätigung mehrerer Hubtische mittels 20 Antriebszylinder mit möglichst einfachen Mitteln einen genauen Gleichlauf zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Stellglied an seiner einen Seite an einem der Hubtische schwenkbar angeordnet ist und an seiner anderen Seite in einer Öffnung des benachbarten Hubtisches geführt ist und daß am Stellglied das Gleichgangventil befestigt ist, dessen Schieber vom ersten Hubtisch betätigbar ist, wobei das Gleichgangventil zwischen dem mit dem Druckmittel beaufschlagten Zylinderraum des 25 einen Antriebszylinders und einer Druckmittelquelle bzw. dem Tank angeordnet ist und den Hub dieses Antriebszylinders bei Voreilen durch Entnahme von Druckmittel verlangsamt und bei Nacheilen durch Zuführen von Druckmittel beschleunigt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß mit sehr einfachen Mitteln ein äußerst genauer Gleichlauf erzielbar ist. Ein weiterer Vorteil der erfmdungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, 30 daß eine Vielzahl von Hubtischen miteinander synchronisierbar ist, wodurch eine aus mehreren Zylindern bestehende Anlage mit sehr einfachen Mitteln erweiterungsfähig ist Da die Bauweise der Gleichlaufeinrichtung einfach ist, sind eine hohe Fertigungsgenauigkeit und damit eine große Gleichlaufgenauigkeit erzielbar. Ferner bedarf es nur eines geringen Montageaufwandes, um einen Hubtisch mit einer solchen Einrichtung auszurüsten.
Vorzugsweise ist das Stellglied als hydraulischer Zylinder ausgebildet, dessen Kolbenstange zur Erzielung des 35 Gleichlaufes der Hubtische in eine am benachbarten Hubtisch angeordnete Zentrierbohrung eingreift. Dabei können mehrere Zentrierbohrungen übereinander vorgesehen sein.
Weiters können das Stellglied und das Gleichgangventil von wenigstens einer einstellbaren Feder in einer Mittelstellung gehalten sein, in welcher das Gleichgangventil die Verbindung des mit dem Druckmittel beaufschlagten Druckraumes mit der Druckmittelquelle bzw. dem Tank sperrt. 40 Die gegenständliche Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei spiels einer Gleichlaufeinrichtung für zwei Hubtische näher erläutert.
Die in der Zeichnung dargestellten Hubtische (1 und 2) werden von mindestens je einem hydraulischen Antriebszylinder (3 und 4) gehoben bzw. gesenkt. Die Druckräume (5 und 6) der Antriebszylinder sind über je ein Proportionalventil (7 und 8) an eine mit einer nicht dargestellten Druckmittelquelle (P) verbundenen 45 Leitung bzw. an eine mit dem Tank (T) verbundene Leitung angeschlossen. Durch Ansteuerung der Proportionalventile (7 und 8) werden die Druckräume (5 bzw. 6) wahlweise mit der Druckmittelquelle (P) bzw. mit dem Tank (T) verbunden, wodurch Hub- und Senkbewegungen ausgeführt werden können. Da jedoch der Gleichlauf nur unzureichend ist, ist zusätzlich eine Gleichlaufeinrichtung vorgesehen.
Die Gleichlaufeinrichtung besteht aus einem Stellglied in Form eines hydraulischen Zylinders (10), dessen 50 Gehäuse am Hubtisch (1) schwenkbar gelagert ist. Hierzu ist das Gehäuse des Zylinders (10) mittels eines Schwenkzapfens (11) an einem Vorsprung (12) des Hubtisches (1) angelenkt Die Kolbenstange (13) des Zylinders (10) weist ein konisches Ende (14) auf, dem in einer am benachbarten Hubtisch (2) befestigten Leiste (16) eine Bohrung (15) gegenüber liegt. Da die Kolbenstange (13) in der Bohrung (15) lediglich geführt wird, werden bei einer Relativbewegung der beiden Hubtische (1 und 2) die Kolbenstange (13) und 55 damit der Zylinder (10) mitgenommen und um den Zapfen (11) geschwenkt. Der Zylinder (10) wird über ein ^
Wegventil (18) betätigt.
