AT391535B - Durchfluss-regeleinrichtung fuer ein einhebel-mischventil - Google Patents
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Description
Nr. 391 535
Die Erfindung betrifft eine Durchfluß-Regeleinrichtung für ein Einhebel-Mischventil, bestehend aus einem Ventilaufbau (structure), einem feststehenden Plättchen aus hartem Material, welches innerhalb des Ventilaufbaus befestigt ist und eine obere plane Oberfläche sowie zumindest zwei Öffnungen zum entsprechenden Durchfließen von warmem und kaltem Wasser aufweist, einem beweglichen Plättchen aus hartem Material, welches eine untere plane Oberfläche aufweist, in gleitendem Kontakt mit der oberen planen Oberfläche des feststehenden Plättchens angeordnet ist, und zur entsprechenden Regelung des Durchflusses von Heiß- und Kaltwasser mit den Öffnungen des feststehenden Plättchens zusammenwirkt, einem Regelkopf, welcher mit dem beweglichen Plättchen starr verbunden ist und Kupplungseinrichtungen für einen Betätigungshebel aufweist, und einem Führungsring, welcher im Ventilaufbau angeordnet und um einen begrenzten Winkel um eine Achse senkrecht zu den planen Kontaktoberflächen des feststehenden und beweglichen Plättchens drehbar ist und Führungseinrichtungen aufweist, die mit dem Regelkopf Zusammenwirken, so daß der Regelkopf in bezug auf den Führungsring nur entlang einer diametralen Richtung des Führungsringes bewegbar ist, wobei die Öffnungen des feststehenden Plättchens innerhalb eines Kreises liegen, dessen Mittelpunkt im Zwischenbereich zwischen der oberen planen Oberfläche des feststehenden Plättchens und der Verlängerung der Drehachse des Führungsringes liegt
Aus der US-PS 4,325.403 bzw. der US-PS 4,327.758 sind Konstruktionen bekannt, bei denen das bewegliche Plättchen eine bzw. zwei Durchgangsöffnungen aufweist. In der US-PS 4,378.029 ist weiters ein bewegliches Plättchen mit einer Durchgangsöffnung sowie einem aktiven Umrißformenbereich, der aber konkave Winkel enthält, beschrieben.
Eines der Probleme, welches bei Ventilen zur Regelung des Mischungsverhältnisses und des Durchflusses bei der Verwendung von harten Materialien auftritt, liegt in der relativen Schmalheit des gegenseitigen Versetzungswinkels der Plättchen und somit auch im Schwenkwinkel des Regelhebels, durch welchen der Wechsel von Kalt- auf Heißwasser über die verschiedenen Mischungsverhältnisse erfolgt. Dieser Winkel kann wegen der Zusammenwirkung zwischen den Durchgangsöffnungen der Plättchen nicht vergrößert werden. Einer kleinen Versetzung des Regelhebels entspricht eine relativ große Änderung der Temperatur des abgeleiteten Wassers, welche daher nicht auf genügend genaue Weise eingestellt werden kann.
Ein weiterer Nachteil der erwähnten Mischventile resultiert aus dem relativ großen Durchmesser, welcher den Teilen gegeben werden muß, damit das bewegliche Plättchen eine ausreichend große Bewegung ausführen kann.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Durchfluß-Regeleinrichtung für ein Einhebel-Mischventil mit einem Paar von Plättchen der oben genannten Art, welche eine beträchtliche Winkelversetzung, wenn nötig bis nahezu 180° (dem theoretisch maximalen Wert), zur Einstellung des Mischungsverhältnisses ermöglicht. Eine andere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Durchfluß-Regeleinrichtung mit verringertem Durchmesser, so daß im Vergleich zu herkömmlichen Ventilkörpem, solche mit Heineren Abmessungen hergestellt werden können.
Dies wird bei einer Durchfluß-Regeleinrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die untere plane Oberfläche des beweglichen Plättchens frei von Öffnungen und Vertiefungen ist, daß das bewegliche Plättchen mit den Öffnungen des feststehenden Plättchens ausschließlich nur mit Einrichtungen zumindest eines Bereichs seiner eigenen Umrißform zusammenwirkt, wobei dieser Bereich seiner Umrißform, der zum Zusammenwirken mit den Öffnungen des feststehenden Plättchens vorgesehen ist, eine von konkaven Kurven und konkaven Winkeln freie Grundform aufweist und völlig außerhalb eines Kreises mit einem Radius angeordnet ist, der nicht kleiner als der Radius des Kreises ist, welcher die Öffnungen des feststehenden Plättchens umschließt und seinen Mittelpunkt bei einem Punkt auf der unteren planen Oberfläche des beweglichen Plättchens hat, welcher bei der vollständigen Schließstellung des Ventils durch die Verlängerung der Drehachse des Führungsringes gekreuzt wird.
