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Einrichtung zum Sch lämmen von Versatzmateriallen.
In Steinkohlenbergwerken werden die abgebauten Orte bekanntlich mit Versatzmaterialien ausgefüllt. Das Versatzmaterial besteht gewöhnlich aus Sand, welcher bekanntlich durch einen Spülversatztrichter, in welchen der Sand unmittelbar eingefüllt wird, dem auszufüllenden Ort zugeführt und dabei durch in den Trichter eingeführte Wasserstrahlen befeuchtet wird.
Nachdem jedoch Sand nicht überall und nicht in gehöriger Menge zur Verfügung steht, werden anstatt Sand in vielen Fällen andere Erdmaterialien, wie Tonerde, taubes Material und desgl. verwendet, welche in besonderen zu diesem Zwecke verwendeten und besonders zu handhabenden Zerkleinerungsmaschinen zerkleinert und dann mittelst einer Transportvorrichtung von der Zerkleinerungsmaschine in den Spülversatztrichter geführt werden.
Diese bisherige Arbeitsweise besitzt also den Nachteil, dass im Spülversatztrichter bloss gleichförmiges, kleinkörniges Material geschlämmt werden kann, während bei Verwendung anderer Vcrsatzmaterialien besondere Einrichtungen (Zerkleinerungsmaschinen und Transportvorrichtungen) verwendet werden müssen, welche die Betriebskosten wesentlich erhöhen. besonders dadurch, dass die Zerkleinerungsmaschine an einer höher gelegenen Stelle angeordnet, das zu zerkleinernde Material auf diese Höhe gefördert und das zerkleinerte Material n. ittelst einer besonderen Transportvorrichtung dem Spülversatztrichter zugeführt werden n. uss. Ausserdem) können die ausser Sand erwähnten Materialien nicht stets ökonomisch verwendet werden.
So
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wird. Infolgedessen wird in Bergwerken, in welchen reiner Quarzsand nicht zur Verfügung steht, in Winterzeit, während weicher der Abbau eben sehr intensiv betrieben wird, das Zimmer in den abgebauten Orten 3-4 Monate hindurch aufrechterhalten, da die Ausfüllung mit Versatzmaterialien unmöglich ist. Dies verursacht aber den Nachteil, dass in den abgebauten Orten Firstenbrüche entstehen, die zum Grubenfeuer Anlass geben, dessen Bekämpfung kostspiclig ist und den Betrieb stört.
Vorliegende Erfindung beseitigt nun sämtliche obenerwähnte Nachteile und besteht im Wesen darin, dass in den Spülversatztrichter eine Zerkleinerungs- oder Quetschvorrichtung pillgpsetzt ist, mitte1st welcher das Versatzmaterial ohne besondere Einrichtungen und Vorbereitung unmittelbar geschlämmt werden kann.
Diese Einrichtung besitzt den Vorteil, dass dieselbe nicht mein-Raum beansprucht, als ein gewöhnlicher Spülvcrsatztrichter und dass dieselbe zum Schlämmen von Versatzmaterialien aller Art, wie Sand, Mergel, Schiefer, taubes Material u. s. w. sowie im Winter auch zum Schlämmen der zusammengefrorenen Schollen von tonhaltigem Sand verwendet werden kann, ohne Rücksicht
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@ In- der'Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung schématisez im senkrechten Schnitt dargestellt.
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letzterer aus einem Stück bestehenden Schrotkegel d sowie aus einer den Schrotkegel umgebenden, auf der Wand des Trichters befestigten Schrotfläche e besteht. Die Welle c ist hohl und die Höhlung derselben ist mit einer Wasserleitung verbunden. Aus der Höhlung der Welle führen Öffnungen f in. den Schrotkegel, durch dessen 01fnungen òJ das in die Welle eingeführte Wasser zu Schlämmzwecken auf das zu zerkleinernde Material fliesst.
Die Welle c ist einerseits in einem mittelst Träger y vertikal verschiebbaren Lager h. anderseits in einem Sohlenlager k staub-und wasserdicht gelagert. Das Lager k ist auf einem im Trichter b angeordneten Rippenring i befestigt. Der Ring i ist auf der Wand des Trichters befestigt und mit nach innen reichenden Rippen il versehen, deren innere Enden durch einen Ring, i2 miteinander verbunden sind, auf welchen das Lager k aufliegt. Zwischen den Rippen il können Rippengitter angeordnet werden, so dass der Rippenring i, i1, i2 gleichzeitig einen siebartigen Teil bildet, welcher die zwischen die zu zerkleinernden Materialien gelangenden langen Wurzeln u. dgl. zurückhält.
Letztere können nach Abmontierung
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auf den Boden des Lagers, damit der Schrotkegel oder andere Zerkleinerungskörper härteren Stücken achsial ausweichen kann und Brüche vermieden werden. Die Welle c kann mittelst einer auf derselben befestigten Scheibe m von einer beliebigen Kraftquelle angetrieben werden. Der Trichter ist ferner mit Stützen n versehen, durch welche Wasser in den Wasserkasten des Trichters strömt. Dieses Wasser wird durch Öffnungen el der Schrotfläche e dem Versatzmaterial zugeführt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Das in den Trichter b oben eingefüllte zu zerkleinernde Material wird durch die Schrotmühle d, e im gewünschten Grad zerkleinert und dabei mit dem durch die Öffnungen f, @1, e1 einströmenden Wasser innig vermengt, so dass bei der unteren Öffnung der Schrotmühle das fertige Versatzmaterial innig vermischt in das Rohr a eintritt, durch welches dasselbe zu der Verbrauchssteile geführt wird.
Die Einrichtung besitzt also ausser den obenerwähnten noch den weiteren Vorteil, dass das Vcrsatzmaterial innig gemischt wird, was bei den bisherigen Spülversatztrichtern unmöglich war, da hei letzteren die Materialstrahlen durch das Wasser vielmehr nur an den äusseren Teilen angefeuchtet werden, während die Materialstrahlen innen trocken geblieben sind, was häufig zu Verstopfungenführte.
Soll ein Material geschlämmt werden, welches keine Zerkleinerung benötigt, so wird die W Hc f samt (lern Lager h und mit dem Zerkleinerungskörper zusammen aus dem Sohlenlager- nachdem die Dichtung des letzteren gelöst wurde-herausgehoben, d. h. aus dem Trichter entfernt. Heim Wiedereinsetzen der Welle und des Zerkleinerungskörpers werden diese Vorgänge 111 umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.