Soferne die Hubtische (1 und 2) einzeln verfahren werden sollen, so wird die Kolbenstange (13) aus der Bohrung (15) herausgezogen. Soferne jedoch beide Hubtische (1 und 2) gemeinsam im Gleichlauf betätigt * werden sollen, so wird der Zylinder (10) mit Druck beaufschlagt wodurch in einer Stellung, bei der sich der 60 Zylinder (10) auf gleichem Niveau mit der Bohrung (15) befindet, eine kraftschlüssige mechanische Verbindung der beiden Hubtische (1 und 2) hergestellt wird.
Am Gehäuse des Zylinders (10) ist ferner ein Gleichgangventil (20) befestigt, dessen Schieber über einen -2-
Claims (4)
- AT 394 765 B Rollenstößel (21) am Hubtisch (1) anliegt. Über eine Einstellung (22) wird das Gleichgangventil (20) so eingestellt, daß in der waagerechten Lage der Kolbenstange (13) die zum Druckraum führende Leitung (23) zur Druckmittelquelle (P) bzw. zum Tank (T) führenden Leitungen (24 und 25) abgesperrt ist. Sobald beide Antriebszylinder (3 und 4) über die Proportionalventile (7 und 8) mit jeweils annähernd gleicher Druckmittelmenge beaufschlagt werden, fahren die Hubtische (1 und 2) gemeinsam aufwärts. Sobald jedoch einer der beiden Hubtische schneller oder langsamer wird, führt der Zylinder (10) eine Schwenkbewegung aus, wodurch sich das Gleichgangventil (20), dessen Stößel (21) am Hubtisch (1) abgestützt ist, verstellt. Läuft beispielsweise der Antriebszylinder (3) vor, so wird der Zylinder (10) im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch das Gleichgangventil (20) den Druckraum (5) über die Leitungen (23 und 25) mit dem Tank (T) verbindet, so daß Druckmittel abfließen kann, wodurch die Bewegung des Antriebszylinders (3) verlangsamt wird. Folgt hingegen der Antriebszylinder (3) nach so wird der Zylinder (10) im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, wodurch der Druckraum (5) über die Leitungen (23 und 24) an die Druckmittelleitung (P) angeschlossen wird, sodaß zusätzlich Druckmittel zugeführt wird, wodurch der Antriebszylinder (3) beschleunigt wird. Bei einer Senkbewegung der Hubtische (1 und 2) erfolgt der gleiche Vorgang in umgekehrter Weise. Der voreilende Antriebszylinder wird verlangsamt, indem zusätzlich Druckmittel zugeführt wird und bei Nachlauf eines Zylinders wird dieser beschleunigt, indem zusätzlich Druckmittel entnommen wird. Mit der Feder (26) wird der Zylinder (10) mit dem Gleichgangventil (20) in einer waagerechten neutralen Mittelstellung gehalten. Es können auch zwei Federn beiderseits des Schwenkzapfens (11) sowie nicht dargestellte Anschläge, die nur eine begrenzte Schwenkbewegung zulassen, vorgesehen sein. Zudem kann die Leiste (16) mit mehreren Zentrieröffnungen (15) versehen sein, wodurch sich die Hubtische (1 und 2) treppenförmig anordnen und dann synchron verfahren lassen. Weiters läßt sich die Anlage beliebig erweitern. Sofeme beispielsweise ein dritter, nicht dargestellter Hubtisch vorgesehen ist, ist auch der Hubtisch (2) mit einer Gleichlaufeinrichtung ausgebildet, welche aus einem Zylinder und einem Gleichgangventil besteht, das über eine Leitung (231) an den Druckraum (6) des Antriebszylinders (4) für den Hubtisch (2) angeschlossen ist. Die zugehörige Kolbenstange des Zylinders greift dann in eine entsprechende Zentrierbohrung am dritten Hubtisch ein. PATENTANSPRÜCHE 1. Gleichlaufeinrichtung für mindestens zwei Hubtische mit hydraulischen Antriebszylindem und Ventilen zur Steuerung der Druckmittelwege zwischen den Antriebszylindem und einer Druckmittelquelle bzw. dem Tank, mit einem von der Gleichlaufabweichung von zwei Hubtischen zugeordneten Arbeitszylindem betätigbaren Gleichgangventil und mit einem