Da das bewegliche Plättchen mit den Öffnungen des feststehenden Plättchens mit Hilfe seiner eigenen Umrißform zusammenwirkt und nicht, wie üblich, mittels Öffnungen oder Vertiefungen in seiner unteren planen Kontaktoberfläche, so ist durch das bewegliche Plättchen kein Anlaß zur Einschränkung des Winkels für die Einstellung des Mischverhältnisses gegeben, welcher daher nahe dem theoretischen Wert von 180° gewählt werden kann. Da das Ausmaß der Bewegung des Regelhebels dem Ausmaß der Bewegung des beweglichen Plättchens entspricht, kann das Mischungsverhältnis genau eingestellt werden.
Weil zusätzlich der aktive Bereich des beweglichen Plättchens in der Umrißform desselben angeordnet ist, und da die anderen Bedingungen gleich sind, um eine geeignete Verringerung der Ausmaße des beweglichen Plättchens zu erreichen, so ergibt sich auch die Möglichkeit der Reduzierung der Ausmaße der Durchfluß-Regeleinrichtung und des gesamten Mischventils.
Die wesentlichen Bedingungen der Erfindung können durch bewegliche Plättchen unterschiedlicher Form erfüllt werden, wobei die meist geeignetsten folgende Formen aufweisen können: eine kreisförmige Form mit einem abstehenden Zahn, eine Form wie ein gekrümmtes Dreieck mit einer abgestumpften Spitze, und eine ovale Form.
Wie immer die Form des beweglichen Plättchens gestaltet ist, wird der hauptsächliche Gegenstand der Erfindung dadurch beibehalten, daß während der Verschiebung des beweglichen Plättchens, welche die allmähliche Schließung einer Öffnung des feststehenden Plättchens bewirkt, die Umrißform des beweglichen Plättchens allmählich verschoben wird, indem diese vom inneren Rand der eingeschlossenen Öffnung zum äußeren Rand derselben zunimmt, während die Form des Segments der Umrißform des beweglichen Plättchens, welches mit der -2-
Nr. 391 535 eingeschlossenen Öffnung zusammenwirkt, im wesentlichen unverändert bleibt Wegen dieser einzigartigen Methode der allmählichen Schließung der Öffnungen des feststehenden Plättchens, wird erfindungsgemäß, wenn erwünscht, ein großer Winkel zur Regelung ermöglicht, sowie eine vorbestimmte, geeignete Regelung der freien Durchgänge für das Wasser in Abhängigkeit von der Verschiebung des beweglichen Plättchens ermöglicht d. h. eine geeignete Änderung der Wassertemperatur während der Verstellung des Regelhebels des Ventils.
Auch die Öffnungen des feststehenden Plättchens können eine unterschiedliche Anordnung aufweisen und in variabler Anzahl vorgesehen sein. Durch geeignete Wahl der Kombination zwischen Anzahl und Anordnung der Öffnungen einerseits, und durch die Form des beweglichen Plättchens anderseits, ist es möglich, daß eine besonders vorteilhafte Gesetzmäßigkeit der Temperaturänderung des gemischten Wassers erzielt wird, welche durch die winkelmäßige Versetzung des Regelhebels des Ventils erreicht wird. Zusätzlich ist es möglich, den Bereich der vorhandenen Kontaktoberfläche zwischen den zwei Plättchen auf ein Minimum zu reduzieren, wodurch auch die Reibung zwischen den Plättchen, bedingt durch die Verschiebung des beweglichen Plättchens, verringert wird.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand nicht einschränkender Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Zeichnungen erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung eines Mischventils mit einer austauschbaren Hülse in vollständig geschlossenem Zustand, Fig. 2 einen Querschnitt ähnlich nach Fig. 1, wobei vorherrschend der Zustand der Abgabe von Heißwasser dargestellt ist, Fig. 3 einen Querschnitt entlang den Linien (ΠΙ-ΠΙ) nach Fig. 2, Fig. 4 und 5 Grundrisse der entsprechenden feststehenden und beweglichen Plättchen aus hartem Material der Einrichtungen nach Fig. 1 bis 3, Fig. 6 die Plättchen nach Fig. 4 und 5 übereinanderliegend in vollständig geschlossener Stellung, Fig. 7,8 und 9 entsprechende Querschnitte der Plättchen nach Fig. 4, 5 und 6, Fig. 10 bis 14 die Plättchen nach Fig. 6 in verschiedenen Einstellagen, Fig. 15 und 16 den entsprechenden Grundriß und Querschnitt eines Plättchenpaares gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 17 bis 20 die Plättchen nach Fig. 15 in verschiedenen Einstellagen, Fig. 21 bis 25 in ähnlicher Weise wie nach Fig. 4, verschiedene Ausfuhrungsformen feststehender Plättchen, welche anstelle der in den vorhergehend dargestellten Figuren verwendet'werden können, Fig. 26, ähnlich nach Fig. 6, eine dritte Ausführungsform von Paaren feststehender und beweglicher Plättchen, Fig. 27 bis 30 die Plättchen nach Fig. 26 in verschiedener Einstellage und Fig. 31 und 32, ähnlich nach Fig. 6, andere Ausführungsformen von Paaren feststehender und beweglicher Plättchen.
In Fig. 1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Einhebel-Mischventils gemäß der Erfindung dargestellt. Das feststehende Plättchen (1) und das bewegliche Plättchen (3) sind in einer Hülse (11) angeordnet, welche in diesem Fall austauschbar im Mischventilkörper (7) eingesetzt ist, welcher durch einen Deckel (12) abgeschlossen ist. Das bewegliche Plättchen ist formschlüssig und fest mit einem Regelkopf (13) verbunden, welcher in diametraler Richtung in einem Fenster (15') beweglich ist, welches eine diametrale Führung bildet, wobei ein Führungsring (15) drehbar in der Hülse (11) gelagert ist Der Regelkopf (13) weist eine flache Ausnehmung (14) auf, die als Kupplungseinrichtung für das innenseitige schlüsselförmige Ende eines Betätigungshebels (20) dient, welcher mit einem Kugelgelenk (17) versehen ist, und dessen außenseitiges Ende mit einer Kappe (19) verbunden ist, die mit einem Regelhebel (20) versehen ist. Das feststehende Plättchen (1) hat Öffnungen (3) und (4), welche abgedichtet durch Dichtungsringe (6) mit den Einlässen (8) und (9) für Heiß- und Kaltwasser in den Ventilkörper (7) in Verbindung stehen. Das vermischte Wasser tritt über eine Ausnehmung (10) des Ventilkörpers aus und wird zu einem Ausflußhahn (nicht dargestellt) geleitet.
Die Kupplungseinrichtung (14) und das Kugelgelenk (17) des Betätigungshebels (16) bis (18) sind derart angeordnet, daß der Betätigungshebel (16) bis (18) in der vollständig geschlossenen Stellung Fig. 1 im rechten Winkel zu der gemeinsamen Kontaktfläche zwischen den Plättchen (1) und (5) steht und mit der Drehachse des Führungsringes (15) übereinstimmt. Daher kann der Hebel (20) in der Schließstellung verdreht werden, um das Ventil auf die gewünschte Wassertemperatur voreinzustellen, wobei sich der Betätigungshebel (16) bis (18), der Regelkopf (13) und das bewegliche Plättchen (5), nur um die eigene Achse drehen. Das Öffnen des Ventils beginnt von dieser rechtwinkeligen Stellung des Betätigungshebels (16) bis (18) aus, d. h. in der optimalen Stellung zur Übertragung der Kräfte, wodurch auf einfache Weise und ohne Risiko die Gefahr der Beschädigung durch Bruch oder anderen Störungen überwunden wird, die nach längerer Inaktivität des Ventils durch erhöhte Reibung bei bekannten Mischventilen auftreten kann. Zusätzlich ermöglicht die rechtwinkelige Lage des inneren Betätigungshebels (16) bis (18) die Anordnung des äußeren Regelhebels (20) im rechten Winkel zum Hebel (16) bis (18), wodurch die Herstellung der Kappe (19) wesentlich vereinfacht wird.