mit benachbarten Hubtischen gekoppelten Stellglied für das Gleichgangventil, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (10) an seiner einen Seite an einem der Hubtische (1) schwenkbar angeordnet ist und an seiner anderen Seite in einer Öffnung (15) des benachbarten Hubtisches (2) geführt ist und daß am Stellglied (10) das Gleichgangventil (20) befestigt ist, dessen Schieber (21) vom ersten Hubtisch (1) betätigbar ist, wobei das Gleichgangventil (20) zwischen dem mit dem Druckmittel beaufschlagten Zylinderraum (5) des einen Antriebszylinders (3) und einer Druckmittelquelle (P) bzw. dem Tank (T) angeschlossen ist und den Hub dieses Antriebszylinders (3) bei Voreilen durch Entnahme von Druckmittel verlangsamt und bei Nacheilen durch Zufuhren von Dmckmittel beschleunigt.
- 2. Gleichlaufeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied durch einen hydraulischen Zylinder (10) gebildet ist, dessen Kolbenstange (13) zur Betätigung der Hubtische (1,2) im Gleichlauf in eine am benachbarten Hubtisch (2) angeordnete Zentrierbohrung (15) eingreift.
- 3. Gleichlaufeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der benachbarte Hubtisch (2) mit mehreren übereinander befindlichen Zentrierbohrungen (15) ausgebildet ist.
- 4. Gleichlaufeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (10) und das Gleichgangventil (20) von wenigstens einer einstellbaren Feder (26) in einer Mittelstellung, in welcher das Gleichgangventil (20) die Verbindung zwischen dem mit Druckmittel beaufschlagten Druckraum (5) des Antriebszylinders (3) und der Druckmittelquelle (P) bzw. dem Tank (T) sperrt, gehalten sind. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833338218 DE3338218C2 (de) | 1983-10-21 | 1983-10-21 | Gleichlaufeinrichtung für mindestens zwei Hubtische mit hydraulischen Arbeitszylindern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA264884A ATA264884A (de) | 1991-11-15 |
| AT394765B true AT394765B (de) | 1992-06-25 |
Family
ID=6212372
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT264884A AT394765B (de) | 1983-10-21 | 1984-08-20 | Gleichlaufeinrichtung fuer mehrere hydraulische antriebszylinder |
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| Country | Link |
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| AT (1) | AT394765B (de) |
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Families Citing this family (2)
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| DE9006739U1 (de) * | 1990-06-15 | 1990-08-23 | Slift Hebezeug GmbH, 7533 Tiefenbronn | Gleichlaufvorrichtung für eine Hebebühne |
| CN110203622B (zh) * | 2019-07-12 | 2024-02-23 | 福州大学 | 一种新型分体式可升降传送带及其使用方法 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE6800316U (de) * | 1968-12-08 | 1969-03-13 | Fritz Scharfenstein | Synchronisier- oder ausgleichsvorrichtung unmittelbar in abhaengigkeit zwischen zwei oder mehreren die hubbewegung der verladebuehne beeinflussenden hydraulikzylinder eines fahrbaren hebefahrzeuges |
| DE2308475A1 (de) * | 1973-02-21 | 1974-08-22 | Rexroth Gmbh G L | Gleichlaufregelung fuer hydraulische mehrzylinderantriebe |
-
1983
- 1983-10-21 DE DE19833338218 patent/DE3338218C2/de not_active Expired
-
1984
- 1984-08-20 AT AT264884A patent/AT394765B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (2)
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Non-Patent Citations (1)
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| DE-ZEITSCHRIFT FLUID, DEZEMBER 1975 * |
Also Published As
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| DE3338218A1 (de) | 1985-05-30 |
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