Das feststehende Plättchen, welches in der Einrichtung nach Fig. 1 bis 3 installiert ist, wird in den Fig. 4 und 7 getrennt dargestellt. In diesem Falle haben die Öffnungen (3) und (4) eine plane Fläche, und ihr gesamter Umfang ist in einem Kreis (CI) eingeschlossen, mit welchem die genannte Umrißform teilweise festgelegt wird, und dessen Mittelpunkt mit (O) und dessen Radius mit (Z) bezeichnet ist. Die beiden Öffnungen sind voneinander durch einen Steg (2) getrennt, welcher in diesem Falle geradlinig ausgebildet ist, wobei jedoch dessen Breite und Form in bezug auf die mechanische Festigkeit und auf die Lagerung des beweglichen Plättchens ausgewählt wird. Im dargestellten Beispiel ist das Plättchen (1) kreisförmig mit einem Radius (X>Z) und einem Mittelpunkt (O) ausgebildet, wobei auch eine Befestigungsausnehmung (Γ) vorgesehen ist. Die einfache Form des feststehenden Plättchens erleichtert seine Herstellung. -3-
Nr. 391 535
In diesem Beispiel weist das bewegliche Plättchen (5) die Form einer kreisförmigen Scheibe (5) mit einem vorragenden Zahn (5*) auf. Es wirkt mit den Bereichen (GHJK) seiner Umrißform mit den Öffnungen (3) und (4) des feststehenden Plättchens (1) zusammen. Die beiden Bögen (GH) und (JK) liegen auf einem Kreis (C2), dessen Mittelpunkt bei (P) liegt, und dessen Radius (Y>Z) ist Der Punkt (P) ist der Punkt, welcher in der vollständigen Schließstellung mit dem Mittelpunkt (O) des feststehenden Plättchens (1) Übereinstimmt. In der vollständigen Schließstellung liegen die Punkte (O) und (P) auf der Verlängerung der Drehachse des Führungsrings (15). In der beispielsweise dargestellten Ausführungsform stimmt die Umrißform des Plättchens (5) nahezu vollständig mit dem Kreis (C2) überein, mit Ausnahme des Bereichs des Zahnes (5'). Die Umrißform (GLK), welche nicht mit den Öffnungen (3) und (4) des feststehenden Plättchens zusammenwirkt, kann jedoch auch eine andere Form aufweisen, wie beispielsweise mit strichpunktierten Linien (5") dargestellt. Der Grund für den Unterschied zwischen den Radien (Y) und (Z) der Kreise (C2) und (CI) liegt darin, daß sich die zusammenwirkenden Flanken der Plättchen zum Zwecke der Abdichtung des Ventils überlagern, aber in geometrischer Hinsicht besteht gemäß der Erfindung nur die Forderung, daß der Radius des Kreises (C2) nicht kleiner sein soll als der Radius des Kreises (CI).
Wie auch ersichtlich ist, weist das bewegliche Plättchen einen sehr einfachen Aufbau auf, welcher die Herstellung desselben erleichtert.
In der vollständig geschlossenen Stellung nach Fig. 6 und 9 umschließt das bewegliche Plättchen (5) die Öffnungen (3) und (4) des feststehenden Plättchens (1) vollkommen und in dieser Stellung kann sich das bewegliche Plättchen (5) frei drehen, ohne daß dabei das Mischventil geöffnet wird.
Das Zusammenwirken der beiden Plättchen im Zustand während der Abgabe wird in Fig. 10 bis 14 gezeigt.
Wenn das bewegliche Plättchen (5) von der Schließstellung aus entlang einer Achse (T) senkrecht zum Steg (2) versetzt wird, welcher die Öffnungen (3) und (4) des feststehenden Plättchens (1) trennt, wie in Fig. 10 dargestellt, so ist die Öffnung (3) teilweise unbedeckt, und die Abgabe von nur (z. B.) heißem, ungemischten Wasser findet statt. Die maximale Exzentrizität (E) (Abstand zwischen den Mittelpunkten (O) und (P)) bestimmt die Öffnungsamplitude und somit die maximale Durchflußrate, die abgegeben werden kann; die dazwischenliegenden Durchflußraten, welche abgegeben werden können, werden natürlich durch Betätigung der Regeleinrichtungen erhalten, indem die Exzentrizitäten kleiner als (E) eingestellt werden. Der Zahn (5') bildet insbesondere in der meist exzentrischen Stellung des Plättchens (5) einen Träger für letzteres, wenn seine Höhe nicht kleiner als (E) ist.
Die Einstellung des Mischungsverhältnisses erfolgt durch Drehung des Plättchens um einen bestimmten Winkel der Achse (M) um die Mittelpunkte (O) und (P) der Plättchen, relativ zur Achse (T), die senkrecht zum Steg (2) steht. Wegen der Überlagerung der zusammenwirkenden Flanken findet bis zu einem Grenzwert (A) (Fig. 11) des genannten Winkels keine Mischung statt; der Totwinkel (A) hängt von der Differenz (Y-Z) und der Exzentrizität (E) ab. Das Vorhandensein dieses Totwinkels ist bei Mischventilen notwendig, und bei geeigneter Auswahl der Maße kann sein Wert auf den gewünschten Wert von beispielsweise 15° gebracht werden.
Wenn der Drehwinkel des beweglichen Plättchens (5) den Winkel (A) überschreitet, so wird die Öffnung (4) freigegeben, und daher vermischt sich ein Teil des Kaltwassers mit dem Heißwasser. Wenn die Drehung fortgesetzt wird, so erfolgt durch die teilweise Überlagerung des Zahns (5’) mit dem Steg (2) eine teilweise Beeinflussung des Mischungsverhältnisses, wie insbesondere den Fig. 12 bis 14 entnommen werden kann. Während der Versetzung, über die in Fig. 12 gezeigte Stellung, bleibt der unbedeckte Teil der Öffnung (3) im wesentlichen unverändert, während sich der unbedeckte Teil der Öffnung (4) verändert. Daher findet eine Mischung durch Zugabe einer variablen Menge von Kaltwasser zu einer im wesentlichen gleichbleibenden Menge von Heißwasser statt, während die Veränderung des Mischungsverhältnisses im Bereich des Winkels (N) nach Fig. 13 kleiner wird. Somit findet eine Verflachung der Kurve der Gesetzmäßigkeit der Veränderung der Temperatur des abgegebenen Wassers statt, und somit wird im Bereich der Zwischeneinstellungen eine Feineinstellung ermöglicht, die am wichtigsten ist. Selbstverständlich können durch weiteres Drehen über die dargestellten Stellungen andere, symmetrisch zu den dargestellten Stellungen liegende Stellungen erzielt werden, bis zur Abgabe von nur (z. B.) kaltem, ungemischtem Wasser.
Wie in Fig. 15 und 16 dargestellt, kann das bewegliche Plättchen (5) auch ohne Zahn (5‘) ausgebildet sein und beispielsweise eine Kreisform aufweisen, d. h., sein Umriß stimmt im wesentlichen mit dem Kreis (F2) überein. Dies ist die einfachste Form eines beweglichen Plättchens, welche mit den Bedingungen gemäß der Erfindung vereinbar ist. Aus Fig. 17 bis 20 ist ersichtlich, daß das Zusammenwirken der Umrißform des beweglichen Plättchens (5) mit den Öffnungen (3) und (4) des feststehenden Plättchens im wesentlichen unverändert bleibt, mit Ausnahme der nicht vorhandenen Korrekturfunktion des Zahnes (5'). Anderseits sind beim Nichtyorhandensein eines solchen Zahns die anderen Bedingungen gleich und ermöglichen, daß eine größere Fläche der Öffnungen (3) und (4) unbedeckt bleibt, wodurch eine größere Wassermenge abgegeben werden kann.
Bis jetzt wurden feststehende Plättchen mit zwei Öffnungen in Form von Kreissegmenten in Betracht gezogen, aber es versteht sich, daß gemäß der Erfindung die Öffnungen in verschiedener Form und Anzahl vorgesehen werden können. Einige Beispiele sind in Fig. 21 bis 25 dargestellt. Beim Plättchen (31) nach Fig. 21 stimmen der Steg (32) und die Öffnung (34) mit denen der vorhergehenden Ausführungsbeispielen überein, während die Öffnung (3) für (z. B.) Heißwasser durch zwei Öffnungen (33) und (36) ersetzt ist, die voneinander durch eine zentrische Strebe (37) getrennt sind. Beim Beispiel nach Fig. 22 ist hingegen das -4-
Claims (25)
- Nr. 391 535 Plättchen (41) wieder mit dem Steg (42) und der Öffnung (44) ausgebildet, aber seine Öffnungen (43) und (46) für (z. B.) Heißwasser sind durch eine nicht zentrische Strebe (47) getrennt, wodurch diese unsymmetrisch ausgebildet sind. Im Beispiel nach Fig. 23 weist das Plättchen (51) einen Steg (52) und eine Öffnung (54) ähnlich wie nach Fig. 21 auf, aber seine beiden Öffnungen für (z. B.) Heißwasser sind durch eine Strebe (57) getrennt, die eine wesentlich größere Breite aufweist. Fig. 24 und 25 zeigen ebenfalls, daß das Fenster (4), welches zum Durchfluß für (z. B.) Kaltwasser vorgesehen ist, durch eine symmetrische Strebe (69) oder durch eine asymmetrische Strebe (79) entsprechend in zwei Fenster (64, 68) und (74, 78) unterteilt werden kann. Bei all diesen Beispielen wird, bedingt durch das Vorhandensein der Streben (37, 47, 57, 67, 69, 77, 79), die Veränderung der Gesetzmäßigkeit des Mischungsverhältnisses bei der kontinuierlichen Drehung des Regelhebels des Mischventils modifiziert. Darüberhinaus wird durch diese Streben ein zweckmäßiger Träger für das bewegliche Plättchen geschaffen, u. zw, für jede seiner exzentrischen Stellungen. Wie in Fig. 26 dargestellt, kann das bewegliche Plättchen (85) auch die Form eines gekrümmten Dreiecks mit abgestumpfter Spitze aufweisen. In diesem Falle stimmt das äußere Profil der Öffnungen (83) und (84) des feststehenden Plättchens mit den entsprechenden Bereichen der Umrißform des beweglichen Plättchens in der Schließstellung überein. Es ist auf jeden Fall erforderlich, die Bedingung einzuhalten, wonach zumindest der Profilbereich (RSTU) des beweglichen Plättchens (85), welches mit den Öffnungen (83) und (84) zusammenwirkt, außerhalb eines Kreises (C2) angeordnet ist, dessen Radius nicht kleiner als der des Radius (CI) ist, welcher die Öffnungen (83) und (84) des feststehenden Plättchens (81) umschließt. Wie aus Fig. 27 bis 30 ersichtlich ist, unterscheidet sich die Art des Zusammenwirkens der beiden Plättchen (85) und (81) nicht wesentlich von der zuvor für das erste Ausführungsbeispiel beschriebenen, wobei jedoch verständlicherweise eine unterschiedliche Veränderung in der Gesetzmäßigkeit des Mischungsverhältnisses erzielt wird. Letztlich zeigen Fig. 31 und 32, daß das bewegliche Plättchen (95) und (95') eine im wesentlichen ovale Form aufweisen kann und mit einem feststehenden Plättchen (91) oder (91') zusammenwirkt, dessen Öffnungen (93, 94) oder (93', 94') verschiedenartig ausgebildet sein können, um die oben erwähnten Bedingungen einzuhalten. In den dargestellten Beispielen werden im allgemeinen symmetrische Formen gezeigt, aber es versteht sich, daß in bestimmten Fällen für verschiedene Zwecke die Symmetrie modifiziert werden kann, um beispielsweise die Druckdifferenzen zwischen Heiß- und Kaltwasser zu kompensieren. Der rechteckförmige Steg (2) konstanter Breite kann gekrümmt, oder im mittleren Teil erweitert oder durch divergente Linien begrenzt ausgebildet sein. Das Ausmaß der Öffnungen des feststehenden Plättchens, welches für einen Einstellwinkel für das Mischungsverhältnis nahe einem Wert von 180° vorgesehen ist, kann verringert werden, wenn nur ein kleiner Winkel für diese Einstellung benötigt wird. Die Erfindung kann einerseits bei Einhebel-Mischventilen mit Hülse verwendet werden, bei welchen der Aufbau der Durchfluß-Regeleinrichtung eine Hülse bildet, die auswechselbar im Körper des Mischventils eingesetzt ist, und anderseits bei Mischventilen ohne Hülse, wobei in diesem Fall der Aufbau der Durchfluß-Regeleinrichtung durch einen Teil des Aufbaues des Mischventilkörpers selbst gebildet wird. Es versteht sich, daß im Rahmen der Erfindung zahlreiche Variationen und Modifikationen möglich sind. PATENTANSPRÜCHE 1. Durchfluß-Regeleinrichtung für ein Einhebel-Mischventil, bestehend aus einem Ventilaufbau, einem feststehenden Plättchen aus hartem Material, welches innerhalb des Ventilaufbaus befestigt ist und eine obere plane Oberfläche sowie zumindest zwei Öffnungen zum entsprechenden Durchfließen von Heiß- und Kaltwasser aufweist, einem beweglichen Plättchen aus hartem Material, welches eine untere plane Oberfläche aufweist, in gleitendem Kontakt mit der oberen planen Oberfläche des feststehenden Plättchens angeordnet ist, und zur entsprechenden Regelung des Durchflusses von Heiß- und Kaltwasser mit den Öffnungen des feststehenden Plättchens zusammenwirkt, einem Regelkopf, welcher mit dem beweglichen Plättchen starr verbunden ist und Kupplungseinrichtungen für einen Betätigungshebel aufweist, und einen Führungsring, welcher im Ventilaufbau angeordnet und um einen begrenzten Winkel um eine Achse senkrecht zu den planen Kontaktoberflächen des feststehenden und beweglichen Plättchens drehbar ist und Führungseinrichtungen aufweist, die mit dem Regelkopf Zusammenwirken, so daß der Regelkopf in bezug auf den Führungsring nur entlang einer diamentralen Richtung des Führungsringes bewegbar ist, wobei die Öffnungen des feststehenden Plättchens innerhalb eines Kreises liegen, dessen Mittelpunkt im Zwischenbereich zwischen der oberen planen Oberfläche des feststehenden Plättchens und der Verlängerung der Drehachse des Führungsringes liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die -5- Nr. 391 535 untere plane Oberfläche des beweglichen Plättchens (5,85,95) frei von Öffnungen und Vertiefungen ist, daß das bewegliche Plättchen mit den Öffnungen (3, etc.; 4, etc.) des festehenden Plättchens (1, etc.) ausschließlich nur mit Einrichtungen zumindest eines Bereichs seiner eigenen Umrißfoim zusammenwirkt, wobei dieser Bereich seiner Umrißform der zum Zusammenwirken mit den Öffnungen des feststehenden Plättchens vorgesehen ist, eine von konkaven Kurven und konkaven Winkeln freie Grundform aufweist und völlig außerhalb eines Kreises (C2) mit einem Radius (Y) angeordnet ist, der nicht kleiner als der Radius (Z) des Kreises (CI) ist, welcher die Öffnungen des feststehenden Plättchens umschließt und seinen Mittelpunkt (P) bei einem Punkt auf der unteren planen Oberfläche des beweglichen Plättchens (5,85,95) hat, welcher bei der vollständigen Schließstellung des Ventils durch die Verlängerung der Drehachse des Führungsringes (15) gekreuzt wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die tatsächliche Umrißform des beweglichen Plättchens (5) in bezug auf die genannte Grundform nur Vorsprünge (5') in der Umfangsrichtung mit einer Breite aufweist, die in korrespondierender Richtung kleiner als die gesamte Breite beider Öffnungen (3, etc.) für Heißwasser und (4, etc.) für Kaltwasser des feststehenden Plättchens sind, wobei die Vorsprünge (5) die Gesetzmäßigkeit der Veränderung der Mischung verbessern, ohne den Winkelbereich für die Regelung des Mischungsverhältnisses zu beeinflussen.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung die Form eines Zahns (5') aufweist, welcher in radialer Richtung eine Länge hat, die größer als die maximale Versetzung des beweglichen Plättchens (5) durch den Betätigungshebel in korrespondierender Richtung ist, wobei der Zahn (5') als Träger für das bewegliche Plättchen in exzentrischen Stellungen desselben dient.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der vollständigen Schließstellung die Kupplungseinrichtungen (14) für einen Betätigungshebel (16 bis 18) am Regelkopf (13) bei einem Punkt entsprechend der Drehachse des Führungsringes (15) angeordnet sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (16 bis 18) angelenkt ist, um ein Schwingen und Drehen um einen Punkt auf der Drehachse des Führungsringes (15) zu ermöglichen, wobei der Betätigungshebel in der vollständigen Schließstellung eine im wesentlichen rechtwinkelige Lage zu den planen Kontaktoberflächen des feststehenden Plättchens (1, etc.) und des beweglichen Plättchens (5,85,95) einnimmt.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (16 bis 18) mit einem äußeren Regelhebel (20) verbunden ist, der sich im rechten Winkel zum Betätigungshebel (16 bis 18) erstreckt
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der Umrißform des beweglichen Plättchens (5, 85, 95), welcher mit den Öffnungen (3, etc., 4, etc.) des feststehenden Plättchens (1, etc.), zusammenwirkt zumindest teilweise durch Kreisbögen gebildet ist.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der Umrißform des beweglichen Plättchens (5), welcher mit den Öffnungen (3, etc.; 4, etc.) des feststehenden Plättchens (1, etc.) zusammenwirkt, durch zwei Kreisbögen und einer Verlängerung (5') in Form eines Zahnes gebildet ist, welcher zwischen den beiden Bögen angeordnet ist
- 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (5) im wesentlichen die Form eines Kreises (C2) aufweist, von welchem aus sich eine zahnförmige Verlängerung (5') erstreckt (Fig. 5).
- 10. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der Umrißform des beweglichen Plättchens (5), welcher mit den Öffnungen (3, etc.; 4, etc.) des feststehenden Plättchens (1, etc.) zusammenwirkt durch einen einzigen, im wesentlichen halbkreisförmigen Bogen gebildet ist.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (5) im wesentlichen eine Kreisform aufweist (Fig. 15).
- 12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (5, 85, 95) eine im wesentlichen einfache geometrische Form aufweist.
- 13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (85) die Form eines Vielecks mit einer kleinen Seitenanzahl aufweist. -6- Nr. 391 535
- 14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (85) die Form eines Vielecks mit einer kleinen Seitenanzahl aufweist, von welchen zumindest einige gekrümmt sind.
- 15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (85) die Form eines gekrümmten Dreiecks mit abgestumpfter Spitze aufweist (Fig. 26).
- 16. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Plättchen (95) im wesentlichen eine ovale Form aufweist (Fig. 31).
- 17. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Form der Öffnungen (3, etc.; 4, etc.) des feststehenden Plättchens (1, etc.) im wesentlichen mit dem Kreis (CI) übereinstimmt, welcher die Öffnungen einschließt.
- 18. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die äußere Form der Öffnungen (3, etc.; 4, etc.) des feststehenden Plättchens (1, etc.) im wesentlichen entlang der korrespondierenden Bereiche der Umrißform des beweglichen Plättchens (5,85,95) erstreckt, wenn dieses sich in der vollständigen Schließstellung befindet.
- 19. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Öffnungen (3, 4; 83, 84; 93, 94) des feststehenden Plättchens (1, 81, 91) nur zwei beträgt, wobei eines für das Heißwasser, und eines für das Kaltwasser vorgesehen ist.
- 20. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (33, 36, 34; 43, 44; 53, 56, 54) des feststehenden Plättchens (31, 41, 51) in der Anzahl von drei vorhanden sind, eines für Kaltwasser, und die zwei anderen, durch eine Strebe (37,47,57) vice versa getrennt angeordnet, für das Heißwasser.
- 21. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Öffnungen (63, 66, 64, 68 ; 73, 76, 74, 78) des feststehenden Plättchens (61, 71) vier beträgt, wobei zwei davon durch eine Strebe (69,79) voneinander für das Kaltwasser getrennt sind, und zwei andere ebenfalls durch eine Strebe (67,77) voneinander für das Heißwasser getrennt sind.
- 22. Einrichtung nach den Ansprüchen 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die durch eine Strebe (37, 67, 69) getrennten Öffnungen (33, 36; 63, 66; 64, 68) im wesentlichen symmetrisch relativ zur Strebe liegen.
- 23. Einrichtung nach den Ansprüchen 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die durch eine Strebe (47, 77, 79) getrennten Öffnungen (43, 46; 73, 76; 74, 78) asymmetrisch relativ zur Strebe liegen.
- 24. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (11) austauschbar im Ventilkörper (7) des Mischventils eingesetzt ist.
- 25. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilaufbau (7 bis 12) selbst einen Teil des Mischventils bildet. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen -7-
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